Hauberg 2, 70771 Leinfelden-Echterdingen

Faszination Bogen: Nationales und internationales Top-Event im Fokus

Da soll noch einmal einer sagen, nationale Titelkämpfe seien langweilig. Von wegen! Das bewiesen die Bogenschützen in den vergangenen Wochen eindrucksvoll, als sie in zahlreichen Disziplinen ihre Deutschen Meister ermittelten. Stechschüsse waren die Regel, nicht die Ausnahme, wie in der neuen Ausgabe der Faszination Bogen zu lesen ist.

Olympische und Paralympische Spiele: Drei starke Konzepte für Deutschland

Die Delegierten der außerordentlichen Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) haben am kommenden Samstag im Kurhaus Baden-Baden die Wahl zwischen drei starken Konzepten für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044. Zu diesem Ergebnis kommt die Evaluierungskommission des DOSB. Die Konzepte München (87,03 von 100 Punkten) und KölnRheinRuhr (85,02 Punkte) werden aufgrund ihrer Bewertung in den Kategorien „Sportfachliche & operative Eignung“ sowie „Internationale Strahlkraft & Nationale Akzeptanz“ im Abschlussbericht als „sehr gut“, das Konzept Berlin+ (74,64 Punkte) als „gut“ eingestuft. 

DOSB-Präsident Thomas Weikert, Vorsitzender der Evaluierungskommission, sagt: „Sportdeutschland kann stolz auf seine Bewerber sein. Uns liegen drei großartige Konzepte vor. Deutschland hat jetzt schon alles, um die Olympischen und Paralympischen Spiele auszurichten. Im Namen des gesamten deutschen Sports und der Olympischen Bewegung danke ich den Bewerbern für ihren hervorragenden Einsatz. Wir sind überzeugt, dass mit dem Abschlussbericht eine fundierte Grundlage für die außerordentliche Mitgliederversammlung vorliegt.“

Entsprechend der Beschlussfassung der Mitgliederversammlung 2025 hatte der DOSB gemeinsam mit den 42 olympischen Spitzenverbänden, dem Deutschen Behindertensportverband sowie den Arbeitsgruppen Vision & Legacy und Kosten & Finanzierung nach Einreichung der finalen Bewerbungskonzepte am 4. Juni und basierend auf dem am 27. Februar veröffentlichten Fragenkatalog die Konzepte in den Kategorien „Vision & Legacy“, „Kosten & Finanzierung“, „Sportfachliche & operative Eignung“, „Internationale Strahlkraft & Nationale Akzeptanz“ sowie dem nicht bewertungsrelevanten Bereich „Infrastrukturelle Sonderprojekte“ analysiert und bewertet.

Was ein Sieg bei Olympischen Jugendspielen für eine Sportlerkarriere bedeuten kann

Ein Boxer, der in den Seilen hängt, hat in der Regel ein Problem. Es sei denn, er tut dies abseits von Training oder Wettkampf, so wie Peter Kadiru an diesem Nachmittag in der Sporthalle des Hamburger Boxverbands. Gerade hat der Schwergewichtsprofi ein Sechs-Runden-Sparring mit Ammar Abduljabar, Olympiateilnehmer von Tokio 2021, hinter sich gebracht, der Schweiß rinnt ihm über Gesicht und Hals. Um sich zu lockern, fläzt der 29-Jährige sich in die Ringseile. Aber eine lange Erholungspause braucht er nicht, denn die Bedeutung Olympischer Jugendspiele, über die er mit dem DOSB sprechen soll, ist ihm so wichtig, dass er sofort ins Gespräch hineinspringt.

„Die Goldmedaille bei den Olympischen Jugendspielen steht bei mir bis heute ganz weit oben. Es war eine sehr besondere Zeit, aus der ich sehr viel gelernt und eine Energie mitgenommen habe, die mich bis heute trägt“, sagt er mit Blick auf den Titel, der seine Karriere früh geprägt hat. Am 27. August 2014, dem letzten Wettkampftag der Titelkämpfe von Nanjing (China), gewann der in Hamburg geborene Sohn ghanaischer Eltern als 17-Jähriger das Finale der Superschwergewichtsklasse gegen Darmani Rock. Und er gewann es nicht einfach nur, er führte den ein Jahr älteren US-Amerikaner derart vor, dass alle fünf Punktrichter jede der drei Runden für Kadiru werteten.

Verlorenes WM-Finale war Antrieb für die Jugendspiele

Um zu verstehen, was ihm dieser Triumph bis heute bedeutet, muss man wissen, dass sich die beiden Kontrahenten bereits rund vier Monate zuvor bei der Junioren-WM in Bulgarien im Finale begegnet waren. Damals siegte Rock, umstritten zwar, aber er reiste als Weltmeister zu den Jugendspielen an. „Ich war damals zunächst mit der Silbermedaille zufrieden, weil ich bis dahin international noch keine Titel gewonnen hatte“, erinnert sich Peter Kadiru. Am Abend nach dem WM-Finale jedoch traf er im Teamhotel seinen Bezwinger, der betrunken mit einer Wodkaflasche im Arm auf dem Boden lag und nur mit tatkräftiger Unterstützung seines Teams auf sein Zimmer gebracht werden konnte. „Da habe ich gedacht: Gegen so einen habe ich verloren? Ich war mehrere Monate wütend über mich selbst, und dieses Gefühl hat mich angetrieben, vor den Jugendspielen so hart zu trainieren wie noch nie!“

Zu jener Zeit lebte der schon damals 1,94 Meter große und mehr als 100 Kilogramm schwere Athlet am Internat des Sportgymnasiums Schwerin, trainierte beim vor einem Jahr verstorbenen Bundesstützpunktleiter Michael Timm und seinem heutigen Cheftrainer Christian Morales. „Herr Morales hat sich schon damals extrem um mich gekümmert“, sagt er rückblickend. Weil die Vorbereitung auf die Spiele in China in die Sommerferien fiel und das Internat geschlossen war, lebte der Sportler bei Morales und dessen Familie. „Dafür bin ich bis heute dankbar, denn ich weiß nicht, wie ich die Vorbereitung sonst überstanden hätte“, sagt er.

Vor allem die Mensa beeindruckte Peter

Nie zuvor war der in einfachen Verhältnissen im Hamburger Stadtteil Altona aufgewachsene Faustkämpfer in China gewesen. Der Trip nach Nanjing war für ihn deshalb viel mehr als eine sportliche Dienstreise. „Ich bin bis heute nicht so der Typ, der von sich aus viel herumreist. Deshalb weiß ich es sehr zu schätzen, was ich durch meinen Sport von der Welt sehen durfte. Als 17-Jähriger konnte ich es noch nicht so richtig einordnen. Ich dachte nur: Digger, China! Das ist echt krass, dass ich das erleben darf!“ Die geschichtsträchtige Stadt Nanjing gefiel ihm zwar nur mäßig, dafür genoss er das Leben im Olympischen Dorf, in dem rund 3.800 Aktive untergebracht waren, in allen Facetten. „Es war ein prägendes Erlebnis, mit so vielen Athleten aus der ganzen Welt zusammen zu sein. Vor allem die Mensa war unglaublich, dort gab es wirklich alles, was ich mir vorstellen konnte“, sagt er.

Das Team Deutschland war mit 84 Athletinnen und Athleten nach China gereist, die allermeisten kannte Peter Kadiru vorher nicht. „Ich habe mir mein Zimmer mit zwei Taekwondo-Kämpfern geteilt. Aber auf unserem Flur war auch das weibliche Basketballteam. Es war total spannend und eine tolle Atmosphäre“, sagt er. Weil sein Finalkampf am letzten Wettkampftag angesetzt war, konnte praktisch das gesamte Team in der Halle anfeuern. Vor Kadiru hatte lediglich der Hamburger Einer-Ruderer Tim Ole Naske Gold für Deutschland gewinnen können. „Insofern war ich die letzte Hoffnung, und alle waren dabei, um mich zu unterstützen. Das hat mir so viel zusätzliche Energie gegeben! In dem Moment habe ich gespürt, was es wirklich bedeutet, Teil von Team Deutschland zu sein“, sagt er.

Feldbogen-WM Yankton: 13 DSB-Schützen in den USA

Vom 23. bis 27. September werden 13 DSB-Schützen in Yankton/USA bei der 29. Feldbogen-Weltmeisterschaft um die Medaillen kämpfen und dabei gegen 231 Schützen aus 31 Nationen antreten. Weltmeister und Medaillengewinner werden mit dem Blank-, Compound- und Recurvebogen ermittelt.

Eine Sportart auf der Erfolgswelle

Dass sich aus den vereinzelten Surf-Spots, wie sie an Stromschnellen am Eisbach in München oder an der Leinewelle in Hannover seit einigen Jahren zu finden sind, eine eigene leistungssportliche Kategorie und sogar eine internationale Bewegung entwickelt, hätten wohl selbst die Ambitioniertesten in der Rapid-Surf-Community nicht für möglich gehalten. Doch was 2019 bei der Premiere der Deutschen Meisterschaft (DM) im Rapid Surfen begann, bei den diesjährigen Finals in Hannover seinen bisher größten Erfolg in Deutschland feierte und in dieser Woche in der ersten Rapid-Surf-Europameisterschaft in der Schweiz seinen Höhepunkt findet, ist eben jene unerwartete Entwicklung.

26 Athlet*innen entsendet der Deutsche Wellenreitverband (DWV) zur historischen Premiere nach Ebikon bei Luzern. Darunter auch Junior*innen, die, so berichtet es Michael Zirlewagen (51), Präsident des DWV, „bei der Entwicklung der Sportart eine ganz besondere Rolle spielen“. Aufgrund der noch kleinen Strukturen und des großen Potenzials des Rapid Surfens sei es von enormer Bedeutung, die Jugendlichen mitzudenken. So fanden auch im Rahmen der Finals in Hannover neben der Rapid-Surf-DM auch die Junior*innen-Wettkämpfe vor großem Publikum statt. Die Premiere des Rapid Surfens bei den Finals in Hannover war die bisher größte Bühne der noch jungen, dynamischen Sportart. Die Venue an der Leinewelle in der Altstadt war sehr gut besucht und sorgte mit täglich fast 10.000 Besucher*innen für einen Rekord im Surfsport. Die Wettkämpfe wurden außerdem tausendfach gestreamt und auf den Social-Media-Plattformen geteilt und gefeiert. 

„Nachdem Rapid Surfen bei den Finals in Hannover erstmals dabei war und dort viele Zuschauer vor Ort und auch vor den Fernsehern begeistert hat, ist diese Europameisterschaft ein weiterer großer Meilenstein für unseren Sport“, berichtet Rapid-Surferin Lea Sasse (17). Sie surfte sich auf der Leinewelle in der Kategorie Open Women auf Platz vier und tritt nun auch bei der EM in Ebikon an. Dass sie bei der Premiere in der Schweiz starten darf, bedeute ihr viel und sie freue sich sehr darauf, „in der Kategorie Junior Girls (U18) gegen die besten Athletinnen Europas anzutreten, mich mit ihnen zu messen und zu zeigen, was ich kann.“ Aufgrund der starken Konkurrenz aus Ländern wie Österreich und der Schweiz erwartet Lea einen spannenden Wettkampf. Dennoch ist ihr klares Ziel: „eine Medaille für Deutschland zu holen.“ 

DM Bogenlaufen Bürstadt: Im Süden geht’s auch

Am 19./20. September 2026 wurde die diesjährige Deutsche Meisterschaft im Bogenlaufen in Bürstadt ausgetragen. Seit 2023 arbeiten der DSB und der DBSV im Rahmen der Disziplin Bogenlaufen zusammen. Während die Vorbereitung der Meisterschaft durch einen Arbeitskreis bestehend aus Vertretern beider Verbände wird die Durchführung federführend von einem Verband übernommen. Bei den ersten drei gemeinsamen Deutschen Meisterschaften war der DBSV verantwortlich für die Ausrichtung der Veranstaltung. In diesem Jahr übernahm der DSB zum ersten Mal diese Aufgabe.

„Ich habe früh gewusst: Wenn sie es sagt, dann wird es schon stimmen“

Liebe Kathrin!

Vielleicht wunderst du dich, auf diesem Weg von mir ein Feedback zu bekommen, denn eigentlich ist es überhaupt nicht notwendig, dies schriftlich zu machen. Wir können schließlich über alles offen sprechen und tun dies auch immer wieder. Aber als die Anfrage des DOSB kam, ob ich bereit wäre, anlässlich des „Thanks Coach Days“ einen offenen Brief an dich zu verfassen, musste ich nicht lange überlegen, um zuzusagen. Ich finde es schön und wichtig, dass alle, die diese Zeilen lesen – ob aus unserer Trainingsgruppe oder aus dem Team Deutschland, ob Sportfans oder Vereinsmitglieder – erfahren, welche Rolle du für meine Karriere spielst.

Wir arbeiten noch gar nicht so lang zusammen. Dennoch bin ich immer wieder geflasht davon, wie schnell wir ein Vertrauensverhältnis entwickelt haben, das die Grundlage dafür legt, dass ich sportlich in dieser Saison große Schritte nach vorn gehen konnte. Als ich mich im vergangenen Winter zum Vereinswechsel entschlossen habe und gemeinsam mit meinem Bruder Matti zum Probetraining bei dir in Frankfurt kam, war für mich nach nur einer Einheit bei dir klar: Das mache ich!

Warum? Weil du eine Kompetenz ausgestrahlt hast, die mir genau das vermittelt hat, was ich gesucht habe. Und diese Kompetenz erlebe ich seitdem in jeder einzelnen Trainingseinheit. Ich bekomme, wenn ich es möchte, nach jedem Wurf ein Feedback, das mir ermöglicht, den nächsten Wurf ein kleines bisschen besser umzusetzen. Du untermauerst deine Anmerkungen mit belastbaren Daten, und auch wenn ich manchmal nur 30 Prozent von dem, was du sagst, komplett durchschaue, ist da dieses totale Vertrauen, das ich in deine Expertise habe, das mich deine Anregungen stets mit einem positiven Gefühl aufgreifen lässt.

Ich weiß, liebe Kathrin, dass es nicht immer einfach ist, mit mir umzugehen. Ich brauche manchmal den sprichwörtlichen Tritt in den Hintern, wenn mir das Gefühl dafür fehlt, in der notwendigen Form zu sein, um die von dir angeregten Dinge umzusetzen. In diesen Momenten gelingt es dir, mir aufzuzeigen, dass die Kurve nach oben zeigt. Und immer, wenn du das behauptet hast, ist es auch so gekommen. Ich glaube, dass es normal ist, einige Monate der gemeinsamen Arbeit zu brauchen, um Vertrauen zu fassen. Bei dir habe ich allerdings schon sehr früh gewusst: Wenn sie es sagt, wird es schon stimmen.

DSJ: Gemeinsam für die Zukunft der Schützenjugend – 48. Bundesjugendtag in Saarbrücken

Drei Tage voller Austausch, gemeinsamer Ideen und guter Begegnungen: Vom 18. bis 20. September 2026 kamen die Vertreterinnen und Vertreter der Landesverbände zum 48. Bundesjugendtag der Deutschen SchützenJugend in Saarbrücken zusammen. Neben dem Bundesjugendvorstand waren insgesamt 17 Landesverbände vertreten. Auch DSB-Vizepräsident Sport Volker Kächele nahm am Bundesjugendtag teil.

Sporthilfe Club der Besten: Sieben DSB-Athleten sind dabei

Der Sporthilfe Club der Besten 2026 (20.-27. September) ist offiziell eröffnet! Rund 80 der erfolgreichsten deutschen Athletinnen und Athleten aus olympischen und paralympischen Disziplinen sind im Aldiana Club Naga Bay in Ägypten zusammengekommen, darunter auch sieben DSB-Sportler -, um gemeinsam ihre herausragenden Saisonerfolge zu feiern, voneinander zu lernen und unvergessliche Momente im Kreis der Sporthilfe-Familie zu erleben.

DM Sommerbiathlon Luftgewehr Sonnenberg: Athleten trotzen dem Wetter auf dem Sonnenberg

Vom 18. bis 20. September 2026 verwandelte sich die „Richard-Schulze-Biathlon-Arena“ auf dem Sonnenberg im Harz nahe St. Andreasberg in das Zentrum des nationalen Sommerbiathlons. Bei den Deutschen Meisterschaften mit dem Luftgewehr, die vom SC Buntenbock im Auftrag des Deutschen Schützenbundes (DSB) hervorragend ausgerichtet wurden, kämpften insgesamt 280 Sportlerinnen und Sportler aus 15 Landesverbänden um die begehrten Medaillen.

DSB-Pokalfinale Coburg: Drei erfolgreiche Titelverteidigungen

Drei von vier Titelverteidigern jubelten auch beim DSB-Pokalfinale 2026 in Coburg erneut über den Sieg: Die Schützinnen und Schützen von RWS Franken im Luftgewehr, von der Kgl. priv. HSG München mit der Luftpistole sowie von der SGes Huglfing mit der Luftgewehr Auflage waren erneut nicht zu schlagen. Dagegen gab es mit der SGes 1868 e. V. Bad Berneck bei der Luftpistole Auflage einen neuen Gewinner.

Hockey-Herren sind „Sportler des Monats“ August 

Die deutschen Hockey-Herren, die “Honamas", sind die „Sportler des Monats“ August. Mit ihrem Erfolg bei der Weltmeisterschaft in Belgien und den Niederlanden verteidigte die Mannschaft um Kapitän Tom Grambusch ihren Weltmeistertitel aus dem Jahr 2023 und feierte bereits den vierten WM‑Triumph ihrer Geschichte. Das 1:0 im Finale gegen Spanien krönte eine souveräne Turnierleistung und bedeutete Gleichzug mit Rekordhalter Pakistan. Diese herausragende Leistung würdigten nun auch die Sporthilfe-geförderten Athletinnen und Athleten mit 45,5 Prozent der Stmmen mit der Wahl zum „Sportler des Monats“ August.

Anders als bei Medien- oder Publikumswahlen entscheiden bei der Sporthilfe-Wahl zur Sportlerin bzw. zum Sportler des Monats ausschließlich Deutschlands beste Nachwuchs- und Spitzenathletinnen und -athleten. Dadurch erhält die Auszeichnung ihre besondere sportliche Wertigkeit. Zu Beginn eines jeden Monats stellt die Sporthilfe den rund 4.000 geförderten Athletinnen und Athleten Kandidatinnen oder Kandidaten zur Wahl, die sich im Vormonat durch herausragende Leistungen empfohlen haben. Die Stimmabgabe erfolgt per Online-Voting. 

Hinter den Hockey-Herren sichert sich Darja Varfolomeev Platz zwei (40,1 %) bei der Sporthilfe-Wahl. Die Olympiasiegerin von 2024 begeisterte bei der Heim-Weltmeisterschaft in Frankfurt am Main und gewann drei Goldmedaillen sowie einmal Bronze. Mit nun insgesamt 14 WM‑Titeln unterstrich sie ihre Ausnahmestellung in der Rhythmischen Sportgymnastik und bestätigte einmal mehr eindrucksvoll ihre aktuelle Dominanz. 

Platz drei ( 14,4 %) bei der Sporthilfe-Wahl geht an das deutsche Springreit-Team, das bei der Heim-WM in Aachen einen herausragenden Erfolg feierte. Marcus Ehning, Sophie Hinners, Daniel Deußer und Richard Vogel gewannen mit nur 4,48 Strafpunkten souverän Mannschaftsgold und sicherten sich erstmals seit 16 Jahren wieder den Weltmeistertitel. Die deutsche Equipe setzte sich deutlich vor Belgien und Großbritannien durch und krönte damit eine starke Saison. 

Für ihre herausragenden Leistungen waren die Athletinnen und Athleten von der Athletenkommission im DOSB, von SPORT1 und von der Sporthilfe für die Wahl nominiert worden.
 

Deutsche Sporthilfe

Junioren-Weltcup Porpetto: Karla Riehmann erstmals im Finale

Nach zwei Finalplätzen für die Junioren-Skeetschützen gelang auch den Trapschützen beim Junioren-Weltcup in Porpetto/ITA (13. bis 19. September) eine Finalteilnahme: Karla Riehmann qualifizierte sich erstmals für ein internationales Finale und belegte dort Platz acht.

„Die Gier, unbedingt Handballspielerin werden zu wollen, wollen wir wecken“

Im September 2025 übernahm Heike Ahlgrimm im Deutschen Handballbund (DHB) die Position der Chef-Bundestrainerin für den weiblichen Nachwuchs. Ein gutes Jahr später ist die 51-Jährige Teil eines sehr interessanten und zukunftsweisenden Projekts: Vier Bundesstützpunkte möchte der DHB in den kommenden Jahren für seine weiblichen Talente installieren, um die Ausbildung zu verstetigen und den Besten ihrer Jahrgänge optimale Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten. Im Gespräch mit dem DOSB erläutert die gebürtige Leipzigerin, die von 2012 bis 2014 bei Bayer Leverkusen und anschließend zehn Jahre in Bensheim/Auerbach als Cheftrainerin aktiv war, welche Bedeutung dieses Projekt für den Frauen-Handball in Deutschland haben kann.

DOSB: Heike, 2027 werden in Leipzig und Stuttgart die ersten beiden Bundesstützpunkte im weiblichen Bereich ihre Arbeit aufnehmen. Warum ist der DHB so lange ohne diese ausgekommen?

Heike Ahlgrimm: Die Idee gibt es tatsächlich schon lange, es hat aber immer an der Umsetzung gehapert. Natürlich könnte man sagen: Der weibliche Nachwuchs ist auch ohne Bundesstützpunkte erfolgreich. Dennoch merken wir immer wieder, dass wir die Ausbildung derart verbreitern müssen, dass wir unserem Nachwuchs die besten Möglichkeiten bieten können, um es flächendeckend ganz nach oben zu schaffen. Das, was dem A-Nationalteam mit dem Gewinn der Silbermedaille bei der WM im vergangenen Jahr gelungen ist, wollen wir regelmäßig ermöglichen, und dafür braucht es konzentrierte Arbeit an zentralen Stützpunkten. Ich möchte ausdrücklich sagen, dass es im weiblichen Bereich viele kleine Vereine gibt, die eine tolle Arbeit leisten. Aber sie stoßen an Grenzen, und ohne es despektierlich zu meinen: In jedem Verein gibt es ein Sternchen, das unterfordert ist und eine andere Form der Entwicklungsmöglichkeit braucht. Die wollen wir mit den Bundesstützpunkten bieten.

Im männlichen Nachwuchs wird gar nicht mit Bundesstützpunkten gearbeitet. Warum nicht? Wie funktioniert das Nachwuchssystem dort?

Dort sind viele Bundesligavereine über ihre Nachwuchsleistungszentren so gut aufgestellt, dass es keine zentralen Stützpunkte braucht. Sie haben einen sehr guten Unterbau und finanzielle Möglichkeiten, die es im weiblichen Bereich leider noch nicht gibt. Dort fließen die finanziellen Mittel fast ausschließlich in die Bundesligamannschaften. Das ist im männlichen Bereich einfach anders.

Nach welchen Kriterien wurden die Standorte festgelegt, und wann kommen im Norden und Westen noch Bundesstützpunkte dazu?

Unser Ziel ist, vier Bundesstützpunkte aufzubauen. Wir haben uns auch im europäischen Ausland umgeschaut, wo es in vielen Nationen wie beispielsweise den Niederlanden nur einen zentralen Standort gibt, aber dafür ist Deutschland einfach zu groß. Deswegen streben wir eine möglichst optimale regionale Abdeckung an. Wichtig ist, dass die Wege für die Spielerinnen nicht allzu lang werden. Stuttgart ist ein toller Standort, weil es im Süden bislang noch keine vergleichbaren Strukturen im Nachwuchsbereich gibt. Leipzig bietet eine gute Infrastruktur. Im Westen wird wahrscheinlich Dortmund der Standort sein, dort soll mittelfristig das DHB-Campus-Konzept realisiert werden. Im Norden wird es ebenfalls eine große Stadt werden. Einen genauen Zeitplan, bis wann die vier Bundesstützpunkte betriebsbereit sein werden, haben wir noch nicht. Ich bin vor allem froh, dass es jetzt endlich in Leipzig und Stuttgart losgeht. Es ist ein Projekt, für das wir Geduld und Ausdauer benötigen, aber von dessen Erfolg ich überzeugt bin.

Der weibliche Bereich hat sich zuletzt schon sehr erfolgreich gezeigt. Die Frauen mit Silber bei der Heim-WM im vergangenen Jahr, die Nachwuchsjahrgänge 2006 und 2007mit dem Sieg bei EM und WM. Was kann und was muss sich durch das Bundesstützpunkt-System trotzdem noch verbessern?

Ganz klar: die individuelle Ausbildung! Wenn wir uns mit den im Frauen-Handball führenden Nationen vergleichen, dann sehen wir, dass es oftmals individuelle Klasse ist, mit deren Hilfe Spiele entschieden werden. Deshalb wollen wir unseren Spielerinnen in der Ausbildung alle Skills mitgeben, die es braucht, um auf höchstem Niveau mithalten zu können, und das geht am besten über eine starke Gruppe, an der man sich orientieren und von der man sich anspornen und inspirieren lassen kann. Nur weil wir gerade durchaus erfolgreich sind, dürfen wir nicht den Fehler machen und glauben, dass das so weitergeht. Gerade im Erfolg muss man sich weiterentwickeln und noch viel härter arbeiten, um das Niveau auch halten und bestenfalls ausbauen zu können. Wenn uns das gelingt, dann können wir dauerhaft auch mit Norwegen oder Dänemark mithalten.

Welche Bereiche der Förderung muss ein Bundesstützpunkt abdecken, was wird dort angeboten?

Unser Ziel ist es, ein Rundum-Sorglos-Paket zu schnüren. Dieses beinhaltet Handballtraining bei einem hauptamtlich beschäftigten Coach auf höchstem Niveau. Wir begleiten die Spielerinnen unter der Leitung unserer Verbandspsychologin Katja Schülke im mentalen Bereich. Es gibt umfassende medizinische und physiotherapeutische Betreuung, dazu umfangreiches Athletiktraining, das durch unseren Bundestrainer Athletik, Dr. Simon Overkamp, gesteuert wird. Außerdem sorgt die Kooperation mit Eliteschulen des Sports vor Ort dafür, dass die Spielerinnen den Spagat zwischen Schule und Spitzensport – mit bis zu acht Trainingseinheiten in der Woche und dank der Kooperation eben auch vormittags – bestmöglich bewältigen können, denn selbstverständlich ist uns die schulische Ausbildung ein wichtiges Anliegen.

An welche Altersklasse richten sich die Angebote, und was bedeutet dieser Schritt für die Talente, die ihren Lebensmittelpunkt an die Stützpunkte verlegen sollen?

Wir starten mit den Jahrgängen 2010 und 2011 und wollen mittelfristig an jedem Standort 18 bis 20 Spielerinnen betreuen. Diese ziehen an den Stützpunkten ins Internat, trainieren dort von montags bis donnerstags, gehen die ganze Woche über dort zur Schule, reisen dann aber am Freitagmittag nach Hause zurück und können dort für ihre Heimatvereine spielen. Das ist uns sehr wichtig, um die Vereine an der Stelle auch für ihre Ausbildung zu belohnen. Es kommt irgendwann der Zeitpunkt, an dem die Talente zu großen Clubs wechseln, aber sie sollen dies ganz bewusst nicht sofort tun müssen. Im Internat lernen sie aber bereits, ihr Leben selbst zu organisieren.

DM Blasrohr: Limitzahlen für die DM Blasrohrsport in Osterode veröffentlicht

Die DSB-Sportleitung hat die Limitzahlen für die Deutsche Meisterschaft im Bereich Blasrohrsport, die in der Zeit vom 30. Oktober bis 01. November 2026 in Osterode stattfinden wird, veröffentlicht.

DM Bogenlaufen Bürstadt: Zehn Prozent mehr Starter als im Vorjahr

Seit 2023 richten der Deutsche Schützenbund und der Deutsche Bogensportverband die Deutsche Meisterschaft im Bogenlaufen gemeinsam aus. Dieses Jahr (19./20. September) ist der DSB zum ersten Mal federführend für Organisation und Durchführung der Meisterschaft zuständig. Mit dem PBC Bürstadt konnte ein kompetenter Verein gefunden werden, der schon Erfahrung in der Durchführung von größeren Veranstaltungen vorweisen kann.

DM Sommerbiathlon Luftgewehr Sonnenberg: Volles Haus und Rekordkulisse im Harz

Vom 18. bis 20. September 2026 blickt die deutsche Sommerbiathlon-Szene in den Harz. In der „Richard-Schulze-Biathlon-Arena“ auf dem Sonnenberg nahe Sankt Andreasberg werden die diesjährigen Deutschen Meisterschaften im Sommerbiathlon mit dem Luftgewehr ausgetragen. Als bewährter Ausrichter fungiert der Skiclub Buntenbock, der für den DSB schon mehrfach erfolgreich Gastgeber dieser nationalen Titelkämpfe war und eine professionelle Ausrichtung garantiert.

Youth Olympic Games Dakar: Merle Edlich & Johann Conrad sind dabei

Für Merle Edlich (Hillerse) und Johann Conrad (Berlin) dürfte sich ein kleiner Traum erfüllen: Das junge Bogensport-Duo nimmt an den Youth Olympic Games in Dakar/Senegal (31. Oktober bis 13. November) teil und gehört damit zu einem bisher 50-köpfigen deutschen Team.

DSB-Pokal Finale Coburg & Creidlitz: Gelingt die Mission Titelverteidigung?

Vom 2. März bis zum 5. Juli wurde die Vorrunde des DSB-Pokals in Fernwettkämpfen ausgetragen. Nun stehen die 25 Teams fest, die beim großen Finale am 19. September in Coburg und Creidlitz um die Titel kämpfen. In den Disziplinen Luftgewehr, Luftpistole, Luftgewehr Auflage und Luftpistole Auflage qualifizierten sich jeweils die zwei bzw. drei bestplatzierten Teams der Gruppen für das Finale.

Para-WM Changwon: Silber-Coup und erstes Ticket für LA 2028

Erfolgreicher WM-Abschluss für die deutsche Nationalmannschaft der Para-Sportschützen: Zum Finale der Weltmeisterschaften im südkoreanischen Changwon (10.-15. September) gewann das Team des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) die erhoffte Silbermedaille und löste gleichzeitig das erste Ticket für die Paralympischen Spiele in Los Angeles 2028.

Armbrust-Weltcup Sezemice: Erfolgreiches 30m-Wochenende

Beim diesjährigen 30m Weltcup der Armbrustschützen in Sezemice/CZE (11.-13. September) konnte die deutsche Delegation viele wichtige Weltcuppunkte für das Finale Mitte Oktober (15. bis 18.) in München sammeln.

Junioren-Weltcup Porpetto: Starke Leistung von DSB-Skeetern

Keine Medaille, aber starke Leistungen, die u.a. mit zwei Finalteilnahmen belohnt wurden: So lautet das Fazit für die jungen Skeetschützen beim Junioren-Weltcup in Porpetto/ITA (13. bis 19. September). Magnus Erdmann (Suhl-Schmiedefeld) und Vladislav Poddubskiy (Sprendlingen) belegten die Plätze vier und sechs.

DM Universaltrap Schale: Erstmals über 200 Scheiben

Seit Einführung der FITASC-Disziplin Universaltrap haben sich die Teilnehmerzahlen stets nach oben entwickelt. Zu Beginn mit 33 Teilnehmern gestartet, waren die Zahlen bis auf 148 im letzten Jahr geklettert. Grund genug, die Scheibenzahl bei der Deutschen Meisterschaft in Schale (17. bis 20. September) wie bei den anderen beiden Disziplinen Compak und Parcours auf 200 Scheiben anzupassen.

Zukunftsthemen für den Sport: Das Herbstprogramm der Führungs-Akademie

Wie gewinnen Verbände und Vereine neue Engagierte? Was macht gute Führung heute aus? Und wie kann der organisierte Sport seine Interessen wirksam vertreten? Antworten auf diese Fragen liefert das Herbstprogramm 2026 der Führungs-Akademie des DOSB.

Team D-Athlet*innen für Dakar 2026 nominiert

Der DOSB hat am heutigen Dienstag (15. September) in seiner Nominierungssitzung 50 junge Athlet*innen offiziell für das Team Deutschland nominiert, um bei den Olympischen Jugendspielen Dakar 2026 an den Start zu gehen. Team Deutschland wird bei den Olympischen Jugendspielen vom 31. Oktober bis 13. November 2026 in 17 Sportarten vertreten sein. Die Athlet*innen sind zwischen 14 und 17 Jahre alt und gehören zu den vielversprechendsten Nachwuchssportler*innen Deutschlands. 

Die Olympischen Jugendsommerspiele Dakar 2026 markieren einen historischen Meilenstein für die Olympische Bewegung und das Internationale Olympische Committee (IOC). Erstmals wird eine olympische Veranstaltung auf dem afrikanischen Kontinent ausgetragen. Wettkampfstätten befinden sich in der senegalesischen Hauptstadt Dakar sowie in den Städten Diamniadio und Saly.