Hauberg 2, 70771 Leinfelden-Echterdingen

Weltcup Granada: Janßen mit Weltrekord, Stark holt Silber

Was für ein Triumph für die deutschen Gewehrschützinnen! Im Finale des Kleinkaliber-Dreistellungskampfes beim Weltcup in Granada haben Anna Janssen und Nele Stark die gesamte Weltelite hinter sich gelassen. In einem Herzschlagfinale krönte sich Anna Janssen nicht nur mit der Goldmedaille, sondern setzte mit einem neuen Weltrekord einen Meilenstein in der Geschichte des Schießsports.

Fahrradfahren für mehr Unabhängigkeit

Das ehrenamtliche und freiwillige Engagement bildet das Fundament des Vereinssports in Deutschland. Ohne die Millionen Engagierten wären die vielfältigen Angebote im Freizeit-, Gesundheits- und Wettkampfsport nicht denkbar. Mit unserem Format „Engagement der Woche“ stellen wir regelmäßig Menschen und Vereine vor, die diese tragende Säule des Sports sichtbar machen und dafür von den Sternen des Sports ausgezeichnet wurden. In dieser Woche präsentieren wir den Verein „Move and Meet“ aus Münster.

Selbständigkeit, Flexibilität und Teilhabe

„Viele Frauen, die zu uns kommen, hatten bisher keine Möglichkeit, Fahrradfahren zu lernen. Dabei bedeutet es für die meisten im Alltag: Selbstständigkeit, Flexibilität und Teilhabe.“ So beschreibt Laura Verweyen die Bedeutung des Projekts „Bike and Meet“ des Münsteraner Vereins Move and Meet e.V..

Für viele Menschen ist Fahrradfahren selbstverständlich. Für andere hingegen ist es ein unerfüllter Wunsch oft verbunden mit Angst vor Stürzen und dem Straßenverkehr, fehlenden Möglichkeiten oder strukturellen Hürden. Genau hier setzt das Angebot des Sport- und Bildungsvereins an: Gemeinsam mit anderen Frauen in einem geschützten Raum lernen, sich auf dem Fahrrad sicher zu bewegen.

Ein eigenes Fahrrad ist für eine Kursteilnahme nicht nötig. Fahrräder und Helme stehen für die Kurse bereit und geschulten Trainerinnen begleiten die Teilnehmerinnen vom Gleichgewichtstraining bis zum sicheren Verhalten im Straßenverkehr. „Einige Frauen haben schon erste Erfahrungen mit dem Rad gemacht, sind aber durch Stürze oder langen Pausen verunsichert“, erklärt Verweyen. „Als Kurseinstieg beginnen wir deshalb mit Gleichgewichtstraining, dann geht es an das Bremsen, Anfahren, Kurvenfahren und den Schulterblick. Später kommt die Straßenverkehrsordnung dazu. Am Ende der 8 bis 10-wöchigen Kurse bieten wir auch noch Reparaturworkshops an.“

Weltcup Granada: Hauchdünn am Finale vorbei

Beim ISSF Weltcup im spanischen Granada haben sich die deutschen Luftgewehrschützen in einem extrem leistungsdichten Teilnehmerfeld präsentiert. In der heutigen Qualifikation zeigten die deutschen Athleten gute Leistungen, bei der es vor allem auf Präzision in den entscheidenden Serien ankam. Hauchdünn verpasste Maximilian Dallinger den Einzug ins Finale der Luftgewehr Männer.

Weltcup Puebla: Überzeugende Qualifikationsergebnisse und erste Entscheidungen

Beim ersten Weltcup der Saison im mexikanischen Puebla (7. bis 12. April) sind die deutschen Bogenschützen erfolgreich in die Wettkämpfe gestartet und haben sich solide Ausgangspositionen für die anstehenden Eliminationsrunden erarbeitet.

Weltcup Granada: Ein Auf und Ab zum Auftakt

Mit dem Auftakt des ISSF-Weltcups in Granada ist die internationale Schießsport-Elite in die neue Saison gestartet. Vom 07. bis zum 13. April messen sich insgesamt mehrere hundert Athletinnen und Athleten aus über 50 Nationen in den olympischen Disziplinen Gewehr und Pistole und liefern damit früh im Jahr einen ersten internationalen Formtest auf höchstem Niveau. Die ersten Wettkämpfe sind abgeschlossen und die deutschen Athleten konnten bisher nur punktuell überzeugen.

Olympia in Deutschland: „Es wäre eine einmalige Chance für uns alle!“

Bis zum 19. April können wahlberechtigte Bürger der 17 NRW-Kommunen, in denen sportliche Wettbewerbe stattfinden sollen, darüber abstimmen, ob sie generell für oder gegen die Spiele sind. Skeet-Schützin Christine Wenzel nahm von 2008 bis 2016 drei Mal an Olympischen Spielen teil und gewann in Peking 2008 eine Bronzemedaille. Für die Ibbenbürenerin wären Olympische Spiele in Nordrhein-Westfalen das Höchste der Gefühle wie sie im Interview verrät.

Sport und Bewegung: Unverzichtbare Säulen der Gesundheit

In einer Zeit, in der Bewegungsmangel zunehmend zu gesundheitlichen Problemen führt, unterstreicht der DOSB die wichtige Rolle regelmäßiger körperlicher Aktivität als Grundlage für ein gesundes und aktives Leben. Der organisierte Sport bietet mit seinen breiten- und gesundheitssportlichen Angeboten in seinen rund 86.000 Vereinen weit mehr als Freizeitbeschäftigungen – sie sind essenziell für körperliches, geistiges und soziales Wohlbefinden. 

Bewegung als Schlüssel zur Prävention 

Regelmäßige körperliche Aktivität stärkt das Herz-Kreislauf-System, verbessert die Muskulatur und fördert die Beweglichkeit. Gleichzeitig reduziert sie das Risiko für zahlreiche Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes Typ 2 oder Rückenbeschwerden. Auch auf die Psyche hat Bewegung eine nachweislich positive Wirkung: Stress wird abgebaut, die Stimmung verbessert sich, und das allgemeine Wohlbefinden steigt. Gerade in einer zunehmend sitzenden Gesellschaft wird es immer wichtiger, gezielt für Ausgleich zu sorgen. Schon moderate Bewegung – wie zügiges Gehen, Radfahren oder gezielte Gymnastik – kann einen großen Unterschied machen.

Qualitätsgeprüfte Angebote

Insbesondere Kurse, die mit dem Siegel SPORT PRO GESUNDHEIT ausgezeichnet sind, bringen Transparenz und Verlässlichkeit für die Teilnehmenden. Dieses Qualitätssiegel steht für geprüfte Präventionsangebote, die gezielt auf die nachhaltige Förderung der Gesundheit ausgerichtet sind. Kurse mit diesem Siegel zeichnen sich durch mehrere wichtige Merkmale aus: 

  • Wissenschaftlich fundierte Inhalte: Die Programme basieren auf aktuellen sportwissenschaftlichen und medizinischen Erkenntnissen.
  • Qualifizierte Kursleitungen: Die Übungsleitungen verfügen über spezielle Ausbildungen im Gesundheitssport.
  • Zielgerichtete Prävention: Die Kurse sind darauf ausgelegt, gesundheitliche Ressourcen zu stärken.
  • Individuelle Anpassung: Teilnehmende werden entsprechend ihrer persönlichen Voraussetzungen zielgruppenspezifisch betreut. 

Fair Play Preise des Deutschen Sports 2025 an Tabea Frohn und Julian Köster

Stifter des jährlich vergebenen Fair Play Preises des Deutschen Sports sind der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und der Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS). Sie ehren Personen und Initiativen, die Respekt, Freundschaft oder Solidarität auf und neben dem Platz vorleben – und sich durch ihr Engagement für eine inklusive Sportkultur auszeichnen. 

Tabea Frohn: Eine faire und menschliche Geste 

Die Breitensportlerin ordnete ihren Erfolg während eines Triathlons unter, um einer kollabierten Freundin zu helfen – und kam als eine der Letzten ins Ziel.

„Diese Geste ist gleichermaßen fair und menschlich. Sie erinnert uns auch an den letztjährigen Hauptpreisträger Noah Steinert, der bei einem Grundschulwettbewerb einem verletzten Freund zur Seite stand“, sagt Prof. Dr. Manfred Lämmer, Vorsitzender der Jury und Vorstandsmitglied der Deutschen Olympischen Akademie (DOA). „Dass – wie sich im Nachhinein herausstellte – die betroffene Athletin im Wettkampf einen Herzinfarkt erlitt, macht das Handeln von Tabea Frohn umso wertvoller.“

FAQ SPORT PRO GESUNDHEIT - das Qualitätssiegel für den Gesundheitssport

1. Was ist das Qualitätssiegel SPORT PRO GESUNDHEIT?

SPORT PRO GESUNDHEIT ist ein Qualitätssiegel für gesundheitsorientierte Angebote in Sportvereinen für Menschen, die in den Sport (wieder-)einsteigen wollen. Es wurde vom Deutschen Olympischen Sportbund gemeinsam mit der Bundesärztekammer entwickelt, ist im Jahr 2000 ins Leben gerufen worden und zeichnet Kurse aus, die festgelegte Qualitätsstandards erfüllen. 

2. Welche Ziele verfolgen die ausgezeichneten Kurse?

Die Kurse zielen darauf ab, Bewegungsmangel vorzubeugen und gesundheitliche Ressourcen zu stärken.

3. Warum lohnt sich die Teilnahme?

Neben der Verbesserung der körperlichen Fitness profitieren Teilnehmende auch mental: mehr Energie, gesteigertes Wohlbefinden und ein bewussterer Umgang mit der eigenen Gesundheit sind häufige Ergebnisse.

4. Wer kann an den Kursen teilnehmen?

Die Angebote richten sich an unterschiedliche Zielgruppen – an (Wieder-) und Neueinsteiger*innen jeden Alters, die einen sanften und sicheren Einstieg in die Aufnahme von Bewegungsangeboten suchen. Dabei werden persönliche Voraussetzungen wie Alter (Kinder, Erwachsene, ältere Menschen), Fitnesslevel und Lebenssituation berücksichtigt.

5. Was zeichnet die Kurse besonders aus?

Kurse mit dem Siegel erfüllen verbindliche Qualitätskriterien:

  • Qualifizierte Übungsleitungen mit spezieller Ausbildung für den Gesundheitssport
  • Zielgruppengerechte Inhalte und Belastungssteuerung
  • Regelmäßige Qualitätssicherung
  • Kleine Gruppen mit begrenzter Teilnehmendenzahl (max. 15 Personen)
  • Die Angebote finden in der Regel einmal pro Woche statt mit einem festen Kurskonzept von 8 bis 12 Einheiten à 60 bis 90.
  • Die Gruppengröße ist begrenzt (max. 15 Teilnehmende), um eine individuelle Betreuung zu gewährleisten.
  • Sie sind auf Nachhaltigkeit und langfristige Gesundheitswirkung ausgelegt. Es gibt weiterführende Unterlagen für die Teilnehmenden, die sie unterstützen langfristig mehr Bewegung in ihren Alltag zu integrieren und Hintergründe zu den Effekten von Sport und Bewegung auf die Gesundheit zu verstehen.

6. Wie sind die Kurse organisiert?

  • Die Angebote finden in der Regel einmal pro Woche statt mit einem festen Kurskonzept von 8 bis 12 Einheiten à 60 bis 90.
  • Die Gruppengröße ist begrenzt (max. 15 Teilnehmende), um eine individuelle Betreuung zu gewährleisten.
  • Sie sind auf Nachhaltigkeit und langfristige Gesundheitswirkung ausgelegt. Es gibt weiterführende Unterlagen für die Teilnehmenden, die sie unterstützen langfristig mehr Bewegung in ihren Alltag zu integrieren und Hintergründe zu den Effekten von Sport und Bewegung auf die Gesundheit zu verstehen.

7. Welche Inhalte werden vermittelt?

Die Kurse decken verschiedene Bereiche der Gesundheitsförderung ab, darunter:

  • Herz-Kreislauf-Training
  • Kräftigung des Muskel-Skelettsystems
  • Entspannung und Stressbewältigung
  • allgemeiner Präventionssport

8. Was für Kursangebote gibt es?

Kurse, die mit dem Qualitätssiegel ausgezeichnet sind, gibt es für unterschiedlichste Interessen und Vorlieben. Kräftigungstraining, Ausdauerkurse, , Nordic-Walking, Yoga, Walking-Football, Aqua-Jogging, Tischtennis und präventives Bergwandern sind nur ein paar Beispiele in der Angebotspalette.

9. Wie wird die Qualität sichergestellt?

Alle zertifizierten Angebote basieren auf standardisierten Konzepten mit einem klar festgelegten Ablauf - die Grundstruktur und Inhalte sind dementsprechend festgelegt. Diese Konzepte wurden im Vorfeld wissenschaftlich geprüft und erfüllen anerkannte Qualitätskriterien. Viele davon sind zusätzlich von den Krankenkassen begutachtet und zertifiziert. Dadurch wird ein einheitlicher Qualitätsstandard der Kurse sichergestellt. Ergänzend dazu sind die Kursleitungen verpflichtet, regelmäßig an Fortbildungen teilzunehmen, um dieses hohe Niveau dauerhaft zu gewährleisten.

10. Gibt es eine gesundheitliche Betreuung?

Vor Kursbeginn können Teilnehmende mit Hilfe eines Fragebogens eine gesundheitliche Selbsteinschätzung vornehmen. Personen über 35 Jahren wird zusätzlich eine ärztliche Vorsorgeuntersuchung empfohlen.

11. Werden die Kurse von Ärzt*innen unterstützt?

Ja, Ärzt*innen und Ärzte können im Rahmen des sogenannten „Rezeptes für Bewegung“ gezielt die Teilnahme an entsprechenden Kursen empfehlen. Zahlreiche Ärzteverbände unterstützen das “Rezept für Bewegung” und somit die SPORT PRO GESUNDHEIT Kurse aktiv. 

12. Werden die Kurse von Krankenkassen bezuschusst?

Viele der Kurse können von gesetzlichen Krankenkassen bezuschusst werden. Die Voraussetzung ist in der Regel eine regelmäßige Teilnahme. Es ist empfehlenswert, sich vorab bei der Krankenkasse zu erkundigen.

13. Wie finde ich ein passendes Angebot?

SPORT PRO GESUNDHEIT ist bundesweit verbreitet: Tausende Kurse in zahlreichen Sportvereinen ermöglichen es, wohnortnah ein passendes Angebot zu finden. Über die Bewegungslandkarte können die Präventionsangebote (gezielt auch mit Krankenkassenbezuschussung) gefiltert angezeigt werden.

14. Ich bin ein Sportverein, wie kann ich das Qualitätssiegel SPORT PRO GESUNHDEIT beantragen?

Das Siegel erhalten Vereine, die alle sechs Qualitätskriterien erfüllen. Alle Informationen rund um das Qualitätssiegel und die Qualitätskriterien sind auf der Serviceplattform SPORT PRO GESUNDHEIT zu finden. Dort kann der Verein sich registrieren und nach der Rückmeldung durch den Verband einen oder mehrere Kurse zur Zertifizierung beantragen. 

„Sportvereine leisten einen entscheidenden Beitrag zur Gesundheitsförderung.“

DOSB: Der Weltgesundheitstag lenkt den Blick auf Prävention und Lebensqualität. Welche Rolle spielt Bewegung aus Ihrer Sicht für die Gesundheit?

Ralf Gottfried: Bewegung ist aus meiner Sicht eine zentrale Grundlage für Lebensqualität in allen Lebensphasen. Sie wirkt präventiv, stärkt sowohl körperliche als auch mentale Gesundheit und schafft einen wichtigen Ausgleich im Alltag. Gerade in einer zunehmend bewegungsarmen Gesellschaft wird Bewegung zu einer bewussten Entscheidung für die eigene Gesundheit. Entscheidend ist dabei, dass Bewegung individuell angepasst werden kann. Vom Kindesalter bis ins hohe Alter bietet sie die Möglichkeit, Menschen genau dort abzuholen, wo sie stehen. Diese Flexibilität macht Bewegung zu einem der wirkungsvollsten Instrumente für nachhaltige Gesundheitsförderung.

Sie engagieren sich seit vielen Jahren im Gesundheitssport, unter anderem als DOSB‑lizenzierter Trainer, im Steuerkreis „Bewegung mit Herz“ und als Demenz‑Partner. Was treibt Sie persönlich an, sich so intensiv für Bewegung und Gesundheit einzusetzen?

Mein Antrieb ist stark durch meine eigenen Erfahrungen im Sport geprägt. Vor der Gründung von movePROsport e.V. war ich im Leistungssport als Trainer tätig. In diesem Umfeld wurde Leistung sehr gezielt entwickelt, das Thema Prävention hingegen häufig nicht systematisch in den Trainingsalltag integriert. Oft wurde Prävention den Athleten selbst überlassen, beispielsweise durch individuelle Maßnahmen oder lockere Laufeinheiten. Für mich war das weder nachhaltig noch zielgerichtet. Ich habe früh erkannt, dass Prävention genauso strukturiert, professionell und verbindlich umgesetzt werden muss wie leistungsorientiertes Training. Mit movePROsport e.V. haben wir genau hier angesetzt und eine Struktur geschaffen, in der Prävention im Mittelpunkt steht. Unser Ziel ist es, Menschen aktiv dabei zu unterstützen, langfristig gesund, leistungsfähig und motiviert zu bleiben.

75 Jahre Wiedergründung DSB: Ein Spiel seit Ende des 30-jährigen Krieges

Die Schützentradition und das Brauchtum ist neben dem Sport ein fester und wichtiger Bestandteil der Schützenkultur im Deutschen Schützenbund, in den Landesschützenverbänden und ihren Untergliederungen. Schützentraditionen und Bräuche können dabei sehr unterschiedlich sein, wie die verschiedenen Beiträge der Landesverbände zeigen, die das gesamte Jahr über zum 75-jährigen Jubiläum der DSB-Wiedergründung veröffentlicht werden. Dieses Mal ist der Südbadische Sportschützenverband an der Reihe, der über ein traditionelles Roll- und Würfelspiel berichtet.

Strahlemann und Stinkefinger – wie Leon Ulbricht zum Gesamtweltcupsieger wurde

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, heißt es in der weiten Welt der Sprichwörter. Wer über WhatsApp mit Leon Ulbricht kommuniziert, sieht in dessen Account ein Profilbild. Es zeigt einen blonden Jungen, der frech in die Kamera strahlt und dabei beide Mittelfinger in die Höhe streckt. Aufgenommen wurde es vor ungefähr zwölf Jahren im Familienurlaub von seinen Eltern. Und auch wenn dem damals Achtjährigen die Symbolik dieses Fotos selbstverständlich nicht bewusst sein konnte, drückt es heute ziemlich exakt das aus, was den 21-Jährigen zum Gesamtweltcupsieger im Snowboardcross gemacht hat: Leon Ulbricht ist ein zugänglicher, fröhlicher Mensch, der am liebsten Spaß bei allem hat, was er tut. Aber er macht die Dinge auf seine Weise und lässt sich von anderen nicht beirren. Strahlemann und Stinkefinger, das ist die Erfolgsmischung. Und weil der Topathlet vom SC Rötteln ein Mensch ist, der reflektiert auf sein eigenes Tun schaut, ist es umso spannender, mit ihm einen Rückblick auf seine aufregende Saison zu werfen.

Am Mittwochmorgen, als er zur verabredeten Zeit den Anruf entgegennimmt, ist Leon Ulbricht noch immer etwas „verjetlagt“. Das Saisonfinale fand in Mont-Sainte-Anne statt, im kanadischen Bundesstaat Québec, erst am Montagmorgen war die Mannschaft wieder in München gelandet. Das für Dienstagvormittag geplante Telefonat mit dem DOSB hatte Leon abgesagt, weil er wegen des Neuschnees in den Alpen spontan zum Boarden wollte. „Ich hatte einfach Bock drauf, auch wenn das aus der Perspektive der Regeneration vielleicht nicht sinnvoll war. Aber die Saison ist ja nun vorbei und ich kann solche Sachen machen“, sagt er. Und ist damit schon mittendrin in der Analyse, denn es scheint genau dieses Lustprinzip zu sein, das dem Sportsoldaten die notwendige Lockerheit verleiht, um auch nach schweren Rückschlägen nicht die Freude an seinem Sport zu verlieren.

Einen solchen schweren Rückschlag hatte Leon im Februar zu verkraften. Bei den Olympischen Spielen in Italien hatte er sich durchaus Medaillenchancen ausgerechnet. Die Trainingsform stimmte, in der Qualifikation für das Rennen in Livigno fuhr er die drittbeste Zeit und hinterließ mit seinem herausragenden Startverhalten und der dominanten Rennführung bei allen Beobachtenden den Eindruck, dass der Weg zum Gold nur über ihn führen könnte. Dann jedoch kam das Viertelfinale, in dem neben dem Italiener Lorenzo Sommariva und dem US-Amerikaner Nick Baumgartner auch Team-D-Kollege Martin Nörl (32/DJK-SV Adlkofen) zum Viererfeld zählte. In einer Linkskurve kollidierten Nörl und Baumgartner leicht, der Deutsche rutschte über die Piste und räumte dabei seinen jungen Teampartner ab. Aus der Traum von einer Medaille, die greifbar schien. Leon brauchte im Livigno Snow Park viel Zeit, um den Frust zumindest derart in den Griff zu bekommen, dass er sich den Medien stellen konnte.

Sein Motto: Spaß haben, dann kommen Titel von selbst

Vollkommen verarbeitet hat er das Geschehene auch gut sechs Wochen später noch nicht. „Es beschäftigt mich noch immer, ich habe oft darüber nachgedacht, ob ich irgendetwas hätte anders machen können“, sagt er. Während der gesamten Saison 2025/26 habe er keine ähnliche Situation geschweige denn einen Sturz erlebt, „es war mein zweitschlechtestes Resultat dieses Winters. Dass das ausgerechnet bei Olympia passiert, ist natürlich bitter“, sagt er. Wahrscheinlich seien es diese zwei, drei Prozent mehr Anspannung, die im Feld spürbar seien, die dazu führten, in engen Situationen doch mehr Risiko zu nehmen, als man es im Weltcup tun würde. „Und dann passieren solche Sachen, für die ich auch im Nachhinein niemandem die gesamte Schuld gebe.“

Umso interessanter war die Reaktion, die Leon Ulbricht auf das olympische Desaster zeigte. Er gewann das erste Weltcuprennen nach den Spielen, fuhr zwei weitere Male aufs Podium und reiste als Führender der Gesamtwertung zum Abschlusswettbewerb nach Kanada, mit einem Punkt Vorsprung auf den Franzosen Aidan Chollet (21), mit dem ihn eine enge Freundschaft verbindet, und 42 Zähler vor dem Australier Adam Lambert (28). Zu irgendwelchen Rechenspielen habe er sich deshalb aber nicht verleiten lassen, sagt er: „Mir geht es immer darum, Rennen zu gewinnen. Ich war auch nicht aufgeregter als sonst, sondern habe mir einfach gedacht: Zieh dein Ding durch und schau, was am Ende dabei herauskommt!“

Diese Taktik ist es, die sein sportliches Leben bestimmt, er beschreibt sie auch auf seiner Homepage. „Mein Traum ist es, mich an die Weltspitze im Snowboardcross zu setzen und dort einfach Spaß zu haben. Dabei spielen für mich irgendwelche großen Titel eher eine nebensächliche Rolle, das kommt dann schon von selbst“, steht dort zu lesen. Den Beweis dafür lieferte er in Kanada. Chollet schied im Viertelfinale aus. Lambert gewann zwar das Große Finale, aber weil Leon direkt auf Rang zwei folgte, reichte der Sieg dem Australier nicht zur Aufholjagd. Den ersten großen Titel hat er eingefahren, den Weg in die Weltspitze ist er gegangen – und Spaß hat es auch gemacht, und das nicht zu knapp. „Ich denke, dass wir sagen können, dass unser Plan ganz gut aufgegangen ist“, sagt er.

Sport als Motor für Entwicklung und Frieden

Der Internationale Tag des Sports für Entwicklung und Frieden erinnert jedes Jahr am 6. April an die besondere Rolle des Sports für eine gerechtere und friedlichere Welt. Das Datum verweist auf die Eröffnung der ersten Olympischen Spiele der Neuzeit 1896 in Athen und steht sinnbildlich für die Werte der Olympischen Idee: Respekt, Solidarität und internationale Verständigung.

Sport ist als wirkungsvolles Instrument zur Umsetzung der Agenda 2030 und der 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (SDGs) international anerkannt. Bildung, Gesundheit, Gleichstellung und gesellschaftliche Teilhabe lassen sich durch Sport nachhaltig fördern. Seit der Partnerschaft zwischen den Vereinten Nationen und dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) wird dieser Ansatz weltweit gestärkt.

Ein besonderes Zeichen setzt die Olympische Bewegung mit den Youth Olympic Games Dakar 2026, die erstmals auf dem afrikanischen Kontinent stattfinden. Unter dem Motto „Africa welcomes – Dakar celebrates“ rücken die Spiele junge Menschen, Wertevermittlung und nachhaltige Sportentwicklung in den Mittelpunkt und unterstreichen die Bedeutung Afrikas für die Zukunft des Sports.

 

Sport als Motor für Entwicklung und Frieden

Der Internationale Tag des Sports für Entwicklung und Frieden erinnert jedes Jahr am 6. April an die besondere Rolle des Sports für eine gerechtere und friedlichere Welt. Das Datum verweist auf die Eröffnung der ersten Olympischen Spiele der Neuzeit 1896 in Athen und steht sinnbildlich für die Werte der Olympischen Idee: Respekt, Solidarität und internationale Verständigung.

Sport ist als wirkungsvolles Instrument zur Umsetzung der Agenda 2030 und der 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (SDGs) international anerkannt. Bildung, Gesundheit, Gleichstellung und gesellschaftliche Teilhabe lassen sich durch Sport nachhaltig fördern. Seit der Partnerschaft zwischen den Vereinten Nationen und dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) wird dieser Ansatz weltweit gestärkt.

Ein besonderes Zeichen setzt die Olympische Bewegung mit den Youth Olympic Games Dakar 2026, die erstmals auf dem afrikanischen Kontinent stattfinden. Unter dem Motto „Africa welcomes – Dakar celebrates“ rücken die Spiele junge Menschen, Wertevermittlung und nachhaltige Sportentwicklung in den Mittelpunkt und unterstreichen die Bedeutung Afrikas für die Zukunft des Sports.

 

„Der Sport hat im Grunde seine eigene Sprache – und baut damit Hürden ab.“

Mit unserer IdS-Interviewreihe geben wir 2026 den Menschen eine Stimme, die „Integration durch Sport“ täglich mit Leben füllen - und zeigen, warum das Bundesprogramm für den organisierten Sport und unsere Gesellschaft unverzichtbar ist. Teil 5 mit Daniel Dwars, Referatsleiter im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.

DOSB: Welche Rolle spielt das Bundesprogramm „Integration durch Sport“ aus Sicht des BAMF in der Integrationslandschaft?

Daniel Dwars: Das Bundesprogramm „Integration durch Sport“ spielt eine ganz wesentliche Rolle in der Integrationslandschaft und in der Integrationsförderung des Bundes. Es kann auf bald auf vier Jahrzehnte Erfahrungen und Erfolge zurückblicken. Es hat sich über Jahre hin bewährt, weiterentwickelt und ist auch Krisen begegnet. Ein so langfristig gewachsenes und zugleich anpassungsfähiges Förderprogramm, dass so viele Menschen über die Jahre erreicht hat, ist für die Integrationsarbeit in Deutschland von zentraler Bedeutung.

Warum ist Sport ein besonders wirksames Feld für Integration und gesellschaftlichen Zusammenhalt?

Der Sport verbindet Menschen. Er ist leicht zugänglich und schafft aktive soziale Teilhabe. Hemmnisse wie fehlende Sprachkenntnisse treten dabei oft in den Hintergrund, weil Kommunikation im Sport stark über Bewegung, gemeinsames Handeln und nonverbale Verständigung funktioniert. Damit hat der Sport im Grunde seine eigene Sprache, die von Menschen ganz unterschiedlicher Herkunft beherrscht werden kann. Diese Möglichkeit des Austauschs über den Sport baut Hürden ab, schafft echte Begegnungsräume. Das stärkt die Integration von Menschen mit Migrationsgeschichte, aber gleichzeitig auch die interkulturelle Öffnung der Verbände und Sportvereine.

„Der Sport hat im Grunde seine eigene Sprache – und baut damit Hürden ab.“

Mit unserer IdS-Interviewreihe geben wir 2026 den Menschen eine Stimme, die „Integration durch Sport“ täglich mit Leben füllen - und zeigen, warum das Bundesprogramm für den organisierten Sport und unsere Gesellschaft unverzichtbar ist. Teil 5 mit Daniel Dwars, Referatsleiter im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.

DOSB: Welche Rolle spielt das Bundesprogramm „Integration durch Sport“ aus Sicht des BAMF in der Integrationslandschaft?

Daniel Dwars: Das Bundesprogramm „Integration durch Sport“ spielt eine ganz wesentliche Rolle in der Integrationslandschaft und in der Integrationsförderung des Bundes. Es kann auf bald auf vier Jahrzehnte Erfahrungen und Erfolge zurückblicken. Es hat sich über Jahre hin bewährt, weiterentwickelt und ist auch Krisen begegnet. Ein so langfristig gewachsenes und zugleich anpassungsfähiges Förderprogramm, dass so viele Menschen über die Jahre erreicht hat, ist für die Integrationsarbeit in Deutschland von zentraler Bedeutung.

Warum ist Sport ein besonders wirksames Feld für Integration und gesellschaftlichen Zusammenhalt?

Der Sport verbindet Menschen. Er ist leicht zugänglich und schafft aktive soziale Teilhabe. Hemmnisse wie fehlende Sprachkenntnisse treten dabei oft in den Hintergrund, weil Kommunikation im Sport stark über Bewegung, gemeinsames Handeln und nonverbale Verständigung funktioniert. Damit hat der Sport im Grunde seine eigene Sprache, die von Menschen ganz unterschiedlicher Herkunft beherrscht werden kann. Diese Möglichkeit des Austauschs über den Sport baut Hürden ab, schafft echte Begegnungsräume. Das stärkt die Integration von Menschen mit Migrationsgeschichte, aber gleichzeitig auch die interkulturelle Öffnung der Verbände und Sportvereine.

DM/Die Finals Hannover: Limitzahlen für die DM Bogen Team/Mixed veröffentlicht

Die Sportleitung des Deutschen Schützenbundes hat die Limitzahlen für die Deutsche Meisterschaft Bogen Team/Mixed veröffentlicht. Die Veranstaltung "Die Finals", das Multisport-Event mit mehreren Deutschen Meisterschaften in verschiedenen Sportarten, findet in der Zeit vom 23. – 26. Juli 2026 in Hannover statt.

Breitensportlehrgänge Wiesbaden: Osteraktion für die Schnellsten

Passend zum Osterfest verteilt die Schießsportschule in Wiesbaden kleine Ostergeschenke: Die zehn ersten Anmeldungen für einen Breitensportlehrgang in diesem Jahr erhalten ein kleines Osterpräsent.

Weltcup Puebla: Auftakt mit zwölf DSB-Bogensportlern

Acht deutsche Recurve- und vier Compound-Schützen sind beim ersten Weltcup der Saison im mexikanischen Puebla (7.-12. April) am Start. Für einen Großteil der Sportler ist es zudem ein wichtiger Teil der Vorbereitung auf die Europameisterschaft in Antalya/TUR (18.-26. Mai).

Weltcup Granada: 20 DSB-Athleten beim ersten Weltcup der Saison

Der erste Gewehr- und Pistolen-Weltcup der Saison 2026 ruft und 20 DSB-Sportlerinnen und -Sportler folgen dem Ruf: In Granada/ESP (6. bis 12. April) wollen die Athleten ihre gute Form von der Druckluft-EM in Eriwan bestätigen und sich auf hohem Niveau mit der internationalen Konkurrenz messen.

Anna-Lena Forster ist Sportlerin des Monats

Die Monoskifahrerin und Paralympics-Siegerin setzte sich bei der Abstimmung durch die rund 4000 von der Sporthilfe geförderten Athletinnen und Athleten mit 59,1 Prozent deutlich gegen weitere deutsche Medaillengewinnerinnen und -gewinner der Spiele durch. Forster hatte in Norditalien mit herausragenden Leistungen geglänzt. Als "Golden Girl" gefeiert, war die 30-Jährige allein für die Goldausbeute des deutschen Teams verantwortlich. In Abfahrt und Riesenslalom fuhr die Freiburgerin zum Sieg und holte dazu in der Super-Kombination Silber.

Rang zwei bei der Wahl ging an die Silbermedaillen-Gewinner der offenen Staffel im Para-Skilanglauf (Marco Maier, Sebastian Marburger, Linn Kazmaier mit Guide Florian Baumann, Theo Bold mit Guide Jakob Bold/9,1 Prozent). Rang drei sicherte sich Marco Maier (8,3 Prozent), der neben Silber in der Staffel drei Bronzemedaillen im Para-Biathlon gewann (Sprint, Verfolgung, Einzel). 

Für ihre herausragenden Leistungen wurden die Athletinnen und Athleten von der Athletenkommission im DOSB, SPORT1 und von der Sporthilfe für die Wahl nominiert.

Anders als bei Medien- oder Publikumswahlen entscheiden bei der Wahl zur Sportlerin bzw. zum Sportler des Monats ausschließlich Deutschlands beste Nachwuchs- und Spitzenathletinnen und -athleten. Dadurch erhält die Auszeichnung ihre besondere sportliche Wertigkeit. Zu Beginn eines jeden Monats stellt die Sporthilfe den rund 4.000 geförderten Athletinnen und Athleten drei Kandidatinnen oder Kandidaten zur Wahl, die sich im Vormonat durch herausragende Leistungen empfohlen haben. Die Stimmabgabe erfolgt per Online-Voting.

Stiftung Deutsche Sporthilfe

(Quelle: SID)

 

Schützenverband Berlin-Brandenburg: „Aufsteiger des Jahres 2025“

Im Rahmen des Landesschützentages des Schützenverband Berlin-Brandenburg am 29. März 2026 im Coubertinsaal des Manfred-von-Richthofen-Hauses in Berlin wurde der PSV Olympia Berlin als „Aufsteiger des Jahres 2025“ geehrt.

DSJ: Endspurt bei der Wahl „Junior und Junior Team des Jahres 2025“

Die Entscheidung rückt näher: Nur noch wenige Tage bleiben, um bei der Wahl zum „Junior und Junior Team des Jahres 2025“ der Deutschen SchützenJugend mit abzustimmen. Bis zum 8. April haben Schießsportbegeisterte noch die Gelegenheit, ihre Favoritinnen und Favoriten zu unterstützen.

Sport und Bewegung fördern – Gesundheitskosten senken

Sport und Bewegung fördern – Gesundheitskosten senken 

Angesichts der dramatisch wachsenden Finanzierungslücke in der gesetzlichen Krankenversicherung fordert der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB), Sport und Bewegung als zentralen Baustein einer wirksamen Präventions- und Gesundheitspolitik strukturell zu stärken. Der organisierte Sport erreicht Millionen Menschen, wirkt präventiv über alle Altersgruppen hinweg und kann einen entscheidenden Beitrag leisten, Gesundheitskosten langfristig zu senken. 

Die finanzielle Lage der gesetzlichen Krankenversicherung spitzt sich dramatisch zu. Die Finanzkommission Gesundheit des Bundesministeriums für Gesundheit beziffert die bestehende Finanzierungslücke auf über 15 Milliarden Euro im Jahr 2027. Bis 2030 soll sie auf mehr als 40 Milliarden Euro anwachsen. In der aktuellen Debatte um Einsparungen und Strukturreformen fehlt aus Sicht des DOSB jedoch ein zentraler strategischer Hebel: eine systematische Stärkung von Sport und Bewegung. 

Ein schöner Brauch: Ostereierschießen begeistert viele Menschen

Es ist traditioneller und schöner Brauch, der um das Osterfest deutschlandweit in den Schützenvereinen Einzug hält: das Ostereierschießen! Dann strömen zahlreiche Menschen in die Schützenhäuser, um mit etwas Glück und Zielgenauigkeit, Eier zu gewinnen.