Hauberg 2, 70771 Leinfelden-Echterdingen

Die doppelte Gold-Leni und Medaillenregen in der Loipe

Anna-Lena Forster sorgte für die beiden deutschen Goldmedaillen. Weitere Sprünge nach ganz oben aufs Podest gelangen zwar nicht, doch 17 Edelmetalle und zahlreiche Spitzenplatzierungen insbesondere von jungen Athlet*innen machen Mut für die Zukunft.

40 Athlet*innen und acht Guides - so groß war das Team D Paralympics im Winter seit Lillehammer 1994 nicht mehr. Und die zweitgrößte Mannschaft, die exakt zur Hälfte aus Debütant*innen bestand, hat in der Breite im internationalen Kräftemessen großartige Resultate erzielt: zweimal Gold, sechsmal Silber und neunmal Bronze lautet die Bilanz mit Blick auf die Medaillen. Das sind fast so viele Edelmetalle wie vor vier Jahren in Peking und 2018 in PyeongChang, als es das deutsche Team jeweils 19 Mal aufs Treppchen schaffte. Hinzu kommen 31 Resultate auf den Rängen vier bis acht, darunter allein zehn vierte Plätze. Teils fehlten nur Wimpernschläge oder wenige Sekunden für weitere Sprünge aufs Treppchen. Zum Vergleich: In Peking 2022 waren es 19 Ergebnisse auf den Plätzen vier bis acht, davon siebenmal Rang vier.

Insgesamt waren 611 Athlet*innen aus 55 Nationen am Start, so dass der bisherige Rekord aus PyeongChang 2018 geknackt wurde. Damals waren es 564 Sportler*innen aus 48 Ländern. Nicht nur die Konkurrenz ist größer geworden, auch die Leistungsdichte nimmt immer weiter zu. So gab es diesmal 27 Nationen, die Medaillen gewonnen haben; acht mehr als vor vier Jahren. Das vorab gesteckte Ziel - eine Platzierung unter den besten sechs Nationen mit Blick auf die Gesamtzahl der Medaillen - hat das Team D Paralympics erreicht. Rang vier war es in der Endabrechnung nach 79 Entscheidungen hinter China, USA und der Ukraine. 2018 war es in der Nationenwertung noch der sechste Platz und 2022 Rang fünf.

Gesamtvorstand: Positive (Zukunfts-)Nachrichten aus Coburg

Einen Tag nach der Protektoratsübernahme durch Prinz Hubertus von Sachsen-Coburg und Gotha fand am 14. März in der Hochschule Coburg die DSB-Gesamtvorstandssitzung statt. Auf dieser gab es positive Nachrichten in den Bereichen Mitgliederentwicklung und Infrastruktur, zudem herrschte große Einigkeit bei den Themen Entwicklung der Sport-Software und der umfassenden Überprüfung der Verbandsstrukturen/-satzung.

75 Jahre Wiedergründung DSB: Böller und Scheibe runden Festakt ab

Es begann mit einem Knall und endete mit einer künstlerischen Note: Die Protektoratsübernahme von Prinz Hubertus von Sachsen-Coburg und Gotha fand in einem festlichen und würdigen Rahmen statt.

75 Jahre Wiedergründung DSB: Prinz Hubertus von Sachsen-Coburg und Gotha neuer DSB-Protektor

Der Deutsche Schützenbund hat wieder einen Protektor: Prinz Hubertus von Sachsen-Coburg und Gotha übernahm im Rahmen einer feierlichen Zeremonie im Roten Salon auf Schloss Callenberg in Coburg das Protektorat über den Deutschen Schützenbund und trat damit die Nachfolge seines im Vorjahr verstorbenen Vaters Prinz Andreas an.

Vereinspreis „Sport mit Haltung“ 2026

Bundeskanzleramt und Deutsche Sportjugend zeichnen Sportvereine mit 18.000 Euro für demokratisches Engagement aus

Das Bundeskanzleramt und die Deutsche Sportjugend (dsj) schreiben zum zweiten Mal den Vereinspreis „Sport mit Haltung“ aus. Ausgezeichnet werden Sportvereine, die sich in besonderer Weise für demokratische Werte, Vielfalt und Menschenwürde einsetzen und antidemokratischen sowie menschenfeindlichen Tendenzen aktiv entgegentreten.

Dazu erklärt die Staatsministerin für Sport und Ehrenamt, Dr. Christiane Schenderlein: „Sportvereine sind tragende Säulen unserer demokratischen Gesellschaft. Sport hat die Kraft, uns zusammenzubringen. Er verbindet Generationen, Kulturen und Lebenswege. Mit dem Preis „Sport mit Haltung“ würdigen wir Vereine, die Verantwortung übernehmen und sich auch bei Gegenwind klar zu Respekt und gesellschaftlichem Zusammenhalt bekennen. Diesen Einsatz brauchen wir mehr denn je.“

Benny Folkmann, Vorstandsmitglied der dsj, unterstreicht: „Selten war es so schwer, eine stabile und klare Haltung, getragen von demokratischen Werten, zu verteidigen. Mit dem Vereinspreis „Sport mit Haltung“ zeichnen wir deshalb gemeinsam mit dem Bundeskanzleramt Sportvereine aus, die sich dauerhaft gegen Extremismus engagieren und damit Verantwortung für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft übernehmen. Demokratisch. Stabil. Zuversichtlich.“

Hintergrund zum Preis

Der Preis „Sport mit Haltung“ ist Teil des Bundesprogramms gegen Extremismus und Menschenfeindlichkeit im Sport, das seit 2023 Initiativen aus dem organisierten Sport fördert, die demokratische Kultur stärken und Hass sowie Ausgrenzung entgegenwirken. 2026 steht insbesondere das Engagement von Vereinen im Fokus, die auch unter schwierigen Bedingungen konsequent Haltung zeigen, indem sie wirksam gegen antidemokratische Vorfälle vorgehen.

Der Vereinspreis ist mit insgesamt 18.000 Euro dotiert. Die Preisgelder sind zweckgebunden für die Fortführung und Weiterentwicklung der demokratischen Wertebildung in den Vereinen. Bewerben können sich gemeinnützige Sportvereine, die Mitglied in einem Landessportbund sind und ein klar erkennbares Werteverständnis im Vereinsalltag leben. Die Auswahl der Preisträgerinnen und Preisträger erfolgt durch eine interdisziplinäre Jury aus Sport, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik.

Die feierliche Preisverleihung findet am 19. Mai 2026 in Berlin statt.

Bewerbungsschluss ist der 7. April 2026.

DSJ: Jetzt abstimmen: Junior und Junior Team des Jahres 2025

Junge Talente, starke Leistungen und große Leidenschaft für den Schießsport: Auch für 2025 rückt die Deutsche SchützenJugend ihre besten Nachwuchsathletinnen und -athleten ins Rampenlicht. Mit der Wahl zum „Junior des Jahres“ würdigt die DSJ außergewöhnliches Engagement, sportlichen Ehrgeiz und beeindruckende Erfolge – und gibt gleichzeitig allen Schießsportbegeisterten die Möglichkeit, aktiv mitzuentscheiden, wer diese besondere Auszeichnung erhält.

Olympia in Deutschland: NRW mit Bürgerbefragung

Nach München folgt nun Köln Rhein-Ruhr: Bis zum 19. April können wahlberechtigte Bürger der 17 NRW-Kommunen, in denen sportliche Wettbewerbe stattfinden sollen, darüber abstimmen, ob sie generell für oder gegen die Spiele sind. Abstimmungen erfolgen in Aachen, Bochum, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Gelsenkirchen, Herten, Krefeld, Leverkusen, Mönchengladbach, Monheim, Oberhausen, Pulheim, Recklinghausen, Wuppertal sowie Köln als "Leading City".

Daniela Maier ist „Sportlerin des Monats“ Februar

Daniela Maier setzte sich bei der Wahl zur „Sportlerin des Monats“ Februar gegen die weiteren deutschen Olympiasiegerinnen und -sieger der Olympischen Spiele in Mailand und Cortina durch. Die Bayerin hatte bei den Wettkämpfen in Livigno mit ihrem überraschenden Triumph im Skicross für ein deutsches Highlight gesorgt: In einem hochklassigen und engen Finale behauptete sie sich gegen die internationale Konkurrenz und sicherte sich damit den größten Erfolg ihrer Karriere.

Knapp hinter Daniela Maier landete Skispringer Philipp Raimund auf Rang zwei der Wahl. Der 24-Jährige überzeugte bei den Spielen mit seinem Olympiasieg von der Normalschanze und bestätigte damit seine starke Form auf der internationalen Bühne. Rang drei ging an das Bobteam Lochner, das mit Pilot Johannes Lochner und Anschieber Georg Fleischhauer im Zweierbob Gold, sowie gemeinsam mit Thorsten Margis und Jörn Wenzel im Viererbob eine weitere Goldmedaille bei den Olympischen Spielen gewinnen konnte. Auf den weiteren Plätzen folgten das Bobteam Nolte mit Pilotin Laura Nolte und Anschieberin Deborah Levi, dicht gefolgt von denRennrodlern Max Langenhan, Julia Taubitz, sowie der deutschen Team-Staffel im Rennrodeln. Sie alle hatten sich in Mailand Cortina gegen die internationale Konkurrenz durchgesetzt und zu Olympiasiegerinnen oder -siegern gekürt.

Für ihre herausragenden Leistungen waren die Athletinnen und Athleten von der Athletenkommission im DOSB, von SPORT1 und von der Sporthilfe für die Wahl nominiert worden. 

Anders als bei Medien- oder Publikumswahlen entscheiden bei der Wahl zur Sportlerin bzw. zum Sportler des Monats ausschließlich Deutschlands beste Nachwuchs- und Spitzenathletinnen und -athleten. Dadurch erhält die Auszeichnung ihre besondere sportliche Wertigkeit. Zu Beginn eines jeden Monats stellt die Sporthilfe den rund 4.000 geförderten Athletinnen und Athleten drei Kandidatinnen oder Kandidaten zur Wahl, die sich im Vormonat durch herausragende Leistungen empfohlen haben. Die Stimmabgabe erfolgt per Online-Voting.

Stiftung Deutsche Sporthilfe

EM-/WM-Qualifikation Wiesbaden/Frankfurt: Drei Disziplingruppen sind im Einsatz

Die Schnellfeuerpistolen-Schützen haben Teil eins ihrer EM-Qualifikation hinter sich gebracht, den Gewehr-Junioren und den Compound-Schützen steht dieser in Wiesbaden bzw. Frankfurt/Main am Wochenende bevor. Das Ziel der Athleten: Die EM in Osijek/CRO (7. bis 17. Mai), die Bogen-EM in Antalya/TUR (18. bis 24. Mai) und die Junioren-WM in Suhl (17. bis 25. Juni).

DSJ: Fortbildung „Grundlagen des Gewehr Stehendanschlags“

Die Referentinnen Nicole Merz und Jaqueline Becker leiteten die Fortbildung Grundlagen des Gewehr-Stehendanschlags in Burghaun beim Schützenverein Hubertus Steinbach am 8. März. Darüber hinaus nahm Stefan Rinke (Vizepräsident Jugend) teil und unterstrich die Bedeutung der Fortbildung neben der JuBaLi als erste wichtige „Schritte“ zur Nachwuchsarbeit in unseren Vereinen.

75 Jahre Wiedergründung DSB: Protektoratsübernahme einer der Höhepunkte

Im Jahr 2026 feiert der DSB sein 75-jähriges Jubiläum der Wiedergründung und begleitet das ganze Jahr über das Jubiläum mit verschiedenen Aktionen. Die Protektoratsübernahme durch Prinz Hubertus von Sachsen-Coburg und Gotha am 13. März in Coburg ist dabei einer der absoluten Höhepunkte.

Mehrheit zufrieden mit Leistung von Team D bei Olympischen Winterspielen

Der Großteil der Menschen ist zufrieden mit der Leistung des Team Deutschland bei den Olympischen Winterspielen Mailand Cortina 2026. Das geht aus einer neuen, repräsentativen Umfrage der Agentur One8Y im Auftrag des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) hervor, für die mehr als 1.000 Menschen befragt wurden.

Rund zwei Wochen nach Ende der Winterspiele gaben 62 % der Befragten an, mit der Leistung von Team Deutschland zufrieden gewesen zu sein (14 % = Sehr gut, 48 % = Gut). Nur 12 % gaben dem Team D demnach eine schlechte Note mit Blick auf das sportliche Abschneiden (9 % = Ausreichend, 3 % = Mangelhaft, 0 % = Ungenügend).

Besonders positiv wahrgenommen wurden der Teamgeist (60 %) sowie die Fairness und das Auftreten der Mannschaft (46 %).

Olaf Tabor, DOSB-Vorstand Leistungssport: „Das Team Deutschland begeistert die Menschen und wird entgegen mancher Kritik aus den vergangenen Wochen sehr positiv wahrgenommen. Man sieht deutlich, dass es vielen Fans nicht nur um den Medaillenspiegel geht, sondern dass der überwiegende Teil der Menschen die Leistungen der Athlet*innen unabhängig davon sehr zu schätzen weiß. Bei Olympischen Spielen geht es immer auch darum, die Bevölkerung mit und durch Sport zu begeistern. Das haben wir geschafft und darauf darf jede Athletin und jeder Athlet stolz sein. Unser Anspruch für die Winterspiele wird es bleiben, zu den Top 3 Nationen der Welt zu gehören. Für dieses Ziel werden wir weiterhin gewissenhaft an den nötigen Veränderungen arbeiten.“

Die herausforderndsten Zeiten in 20 Jahren DOSB

Es liegt in der Natur der Sache, dass der DOSB verschiedensten Konfliktfeldern ausgesetzt ist: Da sind nicht nur 103 Mitgliedsorganisationen mit durchaus unterschiedlichen Interessen, Anliegen und Erwartungen unter einen Hut zu bringen, er sieht sich auch verschiedenen Ansprüchen aus Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit ausgesetzt. Er verantwortet Spitzen- und Breitensport, Haupt- und Ehrenamt, er hat viele recht unterschiedliche, für den Sport wichtige Themen zu bearbeiten: unter anderem Gesundheit, Integration und Inklusion, Umwelt und Klima, Sportstätten, Bildung, Schutz vor Gewalt und natürlich den Leistungssport bis zu Olympischen Spielen - es ist eine breite Palette, die nicht immer konfliktfrei ist und durchaus zu Diskussionen über die strategische Ausrichtung führt.

Kein Wunder, dass ein so breit aufgestellter und öffentlich stark wahrgenommener Verband in 20 Jahren auch einige Krisen zu meistern hatte, zumal er nicht nur sportpolitische Aufgaben erfüllt, sondern auch als gesellschaftlich bedeutender Akteur an Transparenz, Partizipation und Reformfähigkeit gemessen wird. Legt man die veröffentlichte Darstellung zugrunde, hat der DOSB wohl im Jahr 2021 seine größte interne Krise erlebt, als der damalige DOSB-Präsident Alfons Hörmann und die Vorstandsvorsitzende Veronika Rücker nach anonymen Vorwürfen von Mitarbeitenden aus ihren Ämtern schieden. Die Angelegenheit führte nicht nur intern und extern zu massiver Kritik, sondern auch zu Veränderungen, die unter anderem in einer völlig neuen Verbandsspitze mündeten. 

Legt man die neutrale Definition von Krisen zugrunde, dass nämlich eine Krise ein kritischer Zustand ist, der eine Bedrohung für Menschen, Gemeinschaften oder Organisationen darstellt, könnte durchaus auch die Corona-Pandemie für den DOSB und den gesamten deutschen Sport die größte und gefährlichste Krise gewesen sein. Die Mitgliederzahlen in den Vereinen gingen zurück, es gab finanzielle Unsicherheiten, es war organisatorisch eine riesige Herausforderung - der gesamte organisierte Sport und natürlich auch der DOSB befand sich über Monate, gar Jahre im Krisenmodus.

Deshalb ist das mit der Einordnung auch gar nicht so einfach. Womöglich hat der ganz junge DOSB bereits kurz nach der Fusion von Nationalem Olympischem Komitee (NOK) und Deutschem Olympischem Sportbund (DSB) 2006 bereits seine schwerste Krise gemeistert, nämlich eine kritische Finanzlage in Verbindung mit deutlich hörbaren Stimmen, die ohnehin nicht glücklich waren über das Zusammenlegen der beiden Organisationen zum nun gemeinsamen Dachverband. Über die Jahre hat sich nicht nur die Finanzlage stabilisiert, sondern die beiden Verbände sind auch zusammengewachsen.

Und natürlich waren im neuen Dachverband Krisen zu meistern nach den gescheiterten Bewerbungen um Olympische und Paralympische Spiele für München 2022 (Bürgerentscheid 2013) und Hamburg 2024 (Referendum 2015). Umso besser, dass nun eine erneute Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland immer mehr an Fahrt aufnimmt und die Begeisterung dafür sowohl im Sport, in der Politik, in der Wirtschaft und vor allem in der Bevölkerung wächst.

Auch das Abschneiden deutscher Teams bei Olympischen Spielen führt immer wieder zu kleineren oder größeren kritischen Diskussionen, zum Beispiel nach den Sommerspielen Rio 2016 oder Tokio 2021 oder auch jüngst nach den Winterspielen in Italien. DOSB und Politik sind sich einig, dass es tiefgreifende, strukturelle Veränderungen braucht, um den deutschen olympischen Spitzensport zurück in die Erfolgsspur zu bringen.  

Letztlich hat der DOSB aber all seine Krisen immer gemeistert und ging gestärkt aus ihnen hervor, wie zum Beispiel aus der Corona-Krise. So meldete er nach wirklich schwierigen Jahren im Jahr 2025 mit mehr als 29 Millionen Mitgliedschaften einen neuen Rekordwert.  

„Integration braucht Räume, Vertrauen und Perspektiven“

Mit unserer IdS-Interviewreihe geben wir 2026 den Menschen eine Stimme, die „Integration durch Sport“ täglich mit Leben füllen - und zeigen, warum das Bundesprogramm für den organisierten Sport und unsere Gesellschaft unverzichtbar ist. Teil 2 mit Kristjana Schultchen, Programmleitung für das Bundesprogramm „Integration durch Sport“ im Hamburger Sportbund.

DOSB: Welche Rolle haben die Programmleitungen im Bundesprogramm „Integration durch Sport“? 

Kristjana Schultchen: Die Programmleitungen sind das verbindende Element zwischen der bundesweiten Strategie des Programms und der konkreten Umsetzung in den Bundesländern. Unsere Aufgabe ist es, die strategische Ausrichtung zu sichern, Entwicklungen zu steuern und Integrationsarbeit im Breitensport langfristig strukturell zu verankern. Wir schaffen dafür passende Rahmenbedingungen, analysieren Bedarfe, entwickeln Förderlogiken weiter und bauen strategische Kooperationen auf.

Gleichzeitig vertreten wir das Programm gegenüber Politik, Verwaltung und zivilgesellschaftlichen Partner*innen und machen sichtbar, welchen Beitrag der organisierte Sport für gesellschaftlichen Zusammenhalt und gleichberechtigte Teilhabe leistet.

Was sind die zentralen Schwerpunkte deiner Arbeit?

In meiner Arbeit geht es darum, den organisierten Sport in Hamburg dabei zu unterstützen, mit gesellschaftlichen Veränderungen Schritt zu halten und Teilhabe für möglichst viele Menschen zu ermöglichen. Ein Schwerpunkt liegt aktuell darauf, die Rolle und Leistungen von IdS in Hamburg klar zu positionieren. In einem Umfeld, das von sozialen Ungleichheiten, migrationspolitischen Debatten und zunehmender Polarisierung geprägt ist, ist es wichtig, den konkreten Beitrag des Sports zu Teilhabe, Zusammenhalt und demokratischer Kultur deutlich zu machen. Integration kann nur nachhaltig wirken, wenn die realen Herausforderungen der Vereine berücksichtigt werden. Viele stehen unter Druck - durch begrenzte Ressourcen, veränderte Ehrenamtsstrukturen und steigende soziale Anforderungen. Programmarbeit muss deshalb so gestaltet sein, dass sie für Vereine anschlussfähig bleibt und sie strukturell stärkt. Ziel ist es, Integration nicht nur über einzelne Angebote umzusetzen, sondern dauerhaft in Vereinsstrukturen zu verankern.

Gibt es regionale Unterschiede, wie „Integration durch Sport“ umgesetzt wird und falls ja, welche?

Ja. Das Programm verfolgt gemeinsame Ziele, ist aber bewusst so angelegt, dass es an unterschiedliche Realitäten angepasst werden kann. Hamburg ist stark sozialräumlich geprägt. Einkommensarmut und eingeschränkte Teilhabe konzentrieren sich auf bestimmte Quartiere - das zeigt sich auch im Sport.

Vereine in benachteiligten Stadtteilen stehen häufiger unter Druck, etwa durch Überlastung im Ehrenamt oder fehlende Ressourcen. Gleichzeitig haben sie eine besonders wichtige stabilisierende Funktion für Begegnung und Engagement. Unsere Programmarbeit setzt deshalb gezielt dort an, wo Unterstützung benötigt wird. Diese lokale Anpassungsfähigkeit ist eine zentrale Stärke des Programms.

75 Jahre Wiedergründung DSB: Der Gothaer Schützenhof – DSB-Gründungsstätte Gotha 1861

Die Schützentradition und das Brauchtum ist neben dem Sport ein fester und wichtiger Bestandteil der Schützenkultur im Deutschen Schützenbund, in den Landesschützenverbänden und ihren Untergliederungen. Schützentraditionen und Bräuche können dabei sehr unterschiedlich sein, wie die verschiedenen Beiträge der Landesverbände zeigen, die das gesamte Jahr über zum 75-jährigen Jubiläum der DSB-Wiedergründung veröffentlicht werden. Dieses Mal ist der Thüringer Schützenbund an der Reihe, der von der DSB-Gründungsstätte erzählt.

EM-Qualifikation Wiesbaden: Erst die Schnellfeuer-Junioren, jetzt die -Männer

Fiete Kühn (Stralsund), Philip Liebrecht (Isernhagen) und Arne Schallus (Suhl) werden aller Voraussicht nach die drei Schnellfeuerpistolen-Junioren sein, die den DSB bei der Europameisterschaft in Osijek/CRO (7. bis 17. Mai) vertreten werden. Das Trio setzte sich in der EM-Qualifikation durch und wurde zur Nominierung vorgeschlagen. Nach den Junioren steigen nun die Männer in ihre Qualifikation ein, Teil eins ist in Wiesbaden (10./11. März), Teil zwei in Breslau/POL (19. bis 22. März).

DSB: Treffen europäischer Schützenverbände in Straßburg

Vom 6. bis 8. März fand in Straßburg auf Einladung des französischen Verbandes das mittlerweile traditionelle jährliche Treffen mehrerer europäischer (deutschsprachiger) Schießsportverbände statt. Das Treffen dient seit einigen Jahren als informelle Plattform, um aktuelle Entwicklungen im internationalen Schießsport zu diskutieren und gemeinsame Positionen abzustimmen. Präsident Hans-Heinrich von Schönfels und Bundesgeschäftsführer Jörg Brokamp waren für den DSB dabei.

EM-Qualifikation Bogen: Ein ganz enges „Rennen“

Es war wahrscheinlich so knapp wie noch nie! Die interne EM-Qualifikation der Recurveschützen im türkischen Belek zeigte ein extrem dichtes Teilnehmerfeld bei Frauen und Männern. Am Ende schlug Bundestrainer Oliver Haidn Katharina Bauer (Raubling), Charline Schwarz (Feucht), Elisa Tartler (Berlin), Moritz Wieser (Trostberg), Jonathan Vetter (Deufringen) und Mathias Kramer (Herßum) dem Bundesausschuss Spitzensport zur Nominierung für die EM in Antalya/TUR (18. bis 24. Mai) vor.

Künstliche Intelligenz und Olympia in Deutschland

Bei der jährlichen Zusammenkunft der Verantwortlichen der Öffentlichkeitsarbeit von DSB, Landesverbänden und Jugend ging es am 7. März in Wiesbaden um zwei Schwerpunktthemen: Die Teilnehmer wurden von externen Referenten zu den Themen Künstliche Intelligenz und Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland informiert.

DM Bogen Halle Berlin: Der U18-Weltmeister glänzt in Berlin

27 Einzel- und sechs Mannschafts-Titel wurden am Wochenende bei der Deutschen Meisterschaft Bogensport Halle in Berlin vergeben. Dabei gab es Favoriten- und Überraschungssieger sowie einen überragenden 17-jährigen Compounder, der die Arrivierten allesamt in den Schatten stellte.

Miriam Welte wird DOA-Vorsitzende

Nachdem die langjährige Vorsitzende der Deutschen Olympischen Akademie (DOA), Prof. Dr. Gudrun Doll-Tepper, im vergangenen Jahr ihr Amt aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt hat, ist ihre Nachfolge geklärt: Miriam Welte, Bahnrad-Olympiasiegerin in London 2012 und Vizepräsidentin des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), übernimmt mit sofortiger Wirkung den Vorsitz der Bildungseinrichtung im Haus des Sports in Frankfurt.

Mehr Frauen in Führung. Ich committe mich.

Damit der Sport auch morgen kraftvoll und zukunftsfähig bleibt, braucht er vielfältige Perspektiven dort, wo Entscheidungen getroffen werden. Mehr Frauen in Führung ist kein Symbolthema. Es ist ein klares Bekenntnis zu Qualität, zu moderner Governance und zu nachhaltigem Wachstum. Studien zeigen: Teams mit vielfältiger Besetzung entscheiden differenzierter, agieren resilienter und entwickeln Organisationen erfolgreicher weiter. 

EM-Qualifikation Wiesbaden: Schnellfeuer-Junioren ermitteln EM-Team

Die Junioren-Weltmeisterschaft in Suhl (17. bis 25. Juni) ist in diesem Jahr DER große Höhepunkt für die deutschen Nachwuchs-Schützen, und darauf ist Vieles ausgerichtet. Doch vor der WM finden zahlreiche andere Wettkämpfe statt, wie beispielsweise die EM in Osijek/CRO (7. bis 17. Mai), für die am 7./8. März die deutschen Schnellfeuerpistolen-Junioren ihre Qualifikation durchführen.

Blick hinter die Kulissen: So entstehen RWS Randfeuerpatronen in Fürth

RWS, langjähriger DSB-Partner, hat zahlreiche internationale und nationale Top-Schützen unter Vertrag, die den Produkten des Munitionsherstellers vertrauen. Durch die enge Zusammenarbeit mit Spitzensportlern und Experten wird die Produktpalette stetig perfektioniert und erweitert. Wichtig dabei sind der stets aktive Gedankenaustausch mit den Schützen aus aller Welt und die Auseinandersetzung mit deren Anforderungen, wie ein Video mit Maximilian Ulbrich zur Produktion von RWS Randfeuerpatronen verdeutlicht.

Druckluft-EM Eriwan: Silber und Bronze zum Abschluss

Am letzten Wettkampftag der Druckluft-Europameisterschaft in Eriwan/ARM (1. bis 4. März) stockte das deutsche Team das Medaillenkonto nochmals auf: In den Solo-Wettbewerben mit dem Luftgewehr gab es Silber für Maximilian Ulbrich und Bronze für Hanna Bühlmeyer. Mit insgesamt zehn Medaillen kehrt das DSB-Team aus Armenien zurück.