Hauberg 2, 70771 Leinfelden-Echterdingen

WM-Qualifikation München & Berlin: Gewehrschützen und Skeeter gefordert

Es wird ernst für zwölf Gewehrschützen und die Skeeter: Am 17./18. August tragen die Gewehrschützen auf der Olympia-Schießanlage in Garching-Hochbrück im Luftgewehr und im Kleinkaliber-Dreistellungskampf ihre Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Doha/QAT (1. bis 14. November) aus. Zuvor (14. bis 16. August) ermitteln die Skeeter in Berlin in der dritten und finalen Qualifikation ihre WM-Teilnehmer.

Das Gesicht der Entwicklung der deutschen Hockey-Damen

Die Frage, warum sie diesen ganzen Aufwand noch immer auf sich nimmt, hat sich Lena Micheel schon das eine oder andere Mal gestellt. Seit Februar steckt sie sehr viel Energie in ihr Rechtsreferendariat, die ersten beiden Stationen an Hamburger Amtsgerichten hat sie hinter sich. „Es macht bislang sehr viel Spaß, die Themen holen mich ab“, sagt die 28-Jährige. Nach allem, was man so hört, ist ein Jurastudium mit anschließender praktischer Ausbildung anstrengender als ein Vollzeitjob in vielen anderen Branchen. Doch Zeit zum Ausruhen gibt es für Lena nicht, denn sie hat ein Hobby, das einen zweiten Hauptberuf ausfüllen würde, aber bei weitem nicht wie ein solcher vergütet wird. Sie ist Hockey-Nationalspielerin und in diesen Tagen mit den deutschen Damen in Belgien gefragt. Dort, in der Belfius Hockey Arena in Wavre, finden, in Co-Gastgeberschaft mit Amstelveen in den Niederlanden, die Feld-Weltmeisterschaften statt (siehe Infobox). 

Und dieses Turnier ist ein Teil der Antwort auf die eingangs gestellte Frage. „Mir macht es einfach so viel Spaß, dass sich der Aufwand noch immer lohnt“, sagt die Mittelfeldspielerin, „es bedeutet mir alles, weiterhin bei der Nationalmannschaft sein zu können.“ Hockey, heißt es weithin oft, sei ein akademischer Sport, in dem die Besten früh aufhören, weil die Aufwandsentschädigung keine Rechnungen zahlt und der Übergang ins Berufsleben deshalb eher früher als später gelingen muss. Im Herrenbereich mag sich das mittlerweile ein Stück weit verändert haben, bei den Damen stimmt es in den meisten Fällen weiterhin. Auch deshalb ist Lena, die in Berlin aufwuchs und 2016 vom TuS Lichterfelde der besseren sportlichen Aussichten wegen zum Uhlenhorster HC in die Hockey-Hochburg Hamburg wechselte, mit ihren 28 Jahren neben Torhüterin Nathalie Kubalski (32/Düsseldorfer HC) die einzige Spielerin im Aufgebot von Bundestrainerin Janneke Schopman, die bereits vor acht Jahren im Kader für die WM in London stand.

Seit 2018 hat Lena jedes große Turnier gespielt

Weil die „Danas“, wie sich die deutschen Hockey-Damen nennen, seit 2018 eine erstaunliche Metamorphose durchlaufen haben, lohnt ein Gespräch mit der stets bedächtigen und reflektierten Kreativspielerin doppelt. Weil sie ihre Worte sorgfältig abzuwägen, gleichzeitig aber Prozesse klar zu benennen weiß. Und weil auch sie eine Wandlung erlebt hat, die beispielhaft dafür steht, wie lebensprägend Leistungssport sein kann. „Natürlich bin ich sehr stolz und dankbar dafür, dass ich seit 2018 jedes große Turnier spielen durfte“, sagt sie, „man nimmt das im Alltag manchmal gar nicht so wahr, aber wenn ich darüber nachdenke, dann kann ich von diesen Erfahrungen extrem zehren. Ich bin jetzt in der Lage, dass ich als erfahrene Spielerin einerseits Dinge weitergeben darf, aber auch die Chance bekomme, mich Neuem zu öffnen, und das bringt mir mit dem Team gerade sehr viel Spaß“, sagt sie. 

Das war allerdings, so ehrlich möchte sie sein, nicht von Beginn an so. Nach den Olympischen Spielen 2024 in Paris gab es einen großen Umbruch im deutschen Damenteam. Bundestrainer Valentin Altenburg wurde durch die Niederländerin Schopman ersetzt, eine Reihe an Leistungsträgerinnen, mit denen Lena Micheel aufgewachsen war, erklärte ihr Karriereende. „Dass sich gewisse Personalien verändern würden, war abzusehen, aber dass es so krass werden würde, hat mich schon mitgenommen. Ich hatte Probleme, mich ganz offen in die neue Kampagne zu stürzen, und brauchte Zeit, bis ich Vertrauen in das Projekt geschöpft habe“, sagt Lena, die zudem auch noch innerhalb Hamburgs den Verein gewechselt hatte und auch beim Großflottbeker THGC einen Neustart wagte. Glücklicherweise sei sie auf eine Bundestrainerin getroffen, „die sehr offen war und mir diese Zeit gegeben hat. 2025 war ein toughes Jahr, aber ich bin froh, dass ich diesen Weg gehen konnte, denn das sehr junge, neue Team holt mich total ab“, sagt sie. 

WM 2018 als Startschuss für die Abwärtskurve

Die Identitätsfindung eines Sportteams ist immer wieder ein herausfordernder, komplexer, aber auch intensiver und hochspannender Prozess. Lena Micheel erinnert sich an die WM 2018, als sie, damals 20 Jahre alt und im ersten Jahr im A-Kader, in die Gruppe hineinrutschte, die zu einem großen Teil noch aus den Spielerinnen bestand, die bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro 2016 Bronze und die bis dato letzte Olympiamedaille für das deutsche Damenhockey gewinnen konnten. „Ich war zwar noch nie schüchtern, aber mit meinen ganzen Idolen eine WM spielen zu dürfen, hat mich doch nachhaltig beeindruckt“, sagt sie rückblickend. Als Stürmerin, die sie davor und danach nie war, sollte sie „einfach mal machen“. Die Außenwirkung des Teams, das der Belgier Xavier Reckinger nach Rio übernommen hatte, um es auf die nächsten Spiele in Tokio vorzubereiten, habe sie kaum wahrgenommen. „Für mich war es unglaublich, neben Topstürmerinnen wie Marie Mävers, Lisa Altenburg und Charlotte Stapenhorst zu spielen, damit hatte ich genug zu tun“, sagt sie. 

Dennoch ordnet Lena die WM 2018 als „Startschuss für die Abwärtskurve“ ein, in die das deutsche Damenhockey hineinschlitterte. „Dort ist das Problem mit den Do-or-die-Spielen entstanden, das uns irgendwie bis Paris 2024 begleitet hat“, sagt sie mit Blick auf das Viertelfinalaus gegen Spanien. In der Gruppenphase, die die Deutschen ohne Punktverlust absolvierten, hatte man die Ibererinnen noch souverän 3:1 bezwungen und damit die neu eingeführte Viertelfinalqualifikation vermieden. In der Runde der letzten acht spielte dann zwar nur eine Mannschaft, das einzige Tor jedoch schossen die Spanierinnen. „Uns war mindestens das Halbfinale zugetraut worden, und auch im Team selbst waren die Erwartungen hoch. Diese Niederlage war ein echter Niederschlag“, erinnert sie sich. 

Sterne des Sports: Bewerberzahlen auf höchstem Stand seit 2017

Die „Sterne des Sports“, mit denen der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und die Volksbanken Raiffeisenbanken gesellschaftliches Engagement von Sportvereinen würdigen, stoßen weiterhin auf große Resonanz. Für das Wettbewerbsjahr 2026 sind 1.386 Bewerbungen eingegangen.

Vom 1. April bis 30. Juni 2026 konnten sich Sportvereine für die „Sterne des Sports“ bewerben. Die Einreichung erfolgte erneut vollständig online über die Websites der teilnehmenden Volksbanken Raiffeisenbanken sowie zentral über die „Sterne des Sports“-Website. 

Mit 1.386 Bewerbungen wurde nicht nur das Vorjahresergebnis um rund 200 Bewerbungen übertroffen, gleichzeitig ist es der höchste Bewerberstand seit dem Jahr 2017. 

DM Sportschießen München: RWS Testschießstand täglich ab 8 Uhr

Vom 21. – 30.08.2026 finden auf der Olympia-Schießanlage Hochbrück bei München die Deutschen Meisterschaften statt – DSB-Partner RWS ist hautnah dabei mit Testschießstand und als Partner des Shooty Cups der Deutschen SchützenJugend.

DM FITASC-Parcours Dornsberg: Erneute Rekordbeteiligung erwartet

Bei der auf dem Dornsberg am Wochenende (15./16. August) stattfindenden Deutsche Meisterschaft FITASC-Parcours wird mit rund 215 Starterinnen und Startern eine erneute Rekordbeteiligung erwartet.

Tag der Jugend: Junge Menschen gestalten Sport

Rund jede*r zweite Jugendliche ist Mitglied in einem Sportverein. Dabei sind Vereine nicht nur Orte für Bewegung und Gemeinschaft, sondern auch wichtige Räume, in denen junge Menschen Verantwortung übernehmen, sich engagieren und ihre Perspektiven einbringen können.

Nach der DOSB-Bestandserhebung sind rund 1,74 Millionen Jugendliche im Alter von 15 bis 18 Jahren Mitglied in einem Sportverein. Dabei sind 65 Prozent der Jungen und 45 Prozent der Mädchen in dieser Altersgruppe im Sportverein aktiv. Viele junge Menschen bleiben dabei nicht bei der sportlichen Teilnahme, sondern übernehmen selbst Verantwortung – als Trainer*innen, Schiedsrichter*innen, Jugendsprecher*innen oder bei der Organisation von Angeboten und Veranstaltungen.

„Wir sind nicht nur die Zukunft. Wir sind auch die Gegenwart.“

Was ein Engagement im Sportverein bedeutet, erlebt Lena Noske aus eigener Erfahrung. Die 18-Jährige aus Berlin spielt Eishockey und engagiert sich seit 2022 als Trainerin in ihrem Verein. Inzwischen hat sie auch erste Erfahrungen als Schiedsrichterin gesammelt.

„Wir sind nicht nur die Zukunft. Wir sind auch die Gegenwart“, sagt Lena. „Wir leben heute in dieser Gesellschaft, gehen heute zur Schule, machen heute eine Ausbildung, treiben heute Sport und engagieren uns heute. Deshalb sollten wir auch heute die Möglichkeit haben, unsere Meinung einzubringen und Verantwortung zu übernehmen.“

Ihr Verein hat Lena bei ihrer Trainerausbildung unterstützt und ihr ermöglicht, Verantwortung für jüngere Spieler*innen zu übernehmen. Für sie zeigt sich daran, wie viel möglich wird, wenn junge Menschen Vertrauen und entsprechende Möglichkeiten bekommen. Gleichzeitig braucht Engagement passende Rahmenbedingungen. Schule, Ausbildung, Sport und Ehrenamt miteinander zu verbinden, sei gerade für junge Menschen häufig eine Herausforderung.

DM Sportschießen München: Große Zahlen werfen ihre Schatten voraus

Vom 21. bis 30. August ist es wieder so weit: Dann steigt das größte Sportschützenfest Deutschlands, dann findet die Deutsche Meisterschaft Sportschießen auf der Olympia-Schießanlage in Garching-Hochbrück statt. Mit knapp 10.000 Starts ist das Event das mit Abstand größte innerhalb des Deutschen Schützenbundes.

Faszination Bogen: Highlights in Hannover und Rom

Heiß her ging es in den letzten Wochen nicht nur bei Sommerwetter und -temperaturen. Unsere Bogen-Cracks haben der Hitzewelle getrotzt und erneut großartige Wettkämpfe bestritten. Wir berichten von Die Finals, die dieses Jahr in Hannover stattfanden sowie von der Nachwuchs-EM in Rom.

Weltcupfinale Saltillo: Katharina Bauer rückt nach

Doppelt gemoppelt hält besser! Ganz nach diesem Motto ist der Deutsche Schützenbund mit zwei Katharinas beim Weltcupfinale Bogensport im mexikanischen Saltillo (12./13. September) vertreten. Nach Compounderin Katharina Raab (Wertach) rückte nun Recurverin Katharina Bauer (Raubling) in das elitäre Feld nach.

Armbrust-EM Châteauroux: Zum Abschluss ein Weltrekord

Am letzten Tag der Armbrust-EM auf der Olympia-Schießanlage in Châteauroux/FRA fanden die Finals mit der 30m-Armbrust statt und rundeten den starken DSB-Auftritt mit weiteren Medaillen und einem neuen Weltrekord ab.

WM-Qualifikation Suhl: Entscheidung bei den Pistolenschützen

Vom 12. bis 15. August fällt am Bundesstützpunkt in Suhl die Entscheidung, welche Pistolenschützen den Deutschen Schützenbund bei der Weltmeisterschaft in Doha/QAT (1. bis 14. November) vertreten werden. Die Sportlerinnen und Sportler mit Luft-, Sport- und Schnellfeuerpistole treten zu Teil zwei ihrer WM-Qualifikation an.

DSB trauert um Ehrenmitglied Dieter Ohmayer

Dieter Ohmayer, Ehrenmitglied des Deutschen Schützenbundes, ist am 10. August 2026 im Alter von 88 Jahren gestorben. Die Nachricht hat tiefe Trauer in uns allen ausgelöst.

DM Target Sprint Hatten: Spannung, Hitze und ein „kleines Wunder“

Ein langes, packendes und hochemotionales Wettkampfwochenende liegt hinter den Target Sprint Fans. Vom 7. bis 9. August 2026 trafen sich die besten Target Sprinter Deutschlands im niedersächsischen Hatten bei Oldenburg. Im Verbandsgebiet des Nordwestdeutschen Schützenbundes (NWDSB) kämpfte die nationale Elite um die begehrten Meistertitel.

Armbrust-EM Châteauroux: Auch DSB-Feldarmbrustschützen erfolgreich

Neben den Match-Armbrustschützen waren in der vergangenen Woche auch die Feldarmbrustschützen bei der Europameisterschaft aktiv. Im französischen Châteauroux auf der Olympia-Schießanlage waren alle erfolgreichen Nationen der letzten Jahre versammelt.

Der Welt zeigen, dass mit dem deutschen Flag Football zu rechnen ist

Etwas Größeres als das, was in dieser Woche auf sie wartet, haben sie in ihren sportlichen Karrieren noch nie erlebt. Entsprechend intensiv ist die Vorfreude, die die Mitglieder der deutschen Nationalmannschaften im Flag Football ausstrahlen, wenn das Gespräch auf das Mega-Event kommt, zu dem vom 13. bis 16. August die jeweils 16 besten Frauen- und Männerteams der Welt im Düsseldorfer Stadtteil Garath gegeneinander antreten. Die Weltmeisterschaften in der kontaktarmen, weil tackle-freien Variante des American Football sind nicht nur die ersten Welttitelkämpfe ihrer Art in Deutschland. Sie bieten auch die erste Chance, sich ein Ticket für die Olympiapremiere des weltweit wachsenden Sports im Sommer 2028 in Los Angeles zu sichern. Kein Wunder also, dass die Protagonist*innen den Kick-off nicht erwarten können.

„Wir sind alle sehr hungrig, deshalb wird es höchste Zeit, dass es endlich losgeht“, fasst Jona Winkel die Stimmungslage im deutschen Lager zusammen. Der 35-Jährige ist seit 2023, als die Aufnahme von Flag Football ins Programm für Los Angeles Fakt wurde und der Sport dadurch in die Olympiaförderung rutschte, als Chefbundestrainer der Mann für das große Ganze, aber auch weiterhin Headcoach der deutschen Frauen. Bei den Männern hat diese Rolle seit Anfang vergangenen Jahres der Mexikaner Said Salazar Deciga inne. Auch er sagt: „Es ist deutlich zu spüren, dass die Mannschaft bereit ist, das große Ziel in den Fokus zu nehmen. Wir freuen uns riesig darauf, der Welt zeigen zu können, dass mit dem deutschen Flag Football zu rechnen ist.“

Sechs Teams pro Geschlecht starten in Los Angeles 2028

Die Ausgangslage für die „Road to L.A.“ ist klar. Nur je sechs Teams pro Geschlecht dürfen um die historischen ersten Flag-Football-Olympiamedaillen kämpfen. Die US-Mannschaften sind als Gastgeber automatisch qualifiziert, hätten aber auch sportlich damit wenig Probleme gehabt. Bei den Männern sind die Amerikaner die klar dominierende Nation, dahinter folgen Mexiko und Kanada. Bei den Frauen ist Mexiko amtierender World-Games-Champion und Kontinentalmeister, Weltmeister USA, Kanada und auch Australien agieren jedoch auf Augenhöhe. In Düsseldorf stehen – sollten die US-Teams unter den Top drei landen – noch zwei weitere Tickets pro Geschlecht zur Disposition. Wer leer ausgeht, muss sich im kommenden Jahr bei den fünf Kontinentalmeisterschaften unter die besten zwei noch nicht qualifizierten Teams vorkämpfen, um sich die Teilnahme an der finalen Qualifikationsstufe zu sichern. Im Mai 2028 spielen die daraus hervorgehenden zehn Teams pro Geschlecht in Montreal (Kanada) je zwei weitere Olympiatickets aus. Die jeweils acht Nationen, die dann noch ohne Fahrschein sind, fliegen nach Orlando weiter, wo Anfang Juni der letzte L.-A.-Platz vergeben wird.

DM Feldbogen Kellinghusen: Favoritensiege im Norden der Republik

Bei den Deutschen Meisterschaften Feldbogen im schleswig-holsteinischen Kellinghusen gab es bei Frauen und Männern keine Überraschungen: Mit Florian Unruh (SSC Fockbek), Svenja Herrmann (ASC Göttingen, beide Recurve), Henning Lüpkemann (SV Loccum) und Julia Böhnke (TV Meßkirch, beide Compound) setzten sich die Favoriten durch.

Armbrust-EM Châteauroux: DSB-Schützen mit zahlreichen Medaillen

Die deutschen Armbrustschützen haben bei der EM im französischen Châteauroux (4. bis 8. August) sehr erfolgreiche Tage erlebt: Gleich am ersten Tag mit der 30m-Armbrust sorgte das Trio Louis Fürst, Simon Eiglsperger und Marius Klöckers für eine faustdicke Überraschung, als es mit neun Ringen Vorsprung den EM-Titel mit der 30m Armbrust gewann.

Aktuelle Förderungen für Sportstätten im Überblick

Die Übersicht über die Bundesförderprogramme für Sportstätten und Sporträume wurde aktualisiert. Sie bündelt zentrale Informationen zu Fördergegenständen, Antragsberechtigten, Förderquoten, Fristen und zuständigen Stellen. 

 

Fecht-Weltmeisterin Larissa Eifler ist „Sportlerin des Monats“ Juli

Larissa Eifler ist „Sportlerin des Monats” Juli. Ihr Weltmeistertitel in Hongkong beendet eine zwölfjährige Durststrecke für den Deutschen Fechter-Bund und bedeutet das erste WM-Gold seit 2014. Als 33. der Weltrangliste angereist, kämpfte sich die Säbelfechterin mit einer beeindruckenden Serie durch das Turnier und bezwang unter anderem die französische Olympiasiegerin Manon Apithy. Im Finale gegen Sara Balzer drehte sie einen 1:6-Rückstand und sicherte sich schließlich mit 15:10 die Goldmedaille. Diese außergewöhnliche Leistung der gebürtigen Hessin und Wahl-Kölnerin würdigten nun auch die Sporthilfe-geförderten Athletinnen und Athleten mit 59 Prozent der Stimmen. Mit ihrer WM-Medaille qualifiziert Larissa Eifler sich außerdem für den Sporthilfe Club der Besten im September in Ägypten.

Hinter Larissa Eifler sichert sich die deutsche 7er-Rugby-Nationalmannschaft (22,4 %) Platz zwei bei der Sporthilfe-Wahl. Das Team feierte beim Heimturnier in Hamburg einen eindrucksvollen Sieg und verpasste nach dem dritten und letzten Turnier der Europameisterschaftsserie in Split mit Rang vier in der Gesamtwertung eine Medaille nur knapp. Das deutsche Gehörlosen-Herren-Tennisteam (18,6 %) konnte sich bei den World Deaf Team Championships im französischen Grenoble zum Teamweltmeister krönen: Urs Breitenberger, Luca Stehen und Cedric Kaufmann blieben im gesamten Turnierverlauf ungeschlagen und sicherten sich den Titel mit einem packenden 2:1-Finalsieg gegen Gastgeber Frankreich.

Für ihre herausragenden Leistungen waren die Athletinnen und Athleten von der Athletenkommission im DOSB, von SPORT1 und von der Sporthilfe für die Wahl nominiert worden.

Anders als bei Medien- oder Publikumswahlen entscheiden bei der Sporthilfe-Wahl zur Sportlerin bzw. zum Sportler des Monats ausschließlich Deutschlands beste Nachwuchs- und Spitzenathletinnen und -athleten. Dadurch erhält die Auszeichnung ihre besondere sportliche Wertigkeit. Zu Beginn eines jeden Monats stellt die Sporthilfe den rund 4.000 geförderten Athletinnen und Athleten Kandidatinnen oder Kandidaten zur Wahl, die sich im Vormonat durch herausragende Leistungen empfohlen haben. Die Stimmabgabe erfolgt per Online-Voting.

Deutsche Sporthilfe

 

„Es war und ist eine wilde Reise, die uns an Grenzen gebracht hat“

DOSB: Michael, welche Bedeutung hat die erste WM in Deutschland für euren Sport hierzulande?

Michael Schwarzer: Die mit Abstand größte, die ein Turnier in der noch jungen Geschichte unseres Sports je hatte. Wir haben schon einige internationale Events gespielt, aber noch nie zu Hause und vor allem auch noch nie mit der Aussicht auf die Qualifikation für Olympische Spiele.

Seit Flag Football 2023 ins Olympiaprogramm für Los Angeles aufgenommen wurde, ist sehr viel passiert in eurem Sport. Was sind aus deiner Sicht die wichtigsten Entwicklungsschritte, die gegangen wurden?

Die vergangenen drei Jahre waren wirklich eine super spannende Zeit, die uns in einem Rekordtempo auf ein anderes Niveau gehoben hat. Wir waren anfangs ein normaler nicht-olympischer Fachverband, der über die Aufnahme ins Programm der World Games in die Förderung gerutscht ist. Und nun sind wir zumindest vorläufig ein olympischer Fachverband. Das war und ist eine wilde Reise, denn die notwendigen Strukturen aufzubauen, um den Förderrichtlinien des DOSB und des Fördermittelgebers Bundeskanzleramt gerecht zu werden, war eine Herausforderung, die uns an Grenzen gebracht hat. Wir mussten eine Bundesliga aufbauen, die es in der Form nicht gab, um ein Zuhause für den Regelspielbetrieb zu schaffen. Dazu galt es, das notwendige qualifizierte Personal für den Trainings- und Organisationsbereich zu finden, was sehr wichtig war, um auf internationalem Niveau mithalten zu können. Und wir konnten dank der Unterstützung des DOSB und der Politik auch in den Altersklassen U15 und U17 Jugend-Nationalkader als Unterbau für die A-Nationalmannschaften aufbauen.

Wie hat sich die Zahl der Mitglieder und Vereine über die vergangenen Jahre entwickelt?

In einem Tempo, das uns ehrlich gesagt ein wenig über den Kopf gewachsen ist. Wir gehören weltweit zu den Top drei der am schnellsten wachsenden Sportarten, bei den Frauen ist es meines Wissens die am schnellsten wachsende. Es geht überall steil bergauf. Vor der Aufnahme ins olympische Programm hatten wir 780 Mitglieder in 52 Mannschaften, laut der aktuellen Erhebung von Mai 2026 sind wir nun bei 8784 Mitgliedern in 601 Mannschaften. Um diesem Ansturm gerecht zu werden, haben wir uns mit den Landesverbänden zusammengetan, um zu ergründen, welche Schritte wir gemeinsam gehen konnten. Zum Beispiel musste eine komplette Trainerausbildung implementiert werden, denn es gab schlicht keine Trainerinnen und Trainer, die auf Flag Football spezialisiert waren. Man muss aber die Tackle-Variante und Flag Football unbedingt differenziert betrachten. Das ist der Grund dafür, dass es bislang noch keine A-Lizenz-Inhaber in Deutschland gibt. Strukturell sind wir an manchen Stellen noch nicht so weit, wie wir sein müssten und sein wollten, so ehrlich müssen wir sein.

Welches Potenzial siehst du für den Flag Football im Vergleich zum Tackle-Football in Deutschland?

Der Anstieg wird so lange anhalten, bis der Markt gesättigt ist. Und das kann noch eine ganze Weile dauern. Der Einstieg in den Flag Football ist um ein Vielfaches einfacher als in die Tackle-Variante, denn Flag Football ist deutlich weniger verletzungsträchtig, und man benötigt keine komplette Schutzausrüstung. Das Potenzial ist riesig, vor allem mit Blick darauf, Kinder und Jugendliche an den Sport heranzuführen, aber die Strukturen müssen natürlich mitwachsen. Und was das Zuschauerpotenzial angeht, ist die Tackle-Variante klar dominierend, daran werden auch die Olympischen Spiele nichts ändern. Flag Football ist kein gewachsener Fernsehsport.

Die gesamte Organisation der Ausrichtung der WM übernimmt die Agentur D-Sports. Wie seid ihr als Verband dennoch in die Organisation eingebunden?

Tatsächlich gar nicht. Das lokale Organisationskomitee organisiert alles für alle 32 teilnehmenden Mannschaften. Wir konnten uns nicht einmal selbst ein Hotel buchen. Als bekannt wurde, dass es die WM in Düsseldorf geben wird, haben wir mit dem Landesverband Nordrhein-Westfalen unsere Hilfe für die Akquise von Freiwilligen angeboten. Ansonsten haben wir mit der Ausrichtung als Verband nichts zu tun.

Welche Rolle spielt die Stadt Düsseldorf für den Flag Football?

Eine ganz entscheidende, denn die Stadt hat sehr stark dafür geworben, diese WM ausrichten zu dürfen. Mit den Firecats gibt es in Düsseldorf im Frauenbereich ein absolutes Vorzeigeteam, das viel für das positive Image unseres Sports tut. Außerdem ist Düsseldorf seit 2022 Standort des Hauptquartiers der NFL in Deutschland. Insofern ist die Stadt extrem wichtig für den Flag Football.

In welcher Form unterstützt die NFL die Entwicklung des Flag Footballs in Deutschland?

Seit die NFL Deutschland ihr Büro in Düsseldorf hat, haben wir als Verband endlich Ansprechpartner, die die Probleme und Strukturen in Deutschland kennen. Amerikaner sind von den Vereinsstrukturen, die es hier gibt, schnell überfordert, so etwas gibt es in den USA nicht. Dank der NFL Deutschland, die mit Personal und finanziellen Mitteln wie zum Beispiel über das Projekt „Flag Up“, das Schulen oder Vereinen komplette Ausrüstungssets zur Verfügung stellt, unterstützt, ist Flag Football an die Schulen gekommen. Daraus generieren unsere Vereine eine Menge neuer Mitglieder.

Die Faszination der Vielseitigkeit

Die besondere, weltweit geschätzte Atmosphäre, die der Sportpark Soers in Aachen für den Pferdesport entwickeln kann, hat Julia Krajewski schon früh schätzen gelernt. 17 Jahre war sie alt, als 2006 zum bislang letzten Mal die damals noch als Weltreiterspiele bekannten Weltmeisterschaften in Deutschland ausgetragen wurden. „Ich war damals mit meinen Eltern am Geländetag zu Fuß unterwegs und habe die Stimmung auf mich wirken lassen. Aachen war schon damals wahnsinnig beeindruckend und ist es bis heute geblieben“, sagt die Vielseitigkeitsreiterin, die in dieser Woche vor einer ganz besonderen Herausforderung steht. Im Zuge der Heim-WM, die von diesem Dienstag bis zum 23. August ausgetragen wird, geht sie im Einzel und mit der Mannschaft auf Medaillenjagd. „Eine WM in Aachen als Sportlerin erleben zu dürfen, ist etwas ganz Besonderes. Natürlich ist der Druck hoch, weil das Publikum Erfolge von einheimischen Reitern sehen will. Aber damit kann ich umgehen und freue mich riesig auf die kommenden Tage“, sagt die 37-Jährige.

Ihr Name ist auch Pferdesport-Laien spätestens seit den Olympischen Spielen 2021 in Tokio ein Begriff. Als erste Frau in der Geschichte der Vielseitigkeit, die aus den Teildisziplinen Dressur, Geländeritt und Springen besteht, konnte die Niedersächsin mit ihrer 2023 vom Leistungssport zurückgezogenen Stute Amande de B’Neville Olympiagold gewinnen. „Olympiasiegerin bleibt man für immer, damit kann jeder etwas anfangen“, sagt sie, „die Dinge funktionieren zwar auch danach nicht von allein, aber man bekommt mehr Möglichkeiten, mit Sponsoren oder Pferdebesitzern zu arbeiten.“ Besonders gefreut habe sie sich darüber, dass ihr Triumph viele Mädchen und Frauen dazu inspiriert hat, ebenfalls den Weg in den Pferdesport zu suchen. „Ich habe viele Zuschriften bekommen, auch aus Ländern, in denen es nicht selbstverständlich ist, dass Frauen im Pferdesport aktiv sind“, sagt sie. Persönlich habe sie vor allem in puncto Selbstvertrauen profitiert. „Der Olympiasieg hat mir gezeigt, dass ich ganz oben mithalten kann, er hat mich gelassener werden lassen.“

Vor vier Jahren gewann Julia WM-Gold mit dem Team

Aus sportlicher Sicht ist WM-Gold in der Reitwelt genauso hoch angesehen wie olympisches Gold, auch weil die Welttitelkämpfe ebenfalls nur alle vier Jahre ausgetragen werden. Deshalb strebt Julia, die 2022 in Pratoni del Vivaro (Italien) Gold mit dem Team und Silber in der Einzelwertung gewinnen konnte, in Aachen erneut nach der doppelten Krönung. „Mit dem Team ist eine Medaille absolut drin, für eine Einzelmedaille muss die Tagesform stimmen und vieles perfekt laufen“, lautet ihre ehrliche Selbsteinschätzung. Wenn sie ihr Ziel, in jeder Teildisziplin die bestmögliche Leistung zu bringen, erreicht, dürfte ein Abschneiden wie vor vier Jahren zumindest im Bereich des Machbaren liegen.

Dass in der Vielseitigkeit die Mannschaftswertung, die aus den Einzelergebnissen zusammengesetzt wird, Priorität besitzt und in gewissen Konstellationen das persönliche Abschneiden zurückgestellt werden muss, ist für Julia Krajewski noch nie ein Problem gewesen. „Ich habe es früh gelernt, dass zuerst geschaut wird, wie die beste Teamleistung geliefert werden kann. Wenn das bedeutet, dass man zum Beispiel mit einem eher vorsichtigen Ritt im Gelände die persönlichen Medaillenchancen schmälert, aber das Resultat des Teams absichern kann, ist das für mich fein. Wenn das Team eine Medaille gewinnt, gewinnt in der Regel auch mindestens ein Teammitglied eine Einzelmedaille. Und davon profitiert mal der eine und mal die andere. Im Team fängt man sich gegenseitig auf, deshalb ist eine Teammedaille etwas sehr Besonderes“, sagt sie auch mit Blick auf ihre ersten Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro, als sie mit Samourai du Thot das Streichergebnis lieferte, aber dennoch Teamsilber gewann.

Bundestrainer Thomsen fehlt wegen eines Reitunfalls

In diesem Jahr sind neben ihr der vierfache Olympiasieger Michael Jung (43/Horb) mit Chipmunk, Malin Hansen-Hotopp (48/Hürup) mit Carlitos Quidditch, Libussa Lübbeke (25/Warendorf) mit Caramia und Christoph Wahler (32/Uelzen) mit D'Accord für das Team nominiert. Reservereiter ist Arne Bergendahl (35/Hamminkeln) mit Bronco. Welche vier Duos für den Teamwettbewerb nominiert werden, entscheidet sich kurzfristig. Nicht dabei ist einer, der Julia Krajewski für persönliche Gespräche besonders fehlen wird: Peter Thomsen. Der Bundestrainer erholt sich noch immer von den Folgen eines Reitunfalls im Juni, der 65-Jährige wird vom Franzosen Rodolphe Scherer vertreten. „Das funktioniert gut und hat sich schnell eingespielt. Wir sind nach Peters Ausfall noch einmal enger zusammengerückt und wollen nun für ihn Medaillen holen“, sagt Julia.

Wer die Pferdewirtschaftsmeisterin fragt, worin für sie die Faszination der Vielseitigkeit liegt, erhält eine Antwort, die erahnen  lässt, wie tief ihre Leidenschaft für den Sport sitzt, und wie verantwortungsbewusst sie gleichzeitig für die Beziehung zum Sportpartner Pferd eintritt. „Die Herausforderung ist, die Pferde so umfassend und komplex zu trainieren, dass sie alle drei Disziplinen in etwa gleich gut beherrschen. Die Pferde sind quasi Triathleten, sie sind Alleskönner, die Ausdauer im Gelände, Ausdruck in der Dressur und Technik im Springen in sich vereinen“, sagt sie. Immer wieder aufs Neue überrasche sie die Intelligenz der Tiere, die innerhalb weniger Stunden zwischen den Herausforderungen umschalten könnten. „Das ist jedes Mal beeindruckend und deshalb strategisch auch sehr spannend.“

Während in Zeiten, als die Vielseitigkeit noch unter Military firmierte, manchmal geunkt wurde, dass deren Protagonist*innen im Reiten zwar vieles ein bisschen, aber nichts richtig beherrschen würden, hat sich das Ansehen längst gewandelt. „Die besten Vielseitigkeitsreiter halten mittlerweile auch in Wettkämpfen in den Spezialdisziplinen mit der Weltspitze mit. Das Niveau ist wahnsinnig hoch und wird in der Szene respektiert und anerkannt“, sagt Julia, die persönlich keine Lieblingsdisziplin hat. „Das ist pferde- und situationsabhängig. Das größte Talent habe ich wohl in der Dressurarbeit. Beim Springen hat es etwas länger gedauert, bis ich mich sicher fühlte, aber das geht mittlerweile auch problemlos.“ Das größte Augenmerk legt sie sowohl bei sich selbst als auch beim Pferd auf die körperliche Fitness. „Ausdauer- und Konditionsarbeit ist die Basis. Die konditionelle Grundlage beim Pferd muss gut sein, das dient der Gesunderhaltung. Erst danach schauen wir, ob das Pferd mehr Gymnastik oder mehr Sprungtraining braucht. Individualität zu beachten ist extrem wichtig.“

DFJW: Sport, Völkerverständigung und unvergessliche Erlebnisse in der Normandie

Eine erlebnisreiche Woche mit sportlichen Höchstleistungen, gelebter Gemeinschaft und einer besonderen Ehrung für langjähriges Engagement. Der jährliche deutsch-französische Jugendaustausch führte unsere Nachwuchsschützinnen in diesem Jahr nach Frankreich in die Normandie.

Bildung: Lehrreferenten der Landesverbände tagen in Wiesbaden

Vom 31. Juli bis 2. August kamen die Lehrreferentinnen und Lehrreferenten der Landesverbände zu ihrer jährlichen Arbeitstagung in Wiesbaden zusammen. Bis auf zwei entschuldigte Landesverbände nahmen Vertreterinnen und Vertreter aus 18 Landesverbänden an der Veranstaltung teil. Geleitet wurde die Tagung von DSB-Vizepräsident Dieter Vierlbeck, der die Teilnehmenden begrüßte und über die Ergebnisse der Sitzung des DSB-Bildungsausschusses vom Vortag informierte.

Armbrust-EM Châteauroux: Weitere Medaillen bei der Armbrust Europameisterschaft in Châteauroux

Nach den DSB-Juniorinnen und Junioren waren am 1. Wettkampftag auch die Erwachsenen gefordert. Am Start waren auf der kurzen 10m Distanz, neben den deutschen Armbrustspezialisten, die starken Armbrustnationen aus Frankreich, Österreich und der Schweiz.

Armbrust-EM Châteauroux: Paukenschlag zum Start der Armbrust-EM in Châteauroux

Die DSB-Juniorinnen und Junioren überzeugten bei der IAU-Armbrust-Europameisterschaft auf der Olympia-Schießanlage im französischen Châteauroux auf ganzer Linie.