Hauberg 2, 70771 Leinfelden-Echterdingen

DM Target Sprint Hatten: Spitzensport und High-Tech-Premiere in Hatten

Vom 7. bis 9. August 2026 wird Hatten bei Oldenburg (NWDSB) zum Zentrum des nationalen Target Sprints. Bei den Deutschen Meisterschaften kämpfen 139 Top-Athletinnen und -Athleten aus 16 Landesverbänden um die nationalen Titel. Neben hochkarätigem Sport erwartet die Fans eine technologische Premiere im Livestream.

H&N Förderpreis 2026: 151 Bewerbungen zeigen starke Jugendarbeit

Der H&N Förderpreis 2026 erfreute sich erneut großer Beliebtheit: Insgesamt 151 Bewerbungen aus 14 Landesverbänden gingen bei der Deutschen SchützenJugend ein. Die Vielzahl an kreativen Ideen und das große Engagement der Vereine machten die Auswahl der Preisträger alles andere als einfach.

DM Bogen Schüler: Limitzahlen für die DM Bogen Schüler in Suhl veröffentlicht

Die DSB-Sportleitung hat die Limitzahlen für die Deutsche Schülermeisterschaft Bogen, die am 22. August 2026 auf dem Bogensportgelände des Schießsportzentrums Suhl stattfinden wird, veröffentlicht.

DM Bogen im Freien: Limitzahlen für die DM Bogen in Wiesbaden veröffentlicht

Die DSB-Sportleitung hat die Limitzahlen für die Deutsche Meisterschaft im Bereich Bogen im Freien, die in der Zeit vom 11. bis 13. September 2026 in Wiesbaden stattfinden wird, veröffentlicht.

RWS-Jugendverbandsrunde Berlin: 96 junge Flintenschützen kämpfen zwei Tage um die begehrten Munitionspreise

Am vergangenen Wochenende trafen sich bereits zum zweiten Mal die deutschen Flintenschützen zum Endkampf der RWS-Jugendverbandsrunde beim SC Diana Berlin in Hoppegarten. Am ersten Wettkampftag war es vor allem der Dauerregen, der den Ablauf beeinflusste.

Extremhitze verändert den organisierten Sport

Besonders sichtbar wurde dies in den vergangenen Wochen bei der Tour de France. Erstmals in der Geschichte des Rennens wurde eine Etappe aufgrund extremer Hitze verkürzt, nachdem für Teile der Strecke die höchste Hitzewarnstufe ausgerufen worden war. Gleichzeitig bereiteten sich die Organisatoren auf weitere Einschränkungen bis hin zu möglichen Etappenabsagen vor, sollte sich die Wetterlage weiter verschärfen. Die Gesundheit von Athlet*innen, Helfer*innen und Zuschauer*innen stand dabei im Mittelpunkt der Entscheidungen. 

Auch in Deutschland hat die Hitzewelle Auswirkungen auf den Sportbetrieb. Zahlreiche Sportvereine und Veranstalter reagierten in den vergangenen Wochen mit angepassten Trainingszeiten in den frühen Morgen- oder Abendstunden, zusätzlichen Trink- und Kühlmöglichkeiten sowie Änderungen bei Turnieren und Laufveranstaltungen, um die gesundheitlichen Belastungen für Teilnehmende und Ehrenamtliche zu reduzieren. 

Zwei Stars, ein Ziel: Die Boom-Disziplin zum EM-Gold führen

Die deutsche Leichtathletik hat in den vergangenen Monaten so einige Geschichten geschrieben, die es rechtfertigen, mit großer Vorfreude und ebensolcher Titelhoffnung auf die Europameisterschaften zu schauen, die vom 10. bis 16. August in der mittelenglischen Stadt Birmingham ausgetragen werden. Es gibt jedoch keine andere Disziplin, in der die Medaillenträume so gleichmäßig auf die Geschlechter verteilt sind wie im 3.000-Meter-Hindernislauf. Wie passend also, dass sich die beiden Mittelstreckenstars, die die nationalen Rekorde über diese Distanz halten, in der Vorbereitung auf den Saisonhöhepunkt zu ausführlichen Mediengesprächen stellten, um den Boom zu ergründen und ihre Zielstellungen zu untermauern.

Dass es einen Boom gibt, darin sind sich Gesa Felicitas Krause und Frederik Ruppert einig. Auch wenn Frederik, der Ende Mai beim Diamond-League-Meeting in Rabat (Marokko) als erster Europäer die magische Acht-Minuten-Marke knackte und in 7:57,80 Minuten den Europarekord pulverisierte, ihn nicht auf seine Disziplin beschränken würde. „Grundsätzlich sehe ich, dass viele deutsche Leichtathleten in den vergangenen Jahren deutliche Leistungssteigerungen erreichen konnten. Die Trainingsmethodik und das Material haben sich so sehr verbessert, dass körperliche Voraussetzungen nicht mehr die entscheidende Rolle spielen“, sagt der 29-Jährige von der LAV Stadtwerke Tübingen. Und bessere Leistungen sorgten dafür, dass die Konkurrenz mitgezogen würde. „2025 war es zum Beispiel Mo Abdilaahi, der uns mit seinem deutschen Rekord über 5.000 Meter inspiriert hat“, sagt er. Gesa, die für den Verein Silvesterlauf Trier an den Start geht, sieht das ähnlich. „Konkurrenz belebt nun einmal das Geschäft, und je mehr starke Leute wir haben, desto besser. Das ist auf den 3.000 Meter Hindernis aktuell sehr gut zu beobachten“, sagt die 33-Jährige, die 2019 in Doha (Katar) in 9:03,30 Minuten den aktuell geltenden deutschen Rekord aufstellte.

Gesa holt überzeugend den deutschen Meistertitel

Bei den deutschen Meisterschaften am 25./26. Juli in Bochum-Wattenscheid wurde das vor allem im Frauenrennen deutlich. Gesa Krause siegte in Meeting-Rekordzeit von 9:24,40 Minuten. Hinter ihr reihten sich drei weitere Titelträgerinnen der vergangenen vier Jahre ein: ihre Vereinskollegin Olivia Gürth (24/9:27,08), Lea Meyer (28) vom VfL Löningen in 9:30,96 und Adia Budde (21/LAV Stadtwerke Tübingen) in 9:43,41. Dagegen musste das deutsche Topduell bei den Männern ausfallen. Während Karl Bebendorf (30) vom Dresdner SC über seine Stammstrecke trotz eines Sturzes in 8:21:01 Minuten seinen siebten DM-Erfolg feierte, zog Ruppert den Härtetest über die flachen 5.000 Meter vor und gewann dort dank seiner immensen Spurtstärke nach einem Bummelrennen in 14:08,18 Minuten. „Das war schon gut so“, sagte Bebendorf, den mit Ruppert eine dicke Freundschaft verbindet, „es reicht, wenn wir dann bei der EM aufeinandertreffen.“

TAFISA European Sport for All Games – Was steckt dahinter?

Was sind die TAFISA European Sport for All Games?

Die TAFISA European Sport for All Games sind das europäische Festival für Breitensport und traditionelle Spiele und Sportarten. Die Veranstaltung stellt Bewegung, Teilhabe, Begegnung und kulturellen Austausch in den Mittelpunkt und macht den Sport für Menschen jeden Alters erlebbar. Das Festival wird von der Limerick Sports Partnership gemeinsam mit dem Weltbreitensportverband TAFISA ausgerichtet. 

Wann findet das Festival statt? 

Die TAFISA European Sport for All Games finden 2026 in ihrer dritten Ausgabe in Limerick, Irland, statt. Die Veranstaltung läuft vom 7. bis 10. August. An verschiedenen Orten in Limerick können Besucher*innen traditionelle Sportarten und Spiele kennenlernen, Vorführungen erleben und zahlreiche Angebote selbst ausprobieren.

Welche Sportarten und Spiele sind mit dabei? 

Das Programm umfasst rund 50 Sportarten und Spiele aus ganz Europa. Dazu gehören unter anderem: 

  • Fassrollen
  • Gymnastik
  • Hufeisenwerfen
  • Pétanque (Boule-Spiel)
  • Serbisches Ringen
  • Tamburello
  • Tanz
  • Tauziehen

Vorführungen und Mitmachangebote laden Interessierte dazu ein, die unterschiedlichen Sportarten und Spiele selbst auszuprobieren.

Wer kann teilnehmen? 

Die Spiele richten sich ausdrücklich an Menschen jeden Alters. Familien, Kinder und Jugendliche, ältere Menschen, Vereine und Gemeinschaftsgruppen sind eingeladen, die Angebote kennenzulernen und selbst aktiv zu werden. 

Außerdem wurden Sportvereine dazu aufgerufen, Teil der Veranstaltung zu werden und traditionelle Sportarten oder Spiele aus ihren Ländern zu präsentieren. Auch deutsche Sportvereine konnten sich darum bewerben.

Wer ist für die deutsche Delegation dabei? 

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) entsendet eine Delegation nach Limerick, um Sportdeutschland mit traditionellen Sportarten und Breitensportangeboten zu repräsentieren. 

Nach abgeschlossener Bewerbungsphase fiel die Entscheidung auf den SV Oberelspe e.V. Die Garde- und Showtanzgruppe „Grüne Funken Oberelspe“ reist mit acht Personen unter dem Slogan „Unser Tanz erzählt Tradition. Unsere Reise führt nach Irland“ zu dem Festival in Limerick. 

Was ist das Ziel des Festivals?

Die European Sport for All Games wollen zeigen, dass Sport und Bewegung allen Menschen offenstehen, unabhängig von Alter, Leistungsniveau oder sportlichem Hintergrund.

Im Mittelpunkt stehen die Begegnung von Menschen und Kulturen, die Förderung von Bewegung und Teilhabe sowie die Bewahrung und Vermittlung traditioneller Sportarten und Spiele. Die verschiedenen europäischen Delegationen geben Einblicke in ihre Sport- und Bewegungskultur und laden Besucher*innen zum Mitmachen ein.

Damit leistet das Festival einen Beitrag zu einer aktiven, inklusiven und lebendigen Sportkultur und macht zugleich das gemeinsame europäische Kulturerbe traditioneller Sportarten und Spiele sichtbar.

Weitere Informationen rund um das Festival gibt es hier.

Sportabzeichen mit den Kleinsten: Warum Bewegung Kinder stark macht

Schon kurz nach 8.30 Uhr herrschte oberhalb des Seeparkstadions bei Sonnenschein reges Treiben. Kinder einer Kita-Gruppe des Kinder- und Familienzentrums Sprungbrett in Freiburg rannten, balancierten, sprangen und lachten. Doch statt Leistung und Bestzeiten standen bei den Kleinsten Abenteuer und Fantasie im Mittelpunkt. „Wir begleiten den Hasen Hoppel und den Igel Bürste auf ihrem Weg durch den Eichenwald zu ihrer Freundin Frau Eule. Sie hat heute Geburtstag. Unterwegs warten spannende Abenteuer auf uns, aber gemeinsam schaffen wir das“, rief Sina Müksch von der Badischen Sportjugend den Kindern zu.

Was folgte, war das Mini-Sportabzeichen mit Hoppel und Bürste. Ein Bewegungsangebot für Drei- bis Sechsjährige, das spielerisch die Freude an Bewegung vermittelt. Die Kinder meisterten verschiedene Bewegungsabläufe und körperliche Herausforderungen. Ganz nebenbei schulten sie wichtige motorische Fähigkeiten in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen. „Es motiviert Kinder und ist in eine Bewegungsgeschichte eingebettet. Daran haben sie Spaß und können sich ausprobieren“, erklärt Studentin Müksch, die bei der Badischen Sportjugend Freiburg ihr Praxissemester absolviert und dort insbesondere für das Mini-Sportabzeichen zuständig ist. „Am Ende bekommen alle eine Urkunde und einen Anstecker, das motiviert zusätzlich und alle gehen mit einem Lächeln nach Hause.“

Para-Weltcup in Novi Sad: DBS-Team gewinnt Bronze im Liegendschießen

Das Aufgebot des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) hat den hochkarätig besetzten Weltcup der World Shooting Para Sport (WSPS) im serbischen Novi Sad (21.–30. Juli) erfolgreich beendet. Bei einer historischen Rekordbeteiligung von 291 Aktiven aus 51 Nationen präsentierte sich das deutsche Team in starker Verfassung.

Herausragende Frankfurter Sportjournalistin starb mit 68 Jahren

Evi Simeoni berichtete mehr als 40 Jahre in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) unter anderem über Rudern, Formel 1, Ski alpin, Gewichtheben, Ringen und über den Pferdesport, der ihr ganz besonders am Herzen lag. Bekannt war sie aber vor allem für ihre stets sorgfältig recherchierten Reportagen über die Geschichten hinter den Athlet*innen, Trainer*innen und allen Beteiligten im Sport, ganz besonders in der internationalen Sportpolitik. „Sosehr ihr Herz auch pochend schlug für die Leistungen der Menschen, für die kraftvolle Synchronisation der Ruderer im Achter, für den Mut der Abfahrtsläufer, für die Schnelldenker in den Formel-1-Cockpits und die Eleganz von Pferd und Reiter bei schwierigsten Pirouetten, so sehr zog es sich zusammen, wenn Evi Simeoni nur den Hauch der Manipulation spürte“, schrieb FAZ-Sportchef Anno Hecker in seinem Nachruf. 

Evi Simeoni berichtete von Olympischen Spielen, von Weltmeisterschaften, von Sessions des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) und prägte den Stil des FAZ-Sportteils. Dabei schreckte sie nicht vor den schwierigen Themen des Sports zurück, sondern brachte mit ihrem kritischen Blick Ungereimtheiten, Missstände und Angriffe auf die Werte des Sports zutage. Sie war bekannt für ihr einfühlsames, aber auch hartnäckiges Nachfragen, bis wirklich alle Details ausrecherchiert und sattelfest waren, um dann in ihrem eleganten Sprachstil zu berichten, was zu berichten war. Dabei blieb sie stets fair und gab den Menschen die Möglichkeit, sich zu erklären. Für ihre exzellente journalistische Arbeit wurde sie mehrfach ausgezeichnet und war zweimal Sportjournalistin des Jahres. Darüber hinaus machte sie sich auch einen Namen als Autorin von mehreren Büchern. 

Auch IOC- und DOSB-Ehrenpräsident Thomas Bach war von ihrer herausragenden journalistischen Leistung beeindruckt:  „Evi Simeoni war eine der ganz Großen im deutschen Sportjournalismus. Sie hat sich den Themen einfühlsam zugewandt und ihren Gesprächspartnern aufgeschlossen zugehört, um sich dann ihre eigene Meinung zu bilden. Man konnte spüren, wie ihr manche Themen auch selbst nahe gegangen sind und sie emotional aufgewühlt haben. Ihre große sprachliche Ausdruckskraft hat ihren journalistischen und literarischen Werken Nachdruck und Tiefe verliehen. Ich werde sie vermissen.” 

Evi Simeoni wurde 68 Jahre alt. Der DOSB wird ihr ein ehrendes Andenken bewahren.

Bundesligafinale LG/LP: Drei weitere Jahre in Rotenburg an der Fulda

Das Bundesligafinale Luftgewehr und Luftpistole bleibt für drei weitere Jahre in Rotenburg an der Fulda. Der Deutsche Schützenbund e. V. als Veranstalter und die Schützengilde 1920 e. V. Mengshausen als Ausrichter haben vereinbart, das Finale der besten deutschen Mannschaften auch in den Jahren 2027, 2028 und 2029 gemeinsam durchzuführen.

DM Lichtschießen: Erfolgreiche zweite Deutsche Meisterschaft im Lichtschießen in Frankfurt

Nach der Premiere im vergangenen Jahr fand am 1. und 2. August 2026 die zweite Deutsche Meisterschaft im Lichtschießen im Landesleistungszentrum Frankfurt statt. In den Disziplinen Lichtgewehr, Lichtgewehr Dreistellungkampf und Lichtpistole traten zahlreiche junge Sportlerinnen und Sportler aus ganz Deutschland gegeneinander an und sorgten für spannende Wettkämpfe.

„Das ist für uns manchmal schon fast zu schön, um wahr zu sein“

DOSB: Isabell, vor der Heim-WM in Frankfurt sind, so scheint es, wieder einmal alle Augen auf Darja gerichtet. Wie gelingt es ihr und euch, mit diesem Interesse bestmöglich umzugehen und es in Leistung zu kanalisieren? 

Isabell Sawade: Indem wir ihr die notwendigen Freiräume schaffen und auch Dinge von ihr fernhalten. Natürlich freuen wir uns über das große Interesse, aber gerade vor so einem herausragenden Ereignis wie einer Heim-WM müssen wir darauf achten, dass sie sich aufs Training fokussieren kann. Das bedeutet, dass wir Termine reduzieren, wo es möglich ist. Sie hat trotzdem noch sehr viele zusätzliche Dinge auf dem Zettel. Aber bislang gelingt es ihr sehr gut, eine Balance zu finden. Viele Menschen erwarten von Darja mittlerweile Siege und denken, das sei ganz normal. Aber das ist weit gefehlt. Ich bin für jeden Wettkampf, den sie gewinnt, sehr dankbar, weil ich weiß, wie schwierig das ist. Es gibt so viele Kleinigkeiten, die passen müssen. Fehlerfreies Turnen ist harte Arbeit, und ich setze niemals voraus, dass sie immer gewinnt. Aber sie hat einfach dieses Talent, bei den Saisonhöhepunkten zu performen. Seit sie 2022 in den Erwachsenenbereich gekommen ist, hat sie bei allen Höhepunkten ihre persönliche Bestleistung gebracht. Das ist für uns manchmal schon fast zu schön, um wahr zu sein. Man muss auch damit rechnen, dass es nicht immer so funktionieren wird. 

Darja hat jüngst beim Weltcupfinale in vier Kategorien abgeräumt, sie ist Olympiasiegerin, WM-Titelverteidigerin. Woraus zieht sie die größte Motivation, immer weiter erfolgreich sein zu wollen? 

Die Erwartungshaltung an sie ist zu Recht hoch. Aber das Wichtigste ist, dass es ihre eigenen Ziele sind, ihre eigene Motivation, und nichts, was von außen kommt. Sie hat schon in jungen Jahren sehr viel erreicht, hat sich als 17-Jährige einen Platz im deutschen Olympiateam gesichert und in Paris die Goldmedaille geholt. Ich bin aber überzeugt davon, dass sie noch einige Jahre auf diesem Niveau weitermachen kann. Sie wird nicht müde, und wir versuchen, ihr Freiräume zu schaffen, damit sie nach großen Wettkämpfen wie Olympia oder WM Zeit findet, um sich um andere Dinge zu kümmern. Wenn sie aufhört, soll sie nicht sagen müssen, dass es in ihrem Leben nichts anderes als den Sport gab. Außerdem setzen wir Anreize, indem wir sie zum Beispiel zu einem Wettkampf schicken, bei dem ihr das Umfeld nicht liegt, um ihr das Leben auch mal etwas schwieriger zu machen und dadurch ihre Motivation neu anzufachen. Es wird immer wieder neue Herausforderungen geben, und Darja ist bereit, diese anzunehmen. 

Siehst du in den kommenden Jahren ein Problem für sie, diese Motivation zu bewahren? Was macht es mit ihr, schon als Teenager einen solchen Stellenwert zu haben? 

Sie geht sehr gut damit um. Sie ist absolut nicht abgehoben, sondern sehr bodenständig. Sie macht das alles nicht nur für sich, sondern auch für alle anderen im Team. Sie freut sich riesig, dass sie sich, ihrer Familie, aber auch Deutschland so etwas geben kann. Deshalb glaube ich auch nicht, dass sie Probleme bekommen wird, sich die Motivation zu bewahren. Viele hören nach Olympiagold auf, weil sie das Gefühl haben, nichts mehr erreichen zu können. Darja war nach Paris auch müde, aber sie steckt sich immer wieder neue Ziele. Olympische Spiele in Los Angeles sind sehr reizvoll für sie. 

Wohin kann Darjas Reise noch führen? Welche Ziele bleiben, welche könnte sie sich neu setzen? 

Sportlich gesehen ist das tatsächlich nicht einfach, sie hat alles gewonnen bis auf die European Games, die im kommenden Jahr in Istanbul stattfinden und deshalb auch sehr interessant für sie sind. Aber sie hat auch noch nie eine Heim-WM erlebt, entsprechend groß ist die Vorfreude auf Frankfurt. Auch Los Angeles reizt sie sehr. Die Bestätigung, dass sie zeigen kann, was sie kann, spielt immer eine gewisse Rolle, obwohl sie ja längst bewiesen hat, dass sie keine Eintagsfliege war. Es wird künftig aber eher um neue Emotionen und Erfahrungen gehen als um Titel. Neue Herausforderungen entstehen dadurch, dass sich das Umfeld verändert. Darja bleibt die, die sie ist, aber das Team um sie herum verändert sich, und auch die Wertungsvorschriften wechseln alle vier Jahre, so dass es interessant ist, sich auf dem neuen Level zurechtzufinden. In Paris hat sie davon profitiert, dass die Körperschwierigkeiten im Fokus standen, die sie großartig beherrscht. Jetzt ist es deutlich komplexer, du musst auch in der Artistik und Ausführung vorne sein, und das könnte für Darja einen Reiz darstellen, obwohl sie auch schon gezeigt hat, dass sie das kann. 

In der Rhythmischen Sportgymnastik ist es wie im Gerätturnen üblich, in jungem Alter auf Weltspitzenniveau zu performen. Wie verändert das den Mindset dieser jungen Menschen, sind sie alle früher erwachsen als in anderen Sportarten? 

Nicht unbedingt erwachsener, aber disziplinierter und in einem jungen Alter schon sehr verantwortungsbewusst. In der Rhythmischen Sportgymnastik beginnt das Seniorenalter schon mit 16, das bedeutet, dass das Erwachsenwerden im Hochleistungsbetrieb stattfindet. Allerdings verläuft diese Phase bei jedem Menschen anders. Für uns im Trainerteam ist es deshalb eine Herausforderung, für jede den richtigen Weg zu finden und sie darauf angemessen zu begleiten. Wir hatten früher viele Gymnastinnen, die früh aufgehört haben. Damals sind wir am Erwachsenwerden manchmal gescheitert, und ich glaube, das machen wir heute besser. 

Man kennt es aus anderen Sportarten auch: Wenn es eine national derart dominante Persönlichkeit wie Darja gibt, ist es für die anderen im Team naturgemäß schwieriger, angemessene Aufmerksamkeit zu erhalten, selbst wenn sie auch Spitzenleistung erbringen. Wie geht ihr im Team damit um? 

Natürlich liegt der Fokus auf Darja, aber sie selbst macht daraus keine große Sache. Wer gesehen hat, wie sie sich in Paris nach ihrem Olympiasieg um Margarita Kolosov gekümmert hat, die Vierte war und die verpasste Medaille betrauerte, konnte sich ein Bild davon machen, wie das Team zusammenhält. Das Interesse an Margarita war damals im Übrigen auch groß, genauso wie im vergangenen Jahr an Anastasia Simakova, die bei der WM in Rio Bronze mit dem Reifen gewonnen hat. Wir versuchen auch, die Aufmerksamkeit bewusst auf andere zu lenken und zu zeigen, dass das ganze Team gut ist. Wir hatten in den vergangenen Jahren das Glück, fünf richtig starke Turnerinnen zu haben. Zuletzt gab es zwar viel Verletzungspech, aber grundsätzlich haben wir die stärkste Trainingsgruppe der Welt. Und da ist es spannend zu sehen, wie diese Gruppe gemeinsam mit Rückschlägen umgeht. Margarita zum Beispiel hatte nach Paris hart zu kämpfen, sie hatte ein schwaches Jahr 2025, jetzt war sie wieder verletzt. Jeder Mensch hat mal eine Krise. Aber wir lernen gemeinsam, wie wir es schaffen, aus solchen Phasen gestärkt als Team herauszukommen. 

Wie ordnest du grundsätzlich die Entwicklung der Rhythmischen Sportgymnastik in Deutschland ein? Erzeugen die Erfolge eine Sogwirkung, wollen mehr Mädchen und junge Frauen dem nacheifern? 

Die Entwicklung ist grandios. Wir hatten 1984 die olympische Bronzemedaille für Regina Weber, aber die Goldmedaille, die Darja 2022 bei ihrer ersten WM-Teilnahme gewonnen hat, war die erste WM-Medaille für Deutschland überhaupt. Und seitdem hat sie zehn weitere WM-Goldmedaillen und Olympiagold gewonnen. Das ist eine unglaubliche Bilanz. Unsere Herausforderung ist: Wie schaffen wir es, diese Erfolge zu verstetigen? Nach oben zu kommen ist einfacher, als dort zu bleiben. Es geht darum, Bodenhaftung zu bewahren und harte Arbeit in den Vordergrund zu stellen. Nichts kommt automatisch, dessen müssen wir uns bewusst sein. Wir sind sicherlich ein wenig erfolgsverwöhnt. Die Ansprüche wachsen, manche von außerhalb denken, alles käme von allein. Darja hat bei der WM 2025 in Rio de Janeiro fünf Goldmedaillen geholt, aber im Fokus stand, dass sie mit dem Reifen ohne Medaille geblieben ist. Das finde ich schade und unfair, aber so ist es leider. Wir versuchen also, Erfolge zu würdigen und zu feiern und Rückschläge auszuhalten und zu verarbeiten. Um auf die Frage nach der Sogwirkung zu antworten: Wir haben mehr Zuspruch, mehr Anfragen, aber dadurch entstehen neue Herausforderungen, denn wir bräuchten mehr Trainerinnen und Trainer und mehr Hallenzeiten, einfach mehr Kapazitäten, um die Wartelisten abzuarbeiten. Quantität in Qualität umzuwandeln, das wird die Aufgabe der kommenden Jahre sein. 

Armbrust-EM Chateauroux: 24 DSB-Schützen am Start

Mit einem großen Aufgebot von 24 Schützinnen und Schützen geht der DSB die Armbrust-Europameisterschaft in Chateauroux/FRA (4. bis 8. August) an. Angeführt wird das Team von Louis Fürst, Jolanda Prinz und den Senioren-Weltmeistern Bernhard Krebs, Karl-Heinz Blumtritt und Karl-Ernst Weissmann.

Deutsche SchützenZeitung: Die August-Ausgabe ist da!

Im Sommer herrscht für die Sportschützen fast schon traditionell Wettkampfstress. Mehrere Großereignisse folgen jedes Jahr dicht gedrängt aufeinander im Kalender: Der Reigen der Deutschen Meisterschaften hat kürzlich begonnen; wir berichten von den Vorderladerschützen und den Sommerbiathleten. Hannover stand ebenfalls im Fokus: Gleich über 25 Disziplinen ermittelten dort ihre neuen nationalen Champions, darunter auch die (Mixed-)Teams der Bogenschützen. Fast unbemerkt hat sich dann noch die Weltmeisterschaft Laufende Scheibe in Tallinn/Estland in den Schützenkalender „geschlichen“ – mit „goldigem“ Ausgang für eine DSB-Schützin!

6 Tipps für Sport bei Hitze: So bleibst du fit und gesund im Sommer

Wer bei hohen Temperaturen aktiv ist, setzt dem Körper zusätzlichem Stress aus. Geht dies mit einer hohen Luftfeuchtigkeit einher, wird die Schweißabgabe und Hitzebalance besonders gefährdet. Das Risiko für Hitzeschäden wie Sonnenstich, Kreislaufprobleme oder Hitzschlag steigt deutlich. Symptome hierfür sind u.a. heiße und trockene Haut, Kopfschmerz, Schwindel und Übelkeit.
 
Sportler*innen zählen daher laut WHO zu den Risikogruppen für klimabedingte Gesundheitsrisiken. Besonders belastend sind schlecht belüftete Sporthallen oder intensive Belastungen in praller Sonne. Deshalb gilt: Achtsam bleiben - und rechtzeitig gegensteuern. 

6 Tipps für gesundes Training bei Hitze

1. Die richtigen Tageszeiten wählen
 Trainiere möglichst in den frühen Morgenstunden oder am späten Abend, wenn es kühler ist. Meide die Mittagssonne.
  
2. Viel und regelmäßig trinken
 Trinke vor, während und nach dem Sport ausreichend Wasser oder isotonische Getränke. Warte nicht erst auf das Durstgefühl - der Körper braucht frühzeitig Flüssigkeit. 

3. Pausen im Schatten einlegen
 Gönn dir während der Trainingseinheiten bewusste Erholungsphasen - idealerweise an einem schattigen Ort. Das entlastet Kreislauf und reguliert die Hitzebalance. 

4. Leichte und atmungsaktive Kleidung tragen und UV-Schutz nicht vergessen
Funktionskleidung unterstützt die Verdunstung von Schweiß und hält dich länger kühl. Denke auch an eine Kopfbedeckung, Sonnencreme und Sonnenbrille. Vermeide dunkle Farben - sie speichern Wärme stärker.
  
5. Für Abkühlung sorgen
Nutze feuchte Tücher, Sprühflaschen oder Kühlpads für zwischendurch - das hilft dem Körper, sich besser zu regulieren und schützt vor Überhitzung. 

6. Kein Sport bei Krankheit
Wenn du dich krank fühlst, etwa bei Fieber, Magen-Darm-Problemen oder einer Erkältung: Lass das Training aus! Der Kreislauf ist bereits geschwächt - Hitze kann das gefährlich verstärken.

Hitze muss kein Sportverderber sein - wenn du achtsam bist und auf deinen Körper hörst. Mit diesen Tipps bleibst du auch bei Sommerwetter aktiv und gesund. Zudem leisten DOSB und die Verbände Hilfestellungen und haben mit Expert*innen wie Prof. Dr. phil. Sven Schneider vom Universitätsklinikum Heidelberg unter anderem einen Musterhitzeschutzplan und weitere allgemeine Verhaltenstipps aufgestellt.

DM Bogen 3D: Limitzahlen für die DM Bogen 3D in Neustrelitz veröffentlicht

Die DSB-Sportleitung hat die Limitzahlen für die Deutsche Meisterschaft im Bereich Bogen 3D, die in der Zeit vom 29. bis 30. August 2026 auf dem Bogenplatz der Strelitzer Feldbogensportgilde in Neustrelitz stattfinden wird, veröffentlicht.

Finale Armbrustliga 10m: Schwung mitnehmen für die EM

„Der Titel-Hattrick ist uns gelungen!“, freute sich der Teamleiter der SG Zaitzkofen, Christian Kauer. Es war das erwartete Kopf-an-Kopf-Rennen mit den Schützen Niedererlbach, die in den Vorkämpfen noch knapp die Nase vorn hatten. Aber im Finale drehte Zaitzkofen den Spieß um. In der Besetzung Elias Stelzl, Manuel Schmied, Jakub Novák, Raphael Witt und Kilian Fichtl setzten sie sich durch gegenüber den Schützen Niedererlbach, dem Bund München und dem SC Neuenkirchen.

Wiedersehenstreffen 50 Jahre nach Olympia

Bob, Fechten, Reiten, Rodeln, Rudern, Schwimmen, Ski, Turnen – die Liste der von den eingeladenen Athlet*innen ausgeübten Sportarten könnte noch lange weitergehen. Doch für die über 100 Gäste und ihre Begleitungen zählten am Freitag, dem 24. Juli, vor allem die Geschichten, die sich nach ihrer sportlichen Karriere und nach dem Moment, wo sich ihre Wege voneinander trennten, ereigneten. „Die Lebenswege könnten unterschiedlicher kaum sein“, berichtete Norbert Hahn, ehemaliger Rennrodler, Olympiasieger von 1976 und 1980 sowie von 1990 bis 2018 deutscher Bundestrainer, im Gespräch. „Während einige von uns, wie auch ich, das Glück hatten, als Trainer im Sport bleiben zu dürfen, mussten andere beruflich ganz von vorne anfangen.“ Die Lebenswege haben sich dabei auch nicht nur sinnbildlich, sondern auch geographisch voneinander getrennt. Die weiteste Anreise hatten wohl die Gäste aus Philadelphia. Umso größer war die Freude über das Wiedersehen nach 50 Jahren. Auch Norbert Hahn freute sich, „all die alten Gesichter wiederzusehen.“ 

Der Rahmen der Finals, die dieses Jahr auch als Mini-Olympia bezeichnet wurden, könnte dabei kaum passender gewesen sein. Die erfolgreichsten Athlet*innen einer ganzen Generation kamen bei einer der größten und prestigeträchtigsten deutschen Sportveranstaltung des Jahres nach langer Zeit wieder zusammen und bejubelten dabei eine neue Generation deutscher Top-Athlet*innen. Die Finals brachten genau jene Emotionen zurück, die auch die geladenen Gäste vor 50 Jahren angetrieben hatten, Höchstleistungen zu erbringen.

Weltcup Hangzhou: Deutschland beendet Weltcup auf Rang 4 im Medaillenspiegel

Das Deutsche Team beendet den Weltcup im chinesischen Hangzhou auf Rang 4 im Medaillenspiegel. Bei schwierigen äußeren Bedingungen (bis zu 40 Grad und 95% Luftfeuchtigkeit) kämpften sich die deutschen Athleten durch ihre Wettkämpfe und sammelten wichtige Erfahrungen vor Ort, um beim Quotenplatz Weltcup im nächsten Jahr voll angreifen zu können.

RWS Verbandsrunde Suhl: Millimeter entscheiden über Sieg oder Niederlage

Manchmal entscheiden Millimeter über Sieg oder Niederlage. Genau diese Spannung prägte die diesjährige RWS Verbandsrunde in Suhl. Schon vor dem ersten Schuss war die Vorfreude auf dem Schießstand spürbar, nicht nur bei den Sportlern, sondern auch bei den Trainern und Betreuern.

WM Laufende Scheibe Tallinn: Die WM der Daniela Vogelbacher

Bis zur Weltmeisterschaft in Tallinn/EST hatte Daniela Vogelbacher noch keine Einzelmedaille beim Welt-Championat gewonnen, in Estland holte die 43-jährige Schützin auf die Laufende Scheibe Versäumtes nach: Einmal Gold und zweimal Silber gewann die Frankfurterin.

75 Jahre Wiedergründung DSB: Ein Treffpunkt vom „Stützpunkt München“ zum „Hessenzelt“

Die Schützentradition und das Brauchtum sind neben dem Sport ein fester und wichtiger Bestandteil der Schützenkultur im Deutschen Schützenbund, in den Landesschützenverbänden und ihren Untergliederungen. Schützentraditionen und Bräuche können dabei sehr unterschiedlich sein, wie die verschiedenen Beiträge der Landesverbände zeigen, die das gesamte Jahr über zum 75-jährigen Jubiläum der DSB-Wiedergründung veröffentlicht werden. Dieses Mal ist der Hessische Schützenverband an der Reihe, der über eine liebgewonnene Tradition bei den Deutschen Meisterschaften berichtet.

Ab jetzt heißt es voller Fokus auf LA28

Drei Tage mit Touren durch die Venues, Präsentationen und One-on-One-Meetings boten auch uns die Möglichkeit, uns intensiv mit LA28 auseinanderzusetzen und in unsere Planungen des Projekts so richtig einzusteigen und Los Angeles kennenzulernen. 

Beeindruckende Sportstätten 

Ein klassisches Element eines jeden World Press Briefings ist die sogenannte Venue Tour, bei der ausgewählte Sportstätten besichtigt werden können. Los Angeles hat davon besonders beeindruckende Exemplare zu bieten: das historische Los Angeles Memorial Coliseum, in dem man die Geschichte der Olympischen Spiele von 1932 und 1984 förmlich einatmen kann. Das 2028 Stadium (aka Sofi Stadium), in dem aktuell die NFL-Teams der LA Rams und LA Chargers spielen und 2028 die Eröffnungsfeier sowie die Schwimmwettbewerbe stattfinden werden. Oder der 2024 eröffnete hypermoderne Intuit Dome, Heimat der LA Clippers und 2028 Austragungsort der Basketballwettbewerbe. 

In Venice Beach, Santa Monica und Long Beach werden in zwei Jahren insbesondere temporäre Sportstätten vor unvergleichlichen Backdrops entstehen. Die Triathlet*innen werden gleich neben dem Muscle Beach in Venice um die Medaillen kämpfen, die Beachvolleyballer*innen werden am Alamo Beach in Long Beach aufschlagen. Vor allem an diesen Orten ist das LA-Feeling zu spüren, das man erwartet. 

Unterkünfte und Verkehr 

Aus Mediensicht stehen bei solchen Planungs-Meetings vor allem zwei Fragen im Mittelpunkt: wo können wir unsere Teams unterbringen und wie kommen sie von dort zu den Sportstätten? In LA28 wird es seit längerer Zeit wieder ein Mediendorf geben: auf dem Campus der University of Southern California (USC) stehen knapp 600 Betten zur Verfügung. Daneben werden seitens des OCOG weitere Zimmer in Hotels zu festgelegten Preisen angeboten, um die insgesamt 6.000 Presse-Vertreter*innen (TV-Rechteinhaber nicht eingerechnet) unterbringen zu können. Der Vorteil der Buchung eines vom OCOG angebotenen Hotels ist der Anschluss an das Transport-Netzwerk für die Medien. Dieses verbindet die offiziellen Unterkünfte mit Transport-Hubs von denen man dann an die Venues kommt. 

In LA, wie auch schon in Paris, werden Journalist*innen neben dem offiziellen Medien-Transport auch die Metro nutzen können. Ein Selbsttest in der vergangenen Woche hat gezeigt, dass die Metro für bestimmte Strecken durchaus eine Alternative darstellen kann.  Von Downtown LA nach Santa Monica benötigt man etwa eine Stunde, ebenso von Downtown nach Long Beach. Bis 2028 soll die Linie D in den Westen der Stadt noch ausgebaut werden, so dass auch die University of California LA (UCLA) und somit das Olympische Dorf angebunden sein wird.  

Die Entfernungen und Reisezeiten zwischen den einzelnen Clustern sind nicht zu unterschätzen. Wenn man mehrere Sportarten an einem Tag besuchen möchte, sollte man sich solche aussuchen, die in einem Cluster liegen. Dass der Verkehr in LA herausfordernd ist, ist kein Geheimnis. Jedoch war er das auch im Vorfeld der Spiele in Paris, London oder Rio. Am Ende ist man dann meist besser durchgekommen, als vorher befürchtet.  

Fazit 

Nach sechs Tagen in Los Angeles bin ich mehr denn je überzeugt: die Spiele von LA28 werden für die Athlet*innen die größt- und bestmögliche Bühne bieten, die sie sich wünschen können. Die kommenden zwei Jahre wird das Organisationskomitee dafür nutzen, genau das zu verwirklichen und allen, die an den Spielen teilnehmen werden, unvergessliche Momente zu bescheren, die für immer bleiben werden.