Hauberg 2, 70771 Leinfelden-Echterdingen

Bundesligafinale Wiesbaden: Béla Réthy zu Gast im DSB-Podcast

Der Mann ist definitiv eine Reporter-Legende: Béla Réthy, jahrelanger ZDF-Redakteur und u.a. Live-Kommentator des historischen 7:1-Sieges Deutschlands gegen Brasilien bei der Fußball-WM 2014, war zu Gast im DSB-Podcast „Volltreffer“.

Weikerts Olympia-Mission: Mit viel Herzblut den deutschen Sport repräsentieren

Wieviel Herz er für jene hat, denen er vorsteht, kann erahnen, wer Thomas Weikert dabei beobachtet, wie er beim Live-Sport mitgeht. Am Donnerstagnachmittag sitzt der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) im DOSB-Pressebüro im Hotel La Montanina in Livigno. Eigentlich hatte er ins eine Autostunde entfernt gelegene Bormio fahren und die Skibergsteiger bei ihrem historischen Olympiadebüt anfeuern wollen, aber der starke Schneefall in den italienischen Alpen verhinderte den Trip. Und so nimmt der 64-Jährige vor einem großen Bildschirm Platz und verfolgt darüber, wie zunächst Tatjana Paller knapp an Bronze vorbeischrammt und danach die Nordischen Kombinierer die erhoffte Medaille verpassen.

Und er wirkt dabei fast so angespannt wie die Athletinnen und Athleten selbst. Missgeschicke scheint er fast persönlich zu nehmen, Gelungenes feiert er wie einen eigenen Triumph an der Tischtennisplatte; er flucht und schimpft, lacht und feiert, zu bestaunen ist die gesamte Bandbreite an Emotionen, die Sportschauen in Menschen auslösen kann. „Ich liebe es, Sport live zu erleben, aber oftmals kann ich es nicht genießen, weil ich viel zu nervös bin. Manchmal muss ich mich in meinen Kommentaren zügeln. Ich bin emotional einfach zu involviert“, sagt er.

In Gesprächen mit Athlet*innen trifft er meist den richtigen Ton

Natürlich ist der Präsident des Dachverbands des organisierten Sports nicht vorrangig nach Italien gereist, um Sport zu schauen. Aber dass er es regelmäßig einrichten kann, freut ihn. Und es ist auch wichtig, schließlich trifft Thomas Weikert viele der Menschen, mit denen er sprechen möchte, dort, wo Sport passiert. „Eine meiner Hauptaufgaben ist die Vernetzung mit internationalen Kolleginnen und Kollegen und den Mitgliedern des Internationalen Olympischen Komitees, aber ich unterhalte mich auch sehr gern mit Volunteers an den Wettkampfstätten, oder auch mit Fans, denn auch deren Ansichten sind für mich interessant“, sagt er – und erzählt eine Anekdote, die passend veranschaulicht, wie unprätentios der erste Mann im deutschen Sport mit seinem Amt umgeht.

In Cortina hätten ihn in der Fanzone zwei deutsche Fans angesprochen, ob er ein Foto von ihnen machen könne. Machte er. „Dann haben sie gefragt, woher ich denn diese Team-D-Bekleidung hätte, wo man diese kaufen könne. Ich habe gesagt, dass ich die gestellt bekommen habe. Warum das, wollten sie wissen. Da habe ich gesagt, dass ich der Präsident bin. Das konnten die gar nicht fassen!“ Und so wurde innerhalb kurzer Zeit aus dem Fotografen ein Fotomotiv. „Die haben bestimmt 15, 20 Bilder mit mir gemacht!“

Es ist dieser hemdsärmelige Charme, der Weikert auch in Gesprächen mit Athletinnen und Athleten zumeist den richtigen Ton treffen lässt. Der Rechtsanwalt aus Limburg, der bei seiner Wahl im Dezember 2021 „weniger Anzug und mehr Trikot“ versprach, hört zu und freut sich, wenn Team-D-Mitglieder in Gesprächen kein Blatt vor den Mund nehmen. „Mir ist es wichtig zu verstehen, was unsere Athletinnen und Athleten bewegt, und das geht nur, wenn sie offen und ehrlich mit mir sein können“, sagt er. Ob im Deutschen Haus in Cortina, im Olympischen Dorf in Mailand oder an den Wettkampfstätten - überall sucht Weikert den Kontakt. „Ich nehme aus diesen Gesprächen sehr viel mit und empfinde den gegenseitigen Umgang als sehr wertschätzend“, sagt er.

Bundesligafinale Wiesbaden: Die acht Finalteams im Kurz-Portrait

Nord-Teams gegen Süd-Teams! Nationalkader gegen Nationalkader! Weltmeister gegen Weltmeister! Das Bundesligafinale Bogen am 28. Februar in Wiesbaden hat viele Facetten, die teilnehmenden acht Teams versprechen jedoch allesamt Top-Sport. Welche Mannschaften am Start sind und wie ihre Erfolgsaussichten stehen, verraten die Kurz-Portraits.

DOSB setzt sich für Verbleib der Nordischen Kombination im olympischen Programm ein

„Die Nordische Kombination ist ein traditionsreicher und prägender Bestandteil der Olympischen Winterspiele. Sie steht seit 1924 ununterbrochen im olympischen Programm und verkörpert in besonderer Weise die Vielfalt und Faszination des Wintersports“, sagt DOSB-Präsident Thomas Weikert.

Vor dem Hintergrund der Diskussionen um das Programm der Winterspiele 2030 in den Französischen Alpen betont der DOSB ausdrücklich die weitreichende strukturelle Bedeutung der Disziplin. Die Nordische Kombination ist nicht nur in Deutschland, sondern in zahlreichen Nationen eine zentrale Basis- und Ausbildungsdisziplin für Kinder und Jugendliche. Sie bildet vielerorts das Fundament der Nachwuchsentwicklung im nordischen Skisport. Ein Wegfall aus dem olympischen Programm hätte daher erhebliche Auswirkungen über die Disziplin selbst hinaus. Betroffen wären insbesondere die Strukturen im Langlauf und vor allem im Skispringen, deren Nachwuchsarbeit eng mit der Nordischen Kombination verzahnt ist. Ein Ausschluss würde somit nicht nur eine einzelne Sportart treffen, sondern gewachsene Förder- und Ausbildungsstrukturen in vielen Ländern nachhaltig schwächen.

Druckluft-EM Eriwan: 17 DSB-Athleten in Armenien dabei

Nach dem sehr erfolgreichen Auftritt der DSB-Junioren bei der EM in Burgas/BUL folgt nun die Druckluft-Europameisterschaft der Erwachsenen in Eriwan/ARM (28. Februar bis 4. März). Mit 17 Athleten aus dem Luftgewehr-, Luftpistolen- und Laufende Scheibe-Bereich ist der Deutsche Schützenbund in Armenien vertreten. Die unmittelbare Vorbereitung der drei Disziplingruppen findet in Garching, Wiesbaden und Elxleben statt.

Bundesligafinale Wiesbaden: Livestream mit Reporter-Legende

Den Samstag, 28. Februar, sollten sich Bogensport-Fans ganz fett im Kalender markieren: Dann steigt zum zehnten Mal das Bundesligafinale Bogen in der Wiesbadener Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit. Tickets gibt es online oder an der Tageskasse, wer den Weg nicht in die Halle findet, kann die Matches per Livestream bei Sporteurope.TV verfolgen und eine Reporter-Legende hören.

Was ist eine Gesundheitsfördernde Lebenswelt Sportverein?

Jana Semrau ist seit März 2025 Professorin für Sport, Bewegung und Gesundheitsförderung im Fachbereich Human- und Gesundheitswissenschaften an der Universität Bremen. Ihr Thema ist die Entwicklung, Umsetzung, Verbreitung und Evaluation von Ansätzen der bewegungsbezogenen Gesundheitsförderung in unterschiedlichen Lebenswelten Sie ist unter anderem gewähltes Mitglied im Sprecherrat der Kommission Gesundheit der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft, gewählte stellvertretende Vorsitzende des Fakultätentages Sportwissenschaft und hat als Expertin in der BVPG-Arbeitsgruppe „Bewegung, Sport und Gesundheit“ mitgewirkt. Für den DOSB übernimmt sie die wissenschaftliche Begleitung zur Entwicklung des Themenfeldes „Gesundheitsfördernde Lebenswelt Sportverein“. 

Vom Einzelangebot zum ganzheitlichen Ansatz

DOSB: Frau Prof. Semrau, was ist aus Ihrer Sicht eine „gesundheitsfördernde Lebenswelt“ im Sportverein?

Prof. Jana Semrau: Diese Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten, weil verschiedene Akteure darunter unterschiedliche Ansätze verstehen. Manche Akteure sehen darunter allein das Angebot von Gesundheitssport in Sportvereinen. Manche gehen weiter und beziehen die gesundheitsfördernden Wirkungen verschiedener Sportarten und Disziplinen - einschließlich der dafür notwendigen Rahmenbedingungen - mit ein. Das umfassendste Konzept geht bis hin zu einem sozial-ökologischen Verständnis von Sportvereinen. Hier gelten Sportvereine als eigene Lebenswelt, in dem der Verein und weitere Akteure gemeinsam beteiligt sind, um mehr als eine gesundheitsbezogene Verhaltensweise oder Thema zu fördern.

Und lassen sich diese Ansätze auf die Sportvereine in Deutschland anwenden?

Alle diese Ansätze enthalten wichtige Elemente passen aber nicht 1:1 auf die Situation der Sportvereine in Deutschland mit ihren bereits vorhandenen unterschiedlichen Aktivitäten im Bereich Gesundheit. Wir haben daher mit Expert*innen aus dem DOSB, seinen Mitgliedsorganisationen und der Wissenschaft ein gemeinsames Verständnis entwickelt, wonach wir unter einer gesundheitsfördernden Lebenswelt Sportverein einen Sportverein verstehen, der gezielt Strukturen, Rahmenbedingungen und Angebote aufweist und weiterentwickelt, um die Gesundheit und das Wohlbefinden seiner Mitglieder, der gesamten Vereinsgemeinschaft und darüber hinaus nachhaltig zu fördern. Dabei wird der Sportverein nicht nur als abgrenzbares Setting für sportliche Aktivitäten betrachtet, sondern als ganzheitliches Lebensumfeld, zu dem alle Menschen Zugang haben, unabhängig von Alter, geschlechtlicher und sexueller Identität, Nationalität oder Ethnie, Religion oder Weltanschauung, Behinderungen und/oder sozialer Herkunft. Die Gesundheitsförderung spiegelt sich in allen Handlungen aller internen und externen Akteure des Sportvereins wider. Damit nähern wir uns auch konkret dem DOSB-Ziel 2035 „100% sind im Sportvereinsumfeld sicher, willkommen und gesünder“.

Die Welt der Pins - Warum sind sie so beliebt?

Zwischen Straßenrand und Venue-Eingang, in den Mensen der Olympischen Dörfer oder auf den Tribünen - Überall dort findet während der Olympischen Spiele in Mailand Cortina rege Interaktion statt. „Do you have Pins?“, lautet oft die einleitende Frage. Es geht um die Anstecker der über 90 Nationen. In den verschiedensten Farben, mit ganz unterschiedlichen Motiven und variierend im Seltenheitsgrad sind die Pins sowie das sich daraus entwickelte Tauschgeschäft bei Olympischen Spielen mittlerweile Tradition. Ausgehend von den Nationalen Olympischen Komitees (NOK‘s) finden sie über die Athlet*innen ihren Weg an die Austragungsorte sowie auch dieses Jahr nach Norditalien. 

DSB: "Wir benötigen Glück und einen guten Lauf!"

Rückwirkend seit dem 1. Januar 2026 ist Holger Hertkorn zum ersten Bundestrainer Bogen Compound im Deutschen Schützenbund ernannt worden. Der 54-Jährige ist extrem motiviert und will es mit einem Mixed-Team zur olympischen Premiere in Los Angeles 2028 schaffen, wie er im Interview verrät.

Biathlon-Staffel erhält Olympia-Gold von Sotschi 2014

Die offizielle Übergabe fand im Rahmen der Olympischen Winterspiele Mailand Cortina 2026 in Antholz statt. Zwischen den Verfolgungswettkämpfen wurden die Athleten vor rund 20.000 Zuschauer*innen in der Antholzer Biathlon Arena in einer feierlichen Zeremonie geehrt. Unter den Gästen befanden sich auch Bundesfinanzminister und Vizekanzler Lars Klingbeil sowie eine DOSB-Delegation um DOSB-Präsident Thomas Weikert und den Vorstandsvorsitzenden Otto Fricke. 

Team Deutschland überzeugt zur Halbzeit der Winterspiele

Klar ist bereits jetzt: Diese Spiele begeistern die Fans.

Mit fast 1,3 Millionen verkauften Tickets und einer Auslastung in den Wettkampfstätten von durchschnittlich 85 Prozent stellen diese Spiele ein grandioses Comeback nach den Winterspielen in Peking 2022 dar, die coronabedingt ohne Zuschauer auskommen mussten.

Die Einschaltquoten im deutschen Fernsehen sind im Vergleich zu den vorherigen Winterspielen deutlich gewachsen - was unter anderem ein Effekt der fehlenden Zeitverschiebung sein wird, zeigt doch auch das große Interesse der Fans an den Winterspielen im Herzen Europas an traditionellen Wettkampforten.

Otto Fricke, DOSB-Vorstandsvorsitzender: „Das Besondere am Sport und an Olympischen Spielen ist, dass das, was das Team D hier macht, zu einem Resultat führt, das bei vielen Menschen und im Team selbst ein Lächeln erzeugt. Unsere Athletinnen und Athleten gehen mit gutem Beispiel voran, sie zeigen starke Leistungen, die oft - aber nicht immer - zu Medaillen führen und sie sind nahbar und zugänglich. Es wird gefeiert mit Familie, Freunden und Fans vor Ort und über digitale Wege in Deutschland. Diese Spiele transportieren die ganze Freude, die von Wintersport ausgeht.“

„Werbung für die Winterspiele, wie man sie sich nur wünschen kann“

Seinen persönlichen Jubeltag hatte Olaf Tabor schon vor dem Start der Olympischen Winterspiele in Norditalien. Am 3. Februar feierte er in Livigno im Kreise einiger Teammitglieder aus dem Geschäftsbereich Leistungssport in seinen 55. Geburtstag hinein. Daraus eine große Sache zu machen, das fiele dem Chef de Mission des deutschen Teams nicht im Traum ein. Sein Fokus liegt darauf, den 185 für das Team Deutschland nominierten Athletinnen und Athleten bestmögliche Bedingungen zu schaffen. Nach acht von 16 Wettkampftagen zieht er eine ausführliche Halbzeitbilanz.

DOSB: Olaf, als Chef de Mission liegt auf dem sportlichen Abschneiden unseres Teams dein Hauptaugenmerk. Hat das Team D bislang die Medaillen gewonnen, die du dir erhofft hattest?

Olaf Tabor: Im Wesentlichen ja. Das Rodel-Team hat sehr verlässlich abgeliefert, drei von fünf Goldmedaillen und dazu zwei weitere Medaillen bei den Doppelsitzern sind eine starke Bilanz, insbesondere die Dominanz in der Teamstaffel war ein sehr erfreulicher Abschluss. Bei den Skeletonis dürfen wir mit je zwei Silber- und Bronzemedaillen in den Einzelwettbewerben auch sehr zufrieden sein. Nun hoffe ich natürlich, dass es im Eiskanal in der zweiten Woche bei den Bob-Wettbewerben ebenso erfolgreich weitergeht, denn die Schlittensportarten sind die Basis für unsere Medaillenbilanz. Wir sehen aber auch, dass die anderen Nationen uns das Leben genauso schwer machen, wir wir es erwartet haben. Ich freue mich aber vor allem, dass wir bislang großartigen Sport gesehen haben. Diese Spiele haben einen tollen Anlauf genommen.

Gab es Medaillengewinne, die dich überrascht haben, oder auch ein Abschneiden, das dich enttäuscht hat?

Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass die Spiele für die alpinen Frauen so gut angelaufen sind. Emma Aicher hat ihr herausragendes Potenzial sehr gut abrufen können. Sie hat mit ihrer Medaille in der Abfahrt dafür gesorgt, dass die Stimmung im Team D von Beginn an gut war. Sie ist ein Juwel und ein Vorbild trotz ihres jungen Alters. Dass sie und Kira Weidle-Winkelmann im Super-G ausgeschieden sind, kann passieren, denn wenn man auf Angriff fährt, muss man damit rechnen, dass es auch schief gehen kann. Aber mir gefällt sehr, wie mutig die beiden hier auftreten. Das überraschendste Highlight war aber der Olympiasieg von Philipp Raimund von der Normalschanze und seine sehr sympathischen Reaktionen darauf. Und natürlich sind wir sehr stolz darauf, dass die Tobis sich mit ihrer siebten Goldmedaille den Status als erfolgreichste deutsche Athleten bei Olympischen Winterspielen gesichert haben. Das ist eine unglaubliche sportliche Lebensleistung. Etwas schwierig ist es bislang für die Nordischen Kombinierer und im Langlauf, sie haben unter den herausfordernden Bedingungen zu leiden und konnten ihre Leistungsfähigkeit noch nicht unter Beweis stellen. Aber auch da bin ich für die zweite Woche weiterhin optimistisch.

Erstmals seit 2006 sind wieder beide Eishockey-Teams dabei. Wie gefällt dir, was du von ihnen bislang gesehen hast?

Die Frauen sind unseren Erwartungen gerecht geworden, sie haben sich fürs Viertelfinale qualifiziert. Dort gegen einen der beiden Topfavoriten auszuscheiden, ist keine Schande. Ich denke, dass dieses Turnier für den Stellenwert des Frauen-Eishockeys sehr wichtig war. Die Männer sind etwas holprig gestartet, und für sie kommen die harten Prüfsteine erst. Es ist sicherlich nicht ganz einfach, auf die Schnelle neun Profis aus der NHL zu integrieren. Ich bin aber durchaus optimistisch, dass es mit dieser Mannschaft weit gehen kann. Ich habe eigentlich nicht vor, noch einmal nach Mailand zu fahren. Aber wenn die Eishockey-Männer am kommenden Wochenende noch im Wettbewerb sind, werde ich meine Reisepläne mit großer Freude ändern. Und ich rechne auch damit, dass uns die Curling-Männer noch viel Vergnügen bereiten werden.

Du bist während der Spiele zwischen den fünf Clustern unterwegs. Welche Erfahrungen hast du mit der Infrastruktur gemacht, um die es vor Beginn der Spiele ja viele Diskussionen gegeben hatte?

Die Befürchtungen waren erheblich, aber nur sehr wenig von dem, was die Pessimisten vorausgesehen haben, ist eingetroffen. Mir ist bekannt, dass es an einigen Wettkampfstätten Klagen über verspätete, überfüllte oder gar nicht fahrende Busse gab, über mangelnde Ortskenntnis der Fahrer und Probleme beim Anlegen von Schneeketten. Aber meines Eindrucks nach haben die Organisatoren schnell und nachhaltig nachgebessert und sich auf die jeweiligen Problemstellungen eingestellt. Ich möchte den Gastgebern deshalb bescheinigen, dass sie einen sehr guten Job machen und unter Beweis gestellt haben, dass sie ein Event von dieser Größe sehr routiniert ausrichten können. Auch im Bereich der Verpflegung, wo es anfangs die durchaus üblichen Anlaufschwierigkeiten gab, wurde sehr schnell nachjustiert. Mittlerweile läuft alles durchaus rund.

Gilt das auch für die Wettkampfstätten? Auch da gab es ja im Vorhinein viele Befürchtungen, ob alles rechtzeitig fertig werden würde.

Meiner Kenntnis nach gibt es nirgendwo Klagen darüber, dass die Wettkampfstätten nicht voll funktionsfähig wären. In Mailand läuft der Spielbetrieb in den Eishockey-Arenen reibungslos, auch im Curling-Stadion in Cortina, wo am ersten Spieltag der Strom ausgefallen war, ist alles im Fluss. Ich habe es nicht anders erwartet, und ich möchte dem Organisationskomitee schon jetzt meinen Dank und Respekt aussprechen.

Durchaus respektabel scheint bislang auch das Auftreten von Team D zu sein. Wie zufrieden bist du mit unseren Athletinnen und Athleten in ihrer Rolle als Botschafterinnen und Botschafter Deutschlands?

In der Fortsetzung eines herausragenden Auftretens bei den Sommerspielen in Paris 2024 präsentiert sich auch hier in Norditalien eine deutsche Mannschaft, die sich ihrer Verantwortung durchaus bewusst ist. Ich finde, dass unsere Medaillengewinner sehr herzerfrischend und offen auftreten und sich diejenigen, die nicht gewinnen, als sehr faire Sportsleute präsentieren. Die Resonanz in den Medien ist bislang hervorragend. Die Nahbarkeit unseres Teams ist ein großes Plus. Sie treten als sympathische und authentische Botschafter für Deutschland auf und machen Werbung für die Winterspiele, wie man sie sich nur wünschen kann. Ich freue mich auch darüber, dass unser Deutsches Haus in Cortina für alle Athletinnen und Athleten ein wichtiges Ziel ist. Der Medal Walk gilt als legendär und zählt zu den olympischen Momenten, die alle gern erleben wollen.

Die Entwicklung der Nachhaltigkeit im DOSB und im deutschen Sport

„Wir bewegen den Sport, weil Sport alle(s) bewegen kann.“ Unter diesem Motto steht der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und es bringt die besondere gesellschaftliche Kraft des organisierten Sports auf den Punkt. Mit mehr als 29 Millionen Mitgliedschaften in rund 86.000 Vereinen entfaltet er in Deutschland eine einzigartige Breitenwirkung.  Als größter Bewegungsanbieter fördert er nicht nur Gesundheit und Leistungsfähigkeit, sondern bringt Menschen unabhängig von Alter, geschlechtlicher und sexueller Identität, Nationalität oder Ethnie, Religion oder Weltanschauung, Behinderung oder sozialer Herkunft zusammen. Als Orte non-formaler Bildung, gelebter Demokratie und aktiver Teilhabe sind Sportvereine wichtige Akteure einer sozial-ökologischen Transformation.

Der Sport muss Verantwortung übernehmen

Denn auch der Sport steht vor den Herausforderungen des Klimawandels und ist gefordert, Verantwortung zu übernehmen sowohl durch aktiven Klimaschutz als auch durch Anpassung an veränderte Rahmenbedingungen im Trainings- und Wettkampfbetrieb. Sport lebt seit jeher von Fairness, Verantwortung, Gemeinschaft und Verlässlichkeit – Werte, die zugleich das Fundament nachhaltiger Entwicklung bilden. Nachhaltiges Handeln ist daher nicht neu, sondern tief in den Strukturen des Sports verankert.  

Nachhaltigkeit strategisch verankern

Die vielfältigen Wirkungen des organisierten Sports zahlen auf zahlreiche der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) ein – von Gesundheit und Bildung über Gleichstellung und Teilhabe bis hin zu verantwortungsvoller Organisationsführung und Ressourcenschutz. Um dieses Potenzial systematisch zu stärken, hat der DOSB Nachhaltigkeit strategisch verankert. Im Zentrum der Nachhaltigkeitsstrategie stehen fünf Handlungsfelder: Gesundheit leben, Bildung fördern, Gemeinschaft stärken, verantwortungsvoll zusammenarbeiten und ökologisch handeln. Ziel ist ein langfristiger Orientierungsrahmen, der nachhaltiges und zukunftsgerichtetes Handeln in allen Bereichen des organisierten Sports ermöglicht. 

Bereits 2019 wurde eine erste Nachhaltigkeitsstrategie verabschiedet, die vor allem ökologische Aspekte in den Fokus stellte. Die aktuelle Weiterentwicklung richtet den Blick umfassender auf den Beitrag des Sports zu allen SDGs und hat den Blick auf den gesamten organisierten Sport erweitert. Die Nachhaltigkeitsarbeit des DOSB hat sich dabei von einem zunächst überwiegend ökologisch geprägten Ansatz hin zu einem ganzheitlichen Verständnis entwickelt, das alle drei Dimensionen systematisch miteinander verbindet. Diese Weiterentwicklung macht deutlich: Nachhaltigkeit ist ein dynamischer Prozess des Lernens und Fortschreibens. 

Junioren-EM Burgas: Gewehr-Junioren mit Bronze zum Abschluss

Am letzten Tag der U21 Druckluft-Europameisterschaft in Burgas/BUL (11. bis 15. Februar) gab es für das deutsche Team nochmals eine Medaille: Benedikt Ascher, Luis Eichenseer und Luca Preisinger gewannen durch ein 17:15 gegen Slowenien die Bronzemedaille im Trio-Wettbewerb. Luftpistolen-Schütze David Obenaus verfehlte mit Platz fünf im Solo-Wettkampf um einen Treffer die Medaillenmatches.

Women on Fire - Ni una menos

Bereits zum 14. Mal wird auch vor dem Brandenburger Tor in Berlin demonstriert. Mit einer Tanzdemo macht One Billion Rising jährlich am Valentinstag eindrucksvoll auf die weit verbreitete Gewalt und Diskriminierung gegen Frauen* und Mädchen* aufmerksam - und ruft dazu auf, nicht länger zu schweigen, sondern gemeinsam für Gerechtigkeit, Sicherheit und Gleichberechtigung einzutreten.

Junioren-EM Burgas: Gewehr-Duo dominiert Solo-Wettbewerb

Kein Tag bei der U21 Druckluft-Europameisterschaft in Burgas/BUL (11. bis 15. Februar) ohne Medaille, und dieses Mal gab es gar einen Doppelsieg: Benedikt Ascher, der bereits Silber im Einzelwettbewerb gewann, sicherte sich durch ein 15:11 im Duell mit Luis Eichenseer den EM-Titel, der über Silber jubeln konnte.

Breitensportlehrgänge Wiesbaden: Ganze Serie „Pistole Auflage

Das Auflageschießen mit der Pistole erfreut sich wachsender Beliebtheit – und das aus gutem Grund. Es verbindet höchste Präzision mit technischer Raffinesse und ermöglicht Schützinnen und Schützen ab 50 Jahren einen anspruchsvollen, fairen und zugleich gesundheitsbewussten Einstieg oder Wiedereinstieg in den Pistolensport. Dem trägt auch der DSB Rechnung und bietet eine kleine Auflageserie an – Anmeldungen sind ab sofort möglich.

DSB: Japanische Delegation zu Gast im Bundesstützpunkt

Aktuell wird im Bundesstützpunkt in Wiesbaden viel englisch gesprochen und mit Händen gestikuliert. Das ist kein Zufall, denn 14 japanische Schützinnen und Schützen sowie vier Betreuer sind für eine Woche (8.-15. Februar) an der Lahnstraße zu Gast.

Olympische Spiele Italien: Nala Krause erlebt tolles Abenteuer

40 Jugendliche im Alter von 16 bis 19 Jahren leben gerade ihren Traum und nehmen im Rahmen des Deutsch-olympischen Jugendlagers an den Olympischen Spielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo teil. Mit Nala Krause ist auch eine junge Schützin dabei.

„Ich halte nichts davon, als Funktionärs-Groupie aufzutreten“

Als Otto Fricke aus dem Auto steigt, das ihn aus Bormio über den Foscagno-Pass nach Livigno gebracht hat, wird schnell klar, dass dies der Ort ist, an dem er die gesamten Olympischen Winterspiele verbringen könnte. Und das liegt nicht daran, dass der niederländische Skiverband hier ein zweites „Casa Olandia“ betreibt, das auf Fricke, der fließend Niederländisch spricht und unseren westlichen Nachbarn als sein zweites Lieblingsland bezeichnet, eine gewisse Anziehungskraft ausüben könnte. Das auf 1816 Metern über dem Meeresspiegel liegende Winterwunderland in den lombardischen Alpen bietet vielmehr genau jenes Gefühl, das Menschen, die wie Fricke zum ersten Mal Winterspiele besuchen, in ihrer Vorstellung mit dem größten Wintersport-Event der Welt verbinden. Livigno, das ist Wintersport der alten Schule, auch wenn hier die jüngsten olympischen Disziplinen Snowboard und Ski Freestyle ausgetragen werden, und Otto Fricke spürt diesen Vibe sofort.

Der 60-Jährige ist seit 1. September vergangenen Jahres Vorstandsvorsitzender des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Er ist passionierter Skifahrer, fühlt sich auf der Buckelpiste am wohlsten, auch deshalb wollte er unbedingt nach Livigno, obwohl er schweren Herzens darauf verzichtet hat, die eigene Ausrüstung mitzunehmen. „Es ist nicht mein Job, hier Ski zu fahren“, sagt er, „auch wenn es mir schon leid tut, wenn ich die tollen Pisten und die Schneeverhältnisse hier sehe.“ Sein Job ist es, den DOSB in Norditalien dort zu vertreten, „wo ich gebraucht werde.“ Und deshalb hat er sich vorgenommen, bis zum Ende der 25. Olympischen Winterspiele alle Austragungsorte abzuklappern. Begonnen hat seine Reise mit der Eröffnungsfeier in Mailand am 6. Februar, er war schon in Bormio, von Livigno sollte es nach Cortina gehen, von wo aus es nicht allzu weit ist nach Antholz und nach Val di Fiemme.

Was genau die Aufgaben des höchstrangigen Hauptamtlers im Dachverband des organisierten deutschen Sports sind, haben Otto Fricke in den vergangenen Wochen viele gefragt. Nach der ersten Woche kann der Haushaltspolitiker, der für die FDP insgesamt 17 Jahre im Bundestag saß, darauf dezidierte Antworten geben. „Ich gehe natürlich auch zu Sportveranstaltungen. Aber in erster Linie bin ich hier, um mit möglichst vielen verschiedenen Menschen ins Gespräch zu kommen, Erfahrungen rund um das Team D zu sammeln und manche für unsere Bewerbung um Olympische und Paralympische Sommerspiele relevante Dinge zu erfahren", sagt er.

Bundesliga Bogen: Die Aufsteiger stehen fest

Der BSSC Olympia Berlin und der Itzehoer Hockey-Club (Norden) sowie der SV Moosbach und der 1. BSC Karlsruhe (Süden) werden in der Saison 2026/27 in der 1. Bundesliga Bogen starten. Das Quartett setzte sich in den 2. Ligen durch.

DM Berlin: Limitzahlen für die DM Bogen Halle veröffentlicht

Die Sportleitung des Deutschen Schützenbundes hat die Limitzahlen für die Deutsche Meisterschaft Bogen Halle veröffentlicht. Die Veranstaltung findet in der Zeit vom 06. bis 08. März 2026 im Horst-Korber-Sportzentrum in Berlin statt.

Junioren-EM Burgas: Gold und Silber für Luftgewehr-Junioren

Glänzender Auftritt der deutschen U21 Luftgewehr-Junioren bei der U21 Druckluft-Europameisterschaft in Burgas/BUL (11. bis 15. Februar): Das Trio Benedikt Ascher, Luis Eichenseer und Luca Preisinger gewann in der Teamwertung den EM-Titel, kurze Zeit später sicherte sich Ascher mit einer hervorragenden Leistung die Silbermedaille im Finale.

Bundesligafinale Wiesbaden: Alle in die Zehn

Beim Bundesligafinale Bogen in Wiesbaden (28. Februar) dreht sich naturgemäß alles um die 10: Schließlich streben alle Schützinnen und Schützen bei jedem Schuss nach dem Maximum. Und doch hat die 10 in diesem Jahr eine besondere Bedeutung, denn zum 10. Mal findet das große Finale in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit statt.

Junioren-EM Burgas: Bronze für Luftpistolen-Juniorinnen

Mit einer Team-Bronzemedaille für das weibliche Luftpistolenteam startete die U21 Druckluft-Europameisterschaft in Burgas/BUL (11. bis 15. Februar). Lea Hadeler, Charlotte Laube und Aileen Pitschke durften sich über Edelmetall freuen. Die Luftpistolen-Junioren sowie die Luftgewehr Mixed-Teams verfehlten dagegen die Medaillenränge deutlicher als erhofft.