Hauberg 2, 70771 Leinfelden-Echterdingen

DM Sportschießen München: Valentina Boll gewinnt Kehat Schor Gedächtnispreis

Zum mittlerweile vierten Mal wurde bei der Deutschen Meisterschaft in München ein ganz besonderer Preis vergeben, zum vierten Mal ging dieser an eine junge Schützin: Valentina Boll (Sportschützen Westallgäu) war mit starken 577 Ringen die Beste im 3x20 Kleinkaliber-Dreistellungskampf der weiblichen und männlichen Jugend und wurde somit auch mit dem Kehat Schor Gedächtnispreis ausgezeichnet.

DM Sportschießen München: Sachsen gewinnt den 31. RWS Shooty Cup

Am 27. August 2026 ging der RWS Shooty Cup in die 31. Runde. Mit dem legendären Einmarsch der Landesverbände und deren Maskottchen fiel der Startschuss für das Highlight des Jahres. Am Ende jubelten vor allem die Schützinnen und Schützen aus Sachsen, denn sie gewannen vor der Oberpfalz und Brandenburg.

Deutsche SchützenZeitung: Medaillenflut bei Weltmeisterschaften

Es sind wieder „goldige“ Zeiten angebrochen im bundesdeutschen Schießsport: Eine wahre Flut an Medaillen haben die letzten Wochen mit sich gebracht. Allein bei der Weltmeisterschaft der Vorderladerschützen gewann das DSB-Team sage und schreibe 65 Medaillen. Seinem Namen alle Ehre machte dabei einmal mehr der Schwäbisch Haller Michael Sturm: 14 (!) Mal ist er in Österreich aufs Podest „gestürmt“.

DM Bogen 3D Neustrelitz: Über 350 Schützen in Mecklenburg-Vorpommern

Über 350 Bogenschützinnen und Bogenschützen werden sich am Wochenende (29./30. August) gen Norden aufmachen, um an der Deutschen Meisterschaft 3D in Neustrelitz teilzunehmen. Der gastgebende Ausrichter, die Strelitzer Feldbogensportgilde, wird dann Schützen mit dem Blank-, Compound, Lang-, Recurve- und dem traditionellen Bogen auf seinem Vereinsgelände begrüßen.

Breitensportlehrgang Wiesbaden: So kann man eine Woche beginnen

Es sieht so einfach aus, ist aber doch so anspruchsvoll: Das Liegendschießen mit dem Kleinkaliber-Gewehr war international immer eine Domäne der deutschen Schützen und soll auch bei diesem Breitensportlehrgang vom 21. bis 23. September (Achtung: Montag bis Mittwoch) geschult werden.

Bogen-DM Wiesbaden: Ein perfektes Paar

Als 2018 erstmals die Deutsche Meisterschaft im Bogensport in Wiesbaden und dort auch auf dem Bowling Green ausgetragen wurde, hätte wohl kaum jemand gedacht, dass im Jahr 2026 (11. bis 13. September) das Spektakel bereits zum siebten Mal auf dem Premium-Platz der hessischen Landeshauptstadt steigt.

DM Sportschießen München: Die Vielfalt macht´s

Die Deutsche Meisterschaft Sportschießen auf der Olympiaschießanlage in Garching-Hochbrück (21. bis 30. August) steht vor allem für seine Vielfalt: Zig verschiedene Disziplinen für Jung und Alt, für „Profis“ und Breitensportler. Nachdem das erste Wochenende stets voll im Zeichen der olympischen Disziplinen steht, kommen in der zweiten Woche die nicht-olympischen Disziplinen zum Zug. Diese sind jedoch mitnichten weniger interessant, liefern ebenfalls tollen Sport und interessante Geschichten.

Ökologische Nachhaltigkeit im Sport: Neue Impulse durch Digitalisierung und KI

Mit der fortschreitenden Digitalisierung und den rasanten Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) eröffnen sich auch für den Sport neue Möglichkeiten, ökologische Nachhaltigkeit wirksamer, datenbasierter und effizienter zu gestalten. Gleichzeitig stellen sich Fragen nach dem verantwortungsvollen Einsatz dieser Technologien, ihrem Ressourcenverbrauch sowie den organisatorischen und ethischen Rahmenbedingungen ihrer Nutzung.

Diesen Chancen und Herausforderungen widmete sich das 30. Symposium zur nachhaltigen Entwicklung des Sports, das am 11. und 12. Dezember 2025 in Bodenheim am Rhein auf Einladung von DOSB und DFB stattfand. Die von Thomas Wilken (KONTOR 21) moderierte und mitkonzipierte Veranstaltung brachte 20 Expert*innen aus Sportorganisationen, Wissenschaft, Ministerien und Praxis zusammen, um über die Rolle von Digitalisierung und KI für eine nachhaltige Entwicklung des Sports zu diskutieren. Im Mittelpunkt standen die Themenfelder naturverträgliche Aktivitätenlenkung im Outdoorsport, digitales Sportstättenmanagement sowie KI-gestützte Klimabilanzierung. Die Ergebnisse und Fachbeiträge des Symposiums wurden nun in der Dokumentation als Band 41 der DOSB-Schriftenreihe „Sport und Umwelt“ veröffentlicht.

Die Publikation zeigt anhand konkreter Praxisbeispiele, wie digitale Anwendungen bereits heute dazu beitragen können, Energie- und Ressourcenverbräuche in Sportstätten zu reduzieren, naturverträgliche Sportaktivitäten besser zu steuern oder Klimabilanzen von Sportorganisationen effizienter zu erstellen. Gleichzeitig macht sie deutlich, dass Digitalisierung und KI kein Selbstzweck sind. Ihr nachhaltiger Mehrwert hängt wesentlich von qualitativ hochwertigen Daten, geeigneten Standards, klaren Governance-Strukturen sowie einem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und Datenschutz ab.

DOSB und dsj begrüßen geplante Einführung der U10 Vorsorgeuntersuchung

Für Kinder im Alter zwischen 9 und 10 Jahren wird es künftig eine neue Vorsorgeuntersuchung geben. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) entschieden und gleichzeitig die Inhalte der neuen U10 Vorsorgeuntersuchung festgelegt. Der Fokus liegt u.a. auf den Themen Übergewicht und körperliche Aktivität und damit auf Bereichen, die unmittelbar den Sport miteinschließen.

Der DOSB und die Deutsche Sportjugend (dsj) begrüßen die geplante Einführung der neuen, verpflichtenden U10 deshalb ausdrücklich. Mit der zusätzlichen Vorsorgeuntersuchung soll die große Lücke zwischen der U9 (um den 5. Geburtstag) und der Jugenduntersuchung J1 (zwischen 13-14 Jahren) geschlossen werden. Aus Sicht des organisierten Sports ist dies ein wichtiger Schritt, um die Gesundheitsförderung und Prävention im Kindesalter frühzeitig und ganzheitlich in den Blick zu nehmen.

Das Alter von 9 bis 10 Jahren bietet zahlreiche Möglichkeiten, um Bewegung selbstverständlich in den Alltag zu integrieren und Kinder für regelmäßigen Sport im Verein zu begeistern. Entscheidend ist in diesem prägenden Alter vor allem, dass Kinder Freude an Bewegung entwickeln und unterschiedliche Möglichkeiten kennenlernen, aktiv zu sein – egal ob auf dem Schulweg, beim Spielen oder im Verein.

Sportdeutschland kann Sportgroßveranstaltungen

Der Sommer in Sportdeutschland war ereignisreich. Wer seinen Reiseplan clever legte, konnte innerhalb weniger Wochen Sportgroßveranstaltungen an zahlreichen Standorten erleben. Die Weltmeisterschaft der Rhythmischen Sportgymnastik in Frankfurt zeigte zuletzt außerdem, was ein Heimspiel auslösen kann: 350 Gymnastinnen aus 73 Ländern trafen in der Festhalle auf ein begeistertes Publikum – und Darja Varfolomeev sorgte mit drei Goldmedaillen für deutschen Erfolgsmomente . 

„Mini-Olympia“ in Hannover

Einer der Höhepunkte des Sommers waren die Finals Ende Juli in Hannover. Vier Tage lang wurde die niedersächsische Landeshauptstadt zur Hauptstadt Sportdeutschlands. Rund 480.000 Zuschauer*innen verfolgten die 143 deutschen Meisterschaftsentscheidungen der fast 4.000 Athlet*innen. Damit stellte das Event einen neuen Finals-Besucherrekord auf. Die Wettkämpfe fanden dabei an spektakulären Orten statt – vom Stabhochsprung am Opernplatz über BMX im Neuen Rathaus bis zu den Surfwettbewerben an der Leinewelle in der Altstadt.

Events in ganz Sportdeutschland

Auch in anderen deutschen Städten sorgten internationale Sportveranstaltungen für besondere Momente. München bot viele internationale Sporthighlights, wie die BMW Open, die 2026 ihre Premiere als ATP-500-Turnier feierten und insgesamt 70.000 Zuschauer*innen auf die Anlage des MTTC Iphitos lockten. Die bayerische Landeshauptstadt war zudem Gastgeber der Taekwondo-Europameisterschaften. Rund 400 Athlet*innen aus knapp 50 Nationen traten im BMW Park um die EM-Titel an. Im Olympiapark kamen beim Munich MASH rund 60.000 Besucher*innen zusammen, um internationale Contests in fünf Sportarten zu erleben, darunter Skateboard, BMX und Wakeboard.

Nordrhein-Westfalen setzte ebenfalls starke Akzente. In Köln traf sich beim EHF FINAL4 die europäische Handballelite, während Düsseldorf im August die Flag-Football-Weltmeisterschaft ausrichtete und damit auf die olympische Premiere der Sportart 2028 in Los Angeles einstimmte. Beim EHF FINAL4 kamen allein zum Halbfinale zwischen Magdeburg und den Füchsen Berlin 20.122 Zuschauer*innen – ein neuer Besucherrekord für das Turnier. Der Höhepunkt des NRW-Sportsommers waren jedoch die FEI World Championships in Aachen. Bei der Reit-WM traten 879 Athletinnen aus fast 70 Nationen in sechs Disziplinen an. Eine halbe Million Besucher*innen kamen in die Soers und sorgten für eine beeindruckende Kulisse. Besonders laut wurde es beim deutschen Team-Gold im Springreiten, dem ersten WM-Titel der Mannschaft seit 2010. 

Und auch Berlin bleibt ein fester Bestandteil des deutschen Sportkalenders. Das Internationale Stadionfest (ISTAF) Indoor brachte schon im Frühjahr internationale Leichtathletik in die Hauptstadt. Rund 12.000 Zuschauer*innen kamen zu den Hallen-Meisterschaften in die Uber Arena. Am 30. August steht die nächste Ausgabe des ISTAF an, welches fester Bestandteil der World Athletics Continental Tour ist. Im September folgen weitere internationale Highlights. Bei der Basketball-WM der Frauen vom 4. bis 13. September spielen 16 Nationalmannschaften in 36 Spielen in der Hauptstadt um den WM-Titel. Wenige Wochen später gehen beim Berlin-Marathon rund 60.000 Sportler*innen aus etwa 160 Ländern an den Start.

Auch Hamburg setzte im Sommer sportliche Akzente: Der Haspa Marathon feierte mit mehr als 40.000 Läufer*innen seine 40. Auflage, und beim World Triathlon und den ADAC Cyclassics wurde die Stadt erneut zur Sportarena. 

„Bock auf den Schmerz“: Pauline Jagsch will bei der WM glänzen

Als Pauline Jagsch am Montag dieser Woche mit dem Team des Deutschen Kanu-Verbands (DKV) die Reise nach Poznan antrat, tat sie dies in dem sicheren Gefühl, dass sich für sie ein Kreis schließt. 2018 hatte die heute 23 Jahre alte Kajak-Spezialistin in der westpolnischen 540.000-Einwohner-Stadt ihr erstes internationales Rennen bestritten. „Ich hatte mich über die Jugend-DM dafür qualifiziert und bis dahin Kanurennsport nur als Hobby betrieben. Leistungssport stand für mich lange gar nicht zur Debatte. Aber nach dem Rennen in Poznan habe ich eine Pro-und-Contra-Liste zum Thema Leistungssport geschrieben, die ich bis heute habe“, erinnert Pauline sich im Gespräch mit dem DOSB. Drei Jahre später gewann sie an selber Stelle bei der Juniorinnen-EM ihre erste internationale Medaille im Einer.

Kein Wunder also, dass die Vorfreude auf die Welttitelkämpfe auf dem Maltasee, die von diesem Mittwoch bis Sonntag ausgetragen werden, riesig ist bei der Team-D-Athletin, die vor gut zwei Monaten endgültig ins Blickfeld der Kanu-Welt gepaddelt war. Bei der EM in Montemor-o-Velho (Portugal) Mitte Juni ragte Pauline nicht nur wegen ihrer auffälligen Körperlänge von 1,85 Metern heraus. Sie gewann im Kajak-Einer über 500 Meter mit neuer europäischer Bestzeit von 1:47,164 Minuten Gold, ließ im Zweier über dieselbe Distanz an der Seite von Paulina Paszek (28/Hannoverscher Kanu-Club) den zweiten Titel folgen – und steht deshalb bei der WM unter besonderer Beobachtung. „Die EM war schon ein Ausrufezeichen, die Aufmerksamkeit danach war hoch“, sagt sie.

Den Druck, diese Leistungen auf globalem Niveau bestätigen zu müssen, will die Sportsoldatin vom SC Berlin-Grünau gar nicht erst an sich heranlassen. „Druck hat man immer, im Vergleich zu Olympischen Spielen fliegt man bei einer WM aber unter dem Radar. Ich habe gerade so viel Spaß am Sport und bin so gut drauf, da werde ich mich nicht mit zusätzlichen Ansprüchen belasten“, sagt sie und lacht dabei so ehrlich und erfrischend, dass Zweifel überhaupt keine Chance zum Mitschwingen haben. Und um es klar zu sagen: Ihre eigenen Ansprüche genügen ja auch schon. Sie startet im Einer, Zweier und Vierer über die 500-Meter-Distanz und liebäugelt auf allen drei Distanzen mit einer Medaille.

Nach den Paris-Spielen brauchte sie ein Jahr zur Verarbeitung

Mess- und sichtbarer Erfolg ist indes nicht die Bedingung dafür, dass Pauline Jagsch Freude an ihrem sportlichen Tun empfinden kann. „Wenn es mir gelingt, in jedem Rennen meine bestmögliche Leistung zu zeigen, dann habe ich für mich schon gewonnen, egal, wozu es dann reicht. Und Spaß habe ich, wenn ich das Gefühl von Freiheit habe. Vorn schnell rauskommen, über die Strecke fliegen und hinten heraus voll durchziehen – wenn das Rennen so läuft, kann ich es richtig genießen“, sagt sie. Dass dazu immer auch gehört, sich über körperliche Limits hinaus zu quälen, hat sie nicht nur akzeptiert, sie mag es sogar. „Ich habe total Bock auf den Schmerz. Der Ehrgeiz, meine Grenzen immer wieder auszutesten, ist da“, sagt sie.

Dass das nicht immer so war, gibt Pauline offen zu. 2024 konnte sie bei ihren ersten Olympischen Spielen in Paris Silber mit dem Vierer gewinnen. „Das war ein extremes Erlebnis. Ich war 21 Jahre alt und total geflasht davon, Olympia als Athletin mitmachen zu dürfen. Die Medaille hat alles getoppt, ich war komplett reizüberflutet“, erinnert sie sich. Es brauchte die gesamte Saison 2025, um die vielen Eindrücke zu verarbeiten und die Gedanken neu zu ordnen. „Ich hatte im vergangenen Jahr zwar noch Lust auf Sport, aber nicht darauf, richtig schnell zu fahren. Diese Leichtigkeit ist in dieser Saison wieder zurück und beflügelt mich“, sagt sie.

Dabei achtet die gebürtige Berlinerin sehr genau darauf, sich weder physisch noch mental zu überlasten. „Ich weiß, was mein Körper aushalten kann, und ich denke, dass bei mir noch mehr drin ist. Aber Lockerheit ist mir sehr wichtig. Ich bin von außen und von innen stärker geworden durch die Erfahrungen der vergangenen Jahre und habe verstanden, dass die Welt sich weiterdreht, auch wenn man mal nicht gewinnt. Die Menschen, die einen lieben, machen ihre Liebe nicht von Ergebnissen abhängig“, sagt sie. Aus Fehlern zu lernen sei eine wichtige Erfahrung, die sie gemacht habe. „2024 hatte ich einen Bandscheibenvorfall, weil ich nicht auf die Signale meines Körpers gehört und weitertrainiert habe, obwohl die Schmerzen schon da waren. Danach haben wir das Training umgestellt und ich bin stärker zurückgekommen.“

DM Schießsport München: DSB-Stars holen die Titel

Bekannte Namen standen bei der Deutschen Meisterschaft Sportschießen in Garching-Hochbrück am Montag, 24. August, auf dem Siegertreppchen in der Finalhalle: Oliver Geis verteidigte den Titel mit der Schnellfeuerpistole, die Duos Anna Janßen & Maximilian Ulbrich (Luftgewehr) sowie Celina Becker & Michael Schwald (Luftpistole).

Mit Lockerheit und Kampfgeist: Die WM-Hoffnungen des deutschen Ruderteams

Als sich das Gespräch in Richtung ihrer Erwartungen für die anstehende Ruder-Weltmeisterschaft wendet, sagt Frauke Hundeling einen Satz, der zunächst wie eine Binsenweisheit klingt, aber mehr über den Weg zu leistungssportlichem Erfolg aussagt, als es so manches Fachbuch vermag. „Das Leben geht weiter, egal, was in Amsterdam passiert“, sagt die 31-Jährige. Frauke Hundeling wird an diesem Dienstag, wenn zwischen 16.05 und 16.20 Uhr in Amsterdam die Vorläufe auf dem Programm stehen, im deutschen Doppelvierer sitzen. Dem Boot, das 2024 in Paris Bronze und damit neben Einer-Olympiasieger und WM-Topfavorit Oliver Zeidler (30/Frankfurter RG Germania) die einzige Medaille für den Deutschen Ruderverband (DRV) holte. Dem Boot, das bei einer WM stets mit dem Anspruch auf Edelmetall in den Wettbewerb geht.

Natürlich teilt Frauke Hundeling diesen Anspruch. Aber sie hat in den vergangenen Jahren so viel erlebt in ihrer Karriere, dass sie sich von Leistungsdruck nicht mehr vereinnahmen lässt und stattdessen auf eine Leichtigkeit setzt, die Erfolg nicht als einzig maßgeblichen Faktor definiert. „Ich habe so viele schöne Dinge in meinem Leben. Alles, was ich im Sport erlebe, empfinde ich als Privileg. Wir wollen eine Medaille, der Anspruch ist nicht, nur dabei zu sein, dafür arbeiten wir zu hart. Aber ich werde es genießen, wie auch immer es ausgeht“, sagt die Athletin vom Deutschen Ruder-Club Hannover, die vor neun Jahren ihr erstes und bislang einziges EM-Gold im Doppelvierer holte und im vergangenen Jahr mit Bronze von der WM in Shanghai (China) zurückkehrte.

In Paris 2024 war Frauke als Ersatzfrau nominiert

Vor zwei Jahren, als es in Paris zu Olympiabronze reichte, war Frauke Hundeling zwar dabei, aber nicht mittendrin. Als Ersatzfrau war sie nominiert, aber weil aus der Stammbesetzung niemand ausfiel, kam sie nur im Rennen der Ersatzleute zum Einsatz. „Ich wusste, dass das emotional hart werden würde für mich. Aber ich habe trotzdem vor Freude geheult, als die Mädels die Medaille geholt haben. Meine Rolle war die der Hauptunterstützerin, darin wollte ich mein Bestes geben. Ich wollte mir die Spiele nicht kaputtmachen lassen und 100 Prozent fürs Team da sein. Und ich bin dankbar, dass ich diese Erfahrung machen durfte, denn ich hatte in Paris die Zeit meines Lebens“, sagt sie rückblickend. In einer Doku für die „Sportschau“ ist mehrfach zu sehen, wie sie ihre Rolle ausfüllte. „Ich habe mich niemals außen vor gefühlt, und ich glaube, dass dieser Teamgeist einer der Schlüssel für den Erfolg war.“

Zwei Jahre später scheint Teamgeist das Fundament zu sein, auf dem der DRV im Frauenbereich neue Erfolge aufbauen möchte. Bereits 2021 wurden die Bereiche Riemen und Skull am Bundesstützpunkt Berlin zusammengezogen. Anders als bei den Männern, wo Riemen (in Dortmund) und Skull (in Hamburg/Ratzeburg) getrennt arbeiten, hat die Zentralisierung bewirkt, dass sich die Frauen intensiver als ein Team verstehen, in dem es eine große Durchlässigkeit gibt. Sichtbares Zeichen davon ist der Zusammenschluss zu „Die Ruderinnen“, unter dem sich das gesamte Frauen-Nationalteam vermarktet. Frauke Hundeling ist ein Paradebeispiel für die neue Offenheit, denn sie tritt zusätzlich zum Skullboot Doppelvierer auch im Riemenboot Mixedachter an, dessen Finalrennen am Sonntag um 15.08 Uhr den WM-Abschluss bildet.

Für die Polizeibeamtin, die pro Jahr rund zwei Monate in Hannover im Streifendienst im Einsatz ist, ist das zwar eine Herausforderung, aber keine Hürde. „Ich habe schon in der U19 ein Jahr geriemt und war von 2019 bis 2021 fest im Achter. In anderen Ländern ist es viel gewöhnlicher, dass man zwischen Skull und Riemen wechselt. In Deutschland ist das noch die Ausnahme, aber wir brechen das im Frauenbereich gerade ziemlich auf. Bei der WM wird es einige Doppelstarterinnen geben“, sagt sie. Der größte sichtbare Unterschied ist, dass man im Skullbereich in jeder Hand ein Ruder führt. „Wenn man ein gutes Bootsgefühl hat und seine Power gut dosieren kann, ist die Umstellung auch innerhalb einer WM kein Problem“, sagt Frauke. Ihr Fokus liege allerdings ganz klar auf dem Doppelvierer. „Darauf verwende ich mindestens 95 Prozent meiner Trainingszeit. Der Mixedachter ist eine schöne Abwechslung, aber noch ist er nicht olympisch und deshalb eher ein Bonusrennen“, sagt sie.

DM Schießsport München: Ulbrich & Straub dominieren

Der eine feierte einen lupenreinen Hattrick, die andere bestätigte ihren Überraschungserfolg aus dem Vorjahr: Maximilian Ulbrich gewann bei der Deutschen Meisterschaft Sportschießen in Garching-Hochbrück zum dritten Mal in Serie den Luftgewehr-Wettbewerb, „Schießsport-Rentnerin“ Isabella Straub triumphierte erneut im Kleinkaliber-Dreistellungskampf.

Schüler-DM Bogen Suhl: 200 Kinder feiern gelungene Premiere

Über 200 Kinder im Alter von elf bis 14 Jahren feierten in Suhl eine Premiere: Die erste Deutsche Meisterschaft für Schüler im Bogensport fand am Samstag, 22. August, auf der Anlage des Bundesstützpunktes Suhl statt und wurde ein Erfolg: „Ich habe gute Ergebnisse gesehen, die Kinder hatten Spaß – das ist das Wichtigste“, so das Fazit von Recurve-Nachwuchsbundestrainer Freddy Siebert.

WM Vorderlader Eisenstadt: DSB-Team mit überragender Bilanz

65! In Worten fünfundsechzig! So gigantisch fiel die Medaillenausbeute (34x Gold, 19x Silber, 12x Bronze) des deutschen Teams bei der Vorderlader-Weltmeisterschaft 2026 in Eisenstadt/AUT und zeigt, dass die Dominanz ungebrochen ist.

DM Sportschießen München: Packende Duelle begeistern

Großkampftag bei der Deutschen Meisterschaften Sportschießen in München: Allein in den olympischen Disziplinen fanden neun Finals bei Frauen, Männern und Juniorinnen & Junioren statt. Dabei gab es erneut bekannte Namen, die sich in die Siegerlisten eintragen konnten, wie Robin Walter (Luftpistole), Sven Korte (Skeet) oder Michelle Skeries (Sportpistole).

DM Sportschießen München: Die "Spiele" sind eröffnet

An Tag eins der Deutschen Meisterschaften Sportschießen auf der Olympia-Schießanlage in Garching-Hochbrück erlebten die zahlreichen Zuschauer stürmisch-regnerisches Wetter und packende Wettkämpfe in der Finalhalle. Dabei konnten sich die frisch zur WM-Nominierung vorgeschlagenen Josefin Eder (Luftpistole), Max Ohlenburger (KK-Gewehr 3x20) und Hanna Bühlmeyer (Luftgewehr) die Titel sichern.

Stiller Star des Jahres 2025: Hans Scholz auf großer Bühne ausgezeichnet

Ehre und Bühne, dem Ehre und eine große Bühne gebührt: Hans Scholz wurde im Rahmen des ersten Wettkampftages der Deutschen Meisterschaft in Garching-Hochbrück in der Finalhalle als „Stiller Star des Jahres 2025“ geehrt.

DM Armbrust: Limitzahlen für die DM Armbrust national in München veröffentlicht

Die DSB-Sportleitung hat die Limitzahlen für die Deutsche Meisterschaft im Bereich Armbrust national, die in der Zeit vom 24. bis 26. September 2026 im Armbrustschützenzelt im Zuge des Oktoberfestes auf der Theresienwiese bei München stattfinden wird, veröffentlicht.

DM Armbrust: Korrektur - Limitzahlen für die DM Armbrust national in München veröffentlicht

Die DSB-Sportleitung hat die Limitzahlen für die Deutsche Meisterschaft im Bereich Armbrust national, die in der Zeit vom 24. bis 26. September 2026 im Armbrustschützenzelt im Zuge des Oktoberfestes auf der Theresienwiese bei München stattfinden wird, veröffentlicht.

WM Vorderlader Eisenstadt: Deutsches Team unaufhaltsam

Das eifrige Titel- und Medaillensammeln der deutschen Vorderladerschützen bei der Weltmeisterschaft in Eisenstadt/AUT hat sich auch nach dem erfolgreichen Auftakt fortgesetzt. Nach drei Wettkampftagen sind bereits weit über 30 Medaillen gewonnen worden, die deutsche Nationalhymne wird zur Dauerschleife.

„Wir wollen uns endlich für die harte Arbeit belohnen!“

Mit der Partie gegen Slowenien starten die deutschen Volleyballerinnen an diesem Samstag (15 Uhr MEZ) in Istanbul in die Vorrunde der Europameisterschaft. Für Stammzuspielerin Sarah Straube ist es das erste Kontinentalturnier. „Natürlich ist  etwas Nervosität dabei, aber ich freue mich riesig auf die Herausforderung“, sagt die 24-Jährige, die nach der vergangenen Saison vom italienischen Erstligisten Omag-MT San Giovanni Marignano zu ihrem Herzensverein Dresdner SC zurückkehrte. Weitere Vorrundengegner sind Lettland (23. August, 16 Uhr), Ungarn (25. August, 16 Uhr), Gastgeber Türkei (26. August, 19 Uhr) und Polen (27. August, 16 Uhr). Die besten vier Teams der vier Gruppen erreichen das Achtelfinale, was auch für die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbands (DVV) das Minimalziel darstellt. Im DOSB-Interview spricht Sarah Straube darüber, wie sich die Mannschaft entwickelt hat und wie sie ihre Ziele erreichen kann.

DOSB: Sarah, ihr habt euch zehn Tage lang in Istanbul bei Eczacibasi, dem Verein eures Bundestrainers Giulio Bregoli, vorbereitet und konntet schon einmal die Atmosphäre aufsaugen. Welchen Stellenwert hat für dich eine EM in der volleyball-verrückten Türkei?

Sarah Straube: Das ist für uns alle ein herausragendes Highlight. Für mich ist es die erste EM, das ist immer etwas Besonderes. Aber das in der Türkei zu erleben, wo die Menschen volleyball-verrückt sind, ist einfach toll. Ich hoffe sehr, dass die Halle nicht nur im Spiel gegen die Türkinnen, sondern bei allen Partien voll sein wird. Im Gegensatz zur WM, wo es immer Teams gibt, die nicht auf europäischem Niveau spielen, ist eine EM sportlich sehr hochwertig, die Qualität ist in der Breite enorm. Deshalb freue ich mich sehr auf die Herausforderung.

Mit welchen Erwartungen startet ihr in diese EM? In der Vorrundengruppe sind Polen und die Türkei sicherlich favorisiert, aber was ist für euch möglich?

Im Vergleich zu den anderen Gruppen, in denen es nur ein Topteam gibt, haben wir mit den beiden Krachern Polen und Türkei eine echte Hammergruppe erwischt. Aber wir werden im Umkehrschluss nicht den Fehler machen und die anderen drei Gegner unterschätzen, nur weil sie nicht in der Nations League vertreten waren. Bei einer EM schlägt man niemanden einfach im Vorbeigehen. Aber ich mag es, wenn es keine vermeintlich leichten Gegnerinnen gibt, weil dann die Konzentration hoch ist und man immer auf hohem Level gefordert ist. Wir haben bewusst kein Ziel formuliert, sondern wollen, auch wenn es langweilig klingt, von Spiel zu Spiel schauen. Wir können gegen alle gewinnen, aber auch gegen alle verlieren. Umso gespannter bin ich, wie wir performen werden.

Ihr habt über den Sommer die kraftraubende Nations League gespielt. Wie schafft man es, über einen so langen Zeitraum die Form zu halten, und warum ist dieser Wettbewerb so wichtig?

Wie wir das schaffen, frage ich mich auch manchmal. Letztlich verdanken wir es unserem Trainer- und Funktionsteam, die ein Programm ausgearbeitet haben, das es ermöglicht, trotz der extremen Belastung ausreichend zu regenerieren. Und wir haben einen entsprechend breiten Kader, was eine unserer Stärken ist. Das Programm kann man natürlich nicht mit sieben Spielerinnen durchziehen. Die Nations League ist so wichtig, weil sie Spiele gegen die Besten der Welt ermöglicht, und eine bessere Vorbereitung auf die EM hätte es gar nicht geben können. Wir spielen bei der EM fünf Vorrundenspiele innerhalb von sechs Tagen. Diese Belastung haben wir in der Nations League geprobt.

Die Nations League bestand aus drei jeweils eine Woche langen Abschnitten, dazwischen immer eine Woche Pause, die ihr aber zumeist gemeinsam im Trainingszentrum in Kienbaum verbracht habt. Beschreibe doch bitte mal den Alltag einer deutschen Volleyball-Nationalspielerin im Sommer. Wie viele Nächte hast du zu Hause verbracht?

Die kann ich an zehn Fingern abzählen. Im besten Fall bekommt man nach der Vereinssaison zwei Wochen Urlaub, das hängt aber an der Terminierung der Nations League und dem Abschneiden des Vereins. Mit dem Start der Vorbereitung auf die Nations League bin ich über zwei Monate fast nur unterwegs. Wenn die Nations League beendet ist, beginnt die Vorbereitung auf den Saisonhöhepunkt, den in diesem Jahr die EM darstellt. Und nach der EM bleiben in der Regel auch nur wenige Tage, bis die Saisonvorbereitung im Verein wieder startet.

Das klingt hart. Dafür siehst du als Nationalspielerin immerhin viel von der Welt…

…aber meist eben doch nur Flughafen, Hotel und Sporthalle. Zeit für kulturelle Unternehmungen bleibt in der Regel kaum. Man muss den Sport schon sehr lieben, um dieses Programm durchzuziehen. Aber genau das tun wir alle, es ist eine große Ehre und auch ein Vergnügen, zu diesem Kreis zu gehören und große Wettbewerbe spielen zu dürfen. Alles hat sein Für und Wider, aber trotz aller Belastungen möchte ich die Nationalmannschaft keinesfalls missen.

2024 habt ihr die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Paris knapp verpasst, bei der WM im vergangenen Jahr seid ihr im Achtelfinale am späteren Weltmeister Italien gescheitert. Welche Entwicklung hat die Mannschaft aus deiner Sicht über die vergangenen zwei Jahre seit der verpassten Paris-Quali genommen?

Wir sind als Team extrem gut zusammengewachsen. Es hilft uns sehr, dass wir nun schon im zweiten Jahr mit unserem Bundestrainer zusammenarbeiten. Es braucht immer Zeit, um ein eigenes Spielsystem zu entwickeln, und diese Zeit haben wir bekommen. Ich glaube, dass wir besonders in diesem Jahr wichtige Schritte gegangen sind. In der Nations League konnten wir das noch nicht ausreichend zeigen, da haben wir mit Platz zwölf unser Soll erfüllt, aber nichts Herausragendes geschafft. Aber wir drehen an vielen Stellschrauben, und ich hoffe, dass sich das nun bei der EM auszahlen wird.

Welche Entwicklungsschritte hast du als Zuspielerin in den vergangenen Jahren genommen? Was lernt man auf dieser Position mit zunehmender Erfahrung?

Insbesondere in der Ballkontrolle und Passsicherheit kommen die Fortschritte mit zunehmender Erfahrung, wenn man viele Situationen schon mehrfach erlebt hat. Mir hat es zum Beispiel sehr geholfen, im Sommer 2025 das komplette Nationalmannschaftsprogramm mitgemacht zu haben. Zuspiel hat viel mit Erfahrung zu tun, denn es geht nicht nur um die Qualität des Zuspiels, sondern auch um das Gefühl für die Angreiferinnen und für den Spielstand.

Wie kam es, dass du diese Position gewählt oder zugewiesen bekommen hast, und was reizt dich daran besonders?

Ich wurde ein wenig ins Zuspiel gedrängt, das soll aber überhaupt nicht negativ klingen, denn ich bin sehr dankbar dafür. In der Jugend war ich Angreiferin, aber der damalige Landestrainer in Sachsen hat mir den Rat gegeben, es als Zuspielerin zu versuchen, weil er der Meinung war, dass ich es auf der Position nicht nur in die Bundesliga, sondern sogar ins Nationalteam schaffen könnte. Da ich schon damals immer nach dem Maximum gestrebt habe, habe ich seiner Einschätzung blind vertraut – und kann heute sagen, dass es die absolut richtige Entscheidung war. Der Reiz an dieser Position ist für mich, dass ich viele Entscheidungen treffen kann und in sehr viele Spielzüge eingebunden bin. Als Zuspielerin hat man einen hohen Impact auf das Spiel. Krass finde ich, wie unterschiedlich die Spielstile sein können. Das ideale Zuspiel gibt es nicht.

Mit ganz viel Pioniergeist den Weg aus der Nische finden

Es gibt viele Wege, die Menschen zu der Sportart führen, die am besten zu ihnen passt. Doch der, den Minh Dam Hai gewählt hat, ist schon ein besonders verschlungener. Seit seiner Kindheit hatte der 32-Jährige Fußball gespielt, doch weil zunehmende Respektlosigkeiten und ein Mangel an Fair Play seine Leidenschaft für der Deutschen liebsten Sport abkühlen ließen, entschloss er sich im Jahr 2019, auf die Suche nach einem Ersatz zu gehen. „Mit ein paar Freunden habe ich dann auf Wikipedia die Liste der anerkannten Sportarten durchgeschaut und nach einer besonders exotischen gesucht, die zu mir passt und mit der ich möglichst schnell erfolgreich werden könnte. So bin ich beim Kin-Ball hängen geblieben“, erzählt er. Dass er sieben Jahre später nicht nur Nationalspieler, Trainer und Vereinsvorstand sein, sondern auch eine Europameisterschaft ausrichten würde, hätte er sich damals trotz allen Ehrgeizes kaum ausmalen können.

In der kommenden Woche ist es aber so weit. In der Erfurter Riethsporthalle kommen vom 26. bis 29. August die besten Teams des Kontinents zusammen, um ihre Meister zu ermitteln. Bei den Männern sind sieben Nationen am Start, fünf sind es bei den Frauen. Parallel dazu werden die International Open ausgetragen; ein europäischer Vereinswettbewerb, aufgeteilt in eine Amateur- und eine Profikategorie, bei dem insgesamt 26 Teams an den Start gehen, fünf davon aus Deutschland. Mehr als 300 Aktive kommen dadurch zusammen. Ein organisatorischer Aufwand, der für den als Ausrichter fungierenden lokalen Verein Erfurter Lachse mit seinen 60 Mitgliedern, dem Minh Dam Hai seit der Gründung im Frühjahr 2021 vorsteht, eine große Herausforderung darstellt. „Wir planen seit November 2025. Das Kern-Organisationsteam umfasst vier Leute, aber wir haben zum Glück viele Freiwillige, die uns helfen“, sagt der Vorstandsvorsitzende, der im Hauptberuf als Vertriebler im Außendienst für einen Wärmepumpenhersteller arbeitet.

Kin-Ball wurde in den 1980er-Jahren in Kanada erfunden

Wer sich nun fragt, was Kin-Ball überhaupt ist, steht mit dieser Frage keineswegs allein da. Der Mitte der 1980er-Jahre in Kanada von Studenten erfundene Wettkampf, der weltweit von rund drei Millionen Menschen betrieben wird, ist in Deutschland das, was man als Paradebeispiel für einen Nischensport bezeichnen kann. Der 2019 gegründete Deutsche Kin-Ball Verband zählt aktuell knapp 400 Mitglieder, die sich auf 16 Vereine aufteilen. Es gibt zwar einen Bundesliga-Spielbetrieb, aber noch keine Landesverbände. Auf dem Deutschen Turnfest 2004 wurde Kin-Ball erstmals in Deutschland vorgestellt, vier Jahre später war Saarlouis erster – und bis zu dieser Woche einziger – deutscher EM-Ausrichter.

Was den Sport einzigartig macht: Es treten drei Mannschaften gleichzeitig auf einem rund 20-mal 20 Meter großen Spielfeld gegeneinander an. Vier Spieler*innen pro Team – auf Vereinsebene sind gemischte Mannschaften erlaubt, bei der EM wird nach Geschlechtern getrennt gespielt – müssen verhindern, dass der Ball den Boden berührt, wenn sie in der Verteidigung sind. Der Ball ist kein gewöhnlicher Ball, sondern hat einen Durchmesser von 1,22 Metern, weist aber dank einer von einer Nylonhülle überzogenen Latexblase gute Flugeigenschaften auf und wiegt nicht einmal ein Kilogramm. 

Schüler-DM Bogen Suhl: Premiere im DSB

Am Samstag, 22. August, findet eine Premiere im Deutschen Schützenbund statt: Dann steigt in Suhl die erste Deutsche Meisterschaft für Schüler (A und B) im Bogensport. Und die Resonanz ist groß: 209 Kinder im Alter von elf bis 14 Jahren gehen an den Start.