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Der Startschuss für Mailand Cortina 2026
Der Countdown geht in den Endspurt! An diesem Freitagabend um 20 Uhr starten mit der Eröffnungsfeier die 25. Olympischen Winterspiele. Gastgeber ist Italien, das die Wettkämpfe über fünf Cluster (Mailand, Cortina d’Ampezzo, Predazzo/Tesero, Livigno/Bormio und Antholz) verteilt.
Rund 2900 Athlet*innen gehen in Norditalien an den Start, deutlich mehr als 2018 in Pyeongchang (Südkorea), das mit 2922 Teilnehmenden bis dato die Bestmarke hält. Nach der Aufnahme von Skibergsteigen sind erstmals acht Sportarten Teil des Olympiaprogramms. In 16 Disziplinen stehen 116 Entscheidungen an. Das Team Deutschland ist mit 185 Athlet*innen vor Ort.
Sportdeutschland hat gewählt: Schmid und Draisaitl tragen die deutsche Fahne
Wie es sich anfühlt, wenn olympische Träume schon vor dem Start der Spiele in Erfüllung gehen, davon können Katharina Schmid und Leon Draisaitl seit diesem Mittwoch berichten. Olaf Tabor, Vorstand Leistungssport im DOSB und Chef de Mission des Team D bei den Winterspielen in Norditalien, informierte die Skispringerin vom SC Oberstdorf und den Eishockey-Topstar von den Edmonton Oilers aus Nordamerikas Profiliga NHL telefonisch darüber, dass sie bei der Eröffnungsfeier am Freitagabend die deutsche Fahne tragen werden. Allerdings - und das ist ein Novum in der olympischen Geschichte - wegen der großen Entfernungen zwischen den Austragungsstätten getrennt. Draisaitl, der am Freitagmorgen aus Kanada einfliegt, wird die deutsche Delegation ins Mailänder Stadion San Siro führen. Schmid trägt die Fahne bei der zeitgleich stattfindenden Eröffnungsfeier in Predazzo.
Die 29-Jährige, die ihre vierten Winterspiele erlebt, war von der Nachricht noch so aufgewühlt, dass sie sich zum Gespräch mit dem DOSB am Telefon mit ihrem Geburtsnamen Althaus meldete. „Ich bin so aufgeregt! Das ist eine riesige Ehre für mich. Wir haben so viele tolle Sportlerinnen und Sportler, und dass ich ausgewählt wurde, ist unglaublich“, sagte sie nach der Ankunft im Olympischen Dorf. Leon Draisaitl erhielt die frohe Kunde am Morgen des „Battle of Alberta“, zu dem er mit seinen Oilers bei den Calgary Flames antrat. „Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Dass mich nicht nur die Fans, sondern auch die Athleten gewählt haben, ist eine riesige Ehre, die mich unfassbar stolz macht“, sagte er.
Die Entscheidung für das Duo fiel in einer gemeinsamen Wahl in der Öffentlichkeit und unter den 185 Athlet*innen des Team D, die vom 26. Januar bis einschließlich 3. Februar lief. An der öffentlichen Wahl beteiligten sich mehr als 135.000 deutsche Fans. Zu den Winterspielen in Peking 2022 waren 120.000 Stimmen aus der Öffentlichkeit abgegeben worden. Die Stimmen aus beiden Gruppen wurden zu je 50 Prozent gewichtet für das Gesamtergebnis gezählt. Die weiteren Kandidat*innen, die zur Abstimmung standen, waren Ramona Hofmeister (29/Snowboard), Laura Nolte (27/Bob), Johannes Rydzek (34/Nordische Kombination) und Tobias Wendl (38/Rennrodeln).
Mailand Cortina 2026: So wohnt Team Deutschland bei Olympia
Die ersten Athlet*innen beziehen aktuell ihre Unterkünfte bei den Olympischen Winterspielen Mailand Cortina 2026. Aufgrund der großen Entfernungen zwischen den Wettkampfstätten setzt das Organisationskomitee auf mehrere Olympische Dörfer und Hotelkomplexe.
„Die Bedingungen im Olympischen Dorf in Cortina sind sehr gut und bieten den Team D Athlet*innen gute Voraussetzungen für die Vorbereitung auf ihre Wettkämpfe. Die Container sind zwar nicht besonders groß, dafür aber gut beheizt und funktional eingerichtet. Die Schneelandschaft und das gemeinsame Leben im Dorf sorgen darüber hinaus für eine besondere olympische Atmosphäre und ermöglichen den Austausch mit Athlet*innen aus anderen Nationen“, berichtet Thomas Arnold, DOSB-Vorstand Finanzen, der im Olympischen Dorf in Cortina untergebracht ist und das Team D Office vor Ort unterstützt.
Wie viele Olympische Dörfer gibt es bei Mailand Cortina 2026?
Bei den Winterspielen 2026 gibt es insgesamt drei offizielle Olympische Dörfer. Ein großes Hauptdorf in Mailand und zwei weitere Dörfer in Cortina d’Ampezzo und Predazzo. In den Wettkampforten Bormio, Livigno sowie Antholz/Anterselva werden zusätzlich mehrere Hotels zu funktionalen Olympischen Dörfern zusammengefasst.
Warum sind die Olympischen Dörfer auf mehrere Standorte verteilt?
Die Wettkämpfe finden über weite Teile in Norditalien statt. Mehrere Dörfer ermöglichen kurze Wege zu den Wettkampfstätten und eine bessere Anpassung an die unterschiedlichen Sportarten. Von Eishockey und Eisschnelllauf bis zu alpinen und nordischen Disziplinen.
Wie viele Athlet*innen wohnen insgesamt in den Olympischen Dörfern?
Rund 1.700 Betten gibt es allein im Olympischen Dorf in Mailand, etwa 950 Athlet*innen aus 41 Nationen wohnen dort, zudem mehrere hundert Betreuer*innen. Das Dorf hat eine Größe von 38.000 m2 - das entspricht rund 21 Eishockeyfeldern.
Im Dorf in Cortina stehen 1.400 Betten in rund 350 Containern zur Verfügung. Hinzu kommen Athlet*innen, die in den Hoteldörfern in Predazzo, Livigno, Bormio und Antholz/Anterselva untergebracht sind.
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Die Bedeutung des Leistungssports in Deutschland
Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) begrüßt gemeinsam mit Athleten Deutschland die Veröffentlichung erster Ergebnisse des vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp) geförderten Forschungsprojekts „Gesellschaftliche Bedeutung des Spitzen- und Leistungssports in Deutschland (GUIDE)“.
Das Projekt untersucht den gesellschaftlichen Nutzen des Spitzen- und Leistungssports in unterschiedlichen Wirkungsfeldern. Im Fokus stehen sowohl die Erwartungen der Bevölkerung als auch empirisch belegbare Wirkungspotenziale. Ziel ist es, vielfach angenommene Effekte, etwa im Hinblick auf Vorbildfunktion, Wertevermittlung, nationale Identifikation oder internationales Ansehen, systematisch und empirisch zu überprüfen.
Das BISp-Projekt leistet damit einen wichtigen Beitrag zu einer evidenzbasierten Auseinandersetzung mit der staatlichen Leistungssportförderung in Deutschland. Bereits im vergangenen Jahr haben Athleten Deutschland und der DOSB im Rahmen einer repräsentativen SINUS-Studie gesellschaftliche Erwartungen an den Leistungssport und die Spitzensportförderung empirisch erheben lassen. Die im Sommer 2025 veröffentlichten Ergebnisse der SINUS-Studie liefern eine differenzierte Bestandsaufnahme der Wahrnehmung des Leistungssports in der Gesellschaft.
Die nun vorliegenden ersten Ergebnisse des BISp-Forschungsprojekts in Form von Fact Sheets ermöglichen es erstmals, diese gesellschaftlichen Erwartungen den empirisch nachweisbaren Wirkungen des Leistungssports gegenüberzustellen. Damit eröffnen sich für alle Stakeholder weitere Diskursräume, die insbesondere im weiteren Prozess rund um das Sportfördergesetz und die geplante Errichtung einer Spitzensportagentur genutzt werden sollten.
Silbernes Lorbeerblatt für Deaflympics und World Games Athlet*innen
81 Athlet*innen haben sich am 4. Februar 2026, auf Einladung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, in das Schloss Bellevue eingefunden. Die Medaillengewinner*innen der World Games in Chengdu sowie der Sommer-Deaflympics in Tokio wurden mit der höchsten sportlichen Auszeichnung der Bundesrepublik Deutschland, dem Silbernen Lorbeerblatt, gewürdigt.
In seiner Ansprache beschrieb der Bundespräsident die besondere Stimmung der Veranstaltung: „Immer nämlich, wenn ich das Silberne Lorbeerblatt an verdiente Sportlerinnen und Sportler aushändigen darf, habe ich das Gefühl, dass eine besondere Atmosphäre entsteht. Dass ein besonderer frischer Wind durch die Räume weht: eine Mischung aus Freude und Leidenschaft, aus Mut und Einsatzbereitschaft, aus Ausdauer und Selbstüberwindung, aus Selbstbewusstsein und Teamgeist, aus Lust am Wettbewerb und aus Wille zum Gewinnen.“
Gemeinsam mit Christiane Schenderlein, Staatsministerin Sport und Ehrenamt, überreichte Frank-Walter Steinmeier die Auszeichnungen und, gerichtet an die Deaflympics Athlet*innen, betonte er: „Solche sportlichen Leistungen und Erfolge sind sicher auch Ermutigung für andere Gehörlose, sich einem Team oder Verein anzuschließen und sich selber sportlich auszuprobieren und herauszufordern. Die erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler der Deaflympics sind ganz gewiss für andere mit dem gleichen Handicap Motivation und vielleicht auch Vorbild. Gerade deswegen sind ihre Erfolge sozusagen doppelt wichtig und Grund zur Freude für uns alle.“
Der Bundespräsident hob den besonderen Stellenwert der World Games hervor und, „umso schöner finde ich, dass in diesen bedeutenden Spielen die deutschen Mannschaften seit Langem so hervorragend abschneiden – und das in vielen, wenn nicht allen ihren Disziplinen. Dieses Mal, in Chengdu, sind sie so im Medaillenspiegel hinter den gastgebenden Chinesen auf dem zweiten Platz gelandet. Aber in der ewigen Tabelle aus allen bisherigen World-Games-Austragungen belegen sie den ersten Platz.“
Mit der Verleihung des Silbernen Lorbeerblattes unterstrich der Bundespräsident die Bedeutung der Deaflympics und der World Games sowie der Werte des Sports wie Fairness, Leistungsbereitschaft, Zusammenhalt und gesellschaftliches Miteinander. (Quelle: Bundespräsidialamt)
DM Feldbogen Kellinghusen: Termin um eine Woche verschoben
Bundesliga Bogen: Sechs Finaltickets noch zu vergeben
Para-Biathletin Anja Wicker ist „Sportlerin des Monats“ Januar
Anja Wicker hat ihre starke Saison eindrucksvoll gekrönt: Neben dem Gewinn des Gesamtweltcups feierte die Stuttgarterin einen viel beachteten Heimsieg im Sprint über 7,5 Kilometer im Nordic-Center Notschrei und sammelte darüber hinaus zahlreiche weitere Podestplatzierungen im Biathlon und im Langlauf. Für diese eindrucksvollen Leistungen wählten die von der Sporthilfe geförderten Athletinnen und Athleten Anja Wicker mit 43,2 Prozent zur „Sportlerin des Monats“ Januar.
Anders als bei Medien- oder Publikumswahlen entscheiden bei der Wahl zur „Sportlerin bzw. zum Sportler des Monats“ ausschließlich Deutschlands beste Nachwuchs- und Spitzenathletinnen und
-athleten. Dadurch erhält die Auszeichnung ihre besondere sportliche Wertigkeit. Zu Beginn eines jeden Monats stellt die Sporthilfe den rund 4.000 geförderten Athletinnen und Athleten drei Kandidatinnen oder Kandidaten zur Wahl, die sich im Vormonat durch herausragende Leistungen empfohlen haben. Die Stimmabgabe erfolgt per Online-Voting.
Anja Wicker setzte sich bei der Wahl gegen das Bobteam Lochner (40,3%) und das Rodel-DuoTobias Wendl und Tobias Arlt (18,7%) durch. Johannes Lochner hatte gemeinsam mit seinem Team eine herausragende Saison mit dem Gewinn der Gesamtweltcups im Zweier- und Viererbob gekrönt und sich zudem zusammen mit Anschieber Georg Fleischhauer den Europameistertitel im Zweierbob gesichert. Wendl und Arlt überzeugten mit dem souveränen Gewinn des Europameistertitels im Doppelsitzer in Oberhof und bauten mit ihrem zweiten Weltcupsieg in Folge die Führung im Gesamtweltcup weiter aus - ein deutliches Ausrufezeichen für die olympischen Wettkämpfe in Mailand und Cortina.
Für ihre herausragenden Leistungen waren die Athletinnen und Athleten von der Athletenkommission im DOSB, von SPORT1 und von der Sporthilfe für die Wahl nominiert worden.
Der Deutsche Schützenbund wächst im vierten Jahr in Folge
DSJ: Rückblick auf die Jugendausschusssitzung 2026 in Viernheim
Weltkrebstag 2026: Gemeinsam einzigartig
Nationaltorhüterin Ann-Katrin Berger erhielt im Laufe ihrer Karriere gleich zweimal die Diagnose Krebs und kämpfte sich dennoch zurück an die Weltspitze. Wie es ihr damit erging und wie sie es schaffte wieder zurück in den Spitzensport zu finden, gibt es im aktuellen Podcast „Gesund in Sportdeutschland“ zu hören.
Auch Elena Semechin erhielt mitten in ihrer Karriere die Diagnose Krebs. Ende 2025 wurde die Schwimmern mit dem Sparkassenpreis für Vorbilder im Sport im Rahmen der Veranstaltung „Sportler*in des Jahres“ ausgezeichnet. Sie ist eine Athletin, die mit ihrem unerschütterlichen Willen zeigt, dass eine Krebserkrankung nicht das Ende der Leistungssportkarriere bedeuten muss. Nach Entfernung eines Hirntumors im Alter von 28 Jahren wiederholte sie in Paris bei den Paralympics den Gewinn der Goldmedaille.
Siegeswille und Lebensmut – Ann-Katrin Bergers Geschichte zum Weltkrebstag
Die Nationalspielerin hat zwei Krebserkrankungen hinter sich und spricht offen über ihren Weg durch diese herausfordernde Zeit. Anlässlich des diesjährigen Weltkrebstages am 4. Februar unter dem Motto „United by Unique“ teil sie in Episode 5 der 4. Staffel unseres Podcasts „Gesund in Sportdeutschland“, was ihr Kraft gegeben hat, wie ihr unerschütterlicher Siegeswille sie getragen hat und warum Lebensmut, Vertrauen und innere Stärke für sie entscheidende Schlüssel zur Genesung waren. Eine inspirierende Geschichte, die Hoffnung macht - für Betroffene und alle, die zuhören.
Bundesligafinale Rotenburg: Podcast mit Anna Janßen & Maxi Ulbrich
Das sind die beliebtesten Trendsportarten für den Winter
Wintersport ist längst mehr als Skifahren und Rodeln. Neue Sportarten entstehen, getragen von dem Interesse an neuen Sportarten und dem Bedürfnis nach ganzjähriger Fitness. Hinzu kommt: Trends verbreiten sich über Social Media schneller als je zu vor. Wir werfen einen Blick auf die spannendsten Trendsportarten, die den Winter aktuell prägen.
Am Anfang war ein Trend
Was als Nische beginnt, wird schnell zum Trend und birgt das Potenzial zur etablierten Sportart. Im Wintersport fest verankert ist heutzutage das Snowboarden. Die Sportart, welche in den späten 1980er Jahren als rebellische Gegenbewegung und Trendsportart galt, ist heute nicht mehr von den Skipisten wegzudenken und sogar fester Bestandteil der Olympischen Winterspiele.
Skitourengehen/Skimo
Bei den Olympischen Winterspielen in Mailand Cortina 2026 erstmals dabei ist das Skibergsteigen (Skimo). Die schnelle, konditionell höchst anspruchsvolle Sportart ist die als Wettkampf ausgetragenen Form des Skitourengehens. Skitourengehen erlebt in den letzten Jahren als Leistungssport, wie auch als Freizeitsport eine echte Renaissance. Da Skitourengehen sowohl einiges an Kondition als auch an Erfahrung benötigt, hat der Deutsche Alpenverein (DAV) alles aufgelistet, was ihr wissen müsst: Skitourengehen: Varianten und Überblick | Bergsport im Winter | DAV
Digitalisierung und KI im Sport - Innovation mit Verantwortung
Digitalisierung und Künstliche Intelligenz sind längst im Sport angekommen. Sie prägen Trainingsmethoden, Organisationsstrukturen und Verwaltungsprozesse im Breiten- wie im Leistungssport. Gleichzeitig wachsen die Anforderungen an Transparenz, Datenschutz und ethische Verantwortung. Eine zentrale Frage ist: Kann Fortschritt und Innovation gelingen bei gleichzeitiger Wertebewahrung?
„Der Wandel ist sehr heterogen“
Der organisierte Sport in Deutschland ist historisch gewachsen und entsprechend vielfältig aufgestellt. Die mehr als 86 Tausend Sportvereine sowie die Sportverbände und Landessportbünde unterscheiden sich stark in Größe, Struktur und Ressourcen. Entsprechend verschieden ist auch der Stand der Digitalisierung. Während einige Organisationen bereits datenbasiert arbeiten und digitale Plattformen nutzen, stehen andere noch am Anfang. „Doch der Austausch und die Kooperation wachsen“, berichtet Morten Pohl, Prozessmanager Digitalisierung und KI beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB). „Beides ist enorm wichtig, denn durch den inhaltlichen Austausch verbreiten sich erfolgreiche Konzepte und ersparen vor allem im Ehrenamt wertvolle Arbeitszeit.“
Chance für den Breiten- und Leistungssport
Die Potenziale von Digitalisierung und KI zeigen sich je nach Bereich unterschiedlich. Im Leistungssport ermöglichen datenbasierte Anwendungen eine präzisere Trainingssteuerung, gezielte Talententwicklung und verbesserte Verletzungsprävention.
Im Breitensport hingegen stehen andere Ziele im Vordergrund: organisatorische Entlastung, niedrigere Zugangshürden und nutzerfreundliche digitale Angebote. Genau hier setzt Matthias Hübner an. Als Leiter der Digitalisierung bei SPORTDEUTSCHLAND verantwortet er zentrale Digitalprojekte im organisierten Sport. „Was wir im Breitensport beobachten, ist eine große Vielfalt an digitalen Lösungen“, sagt Hübner. „Erfolg stellt sich dann ein, wenn wir Standards schaffen, Kooperationen stärken und alle Beteiligten aktiv einbinden.“
Olympische Winterspiele 2026: So steht es um das deutsche Medaillenpotenzial
Ihr kennt es alle: Wenn Olympische Spiele anstehen, ist Orientierung wichtig. Wo sehe ich wann was, welches sind die Wettbewerbe, die aus deutscher Sicht besondere Aufmerksamkeit verdienen? Da in Norditalien die Wettkämpfe auf fünf Cluster aufgeteilt sind, wird das Ganze noch ein wenig komplizierter. Um für ein wenig Durchblick zu sorgen, haben wir Robert Bartko, im Geschäftsbereich Leistungssport des DOSB Leiter für Verbandsberatung und Sportförderung, um eine Potenzialeinschätzung gebeten. Der 50-Jährige, der als aktiver Bahnradsportler bei den Sommerspielen 2000 in Sydney (Australien) zwei Goldmedaillen gewinnen konnte, legt Wert darauf, dass es sich bei der Analyse, die auf Basis der Daten des Statistiksystems Gracenote erstellt wird, um genau das handelt: das Medaillenpotenzial, das nicht mit einer Vorgabe oder Erwartung gleichgesetzt werden sollte.
Das ausgegebene sportliche Ziel für das 185 Athletinnen und Athleten (99 Männer, 86 Frauen) umfassende Team D lautet, den Platz unter den Top-drei-Wintersportnationen der Welt zu behaupten, der vor vier Jahren in Peking mit Rang zwei im Medaillenspiegel untermauert werden konnte. „Hinter Norwegen und den USA sehen wir Team D in einem harten Wettbewerb mit Frankreich und den Niederlanden. Es kann durchaus sein, dass mehr Medaillen für uns möglich sind als die 27 in Peking, aber erneut zwölf goldene wie 2022 zu gewinnen, wird sehr schwierig. Gleichwohl glauben wir aber fest daran, dass die Top drei ein ambitioniertes Ziel, aber keinesfalls unerreichbar sind“, sagt Robert - der als ehemaliger Hochleistungssportler natürlich weiß, dass ambitionierte Ziele wichtig sind.
In Cortina stehen Bob, Rodeln, Skeleton, Curling, Ski alpin der Frauen an
Beginnen wir unsere Italien-Reise also in einem der beiden Hauptorte. Cortina ist für das Team Deutschland so etwas wie die Zentrale, hier ist das Deutsche Haus angesiedelt, in dem traditionell Medaillenerfolge gemeinsam gefeiert werden. Der Standort wurde mit Bedacht gewählt, schließlich befindet sich in Cortina auch der Eiskanal. „Bob, Rodeln und Skeleton sehen wir auch in diesem Jahr als Medaillengaranten, die Basis für unser Gesamtergebnis wird dort gelegt werden“, sagt Robert. In die Bewertung fließen natürlich die Vorergebnisse der laufenden Weltcupsaisons ein - und die lassen darauf schließen, dass im Bob und Rodeln Deutschland ganz eindeutig die dominierende Nation sein dürfte. „Natürlich haben Olympische Spiele ihre eigenen Gesetze, aber wenn man sieht, dass wir im Viererbob der Männer drei gleichwertige Teams haben, die im Zweier genauso dominant unterwegs sind, dazu bei den Frauen ebenfalls bestens aufgestellt sind, dann dürfen wir dort einiges erwarten.“
Ähnlich sieht es im Rodeln aus, wo sich aber doch manches Mal eine andere Nation aufs Podium drängen konnte. „Auch dort haben wir aber realistische Chancen, alle Wettbewerbe zu gewinnen“, sagt Robert. Nicht ganz so erdrückend ist die deutsche Dominanz im Skeleton, wo 2022 beide Goldmedaillen in den Einzeln an Deutschland gingen. „Medaillenchancen bestehen dennoch überall, in der Mixedstaffel ist Gold am wahrscheinlichsten.“
In Cortina wird allerdings nicht nur im Eiskanal, sondern auch auf der Eisfläche performt. Das Curling-Turnier der Männer ist erstmals seit 2014 wieder mit einem deutschen Team besetzt. „Für den Verband war die Qualifikation sehr wichtig, und grundsätzlich ist es immer schön, wenn die Teamsportarten besetzt sind. Eine Platzierung zwischen vier und acht ist für die Mannschaft um Skip Marc Muskatewitz realistisch“, sagt Robert.
Ein weiteres Highlight sind in Cortina die alpinen Skirennen der Frauen. „Unsere Statistik sieht eher keinen Medaillengewinn vor, aber insbesondere Emma Aicher hat gezeigt, dass mit ihr in allen Disziplinen zu rechnen ist. Wenn sie einen guten Tag erwischt, ist sicherlich alles möglich“, sagt Robert. Gleiches gelte für die Männer, die ihre Rennen in Bormio absolvieren. „Dort ist am ehesten Linus Straßer im Slalom ein Medaillenkandidat, der über viel Erfahrung verfügt und schon oft bewiesen hat, dass er für das Podium gut sein kann.“
Bormio begrüßt die neue olympische Sportart Skibergsteigen
Bormio wird gemeinsam mit Livigno als ein Cluster gerechnet. Neben den Alpinen sind in Bormio noch die Skibergsteiger am Start, die ihre Olympiapremiere feiern dürfen. „Hier haben wir keine Vergleichswerte zu 2022, aber die Prognose sagt, dass die besten Chancen auf Edelmetall in der Mixedstaffel bestehen, zu der eine Frau und ein Mann gemeinsam antreten. Im Einzel, wo wir mit Helena Euringer, Tatjana Paller und Finn Hösch an den Start gehen, wäre eine Top-acht-Platzierung schon ein großartiges Ergebnis“, sagt Robert.
Livigno ist die Heimat der „jüngeren“ Sportarten, Snowboard und Ski Freestyle werden hier ein großes Publikum begeistern. Vor einer Athletin zieht Robert schon vor dem Start den Hut. „Ramona Hofmeister drohte wegen einer Knöchelverletzung aus dem September die Spiele zu verpassen, dann hat sie sich rechtzeitig für die Qualifikation mit zwei Weltcupsiegen zurückgemeldet. Sie hat viel Erfahrung und gilt im Parallel-Riesenslalom als wichtigste Medaillenkandidatin“, sagt er. Grundsätzlich wünscht er dem gesamten Team von Snowboard Germany, „dass sie die Leistungen, die sie regelmäßig im Weltcup bringen, endlich auch beim Saisonhöhepunkt abrufen, da fehlt noch ein wenig der Durchbruch.“ Die Prognosen ergeben viele Platzierungen zwischen Rang vier und acht.
Bei den Ski-Freestylern liegen die Hoffnungen im Skicross auf Daniela Maier und Florian Wilmsmann, „zwei erfahrenen Leuten, die das Potenzial haben, nach vorn zu fahren. Allerdings ist Skicross wegen der Dynamik des Wettkampfs unglaublich schwer zu prognostizieren“, sagt Robert. In der Halfpipe (Sabrina Cakmakli), im Big Air (Muriel Mohr) und bei den Aerials (Emma Weiß) sind drei Sportlerinnen qualifiziert, die an einem rundum guten Tag ebenfalls in Richtung Medaillenränge schauen könnten.
Der Stellenwert der Krebsprävention wächst
Expert*innen gehen davon aus, dass rund 40 Prozent aller Krebserkrankungen durch eine gesunde Lebensweise vermieden werden könnten. Im Mittelpunkt steht dabei der initiierte Präventionsgipfel der Deutschen Krebshilfe und des Deutschen Krebsforschungszentrums, auf dem fünf zentrale Handlungsempfehlungen an die Politik vorgestellt wurden, um die Wirksamkeit der Krebsprävention bundesweit zu stärken. Flankierend dazu wird in Heidelberg ein Krebspräventionszentrum aufgebaut. Als nationales Netzwerk soll es Präventionsforschung, Früherkennung und Versorgung enger miteinander verzahnen. Die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2027 vorgesehen (Quelle: Deutsche Krebshilfe).
Initiative "Bewegung gegen Krebs"
"Prävention endet nicht bei Strategien und Empfehlungen, sie braucht Orte, an denen sie gelebt wird. Genau hier setzt der organisierte Sport an", sagt Jakob Etzel, zuständiger Referent im DOSB. Im Rahmen der Initiative „Bewegung gegen Krebs“ von Deutscher Krebshilfe und DOSB konnten im vergangenen Jahr wichtige Impulse gesetzt werden. Mit der erstmals durchgeführten Vereinschallenge wurde ein neues Format erfolgreich etabliert. 83 Vereine sammelten gemeinsam rund 380.000 „Bewegungsminuten“. Aufgrund der großen Resonanz wird die Vereinschallenge auch in diesem Jahr fortgeführt. Darüber hinaus ist „Bewegung gegen Krebs“ erneut auf zahlreichen Veranstaltungen präsent, darunter Fachkongresse im Frühjahr wie der Deutsche Krebskongress und der Kongress Armut und Gesundheit. Im Sommer werden erstmals „Die Finals“ in Hannover, einem der größten Multisportveranstaltungen Deutschlands, angesteuert.
Junioren-EM Burgas: 19 Talente sammeln Erfahrung! Und Medaillen?
Silber strahlt am Ende eines überragenden Turniers
Sie haben alles gegeben, haben dem Weltmeister und Olympiasieger einen überragenden Kampf geliefert, aber am Ende war Dänemark doch zu stark für die deutschen Handballer. Nachdem die Auswahl des Deutschen Handballbunds bei der Europameisterschaft in Dänemark, Norwegen und Schweden zuvor Topnationen wie Frankreich, Spanien, Norwegen und im Halbfinale Kroatien geschlagen hatte, gab es am Ende Silber nach der 27:34-Finalniederlage gegen die Dänen, die nun alle drei großen Titel des Welthandballs (EM, WM, Olympia) gleichzeitig innehaben. Bundeskanzler Friedrich Merz, der zum Endspiel ins dänische Herning gereist war, klatschte Beifall, besuchte die Mannschaft nach der Medaillenzeremonie in der Kabine und unterhielt sich 20 Minuten mit den Spielern. „Was für ein Finale, was für eine starke Europameisterschaft. Ihr habt gekämpft, Nervenstärke und Teamgeist gezeigt“, schrieb Merz in den Sozialen Medien: „Ich gratuliere Dänemark zum Titel und den deutschen Handballern zum zweiten Platz und zu einem überzeugenden Turnier. Wir sind stolz auf euch.“
Vor allem dank der 14 Paraden von Andreas Wolff, der im Finale Deutschlands EM-Rekordspieler mit 42 Partien wurde und zudem der erste deutsche Handballer ist, der zum dritten Mal in einem EM-All-Star-Team steht, konnte die DHB-Auswahl lange Zeit vom ersten EM-Titel seit 2016 träumen. Selbst die frühe Rote Karte gegen Tom Kiesler nach 13 Minuten warf die Deutschen nicht aus der Bahn, der finale Schock war dann aber die zweite Rote Karte gegen Jannik Kohlbacher drei Minuten vor dem Ende. Deutschland kämpfte sich dank der Tore von Juri Knorr und Julian Köster nach dem 7:10 wieder zurück, war bis zum 27:29 in der 53. Minute auf Augenhöhe, dann aber zog ihnen Torwart Kevin Möller den Zahn - und das während der gesamten EM überragende Rückraum-Duo Simon Pytlick und Mathias Gidsel entschied, mal wieder, die Partie.
Neben Wolff (THW Kiel) hatte sich Kreisläufer Johannes Golla (SG Flensburg-Handewitt) seinen All-Star-Team-Status wahrlich verdient. Für Golla war es das zweite Mal nach 2022. Auch wenn die Finalniederlage nach 50 ausgeglichenen Minuten absolut schmerzte, zogen Spieler und Bundestrainer Alfred Gislason ein positives Turnierfazit: „Dänemark hat den Sieg absolut verdient und ist verdientermaßen Europameister. Ich bin sehr zufrieden mit meiner Mannschaft und wie die Jungs während des gesamten Turniers gespielt haben. Das Team hat sich mit jedem Spiel gesteigert. Aber Dänemark ist unglaublich. Ich finde, das Ergebnis ist im Vergleich zum Spielverlauf etwas hoch. Wir haben alles getan, um die Goldmedaille zu gewinnen“, sagte Gislason.






