Hauberg 2, 70771 Leinfelden-Echterdingen

EM-/WM-Qualifikation München/Breslau/Dortmund: Volles Programm für DSB-Athleten

Die ersten internationalen Höhepunkte rücken näher, dies ist an der Vielzahl der internen Qualifikationen ablesbar: So finden in Breslau/POL (19.-22. März), Dortmund (20.-29. März) und München (21./22. März) die Qualifikationen für die Junioren-Weltmeisterschaft in Suhl (16.-26. Juni) bzw. die Europameisterschaft in Osijek/CRO (6.-18. Mai) in den verschiedensten Disziplinen und Altersgruppen statt.

Erasmus+ Sport Veranstaltungen 2026

30. März 2026, 13.30 bis 14.30 CET, online: YouSports Activities - Quality in Youth Projects 

Die Online-Veranstaltung bietet interessierten Trägern einen Einblick in die beiden Förderformate „Internationale Jugendbegegnungen“ und „Jugendpartizipationsprojekte“ aus dem Förderprogramm Erasmus+ Jugend und der „Lernmobilität für Fachkräfte im Breitensport“ aus Erasmus+ Sport. Die Veranstaltung wird auf Englisch und via Microsoft Teams stattfinden. Sie stellt Praxisbeispiele vor und bietet Raum für Fragen zu den Förderformaten. 

Die Online-Veranstaltung ist als Auftakt zu einer Schulungsreihe gedacht, die interessierte Träger an diese EU-Förderformate heranführt. Im Juni wird dann in Frankreich ein Trainingskurs stattfinden, um interessierten Organisationen aufzuzeigen, wie qualitativ hochwertige EU-Projekte an der Schnittstelle Sport und Jugendarbeit gestaltet werden können. Für November ist eine abschließende Vernetzungsveranstaltung in Malta geplant, bei der Träger potenzielle Partner für die Antragstellung zur Februarfrist 2027 finden können und erste Ideen für ihre Projekte gemeinsam entwickeln können. Im Idealfall nehmen die Organisationen an allen drei Veranstaltungen teil. 

Hier ist der Anmeldelink für die Online-Veranstaltung am 30. März 2026: https://dzs.attendu.com/event/6c9888d514026839142ebe3f/?p=69a7edb04ba396115b4f455e&lang=en 

20. - 23. Mai 2026 in Berlin: YouSport Mini Study Visit 2026 Germany 

Bei dem Mini Study Visit, den JUGEND für Europa organisiert, geht es um die Schnittstellen zwischen Sport und Jugendarbeit und die Förderung der sozialen Teilhabe und Inklusion durch Sport. Neben Vor-Ort-Besuchen bei Berliner Praxisbeispielen werden verschiedene Förderformate von Erasmus+ Sport und Erasmus+ Jugend vorgestellt und Kooperationen für zukünftige Projekte angestoßen. Die Veranstaltung wird in englischer Sprache angeboten und richtet sich an Träger aus der Jugendarbeit und dem Breitensport aus den Ländern Irland, Finnland, Malta, Italien und Deutschland. Pro Land stehen 4 Plätze für Fachkräfte zur Verfügung. Ein Programmentwurf ist dem Call beigefügt. Hier ist der Call: http://trainings.salto-youth.net/14519Bewerbungen sind möglich bis 25. März 2026. 

20. - 23. Mai 2026 in Berlin: Strengthening Volunteering in Sport through Erasmus+ 

Bei dem Training Course geht es um die Stärkung des Ehrenamts im Sport und den Erfahrungsaustausch zur Gewinnung, Qualifizierung und langfristigen Bindung von Ehrenamtlichen im Verein. Diese Veranstaltung findet am selben Ort wie der YouSport Mini Study Visit statt, um die Vernetzung zwischen den Teilnehmer*innen zu ermöglichen. Sie wird aus Mitteln des Erasmus+ Sport-Programms finanziert und von JUGEND für Europa in Kooperation mit sieben anderen Sport-NAs organisiert. Arbeitssprache ist Englisch und angesprochen sind Träger aus dem Breitensport. Pro Land steht 1 Platz zur Verfügung. Hier ist der Call: http://trainings.salto-youth.net/14508. Bewerbungen sind möglich bis 5. April 2026

Gemeinsam für den größten Moment: Olympia-Aktionsspieltag in NRW

Pünktlich zum Versand der Briefwahlunterlagen für die Ratsbürgerentscheide am 19. April zeigten die Profifußballvereine aus NRW eindrucksvoll Flagge: Ob beim Bundesliga-Spitzenspiel zwischen Bayer 04 Leverkusen und dem FC Bayern München oder bei den Heimspielen der Teams aus der dritten Liga. 

Die Aktionen in den Stadien und Arenen Nordrhein-Westfalens standen ganz unter dem Motto „Gemeinsam für den größten Moment“. Gebrandete Eckfahnen, Banner auf dem Spielfeld, Einlaufaktionen sowie Trikot-Badges und eine umfassende digitale Kommunikation machten die Olympiabewerbung sicht- und erlebbar. 

Der BVB empfing eine Vielzahl olympischer und paralympischer Athlet*innen im Dortmunder Westfalenstadion, darunter Timo Boll, Frank Busemann, Christina Honsel sowie den Para-Schwimmer Maurice Wetekam. Im Mittelpunkt standen außerdem die Medaillengewinner*innen der Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina: die Bobfahrerinnen Laura Nolte und Deborah Levi sowie Skeletoni Axel Jungk. Gemeinsam mit den BVB-Profis versammelten sich alle Gäste vor Spielbeginn zu einem großen Mannschaftsfoto. Zudem begleiteten Kinder die BVB-Profis beim Einlaufen auf das Spielfeld und trugen dabei sowohl Ausrüstungen verschiedener olympischer Sportarten als auch spezielle Einlaufshirts mit der Botschaft des Tages: Gemeinsam für den größten Moment. 

Bereits am 7. März rückte das Bundesligaspiel zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Dortmund in den Mittelpunkt der Bewerbung. Während der Halbzeit gab es ein Interview mit den Olympioniken Marina Hegering und Jonas Reckermann. Am Aktionswochenende engagierten sich zusätzlich die Effzeh Frauen. Zu diesem Anlass kamen Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester und die Degen-Olympiasiegerin Britta Heidemann zu Besuch. 

„Der DOSB ist der Mittler, der das Team D zum Austausch zusammenbringt“

Sie waren einander noch nie begegnet, und trotzdem hatten Lisa Nolte und Patrick Beckert sofort einen Draht zueinander. Die Kapitänin der Hockey-Nationalmannschaft und der fünfmalige Olympiateilnehmer im Eisschnelllauf waren vom DOSB gebeten worden, ihre Erfahrungen mit dem Dachverband des deutschen Sports zu schildern. Und schnell waren sich die 25 Jahre alte Krefelderin, die seit acht Jahren für den Düsseldorfer HC in der Bundesliga spielt, und der 35 Jahre alte Erfurter einig: Während Olympischer Spiele ist der DOSB sehr präsent, zwischen den Spielen aber wünschen sich beide noch mehr Kontakt. Wie das gehen könnte, erörtern die beiden im Interview.

DOSB: Wenn ihr die Abkürzung DOSB hört oder das Logo seht, was ist eure erste Assoziation damit?

Patrick Beckert: Ich verbinde mit dem DOSB die Nationalmannschaft und die Olympischen Spiele. Im Alltag ist der Fachverband präsenter, da gibt es mit dem DOSB nicht so viele Berührungspunkte. Aber all die Erfahrungen, die ich bei fünf Olympischen Spielen sammeln durfte, die Nominierungen dafür, und auch das Thema Förderung sind für mich eng mit dem DOSB verbunden.

Lisa Nolte: Ich durfte ja erst einmal an Olympischen Spielen teilnehmen, aber auch für mich ist Olympia die erste Verbindung, die mir im Zusammenhang mit dem DOSB in den Kopf kommt. Die Spiele sind das größte Ziel, auf das wir hinarbeiten, und dabei hat der DOSB die größte Rolle.

Könnt ihr euch daran erinnern, wann ihr euch zum ersten Mal über die Rolle des DOSB bewusst geworden seid?

Lisa: Bei mir war das vor den Spielen 2024 in Paris der Fall. Vorher hatten wir keine Berührungspunkte. Aber als ich rund um die Nominierung für die Sommerspiele verstanden habe, welche Möglichkeiten der DOSB bietet und welche Themenvielfalt er abdeckt, hat das meinen Bezug zum Dachverband deutlich vergrößert.

Patrick: Auch bei mir war es so, dass ich vor meinen ersten Spielen 2010 in Vancouver nicht wusste, was der DOSB tut und wofür er steht. Eine Vorbereitung darauf seitens des Fachverbands gab es nicht, die Unterscheidung der Aufgabengebiete zwischen der DESG und dem DOSB ist mir erst durch meine erste Olympiateilnahme deutlicher klar geworden. Ganz wichtig ist dabei der persönliche Kontakt vor Ort gewesen. Wenn man seine Ansprechpersonen kennt und weiß, an wen man sich wenden kann, versteht man viel eher, wo die Zuständigkeiten liegen und was die Aufgaben des DOSB sind.

Welche Bedeutung hat für euch als Spitzenathlet*innen generell die Arbeit von Verbänden, was bekommt ihr davon überhaupt im Alltag mit?

Patrick: Bei uns entscheidet der Fachverband über die Förderung, die Auswirkungen seiner Arbeit sind deshalb sehr bedeutend, die Vorgaben der DESG sind essenziell für den Verlauf einer Karriere. Was ein Sportdirektor oder eine Sportdirektorin entscheidet, hat sehr großen Einfluss auf das, was der oder die Einzelne erreichen kann. Das geht bis zu Vorgaben dazu, wo oder bei wem man trainieren muss. Der Fachverband hat sehr viel Macht, manchmal vielleicht sogar zu viel. Ich bin der Meinung, dass der DOSB da trotz des Rahmens der Verbandsautonomie manchmal stärker als Kontrollorgan fungieren und die Athletinnen und Athleten viel mehr einbinden sollte. Das wäre eine Möglichkeit, um ihn im Alltag noch deutlicher wahrnehmen zu können.

Lisa: Bei uns im Teamsport Hockey ist das etwas anders, wir spielen die meiste Zeit unter der Obhut unserer Vereine und haben mit dem Fachverband DHB nur während der Maßnahmen mit dem Nationalteam eine enge Verbindung. Ich sehe die wichtigste Aufgabe von Verbänden darin, dass sie Rahmenbedingungen schaffen, unter denen wir unsere beste Leistung abrufen können. Ein Dachverband arbeitet ja eigentlich am besten, wenn man ihn im Alltag gar nicht richtig bemerkt. Ein regelmäßiger Austausch ist wichtig für eine unkomplizierte Zusammenarbeit.

„Sport ist ein wahnsinnig attraktives Feld für Partner, um sich zu entfalten“

DOSB: Claudia, nach acht Jahren als Geschäftsführerin und gut 14 bei der DSM insgesamt hast du Ende dieser Woche deinen letzten Arbeitstag. Welche Gefühle dominieren, wenn du daran denkst?

Claudia Wagner: Ich gehe zum Glück sehr entspannt in diese letzten Tage. Seit meine Entscheidung feststeht, hatte ich Phasen, in denen ich mit Sorge auf diese Zeit geblickt habe, weil ich nicht sicher war, wie hart mich der Abschied trifft. Rund um die Olympischen und Paralympischen Spiele haben wir alle extrem viel zu tun, da geht es darum, unseren Partnern einen erfolgreichen Auftritt entsprechend ihrer Unternehmensziele zu ermöglichen und uns neu dafür aufzustellen, weitere Gelder einzuwerben. Aber ich hatte das Glück, meine letzte Dienstreise zu den Paralympics nach Italien machen zu können, die seit meinen ersten Spielen 2012 in London eine echte Herzensangelegenheit für mich sind. Ich bin sehr eng mit dem Team Paralympics verbunden, umso mehr konnte ich diese Zeit wertschätzen. Ich genieße es aber auch sehr, dass ich meine letzten Arbeitstage mit meinem Team abschließen kann. Aber da du gefragt hast, welche Gefühle dominieren, antworte ich: Dankbarkeit, Glück und durchaus auch Zufriedenheit mit dem, was wir erreicht haben.

Natürlich fragen sich viele, warum du ausgerechnet in einer Phase, in der die Marke Team D etabliert ist und sich eine Bewerbung um Olympische und Paralympische Heimspiele ankündigt, deinen Traumjob im deutschen Sport aufgibst. Wie lautet die Antwort darauf?

Das war tatsächlich ein sehr harter Schritt, über den ich lange nachgedacht und sehr viel abgewogen habe. Ich bin sehr stolz auf alles, was wir erreicht haben. Dass wir über Jahre verlässlich Gelder an den DOSB und DBS übermitteln und in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld in den vergangenen Monaten einen neuen Autopartner aufgleisen und die Bekanntheit der Marke Team D um knapp 15 Prozent steigern konnten. Dass wir im internationalen Kontext olympisch und paralympisch als NOK und NPC mit unserer Arbeit andere Länder inspirieren können, ist besonders. Aber für mich ist das Kapitel in dieser Rolle an dem Punkt auserzählt, ohne dass meine Verbundenheit dazu geschmälert wäre. Ich habe gespürt, dass in mir der Wunsch besteht, beruflich einen Schritt weiterzukommen, mich noch breiter aufzustellen und zu schauen, was die Welt noch so zu bieten hat.

Du übernimmst zum 1. April in der ADAC Motorsport GmbH als Geschäftsführerin die Rolle des Chief Finance und Chief Commercial Officers. Was reizt dich daran?

Ich glaube, dass ich mich im ADAC in einem neuen Team und einem anderen Umfeld noch einmal entscheidend weiterentwickeln und meine Expertise einbringen kann. Der Job hat mich stets gefordert und inspiriert, zuletzt das Aufgleisen der Wirtschaftsinitiative zur Unterstützung unserer Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele. In mir ist aber über längere Zeit das Gefühl gereift, dass mein Weg noch weitergehen kann. Ich wollte einfach eine klare Veränderung, ich werde auch nach München ziehen und noch einmal ein ganz neues Kapitel beginnen. Ich bin im vergangenen Jahr 50 geworden, vielleicht spielt auch das eine Rolle, dass mir klar wurde: Wenn du noch einmal etwas anderes machen willst, dann jetzt.

Blicken wir einmal 14 Jahre zurück auf deine Startphase bei der DSM. Hattest du damals eine persönliche Agenda, hattest du Meilensteine im Kopf, die du unbedingt setzen wolltest?

Überhaupt nicht. Hätte man mir damals aufgezeigt, wo ich heute mit der DSM stehe, hätte ich das niemals geglaubt. Ich hatte das Glück, in einem Umfeld zu arbeiten, in dem ich sehr viel entwickeln konnte, aber auch sehr viel zurückbekommen habe für meine eigene Entwicklung. 2012 habe ich als Head of Medien & Kommunikation angefangen, auf dem Posten, den jetzt in neuer Form Jens Behler-Lops innehat. Damals haben wir zum ersten Mal eine Team D Website gelauncht, wir haben erste Gehversuche auf Instagram und bei Facebook gemacht und angefangen, die Logos unserer Partner auf unseren digitalen Kanälen einzubinden, um ihnen eine Sichtbarkeit im digitalen Raum zu geben und damit Vertragswerte zu steigern. Heute erzielen wir Millionen-Reichweiten, bei den Winterspielen in Italien haben wir die Kontakt-Milliarde geknackt. In meiner Startzeit hatten wir einen Medienpartner, der exklusiv Bewegtbild aus dem Deutschen Haus produziert hat. Heute haben wir dort eine immense Öffentlichkeitswirkung, weil wir alle Live-Inhalte von dort teilen. Wir haben sukzessive das Portfolio digitalisiert, in Vermarktungsideen übersetzt und auch eine Bindung mit den Athletinnen und Athleten erzeugt, die es früher überhaupt nicht gab. Die Markenbildung von Team D hat ein ganz neues Commitment geschaffen, von dem alle Partnerschaften profitiert haben und bis heute profitieren.

Was waren aus deiner Sicht die wichtigsten Meilensteine deiner Arbeit?

Die Marke Team D in dieser Form umgesetzt zu haben, war sicherlich der wichtigste Schritt. 2018 ist diese Marke erstmals olympisch ausgerollt worden, und bis dahin war es ein harter Weg, denn man braucht dafür finanzielle Mittel, treue Partner und einen Verband, der geschlossen dahinter steht. Für mich ist Team D eine echte Love Brand geworden, hinter der sich alle im deutschen Sport versammeln können. Weg vom institutionellen, starren Rahmen hin zu einem gelebten Selbstverständnis. Das Team D ist ein verbindendes Element in einer Sportstruktur, die sich manches Mal mehr beißt als verträgt. Wir versammeln uns heute hinter einer Gesamtkonstruktion, die die größte Nationalmannschaft Deutschlands darstellt – olympisch und paralympisch. Und besonders erfüllt es mich zu sehen, dass wir auch die Jugend angeregt haben, unbedingt Teil dieses Teams werden zu wollen. Ich erlebe mit großer Freude, wie sich alles ineinanderfügt und sportartenübergreifend funktioniert, und das weit über die Spiele hinaus. Dass wir diese Marke für olympische und paralympische Athletinnen und Athleten gleichermaßen entwickelt haben, hat im Kerngeschäft sehr viel bewirkt. Die Augenhöhe, die wir dort hergestellt haben, ist für beide Seiten eine enorme Wertschätzung und für mich persönlich die vielleicht wichtigste Weiterentwicklung.

Welche Bedeutung hat dabei das Deutsche Haus, das du in deiner Zeit zu einem DSM-Vorzeigeprojekt hast ausbauen können?

Das Deutsche Haus ist seit jeher der zentrale Treffpunkt für das Team und seine Gäste. Wir haben es aber über die Jahre in Funktion, Reichweite und Bedeutung immens ausbauen können - von der reinen Hospitality-Plattform zu einem Hotspot, der die Bedarfe aller Stakeholder vereint. Eines für alle(s), wie wir sagen. Paris 2024 zum Beispiel war sensationell und nichts weniger als ein Meilenstein in der Entwicklung der Plattform. Das Deutsche Haus in einem Rugbystadion umzusetzen, mit großer Fanzone, mit Livekonzerten auf einer Showbühne, war eine sehr mutige, aber absolut richtige Entscheidung. Wir hatten insgesamt 57.000 Besucher dort und konnten dadurch eine Atmosphäre und ein Gesamterlebnis für Team D schaffen, das es bis dahin nicht gegeben hat. Das Vertrauen des Präsidiums und des Vorstands in unsere Idee und Arbeit war unglaublich. Dem Haus nicht nur die Strahlkraft zu verleihen, die man live oder am Bildschirm erleben konnte, sondern das Projekt auch wirtschaftlich gut aufzustellen, war eine sehr sportliche Aufgabe. Dass uns das perfekt gelungen ist und der Auftritt auch international große Beachtung gefunden hat, macht mich stolz. Ich möchte aber auch die Einkleidung von Team D hervorheben, die wir seit einigen Jahren als mehrwöchige Veranstaltung und attraktive Erlebniswelt inszenieren, was total trägt. Die Einkleidung ist eine etablierte Plattform und Wertschätzung für unser Team D, aber auch eine essenzielle Aktivierungsmöglichkeit für die Wirtschaftspartner, Content-Maschine und medialer sowie emotionaler Kick-Off kurz vor Abreise zu den Olympischen und Paralympischen Spielen.

DSB: Bogenausrüstung für ukrainische Kriegsveteranen

Der russische Angriffskrieg in der Ukraine tobt seit mittlerweile über vier Jahren und bringt sehr viel Leid über die Bevölkerung. Aus vielen Regionen der Welt wird die Ukraine mit Spenden unterstützt, so auch aus Deutschland, so auch vom Essener Verein „Ukraine wir kommen“. Der DSB beteiligte sich an der letzten Hilfslieferung mit Bogensport-Ausrüstung.

DSJ: JuBaLi-Ausbilder-Lehrgang 2026 erfolgreich durchgeführt

Auch im Jahr 2026 hat die Deutsche SchützenJugend wieder erfolgreich einen Lehrgang zur Ausbildung von JuBaLi-Ausbildern und -Ausbilderinnen durchgeführt. Insgesamt 15 Teilnehmende aus verschiedenen Landesverbänden nahmen an der Qualifizierungsmaßnahme teil und wurden darauf vorbereitet, künftig eigenständig Schulungen nach der DSB-Lehrgangskonzeption „Jugendbasislizenz (JuBaLi)“ durchzuführen.

EM-/WM-Qualifikation Wiesbaden/Frankfurt: Erste Tendenzen erkennbar

Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen, aber Teil eins der EM-Qualifikation Compound-Schützen sowie WM- & EM-Qualifikation der Gewehr-Junioren brachte zumindest Tendenzen. Die zweiten und finalen Qualifikationen finden in Kürze in Hanau bzw. Dortmund statt. Für die Teilnehmer geht es um die Bogen-EM in Antalya/TUR (18.-24. Mai), die Schießsport-EM in Osijek/CRO (6.-18. Mai) sowie die -WM in Suhl (16.-26. Juni).

Die doppelte Gold-Leni und Medaillenregen in der Loipe

Anna-Lena Forster sorgte für die beiden deutschen Goldmedaillen. Weitere Sprünge nach ganz oben aufs Podest gelangen zwar nicht, doch 17 Edelmetalle und zahlreiche Spitzenplatzierungen insbesondere von jungen Athlet*innen machen Mut für die Zukunft.

40 Athlet*innen und acht Guides - so groß war das Team D Paralympics im Winter seit Lillehammer 1994 nicht mehr. Und die zweitgrößte Mannschaft, die exakt zur Hälfte aus Debütant*innen bestand, hat in der Breite im internationalen Kräftemessen großartige Resultate erzielt: zweimal Gold, sechsmal Silber und neunmal Bronze lautet die Bilanz mit Blick auf die Medaillen. Das sind fast so viele Edelmetalle wie vor vier Jahren in Peking und 2018 in PyeongChang, als es das deutsche Team jeweils 19 Mal aufs Treppchen schaffte. Hinzu kommen 31 Resultate auf den Rängen vier bis acht, darunter allein zehn vierte Plätze. Teils fehlten nur Wimpernschläge oder wenige Sekunden für weitere Sprünge aufs Treppchen. Zum Vergleich: In Peking 2022 waren es 19 Ergebnisse auf den Plätzen vier bis acht, davon siebenmal Rang vier.

Insgesamt waren 611 Athlet*innen aus 55 Nationen am Start, so dass der bisherige Rekord aus PyeongChang 2018 geknackt wurde. Damals waren es 564 Sportler*innen aus 48 Ländern. Nicht nur die Konkurrenz ist größer geworden, auch die Leistungsdichte nimmt immer weiter zu. So gab es diesmal 27 Nationen, die Medaillen gewonnen haben; acht mehr als vor vier Jahren. Das vorab gesteckte Ziel - eine Platzierung unter den besten sechs Nationen mit Blick auf die Gesamtzahl der Medaillen - hat das Team D Paralympics erreicht. Rang vier war es in der Endabrechnung nach 79 Entscheidungen hinter China, USA und der Ukraine. 2018 war es in der Nationenwertung noch der sechste Platz und 2022 Rang fünf.

Gesamtvorstand: Positive (Zukunfts-)Nachrichten aus Coburg

Einen Tag nach der Protektoratsübernahme durch Prinz Hubertus von Sachsen-Coburg und Gotha fand am 14. März in der Hochschule Coburg die DSB-Gesamtvorstandssitzung statt. Auf dieser gab es positive Nachrichten in den Bereichen Mitgliederentwicklung und Infrastruktur, zudem herrschte große Einigkeit bei den Themen Entwicklung der Sport-Software und der umfassenden Überprüfung der Verbandsstrukturen/-satzung.

75 Jahre Wiedergründung DSB: Böller und Scheibe runden Festakt ab

Es begann mit einem Knall und endete mit einer künstlerischen Note: Die Protektoratsübernahme von Prinz Hubertus von Sachsen-Coburg und Gotha fand in einem festlichen und würdigen Rahmen statt.

75 Jahre Wiedergründung DSB: Prinz Hubertus von Sachsen-Coburg und Gotha neuer DSB-Protektor

Der Deutsche Schützenbund hat wieder einen Protektor: Prinz Hubertus von Sachsen-Coburg und Gotha übernahm im Rahmen einer feierlichen Zeremonie im Roten Salon auf Schloss Callenberg in Coburg das Protektorat über den Deutschen Schützenbund und trat damit die Nachfolge seines im Vorjahr verstorbenen Vaters Prinz Andreas an.

Vereinspreis „Sport mit Haltung“ 2026

Bundeskanzleramt und Deutsche Sportjugend zeichnen Sportvereine mit 18.000 Euro für demokratisches Engagement aus

Das Bundeskanzleramt und die Deutsche Sportjugend (dsj) schreiben zum zweiten Mal den Vereinspreis „Sport mit Haltung“ aus. Ausgezeichnet werden Sportvereine, die sich in besonderer Weise für demokratische Werte, Vielfalt und Menschenwürde einsetzen und antidemokratischen sowie menschenfeindlichen Tendenzen aktiv entgegentreten.

Dazu erklärt die Staatsministerin für Sport und Ehrenamt, Dr. Christiane Schenderlein: „Sportvereine sind tragende Säulen unserer demokratischen Gesellschaft. Sport hat die Kraft, uns zusammenzubringen. Er verbindet Generationen, Kulturen und Lebenswege. Mit dem Preis „Sport mit Haltung“ würdigen wir Vereine, die Verantwortung übernehmen und sich auch bei Gegenwind klar zu Respekt und gesellschaftlichem Zusammenhalt bekennen. Diesen Einsatz brauchen wir mehr denn je.“

Benny Folkmann, Vorstandsmitglied der dsj, unterstreicht: „Selten war es so schwer, eine stabile und klare Haltung, getragen von demokratischen Werten, zu verteidigen. Mit dem Vereinspreis „Sport mit Haltung“ zeichnen wir deshalb gemeinsam mit dem Bundeskanzleramt Sportvereine aus, die sich dauerhaft gegen Extremismus engagieren und damit Verantwortung für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft übernehmen. Demokratisch. Stabil. Zuversichtlich.“

Hintergrund zum Preis

Der Preis „Sport mit Haltung“ ist Teil des Bundesprogramms gegen Extremismus und Menschenfeindlichkeit im Sport, das seit 2023 Initiativen aus dem organisierten Sport fördert, die demokratische Kultur stärken und Hass sowie Ausgrenzung entgegenwirken. 2026 steht insbesondere das Engagement von Vereinen im Fokus, die auch unter schwierigen Bedingungen konsequent Haltung zeigen, indem sie wirksam gegen antidemokratische Vorfälle vorgehen.

Der Vereinspreis ist mit insgesamt 18.000 Euro dotiert. Die Preisgelder sind zweckgebunden für die Fortführung und Weiterentwicklung der demokratischen Wertebildung in den Vereinen. Bewerben können sich gemeinnützige Sportvereine, die Mitglied in einem Landessportbund sind und ein klar erkennbares Werteverständnis im Vereinsalltag leben. Die Auswahl der Preisträgerinnen und Preisträger erfolgt durch eine interdisziplinäre Jury aus Sport, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik.

Die feierliche Preisverleihung findet am 19. Mai 2026 in Berlin statt.

Bewerbungsschluss ist der 7. April 2026.

DSJ: Jetzt abstimmen: Junior und Junior Team des Jahres 2025

Junge Talente, starke Leistungen und große Leidenschaft für den Schießsport: Auch für 2025 rückt die Deutsche SchützenJugend ihre besten Nachwuchsathletinnen und -athleten ins Rampenlicht. Mit der Wahl zum „Junior des Jahres“ würdigt die DSJ außergewöhnliches Engagement, sportlichen Ehrgeiz und beeindruckende Erfolge – und gibt gleichzeitig allen Schießsportbegeisterten die Möglichkeit, aktiv mitzuentscheiden, wer diese besondere Auszeichnung erhält.

Olympia in Deutschland: NRW mit Bürgerbefragung

Nach München folgt nun Köln Rhein-Ruhr: Bis zum 19. April können wahlberechtigte Bürger der 17 NRW-Kommunen, in denen sportliche Wettbewerbe stattfinden sollen, darüber abstimmen, ob sie generell für oder gegen die Spiele sind. Abstimmungen erfolgen in Aachen, Bochum, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Gelsenkirchen, Herten, Krefeld, Leverkusen, Mönchengladbach, Monheim, Oberhausen, Pulheim, Recklinghausen, Wuppertal sowie Köln als "Leading City".

Daniela Maier ist „Sportlerin des Monats“ Februar

Daniela Maier setzte sich bei der Wahl zur „Sportlerin des Monats“ Februar gegen die weiteren deutschen Olympiasiegerinnen und -sieger der Olympischen Spiele in Mailand und Cortina durch. Die Bayerin hatte bei den Wettkämpfen in Livigno mit ihrem überraschenden Triumph im Skicross für ein deutsches Highlight gesorgt: In einem hochklassigen und engen Finale behauptete sie sich gegen die internationale Konkurrenz und sicherte sich damit den größten Erfolg ihrer Karriere.

Knapp hinter Daniela Maier landete Skispringer Philipp Raimund auf Rang zwei der Wahl. Der 24-Jährige überzeugte bei den Spielen mit seinem Olympiasieg von der Normalschanze und bestätigte damit seine starke Form auf der internationalen Bühne. Rang drei ging an das Bobteam Lochner, das mit Pilot Johannes Lochner und Anschieber Georg Fleischhauer im Zweierbob Gold, sowie gemeinsam mit Thorsten Margis und Jörn Wenzel im Viererbob eine weitere Goldmedaille bei den Olympischen Spielen gewinnen konnte. Auf den weiteren Plätzen folgten das Bobteam Nolte mit Pilotin Laura Nolte und Anschieberin Deborah Levi, dicht gefolgt von denRennrodlern Max Langenhan, Julia Taubitz, sowie der deutschen Team-Staffel im Rennrodeln. Sie alle hatten sich in Mailand Cortina gegen die internationale Konkurrenz durchgesetzt und zu Olympiasiegerinnen oder -siegern gekürt.

Für ihre herausragenden Leistungen waren die Athletinnen und Athleten von der Athletenkommission im DOSB, von SPORT1 und von der Sporthilfe für die Wahl nominiert worden. 

Anders als bei Medien- oder Publikumswahlen entscheiden bei der Wahl zur Sportlerin bzw. zum Sportler des Monats ausschließlich Deutschlands beste Nachwuchs- und Spitzenathletinnen und -athleten. Dadurch erhält die Auszeichnung ihre besondere sportliche Wertigkeit. Zu Beginn eines jeden Monats stellt die Sporthilfe den rund 4.000 geförderten Athletinnen und Athleten drei Kandidatinnen oder Kandidaten zur Wahl, die sich im Vormonat durch herausragende Leistungen empfohlen haben. Die Stimmabgabe erfolgt per Online-Voting.

Stiftung Deutsche Sporthilfe

EM-/WM-Qualifikation Wiesbaden/Frankfurt: Drei Disziplingruppen sind im Einsatz

Die Schnellfeuerpistolen-Schützen haben Teil eins ihrer EM-Qualifikation hinter sich gebracht, den Gewehr-Junioren und den Compound-Schützen steht dieser in Wiesbaden bzw. Frankfurt/Main am Wochenende bevor. Das Ziel der Athleten: Die EM in Osijek/CRO (7. bis 17. Mai), die Bogen-EM in Antalya/TUR (18. bis 24. Mai) und die Junioren-WM in Suhl (17. bis 25. Juni).

DSJ: Fortbildung „Grundlagen des Gewehr Stehendanschlags“

Die Referentinnen Nicole Merz und Jaqueline Becker leiteten die Fortbildung Grundlagen des Gewehr-Stehendanschlags in Burghaun beim Schützenverein Hubertus Steinbach am 8. März. Darüber hinaus nahm Stefan Rinke (Vizepräsident Jugend) teil und unterstrich die Bedeutung der Fortbildung neben der JuBaLi als erste wichtige „Schritte“ zur Nachwuchsarbeit in unseren Vereinen.

75 Jahre Wiedergründung DSB: Protektoratsübernahme einer der Höhepunkte

Im Jahr 2026 feiert der DSB sein 75-jähriges Jubiläum der Wiedergründung und begleitet das ganze Jahr über das Jubiläum mit verschiedenen Aktionen. Die Protektoratsübernahme durch Prinz Hubertus von Sachsen-Coburg und Gotha am 13. März in Coburg ist dabei einer der absoluten Höhepunkte.

Mehrheit zufrieden mit Leistung von Team D bei Olympischen Winterspielen

Der Großteil der Menschen ist zufrieden mit der Leistung des Team Deutschland bei den Olympischen Winterspielen Mailand Cortina 2026. Das geht aus einer neuen, repräsentativen Umfrage der Agentur One8Y im Auftrag des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) hervor, für die mehr als 1.000 Menschen befragt wurden.

Rund zwei Wochen nach Ende der Winterspiele gaben 62 % der Befragten an, mit der Leistung von Team Deutschland zufrieden gewesen zu sein (14 % = Sehr gut, 48 % = Gut). Nur 12 % gaben dem Team D demnach eine schlechte Note mit Blick auf das sportliche Abschneiden (9 % = Ausreichend, 3 % = Mangelhaft, 0 % = Ungenügend).

Besonders positiv wahrgenommen wurden der Teamgeist (60 %) sowie die Fairness und das Auftreten der Mannschaft (46 %).

Olaf Tabor, DOSB-Vorstand Leistungssport: „Das Team Deutschland begeistert die Menschen und wird entgegen mancher Kritik aus den vergangenen Wochen sehr positiv wahrgenommen. Man sieht deutlich, dass es vielen Fans nicht nur um den Medaillenspiegel geht, sondern dass der überwiegende Teil der Menschen die Leistungen der Athlet*innen unabhängig davon sehr zu schätzen weiß. Bei Olympischen Spielen geht es immer auch darum, die Bevölkerung mit und durch Sport zu begeistern. Das haben wir geschafft und darauf darf jede Athletin und jeder Athlet stolz sein. Unser Anspruch für die Winterspiele wird es bleiben, zu den Top 3 Nationen der Welt zu gehören. Für dieses Ziel werden wir weiterhin gewissenhaft an den nötigen Veränderungen arbeiten.“

Die herausforderndsten Zeiten in 20 Jahren DOSB

Es liegt in der Natur der Sache, dass der DOSB verschiedensten Konfliktfeldern ausgesetzt ist: Da sind nicht nur 103 Mitgliedsorganisationen mit durchaus unterschiedlichen Interessen, Anliegen und Erwartungen unter einen Hut zu bringen, er sieht sich auch verschiedenen Ansprüchen aus Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit ausgesetzt. Er verantwortet Spitzen- und Breitensport, Haupt- und Ehrenamt, er hat viele recht unterschiedliche, für den Sport wichtige Themen zu bearbeiten: unter anderem Gesundheit, Integration und Inklusion, Umwelt und Klima, Sportstätten, Bildung, Schutz vor Gewalt und natürlich den Leistungssport bis zu Olympischen Spielen - es ist eine breite Palette, die nicht immer konfliktfrei ist und durchaus zu Diskussionen über die strategische Ausrichtung führt.

Kein Wunder, dass ein so breit aufgestellter und öffentlich stark wahrgenommener Verband in 20 Jahren auch einige Krisen zu meistern hatte, zumal er nicht nur sportpolitische Aufgaben erfüllt, sondern auch als gesellschaftlich bedeutender Akteur an Transparenz, Partizipation und Reformfähigkeit gemessen wird. Legt man die veröffentlichte Darstellung zugrunde, hat der DOSB wohl im Jahr 2021 seine größte interne Krise erlebt, als der damalige DOSB-Präsident Alfons Hörmann und die Vorstandsvorsitzende Veronika Rücker nach anonymen Vorwürfen von Mitarbeitenden aus ihren Ämtern schieden. Die Angelegenheit führte nicht nur intern und extern zu massiver Kritik, sondern auch zu Veränderungen, die unter anderem in einer völlig neuen Verbandsspitze mündeten. 

Legt man die neutrale Definition von Krisen zugrunde, dass nämlich eine Krise ein kritischer Zustand ist, der eine Bedrohung für Menschen, Gemeinschaften oder Organisationen darstellt, könnte durchaus auch die Corona-Pandemie für den DOSB und den gesamten deutschen Sport die größte und gefährlichste Krise gewesen sein. Die Mitgliederzahlen in den Vereinen gingen zurück, es gab finanzielle Unsicherheiten, es war organisatorisch eine riesige Herausforderung - der gesamte organisierte Sport und natürlich auch der DOSB befand sich über Monate, gar Jahre im Krisenmodus.

Deshalb ist das mit der Einordnung auch gar nicht so einfach. Womöglich hat der ganz junge DOSB bereits kurz nach der Fusion von Nationalem Olympischem Komitee (NOK) und Deutschem Olympischem Sportbund (DSB) 2006 bereits seine schwerste Krise gemeistert, nämlich eine kritische Finanzlage in Verbindung mit deutlich hörbaren Stimmen, die ohnehin nicht glücklich waren über das Zusammenlegen der beiden Organisationen zum nun gemeinsamen Dachverband. Über die Jahre hat sich nicht nur die Finanzlage stabilisiert, sondern die beiden Verbände sind auch zusammengewachsen.

Und natürlich waren im neuen Dachverband Krisen zu meistern nach den gescheiterten Bewerbungen um Olympische und Paralympische Spiele für München 2022 (Bürgerentscheid 2013) und Hamburg 2024 (Referendum 2015). Umso besser, dass nun eine erneute Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland immer mehr an Fahrt aufnimmt und die Begeisterung dafür sowohl im Sport, in der Politik, in der Wirtschaft und vor allem in der Bevölkerung wächst.

Auch das Abschneiden deutscher Teams bei Olympischen Spielen führt immer wieder zu kleineren oder größeren kritischen Diskussionen, zum Beispiel nach den Sommerspielen Rio 2016 oder Tokio 2021 oder auch jüngst nach den Winterspielen in Italien. DOSB und Politik sind sich einig, dass es tiefgreifende, strukturelle Veränderungen braucht, um den deutschen olympischen Spitzensport zurück in die Erfolgsspur zu bringen.  

Letztlich hat der DOSB aber all seine Krisen immer gemeistert und ging gestärkt aus ihnen hervor, wie zum Beispiel aus der Corona-Krise. So meldete er nach wirklich schwierigen Jahren im Jahr 2025 mit mehr als 29 Millionen Mitgliedschaften einen neuen Rekordwert.  

„Integration braucht Räume, Vertrauen und Perspektiven“

Mit unserer IdS-Interviewreihe geben wir 2026 den Menschen eine Stimme, die „Integration durch Sport“ täglich mit Leben füllen - und zeigen, warum das Bundesprogramm für den organisierten Sport und unsere Gesellschaft unverzichtbar ist. Teil 2 mit Kristjana Schultchen, Programmleitung für das Bundesprogramm „Integration durch Sport“ im Hamburger Sportbund.

DOSB: Welche Rolle haben die Programmleitungen im Bundesprogramm „Integration durch Sport“? 

Kristjana Schultchen: Die Programmleitungen sind das verbindende Element zwischen der bundesweiten Strategie des Programms und der konkreten Umsetzung in den Bundesländern. Unsere Aufgabe ist es, die strategische Ausrichtung zu sichern, Entwicklungen zu steuern und Integrationsarbeit im Breitensport langfristig strukturell zu verankern. Wir schaffen dafür passende Rahmenbedingungen, analysieren Bedarfe, entwickeln Förderlogiken weiter und bauen strategische Kooperationen auf.

Gleichzeitig vertreten wir das Programm gegenüber Politik, Verwaltung und zivilgesellschaftlichen Partner*innen und machen sichtbar, welchen Beitrag der organisierte Sport für gesellschaftlichen Zusammenhalt und gleichberechtigte Teilhabe leistet.

Was sind die zentralen Schwerpunkte deiner Arbeit?

In meiner Arbeit geht es darum, den organisierten Sport in Hamburg dabei zu unterstützen, mit gesellschaftlichen Veränderungen Schritt zu halten und Teilhabe für möglichst viele Menschen zu ermöglichen. Ein Schwerpunkt liegt aktuell darauf, die Rolle und Leistungen von IdS in Hamburg klar zu positionieren. In einem Umfeld, das von sozialen Ungleichheiten, migrationspolitischen Debatten und zunehmender Polarisierung geprägt ist, ist es wichtig, den konkreten Beitrag des Sports zu Teilhabe, Zusammenhalt und demokratischer Kultur deutlich zu machen. Integration kann nur nachhaltig wirken, wenn die realen Herausforderungen der Vereine berücksichtigt werden. Viele stehen unter Druck - durch begrenzte Ressourcen, veränderte Ehrenamtsstrukturen und steigende soziale Anforderungen. Programmarbeit muss deshalb so gestaltet sein, dass sie für Vereine anschlussfähig bleibt und sie strukturell stärkt. Ziel ist es, Integration nicht nur über einzelne Angebote umzusetzen, sondern dauerhaft in Vereinsstrukturen zu verankern.

Gibt es regionale Unterschiede, wie „Integration durch Sport“ umgesetzt wird und falls ja, welche?

Ja. Das Programm verfolgt gemeinsame Ziele, ist aber bewusst so angelegt, dass es an unterschiedliche Realitäten angepasst werden kann. Hamburg ist stark sozialräumlich geprägt. Einkommensarmut und eingeschränkte Teilhabe konzentrieren sich auf bestimmte Quartiere - das zeigt sich auch im Sport.

Vereine in benachteiligten Stadtteilen stehen häufiger unter Druck, etwa durch Überlastung im Ehrenamt oder fehlende Ressourcen. Gleichzeitig haben sie eine besonders wichtige stabilisierende Funktion für Begegnung und Engagement. Unsere Programmarbeit setzt deshalb gezielt dort an, wo Unterstützung benötigt wird. Diese lokale Anpassungsfähigkeit ist eine zentrale Stärke des Programms.

75 Jahre Wiedergründung DSB: Der Gothaer Schützenhof – DSB-Gründungsstätte Gotha 1861

Die Schützentradition und das Brauchtum ist neben dem Sport ein fester und wichtiger Bestandteil der Schützenkultur im Deutschen Schützenbund, in den Landesschützenverbänden und ihren Untergliederungen. Schützentraditionen und Bräuche können dabei sehr unterschiedlich sein, wie die verschiedenen Beiträge der Landesverbände zeigen, die das gesamte Jahr über zum 75-jährigen Jubiläum der DSB-Wiedergründung veröffentlicht werden. Dieses Mal ist der Thüringer Schützenbund an der Reihe, der von der DSB-Gründungsstätte erzählt.

EM-Qualifikation Wiesbaden: Erst die Schnellfeuer-Junioren, jetzt die -Männer

Fiete Kühn (Stralsund), Philip Liebrecht (Isernhagen) und Arne Schallus (Suhl) werden aller Voraussicht nach die drei Schnellfeuerpistolen-Junioren sein, die den DSB bei der Europameisterschaft in Osijek/CRO (7. bis 17. Mai) vertreten werden. Das Trio setzte sich in der EM-Qualifikation durch und wurde zur Nominierung vorgeschlagen. Nach den Junioren steigen nun die Männer in ihre Qualifikation ein, Teil eins ist in Wiesbaden (10./11. März), Teil zwei in Breslau/POL (19. bis 22. März).

DSB: Treffen europäischer Schützenverbände in Straßburg

Vom 6. bis 8. März fand in Straßburg auf Einladung des französischen Verbandes das mittlerweile traditionelle jährliche Treffen mehrerer europäischer (deutschsprachiger) Schießsportverbände statt. Das Treffen dient seit einigen Jahren als informelle Plattform, um aktuelle Entwicklungen im internationalen Schießsport zu diskutieren und gemeinsame Positionen abzustimmen. Präsident Hans-Heinrich von Schönfels und Bundesgeschäftsführer Jörg Brokamp waren für den DSB dabei.