Hauberg 2, 70771 Leinfelden-Echterdingen

DM KK-&LP Auflage Hannover: Knapp 1600 Teilnehmer am Start

Es ist Herbst und damit stehen die Deutschen Meisterschaften im Auflagebereich im Fokus. Den Anfang machen – wie immer – die nationalen Titelkämpfe in Hannover (1. bis 4. Oktober), wo die Titelträger in den Kleinkaliber-Disziplinen (Gewehr und Pistole) sowie mit der Luftpistole gekürt werden.

„Gerade für junge Generationen kann Olympia etwas Besonderes sein“

DOSB: Herr Oberbürgermeister, wie war die erste Feier nach der Krönung Münchens zum Bewerber um Olympische und Paralympische Spiele?

Dominik Krause: In München wurde auf jeden Fall ordentlich gefeiert, im Alten Rathaus fand unser Public Viewing mit vielen Gästen aus der ganzen Stadtgesellschaft statt. Ich selber bin am späten Nachmittag noch zurückgefahren und hatte am Sonntagmorgen direkt wieder einen Termin auf der Wiesn – aber gefeiert wurde schon auch.

Mit ein wenig Abstand zum Trubel der Bewerbungsphase: Was hat aus Ihrer Sicht den Ausschlag dafür gegeben, dass sich das enge Evaluierungsergebnis auf den Punktzetteln der Delegierten nicht niedergeschlagen und München doch sehr deutlich gewonnen hat?

Wir haben beim Evaluierungsergebnis schon gesehen, dass die Verbände uns durch die Bank auf Platz eins gesetzt hatten. Insofern waren wir vorsichtig optimistisch, dass sich das auch bei der Abstimmung zeigen wird – was ja dann auch der Fall war. Und eigentlich war es schön, dass KölnRheinRuhr in der Evaluierung so nah an uns war. Das zeigt, dass es zwei hervorragende Konzepte für Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland gab.

Die European Championships 2022 werden oftmals als der Gamechanger angesehen, der es möglich gemacht hat, im Referendum eine Zweidrittelmehrheit für die Bewerbung zu erreichen. Welche Rolle ordnen Sie diesem Großereignis vor vier Jahren zu?

Wir werden bis heute auf die EC 2022 angesprochen, auf diese tolle Stimmung in der Stadt. Nach Corona war es das erste große Event in München. Viele Sportlerinnen und Sportler hatten damals so viel Publikum wie noch nie. Und natürlich hat auch die hervorragende Organisation durchaus Eindruck gemacht und gezeigt: München kann solche Sportgroßereignisse hervorragend umsetzen. Und man muss auch sagen: Ein bisschen war das Konzept damals ja schon ein Vorgriff auf Paris 2024 – auch bei den EC hatten wir die Sportarten auf ikonischen Plätzen in der Stadt stattfinden lassen.

Wie haben Sie den Bewerbungsprozess und die Zusammenarbeit mit dem DOSB bis dato erlebt, was hat Ihnen gefallen, was wäre zu verbessern?

Die Zusammenarbeit war stets partnerschaftlich und wir wussten immer, was seitens des DOSB gefordert ist. Jetzt wollen wir gemeinsam mit Freistaat, Bund und DOSB die nächsten Schritte gehen.

Wenn Sie eine Person aus dem Münchner Bewerbungsteam mit einer Goldmedaille auszeichnen könnten, die sich im bisherigen Prozess besonders hervorgetan hat, wer wäre diese Person und warum?

Das war und ist eine Teamleistung! Aber ein gutes Team hat immer auch einen tollen Kapitän, und das ist bei uns Michael Asbeck, der die Bewerbung von Anfang an inhaltlich hervorragend durchgeführt hat. Aber mein Dank gilt wirklich dem ganzen Team der Bewerbung, das war sehr viel Arbeit.

Sie werden sicherlich schon oft gefragt worden sein und noch viel öfter gefragt werden, warum das Münchner Konzept siegfähig ist. Was sind die drei wichtigsten Kernpunkte Ihrer Antwort?

Wir haben unser olympisches Erbe seit 1972 bewahrt und weiterentwickelt, der Olympiapark ist ein lebendiger Teil dieser Stadt. Wir setzen im neuen Konzept klar auf One Village, haben extrem kurze Wege. Und natürlich besitzen München und Bayern hohe internationale Strahlkraft. Das sieht man auch daran, dass wir den Zuschlag für die Leichtathletik-WM 2031 bekommen haben. Im Moment findet in München mit der Wiesn das größte Volksfest der Welt mit sechs Millionen Besucherinnen und Besuchern statt. Die Organisation von großen Veranstaltungen liegt uns einfach.

Worin sehen Sie in den kommenden Monaten und Jahren den größten Optimierungsbedarf, um nun auch dem IOC die Münchner Bewerbung schmackhaft zu machen?

Darum wird es jetzt gehen, dass wir gemeinsam mit dem DOSB zusammen einen Fahrplan entwickeln und genau diese Punkte definieren.

Warum Sportentwicklung und Kommunalentwicklung zusammengehören

Eine Turnhalle, deren Sanierung seit Jahren wartet. Ein Vereinsheim, in dem Ehrenamtliche nach Feierabend zusammensitzen und Trainingszeiten, Finanzen und die nächste Veranstaltung organisieren. Eine Schule, die für den Ganztag Partner sucht. Eine öffentliche Fläche, auf der Kinder, Jugendliche und Erwachsene Bewegung erleben können – unabhängig davon, ob sie einem Verein angehören. Sportentwicklung wird an solchen Orten konkret.

Und genau dort entscheidet sich auch, wie ernst wir es mit vielen großen Zielen meinen: mit mehr Bewegung und Gesundheit, mit Teilhabe und Bildung, mit guten Bedingungen für freiwilliges Engagement, mit lebendigen Quartieren und gesellschaftlichem Zusammenhalt.

Deshalb ist die Kooperationsvereinbarung, die der Deutsche Olympische Sportbund, der Deutsche Städtetag, der Deutsche Städte- und Gemeindebund und erstmals auch der Deutsche Landkreistag am 25. September in Baden-Baden unterzeichnet haben, für mich mehr als eine institutionelle Vereinbarung. Sie beschreibt eine Überzeugung, die meine Arbeit als Sportentwicklerin prägt: Wenn wir den Sport in Deutschland stärken und seine gesellschaftliche Kraft entfalten wollen, müssen wir dort ansetzen, wo beides jeden Tag geschieht: vor Ort. In unseren Vereinen. In Turnhallen und auf Sportplätzen. In Schulen und Ganztagsangeboten. In Quartieren, Städten, Gemeinden und Landkreisen. Sportentwicklung und Kommunalentwicklung lassen sich deshalb nicht voneinander trennen.

Zusammenhalt hat eine Adresse

Gesellschaftlicher Zusammenhalt, Vertrauen und die Erfahrung, gemeinsam etwas gestalten zu können, sind keine Selbstverständlichkeiten. Gesellschaftliche Entwicklungen machen auch vor der Tür eines Sportvereins nicht halt. Vereine sind keine Inseln außerhalb gesellschaftlicher Konflikte. Sie sind Resonanzräume dessen, was uns als Gesellschaft beschäftigt. Gerade darin liegt ihre besondere Möglichkeit – und ihre Verantwortung.

Im Sport begegnen sich Menschen mit unterschiedlichen Biografien, sozialen Voraussetzungen und Überzeugungen. Dann gilt es, miteinander etwas sehr Konkretes zu tun: eine Mannschaft zu bilden, Trainingszeiten zu organisieren, Regeln einzuhalten, Verantwortung zu übernehmen oder gemeinsam ein Vereinsleben zu gestalten. Das schafft nicht automatisch Demokratie. Und Sport erzeugt auch nicht automatisch Zusammenhalt. Sport kann solche Erfahrungen ermöglichen, wenn seine Räume offen sind, Menschen respektvoll miteinander umgehen, Teilhabe tatsächlich möglich ist und gemeinsame Werte nicht nur in Satzungen stehen, sondern gelebt werden.

Und diese Räume haben eine Adresse. Dort entscheidet sich, ob eine Sportstätte erreichbar ist. Ob eine Halle saniert wird. Ob ein Verein Partner einer Schule sein kann. Ob eine öffentliche Fläche Bewegung ermöglicht. Ob Ehrenamtliche Unterstützung erfahren oder an Verfahren verzweifeln. Ob Sportangebote für möglichst viele Menschen zugänglich sind.

Gesellschaftlicher Zusammenhalt entsteht nicht in abstrakten Strategien. Er entsteht – oder erodiert – in konkreten Lebensräumen. Deshalb ist die Partnerschaft zwischen Sport und Kommunen für mich weit mehr als eine sportorganisatorische Frage. Sie berührt unmittelbar die Frage, wie wir unsere Städte, Gemeinden und Landkreise lebenswert gestalten.

Wir beginnen dabei keineswegs bei null. Schon 2008 haben DOSB, Deutscher Städtetag und Deutscher Städte- und Gemeindebund mit ihrer damaligen Kooperationsvereinbarung einen wichtigen und für die Zeit beispielgebenden Schritt getan. Die Partnerschaft von organisiertem Sport und Kommunen wurde damit früh strategisch beschrieben.

Zugleich müssen wir selbstkritisch feststellen: Es ist uns in den fast zwei Jahrzehnten seitdem nicht ausreichend gelungen, diese Zusammenarbeit dauerhaft mit der notwendigen Kontinuität und Verbindlichkeit zu füllen. Genau deshalb musste die neue Vereinbarung über eine bloße Fortschreibung hinausgehen. Sie ist kompakt, konkret und stark auf gemeinsames Handeln ausgerichtet – mit klaren Zielrichtungen und einem verbindlicheren Arbeitsmodus. Denn entscheidend ist, was daraus entsteht.

Es gibt nicht die eine Kommune – und nicht die eine Lösung

Ein wesentlicher Fortschritt der neuen Vereinbarung ist auch, dass der Deutsche Landkreistag erstmals Teil des Bündnisses ist. Damit ist die gesamte Breite der kommunalen Spitzenverbände vertreten. Das ist sportentwicklungspolitisch relevant. Denn die Herausforderung einer Großstadt kann darin liegen, knappe Flächen für Sport und Bewegung zu sichern. In einer kleinen Gemeinde steht vielleicht die Zukunft der einzigen Sporthalle im Mittelpunkt. In einem ländlich geprägten Landkreis kann entscheidend sein, ob Menschen ein Sportangebot überhaupt in vertretbarer Zeit erreichen.

Demografische Entwicklung, finanzielle Möglichkeiten, Mobilität, Vereinslandschaften und Infrastruktur unterscheiden sich erheblich. Deshalb brauchen wir keinen Rahmen, der diese Unterschiede einebnet. Wir brauchen einen Rahmen, der gemeinsames Handeln trotz unterschiedlicher Ausgangslagen ermöglicht. Genau darin liegt für mich die Stärke dieser Kooperation: Sie verbindet einen gemeinsamen politischen Anspruch mit der notwendigen Offenheit für unterschiedliche  Lösungen vor Ort.

Sport und Bewegung gehören zur kommunalen Daseinsvorsorge

Dazu gehört auch ein Satz, den wir selbstbewusst formulieren sollten: Sport und Bewegung gehören für uns zur kommunalen Daseinsvorsorge. Damit ist nicht gemeint, dass jede sportliche Leistung künftig von Kommunen erbracht werden soll. Gemeint ist, dass Bewegung, Sport und ihre Infrastruktur elementare Bestandteile lebenswerter Städte, Gemeinden und Landkreise sind. Sportvereine sind weit mehr als Anbieter organisierter Freizeit. Sie schaffen Bewegung und Gesundheit, eröffnen Bildungsgelegenheiten, ermöglichen Engagement und Zugehörigkeit und sind vielerorts ein wichtiger Teil der sozialen Infrastruktur.

Gerade deshalb müssen wir vorsichtig sein, wenn wir ihnen immer neue gesellschaftliche Aufgaben zuschreiben. Wenn ein Sportverein Bildungsort, Gesundheitspartner, Integrationsakteur, Anbieter im Ganztag und zugleich weiterhin einfach ein guter Sportverein sein soll, dann müssen wir auch über die Bedingungen sprechen, unter denen insbesondere ehrenamtlich getragene Organisationen all das leisten können.

Wer Engagement will, muss Engagement möglich machen. Wer Vereine als Partner braucht, muss sie partnerschaftlich behandeln. Und wer ihnen zusätzliche Aufgaben zutraut, muss Bürokratie, Finanzierung, Räume und Qualifizierung mitdenken.

Zehn Handlungsfelder – eine gemeinsame Aufgabe

Die Vereinbarung umfasst deshalb bewusst eine große inhaltliche Spannweite: Sportinfrastruktur und öffentliche Räume; Bildung, Ganztag und Sozialraum; Gesundheit und Prävention; Ehrenamt und freiwilliges Engagement; Zukunftsstrukturen im Sport; Umwelt, Klimawandel und Klimaschutz; Teilhabe und Diversity; Sportveranstaltungen; Wettkampf- und Leistungssport sowie gesellschaftlicher Zusammenhalt.

„Ein guter Start in einen Marathon bedeutet nicht automatisch eine Bestzeit“

DOSB: Michael, der nationale Auswahlprozess ist abgeschlossen. Welche Emotionen waren bei dir vorherrschend, als am Samstag in Baden-Baden München als deutscher Kandidat verkündet wurde?

Michael Mronz: Vor allem Freude über ein starkes Zeichen der Geschlossenheit. Sport, Wirtschaft und Politik haben – unabhängig vom finalen Kandidaten München – in Baden-Baden gemeinsam unter Beweis gestellt, dass sie hinter der Bewerbung stehen. Nicht nur München, ganz Deutschland will die Spiele. Das war das Signal, das aus der Olympischen Stadt Baden-Baden in die Welt gesendet wurde. Aber diese Freude ist mittlerweile schon wieder einer positiven Anspannung gewichen, denn der internationale Wettbewerb nimmt jetzt erst so richtig Fahrt auf. 

Wie zufrieden bist Du mit der Auswahl der Delegierten?

Der DOSB hat mit dem Prozess der vergangenen Jahre eine sehr gute Grundlage für die Entscheidung von Baden-Baden gelegt. Gemeinsam mit den Bewerbern wurden vier Konzepte mit unterschiedlichen Stärken entwickelt, die allesamt ein sehr hohes internationales Niveau haben. Schlussendlich standen zwei davon zur Wahl. Die Delegierten haben sich mit deutlicher Mehrheit für München und somit für die kompakte Lösung entschieden. Neben dieser besonderen Kompaktheit, die vor allem in mehr als 90 Prozent der Athletinnen und Athleten in einem zentralen Olympischen Dorf sowie sehr kurzen Reisezeiten zu den Venues zum Ausdruck kommt, bringt das Münchener Konzept weitere Dinge mit, die in der weltweiten Olympischen Bewegung positiv zur Kenntnis genommen werden dürften. Alle Sportstätten sind vorhanden oder temporär und ermöglichen ein Ticketpotenzial von 15,3 Millionen Eintrittskarten. Hinzu kommt diese besondere Legacy der Spiele von 1972. Aber es gibt auch noch ein paar Punkte, an denen wir in den kommenden Monaten gemeinsam feilen müssen...

Zum Beispiel?

Wir müssen ein internationales Narrativ entwickeln, das dem gesamtdeutschen Anspruch der Bewerbung gerecht wird. Bei aller internationalen Strahlkraft Münchens geht es darum, der Welt aufzuzeigen, was Deutschland mit den Spielen erreichen will. Was ist die Geschichte, die wir der Welt mit den Spielen erzählen wollen, was bringen Spiele in München der Olympischen Bewegung weltweit? Und das möglichst bald. Aber ich bin überzeugt, dass wir das können. Ich bin deshalb dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder sehr dankbar, dass er direkt nach der Verkündung darauf hingewiesen hat, welch hohe Verantwortung München und der Freistaat Bayern durch diese Entscheidung jetzt für unser Land haben. Dass es vorrangig nicht um eine bayerische, sondern um eine deutsche Veranstaltung geht. Dennoch ist es wichtig, dass der weitere Prozess unter der Federführung des DOSB und der Stadt München auch beim Freistaat und der Bundesregierung eine Chefsache bleibt.

Nun fragen sich natürlich viele am Sport Interessierte, wie es weitergeht mit der deutschen Bewerbung. Was sind international die nächsten Schritte? 

Der DOSB befindet sich bereits seit November des vergangenen Jahres im sogenannten kontinuierlichen Dialog mit dem IOC, wir sind seither offizieller Interessent für die Ausrichtung der Spiele 2036, 2040 oder 2044. Jetzt, da wir mit München eine Stadt ausgewählt haben, geht es intensiv weiter mit der Arbeit. Auf hauptamtlicher Ebene gibt es schon in den kommenden Wochen zahlreiche Workshops, und noch in diesem Jahr müssen wir das Konzept inklusive vieler Details meinen IOC-Kolleg*innen in der Future Host Commission präsentieren. Im Frühjahr 2027 wird das IOC dann entscheiden, welche Bewerber in den neu geschaffenen Strategic Dialogue aufgenommen werden. Diese strategische Phase soll den Austausch zwischen dem IOC und Bewerbern weiter vertiefen, auch um eine möglichst hohe Passfähigkeit mit den IOC-Zielen zu schaffen. 

DSJ: Das beliebte Format „1x1 des Lichtschießens“ kehrt zurück

Lichtschießen bietet vielfältige Möglichkeiten, Kinder und Jugendliche an den Schießsport heranzuführen. Wie diese Möglichkeiten im Verein genutzt und in die Nachwuchsarbeit integriert werden können, steht beim Online-Workshop „1x1 des Lichtschießens“ im Mittelpunkt.

Das DSB-Ehrenamtskonzept: Schritt 4 – Orientierung und Einarbeitung

Was wäre das Schützenwesen ohne seine ehrenamtlichen, engagierten Mitglieder, die sich mit Leib und Seele ihrem Verein und dem Schießsport verschrieben haben? Ohne sie würde ein Grundpfeiler des Schützenwesens wegbrechen. Immer mehr Schützen- und Bogensportvereinen fällt es jedoch schwer, genügend Ehrenamtliche zu finden und zu halten. In zehn Schritten wird das DSB-Ehrenamtskonzept vorgestellt, „Orientierung und Einarbeitung“ lautet Schritt 4.

DM Ordonnanzgewehr/Unterhebelrepetierer Hannover: 15 neue Meister gekürt

Bei der Deutschen Meisterschaft mit dem Ordonnanzgewehr & Unterhebelrepetierer in Hannover wurden am Wochenende 15 Titel vergeben – zwölf im Einzel und drei in Mannschaftswertungen. Dabei gab es Premierensieger, aber auch Schützen, die das Glücksgefühl des Sieges kennen.

Sport und Kommunen schließen neue Allianz für Zusammenhalt, Gesundheit und Zukunft

Der Deutsche Städtetag, der Deutsche Landkreistag, der Deutsche Städte- und Gemeindebund, und der Deutsche Olympische Sportbund haben am 25. September 2026 im Kongresshaus Baden-Baden die Kooperationsvereinbarung „Sport bewegt Kommunen – Eine Allianz für Zusammenhalt, Gesundheit und Zukunft“ unterzeichnet.

Mit der Vereinbarung erneuern und erweitern die vier Organisationen ihre seit 2008 bestehende Zusammenarbeit. Sport und Bewegung werden darin ausdrücklich als kommunale Querschnittsaufgabe und als wichtiger Bestandteil der kommunalen Daseinsvorsorge verstanden. Gemeinsam wollen die Partner dazu beitragen, die Rahmenbedingungen für Sport und Bewegung vor Ort zu verbessern und die gesellschaftliche Bedeutung der Sportvereine als verlässliche Partner der Kommunen weiter zu stärken. 

Unterzeichnet wurde die Vereinbarung von Prof. Dr. Eckart Würzner, Erster Stellvertreter des Präsidenten des Deutschen Städtetages, Thomas Karmasin, Vizepräsident des Deutschen Landkreistages, Ralph Spiegler, Präsident des Deutschen Städte- und Gemeindebundes sowie Thomas Weikert, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes.

Zehn gemeinsame Handlungsfelder

Die Kooperationsvereinbarung umfasst zehn Handlungsfelder, in denen Sport und Kommunen künftig noch enger zusammenarbeiten wollen: Sportinfrastruktur und öffentliche Räume; Bildung, Ganztag und Sozialraum; Gesundheit und Prävention; Ehrenamt und freiwilliges Engagement; Zukunftsstrukturen im Sport; Umwelt, Klimawandel und Klimaschutz; Teilhabe und Diversity; Sportveranstaltungen; Wettkampf- und Leistungssport sowie gesellschaftlicher Zusammenhalt.

Dabei soll es nicht bei einer politischen Absichtserklärung bleiben. Die Partner streben einen kontinuierlichen Informationsaustausch auf Leitungs- und Arbeitsebene, ein möglichst abgestimmtes politisches Auftreten, gemeinsame Stellungnahmen, Publikationen und Veranstaltungen sowie regelmäßige Fortschrittsberichte an. Herausforderungen für den kommunalen Sport sollen frühzeitig erkannt und gemeinsam bearbeitet werden. Perspektivisch ist auch eine gemeinsame Kommunal-Sport-Konferenz vorgesehen.

 

„Für uns steht im Vordergrund, dass die Spiele wieder nach Deutschland kommen“

Geschichte wurde geschrieben am Samstagnachmittag in Baden-Baden, und für alle Mitglieder unserer Athlet*innenkommission war es eine Ehre, Teil dieser Veranstaltung gewesen zu sein. Auch wenn ich dafür meinen Urlaub unterbrechen musste, bin ich froh und dankbar, die Auswahl Münchens als Bewerber um die Ausrichtung Olympischer und Paralympischer Spiele im Zeitraum 2036 bis 2044 miterlebt zu haben. Für mich war dieser Tag im Kurhaus, das wir im Kreise der Athlet*innen als Ausrichtungsort für die Gala „Sportler des Jahres“ sehr schätzen, eine wunderbare Werbung für das, was wir in Deutschland schaffen können, wenn wir es gemeinsam angehen. Dieser Tag hatte so gar nichts von der Trockenheit einer deutschen Mitgliederversammlung, die Medienpräsenz war enorm, und mir hat das wieder einmal gezeigt, was für eine Strahlkraft das Thema Olympia entfesseln kann.

Oft wurde ich nach meiner persönlichen Präferenz gefragt oder danach, welches Konzept die Athlet*innen bevorzugt hätten. Dazu ein einheitliches Meinungsbild zu zeichnen, ist nicht möglich. Als es noch vier Kandidaten waren, hatten alle vier Konzepte ihre Befürworter*innen, und ich bin der Überzeugung, dass alle auch international Chancen gehabt hätten. Ich freue mich, dass wir nun einen klaren Kandidaten haben, mit dem der DOSB ins Rennen geht. Für uns Athlet*innen stand von Beginn des Prozesses im Vordergrund, dass Deutschland sich überhaupt bewirbt. Wir wollen die Spiele in unserem Land! Die Region, in der sie stattfinden, ist für uns nicht entscheidend. Es zählt zunächst, dass es gelingt, nach 1972 endlich wieder in unserem Land um Olympiamedaillen kämpfen zu dürfen. Es muss aber auch klar sein: Die Bewerbung soll den Spitzensport stärken und darf nicht von bestehenden Herausforderungen ablenken. Mögliche Spiele können und müssen notwendige Reformen beschleunigen und die Rahmenbedingungen für Athlet*innen verbessern. 

Zum ersten Mal würden dann auch Paralympische Spiele in Deutschland stattfinden. Seit sich das Internationale Olympische Komitee (IOC) und das Internationale Paralympische Komitee (IPC) vor 25 Jahren in einem Grundsatzabkommen darüber geeinigt haben, dass die Region, die Olympische Spiele austragen will, auch die Paralympischen Spiele austragen muss, sind die beiden untrennbar aneinandergebunden. Wir finden das nicht nur richtig und wichtig, sondern sehen darin auch für unser Land die Chance, Themen wie Inklusion und Barrierefreiheit durch die Spiele nachhaltig zukunftsfähig aufzustellen.

München setzt auf kompakte Spiele und das “One-Village-Konzept”

Das gilt auch für die Belange der olympischen Athlet*innen. München setzt auf kompakte Spiele, auf das „One Village“-Konzept, das so vielen Teilnehmenden wie möglich erleichtert, das Olympiafeeling zu erleben. Nach den Spielen von Paris 2024 wurde viel darüber gesprochen, wie sehr die Stadt involviert war und wie intensiv die Menschen daran teilhaben konnten, weil sich die Spiele in die Stadt eingefügt haben und nicht die Stadt sich den Spielen anpassen musste. Ähnliches Potenzial sehe ich auch in München. Die Stadt bietet einige ikonische Austragungsstätten, sie ist international nicht nur wegen der Spiele 1972, sondern auch wegen des Oktoberfests und des FC Bayern sehr bekannt. Bei den European Championships 2022 durfte ich selber erleben, wie begeisterungsfähig das Publikum sein und welchen Vibe ein solches Sportgroßevent in die Stadt bringen kann. Natürlich steht der Sport für uns Athlet*innen im Mittelpunkt, aber der Kontakt zur Bevölkerung ist ein ebenso wichtiger Aspekt, um das Gemeinschaftsgefühl, für das die Spiele stehen, erzeugen zu können. Ich bin sicher, dass in München eine großartige Atmosphäre herrschen wird.

Ohne jetzt Wasser ins Weißbier kippen zu wollen: Natürlich ist mir – und allen, die auf Heimspiele hoffen – klar, dass Baden-Baden nur der erste Schritt auf einem langen Weg war. Dass die Spiele nach München kommen, ist noch lange nicht gewiss. Es wird in den kommenden Jahren sehr viel Arbeit investiert werden müssen, um das Konzept international siegfähig zu gestalten. Aber wir sehen schon jetzt, was der nationale Auswahlprozess ausgelöst hat, welche Investitionen in den Sport angeschoben wurden, die ohne eine Bewerbung wahrscheinlich nicht in Gang gekommen wären. Die kommenden Jahre werden davon geprägt sein, dass wir gemeinsam Antworten auf die Fragen finden, was von Olympischen und Paralympischen Spielen bleiben soll für den Sport und für die Gesellschaft. Und auch, wie wir den Weg, der im äußersten Fall noch 18 Jahre dauern kann, ausgestalten, um ihn so gewinnbringend wie möglich zu beschreiten.  

Das Konzept: Deutschland mit München für Olympia

München geht für Deutschland ins Rennen um die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044. Die außerordentliche Mitgliederversammlung des DOSB hat sich am 26. September in Baden-Baden für die bayerische Landeshauptstadt als nationalen Bewerber entschieden. Das Konzept setzt auf kompakte Spiele mit kurzen Wegen, die Nutzung bestehender Sportstätten und eine langfristige Wirkung für Stadt, Region und Land. Die Olympischen und Paralympischen Spiele sollen zu einem großen Gemeinschaftserlebnis für München und ganz Deutschland werden. Sie sollen Deutschland und die Welt zusammenbringen, Tradition und Innovation verbinden und Menschen für den Sport begeistern. Die Leitidee des Konzepts lautet: Spiele mit Herz und Seele.

Der Olympiapark als Herzstück

München verfügt über eine langjährige Sporttradition, eine leistungsfähige (Sport-)Infrastruktur und mit dem Olympiapark über ein einzigartiges Erbe der Olympischen Spiele 1972. Der Olympiapark ist bis heute fest im Alltag der Münchner und Münchnerinnen verankert und soll auch bei den Spielen eine zentrale Rolle einnehmen. Eine Vielzahl der Wettbewerbe sollen daher dort stattfinden, u. a. Leichtathletik, 3x3-Basketball, Triathlon, Sportklettern und Gerätturnen.

Sport vor ikonischer Kulisse

Die Wettkämpfe finden zum Teil auch im Münchner Stadtgebiet und vor einzigartigen Kulissen statt. Dazu zählen das Schloss Nymphenburg (Dressurreiten), der Englische Garten (Vielseitigkeitsreiten) und der Odeonsplatz (Zielankunft Straßenrennen). München will damit die Olympischen und Paralympischen Spiele für die Menschen vor Ort erlebbar machen – und zugleich Bilder schaffen, die von Deutschland in die Welt getragen werden.

Ein Dorf, das bleibt

Das Olympische Dorf soll während der Spiele rund 16.000 Athletinnen und Athleten sowie dem Betreuerstab ein Zuhause bieten. Hinzu kommen Plätze für bis zu 3.000 Berichterstatterinnen und -erstatter. Das Dorf soll mehr sein als eine temporäre Unterkunft: ein Ort des Ankommens und der Begegnung. Aus dem Olympischen und Paralympischen Dorf soll im Anschluss an die Spiele ein klimaneutrales und barrierefreies Mehrgenerationenquartier für mehr als 10.000 Menschen entstehen. Die Entwicklung ist in die Stadtentwicklung im Münchner Nordosten eingebettet und soll dauerhaft neuen Wohnraum schaffen.

Nachhaltige und zirkuläre Spiele

Nachhaltigkeit soll von Beginn an in allen Bereichen der Planung berücksichtigt werden. Mit dem Projekt „Grünes München + Zirkuläre Spiele“ verfolgt München dabei die Vision, die ersten zirkulären Olympischen und Paralympischen Spiele der Welt auszurichten. Das bedeutet: Die Materialien, Gebäude und Infrastruktur sollen nach Möglichkeit weitergenutzt, wiederverwendet oder in neue Nutzung überführt werden. So soll möglichst wenig Abfall entstehen, die Ressourcen sollen im Kreislauf verbleiben.

Strahlkraft und Akzeptanz

München ist weltweit bekannt – als Sportmetropole mit dem ikonischen Olympiapark, der das Stadtbild prägt. Aber auch für seine Gastfreundschaft, sein Lebensgefühl und die einzigartige Verbindung von urbanem Leben, Kulturlandschaft und alpiner Natur. Auch die Bevölkerung hat sich klar zur Bewerbung bekannt. Beim Referendum im Oktober 2025 stimmten 66,4 Prozent für die Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele. Die Beteiligung lag bei 42 Prozent – die höchste Beteiligung, die bei einem Münchner Bürgerentscheid bzw. Referendum bis dahin erreicht wurde. Alle Informationen sind hier zu finden.

DM Armbrust nat. trad. München: Von Ritterrunden und Zirkeln

Bei der Deutschen Meisterschaft Armbrust national traditionell in München (24. bis 26. September) ging es hoch her, denn die Entscheidungen sowohl auf die Scheibe in 30m Entfernung als auch im Sternwettbewerb auf 29m Höhe waren hart umkämpft.

Flinten-EM Malakasa: 27 DSB-Athleten schießen um die Medaillen

27 DSB-Flintenschützen nehmen in Malakasa/GRE (29. September bis 10. Oktober) an der Europameisterschaft teil. Während es für die Juniorinnen und Junioren nach der WM in Suhl der zweite internationale Höhepunkt ist, ist die EM für die Erwachsenen „der letzte Zwischenstopp auf dem Weg zur wichtigen WM in Doha“, so Trap-Bundestrainer Uwe Möller.

Feldbogen-WM Yankton: Gold, Silber und Bronze für DSB-Schützen

Großartiger Auftritt der deutschen Schützinnen und Schützen in den Einzelwettbewerben bei der Feldbogen-WM (23. bis 27. September) in Yankton/USA: Mit Gold für Florian Unruh (Recurve Männer), Silber für Nora Kipferler (Blankbogen Frauen) und Bronze für Frida Janke (U21 Recurve-Juniorinnen) gab es einen kompletten Medaillensatz für das DSB-Team. Doch damit nicht genug, mit Silber im Mixed-Team Blankbogen und Bronze im Team-Wettbewerb der Männer gab es zwei weitere Medaillen.

Alica Gebhardt ersetzt Elena Semechin in der Athlet*innenkommission

Alica Gebhardt ist das neue Mitglied in der Athlet*innenkommission des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Die 28 Jahre alte Berlinerin, die für die DLRG bei den World Games 2025 in Chengdu (China) zu Goldmedaillen in zwei Staffeln beigetragen hatte, wurde am Freitagnachmittag auf der Athlet*innenvollversammlung (AVV) in Baden-Baden als Nachfolgerin für Elena Semechin (32/Berlin) und Vertreterin der nicht-olympischen Sportarten für die bis 2029 laufende Legislatur in das wichtige Gremium gewählt. „Ich bedanke mich sehr für das Vertrauen und möchte meine Stimme effektiv nutzen und mich in Themen einbringen, die mir wichtig sind“, sagte die Rettungsschwimmerin, die vor rund sechs Wochen Mutter geworden ist und damit ihre Vorgängerin fast deckungsgleich ersetzt. Paralympicssiegerin Semechin hatte den Rückzug aus ihrem Amt mit der Dreifachbelastung als Mutter, Sportlerin und Unternehmerin begründet.

„Wir freuen uns sehr darüber, dass wir Alica für die AK gewinnen konnten“, sagte die ehemalige Fechterin Léa Krüger stellvertretend für die Kommission und dankte Elena Semechin für die geleistete Arbeit. „Ihr Einsatz war angesichts ihrer vielfältigen Herausforderungen keineswegs selbstverständlich. Sie hat uns mit ihrer Expertise in verschiedenen Themen weitergebracht und ist mit ihrer Entscheidung, ihre eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und danach zu handeln, ein Vorbild, weil ein solcher Schritt auch Mut erfordert“, sagte sie. Als einfaches Mitglied des Vereins Athleten Deutschland will Elena Semechin sich weiterhin im deutschen Sport einbringen.

München für Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland

Um 14.43 Uhr war die Entscheidung am Samstag, 26. September, offiziell: Deutschland geht mit München in das internationale Rennen um die Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeiner verkündete gemeinsam mit DOSB-Präsident Thomas Weikert das Ergebnis in einer Sportschau-Sendung aus dem Kurhaus Baden-Baden live im Ersten.

Deutschland geht mit München ins Rennen um Olympische und Paralympische Spiele

Um 14.43 Uhr am Samstagnachmittag war die Entscheidung offiziell: Deutschland geht mit München in das internationale Rennen um die Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeiner verkündete gemeinsam mit DOSB-Präsident Thomas Weikert das Ergebnis in einer Sportschau-Sendung aus dem Kurhaus Baden-Baden live im Ersten.

Nach dem Rückzug Berlins standen nur noch zwei Bewerbungskonzepte zur Wahl. Deshalb war bereits nach einem Wahlgang am Vormittag entschieden, dass die stimmberechtigten Delegierten der außerordentlichen Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) München mit 64,91 Prozent der Stimmen zum nationalen Bewerber gewählt haben. 91 Stimmen entfielen auf München, 50 Stimmen auf KölnRheinRuhr. Abstimmungsberechtigt waren die 42 olympischen Fachverbände mit je drei Stimmen sowie mit je einer Stimme die zehn Mitglieder des DOSB-Präsidiums und acht Persönliche Mitglieder, von denen Elena Gilles, Leon Goretzka und Anna Schaffelhuber aus persönlichen Gründen nicht teilnehmen konnten. So waren insgesamt 141 Stimmen zu vergeben.

DOSB-Präsident Thomas Weikert sagte: „Heute ist ein guter Tag für den deutschen Sport. Am Ende des nationalen Prozesses steht mit München ein sehr guter Bewerber, der mit seinem Konzept Sportdeutschland am meisten überzeugt hat. Jetzt beginnt ein neuer Abschnitt: Wir werden mit München gemeinsam den nächsten Schritt gehen und Deutschland im internationalen Wettbewerb um die Olympischen und Paralympischen Spiele vertreten.“

Der DOSB-Vorstandsvorsitzende Otto Fricke sagte: „Ich gratuliere der Landeshauptstadt München und ihrem Oberbürgermeister Dominik Krause sowie dem Freistaat Bayern und seinem Ministerpräsidenten Markus Söder zur Wahl als nationaler Bewerber sowie allen Unterstützerinnen und Unterstützern im und außerhalb des Sports. Die Mitgliederversammlung hat heute in einem demokratischen Verfahren entschieden. Damit haben wir einen klaren Auftrag für die nächste Phase der Bewerbung.“

„Das sind Chancen, die eine Gesellschaft nutzen sollte“

DOSB: Esther, du hast als Sportjournalistin schon viele große Sportmomente erlebt. Gibt es einen Sportmoment, der dich bis heute besonders bewegt oder geprägt hat?

Esther Sedlaczek: Für mich gibt es gar nicht den einen Moment. Es ist vielmehr eine besondere Atmosphäre, die ich bis heute in Erinnerung behalten habe: die der European Championships 2022. Dieses Event war eine Premiere für mich, da es mein erstes Multisportevent als Moderatorin war. Und das noch in München, im eigenen Land, in meiner Heimat. 

Am kommenden Samstag führst du durch die Sendung, in der bekannt wird, mit welcher Region Deutschland ins internationale Rennen um die Olympischen und Paralympischen Spiele geht. Wie bereitest du dich auf einen solchen Tag vor und worauf freust du dich am meisten?

Es stehen noch zwei Bewerberstädte bzw. -regionen zur Wahl. Als Moderatorin setze ich mich selbstverständlich mit den einzelnen Regionen auseinander. Dazu gehören ihre Konzepte und auch die Stimmung, die vor Ort herrscht. Ich persönlich lebe in München, da erlebe ich natürlich auch wahnsinnig viel mit. Dennoch wird es auch für mich ein spannender Moment am Samstag. Die Chance, Olympische und Paralympische Spiele hier in Deutschland selbst mitzuerleben, ist auch für mich etwas ganz Besonderes. Insofern wird es für mich so oder so nicht nur ein reiner Moderationsjob sein, sondern auch ein Ereignis, das mich emotional mitnimmt. Ich hätte wahnsinnig Freude daran, die Spiele hier zu erleben – egal in welcher Region, Hauptsache hier in Deutschland.

Olympiabewerbung: Wie läuft die Auswahl des deutschen Kandidaten?

Was steht an?

Am Samstag, dem 26. September, entscheidet sich im Kurhaus Baden-Baden, welcher deutsche Bewerber ins internationale Rennen um die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 beim IOC gehen wird. Die außerordentliche Mitgliederversammlung (AOMV) des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) beginnt um 9 Uhr. 

Bereits am Vortag finden diverse Sitzungen zur Vorbereitung statt. So tagt von 11 bis 14 Uhr das DOSB-Präsidium. Von 15 bis 16 Uhr finden die Vollversammlungen der olympischen und nicht-olympischen Fachverbände statt, von 16.30 bis 18 Uhr treffen sich die Spitzenverbände zur Konferenz. Und auch die Athletinnen und Athleten kommen zwischen 15 und 18 Uhr zu einer hybriden Vollversammlung zusammen.

Warum findet die AOMV in Baden-Baden statt?

Auf der 19. Mitgliederversammlung des DOSB am 3. Dezember 2022 in Baden-Baden wurde mit einem einstimmigen Beschluss der Grundstein für den mehrstufigen Strategieprozess zu einer möglichen Bewerbung um die Ausrichtung Olympischer und Paralympischer Spiele gelegt. Am kommenden Samstag kehrt der DOSB damit an den Ausgangspunkt dieses Prozesses zurück: In Baden-Baden entscheidet die außerordentliche Mitgliederversammlung über den nationalen Bewerber für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044.

Wie kann ich die Veranstaltung verfolgen?

Die AOMV gliedert sich in zwei Teile. Der erste Teil beginnt um 9 Uhr und enthält auch den Teil der Abstimmung. Die Tagesordnung ist hier einzusehen. Der erste Teil kann hier im Livestream des DOSB verfolgt werden.

Wo kann ich die Bekanntgabe des nationalen Bewerbers verfolgen?

Die Verkündung des nationalen Bewerbers um Olympische und Paralympische Spiele erfolgt im zweiten Teil der AOMV in einer Sportschau-Sondersendung live in der ARD. Die Sendung läuft von 13.45 bis 14.45 Uhr live in der ARD sowie in einigen dritten Programmen und im Live-Stream in der ARD-Mediathek. Die Sendung moderiert Esther Sedlaczek.

Welche Konzepte stehen zur Wahl?

Die stimmberechtigten Delegierten der außerordentlichen Mitgliederversammlung des DOSB haben am kommenden Samstag die Wahl zwischen drei Konzepten für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044: Berlin+, KölnRheinRuhr und München.

Auf welcher Grundlage wird abgestimmt?

Für die Vorbereitung der Wahl auf der AOMV wurde in Abstimmung mit den olympischen Spitzenverbänden und dem Bund eine Bewertungsmechanik entwickelt, deren inhaltlicher sowie zeitlicher Aufbau auf der DOSB-Mitgliederversammlung 2025 mit großer Mehrheit verabschiedet wurde. Anhand dieser Mechanik konnten die Konzepte in den jeweiligen Kategorien nachvollziehbar überprüft bzw. bepunktet werden. Die Evaluierung kommt zu dem folgenden Ergebnis: München (87,03 Punkte) und KölnRheinRuhr (85,02) erhielten die Wertung „sehr gut“, Berlin+ (74,64) wurde als „gut“ eingestuft. Eine Evaluierungskommission, bestehend aus sechs stimmberechtigten Personen und drei Beisitzenden ohne Stimmrecht, deren genaue Zusammensetzung hier zu finden ist, hatte den Bewertungsprozess überprüft und am Dienstag (22. September) nach ihrer letzten Sitzung bestätigt. Für die stimmberechtigten Delegierten wurde somit eine sachgerechte Entscheidungsgrundlage geschaffen. Eine Wahlempfehlung, die möglich, aber nicht bindend gewesen wäre, hat die Kommission nicht ausgesprochen.

Wer nimmt teil?

Zur AOMV wurden alle Mitglieder der DOSB-Mitgliederversammlung gemäß Satzung eingeladen. Dazu gehören u. a. die Vertreter*innen der 103 DOSB-Mitgliedsorganisationen. Die Anzahl der entsendbaren Delegierten richtet sich nach den jeweiligen Stimmrechten der Organisationen gemäß DOSB-Satzung. Unter den Gästen befinden sich auch einige prominente Persönlichkeiten aus Sport und Politik. So wird Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier als Schirmherr des DOSB die Veranstaltung begleiten und ein Grußwort halten sowie an der Verkündung des nationalen Bewerbers teilnehmen. Aus dem Sport vertreten sein werden unter anderem Boris Becker, Michael Groß, Isabell Werth, Alexandra Burghardt, Matthias Steiner, Svenja Brunckhorst, Niko Kappel und viele mehr. 

Wer darf abstimmen?

Stimmberechtigt sind gemäß § 16 der DOSB-Satzung die 42 olympischen Spitzenverbände mit jeweils drei Stimmen. Hinzu kommen mit je einer Stimme die zehn Mitglieder des DOSB-Präsidiums, die beiden deutschen IOC-Mitglieder Kim Bui und Michael Mronz eingeschlossen, sowie acht persönliche Mitglieder, die zuvor Aktive des Team-D waren. Drei von ihnen - Elena Gilles, Leon Goretzka und Anna Schaffelhuber - haben aus persönlichen Gründen absagen müssen. Daraus ergibt sich nach §16 eine Gesamtstimmenzahl von 141 Stimmen. Mehr Informationen dazu gibt es hier. 

Wie viele Stimmen sind zum Erfolg notwendig?

Um als nationaler Bewerber gewählt zu werden, ist eine absolute Mehrheit notwendig. Das bedeutet: Mehr als die Hälfte der abgegebenen Stimmen muss auf einen Bewerber entfallen. Außerdem gilt: Die Stimmen eines Verbandes müssen geschlossen abgegeben werden. Eine Aufteilung der Stimmen eines Verbandes ist nicht zulässig.

Wie geht es mit der Olympiabewerbung weiter?

Der aktuelle Bewerbungsprozess ist eine nationale Aufgabe. Es geht dabei nicht nur um die Frage „Wo?“, sondern vor allem darum, wie wir Deutschland vor, während und nach den Spielen fit für die Zukunft machen können. Die Spiele sind die Bewegung, die Deutschland jetzt braucht. Am 26. September entscheidet sich, welcher Kandidat für unser Land ins Rennen geht. Im Anschluss wird es darum gehen, den eingeschlagenen Weg gemeinsam weiterzugehen. Aufgabe des DOSB wird es sein, dafür zu sorgen, dass die Legacy der Bewerbung im gesamten Land wirkt und das aktuelle Momentum erhalten bleibt. Die Begeisterung für die Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele soll dabei über den gesamten weiteren Prozess hinweg spürbar bleiben.

Mit dem IOC befindet sich der DOSB seit November 2025 im Continuous Dialogue. Auf den Continuous Dialogue folgt der Strategic Dialogue. Diese strategische Dialogphase soll im Rahmen der Vergabe der Spiele 2036 erstmals im März 2027 beginnen und den Austausch zwischen dem IOC und interessierten Bewerbern weiter vertiefen, auch um eine möglichst hohe Passfähigkeit mit den IOC-Zielen zu schaffen. Ende 2028 soll dann der Targeted Dialogue mit einem oder mehreren Bewerbern eröffnet werden. Die Entscheidung über den Ausrichter für 2036 soll im Sommer 2029 fallen.

#ThanksCoachDay: Acht Gründe, warum Trainer*innen unverzichtbar sind

Mehr als acht Millionen Menschen engagieren sich im organisierten Sport in Deutschland. Viele von ihnen übernehmen Verantwortung als Trainer*innen und Übungsleiter*innen. Rund 560.000 verfügen über eine gültige DOSB-Lizenz. Sie sorgen dafür, dass Sportangebote stattfinden, begleiten Menschen auf ihrem sportlichen Weg und leisten einen wichtigen Beitrag für Zusammenhalt, Bildung und Gesundheit in unserer Gesellschaft.

Trainer*innen waren schon immer mehr als reine Coaches. Sie motivieren, vermitteln Werte, fördern Talente und schaffen Gemeinschaft. Ohne sie wäre Sportdeutschland nicht denkbar.

Acht Gründe, warum Trainer*innen unverzichtbar sind

1. Sie machen Sport überhaupt erst möglich.
Trainer*innen und Übungsleiter*innen sind die Schlüsselpersonen im Vereinssport. Sie organisieren und gestalten Angebote für Millionen Menschen und begleiten Sportler*innen vom ersten Training bis in den Spitzensport.

2. Sie entdecken und fördern Talente.
Ob erste Bewegungserfahrungen oder internationale Erfolge: Der Grundstein für sportliche Entwicklung wird häufig von engagierten Trainer*innen gelegt.

3. Sie sind Vorbilder und Wegbegleiter.
Trainer*innen stärken Selbstvertrauen, vermitteln Orientierung und unterstützen die persönliche Entwicklung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.

4. Sie vermitteln Werte, die unsere Gesellschaft stärken.
Fair Play, Respekt, Verantwortung und Teamgeist werden im Sport erlebbar. Trainer*innen tragen diese Werte jeden Tag in die Vereine und darüber hinaus.

5. Sie leisten Bildungsarbeit.
Sportvereine sind wichtige Lernorte. Trainer*innen vermitteln Wissen, fördern soziale Kompetenzen und begleiten lebenslange Lernprozesse.

6. Sie fördern Gesundheit und Bewegung.
Mit ihrer fachlichen Kompetenz schaffen sie die Voraussetzungen dafür, dass Menschen sicher, gesund und mit Freude Sport treiben können.

7. Sie tragen das Vereinsleben.
Trainer*innen sind das Rückgrat der Sportvereine. Ohne ihr Engagement könnten viele Angebote nicht stattfinden und zahlreiche Vereine ihre wichtige gesellschaftliche Rolle nicht erfüllen.

8. Sie gestalten die Zukunft des Sports.
Wer Trainer*innen stärkt, investiert in den Nachwuchs, den Breiten- und Spitzensport sowie in den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland.

Deshalb sagen wir am #ThanksCoachDay: Danke an alle Trainer*innen und Übungsleiter*innen für euren Einsatz, eure Zeit und eure Leidenschaft. Ihr bewegt Menschen und macht Sportdeutschland jeden Tag ein Stück stärker.

„Jung, sportlich, FAIR“: Fair Play-Preis 2026 ausgeschrieben

Was bedeutet Fair Play im Sport? Eine faire Geste im Wettkampf, gegenseitiger Respekt, Unterstützung im Team oder der Einsatz für ein gutes Miteinander – Fairness kann viele Gesichter haben. Genau diese besonderen Momente möchte die Deutsche Olympische Gesellschaft e. V. (DOG) mit dem Fair Play-Preis „Jung, sportlich, FAIR“ sichtbar machen. Der Preis wird 2026 bereits zum 15. Mal ausgeschrieben.

Berlin zieht Bewerbung um Ausrichtung der Spiele zurück

Die Entscheidung fiel zwar bereits am Mittwochnachmittag in einem Gespräch zwischen dem Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU), Sportsenatorin Iris Spranger (SPD) und dem Olympiabeauftragten Kaweh Niroomand. Am Donnerstagmorgen aber gab es dann offiziell Gewissheit: Berlin wird seine Bewerbung um die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele im Zeitraum 2036 bis 2044 zurückziehen. „Es ist ein trauriger Tag für Berlin, denn die Spiele wären eine Riesenchance für die Stadt und Ostdeutschland gewesen“, sagte Wegner auf einer Pressekonferenz.

Zur Begründung des Rückzugs sagte Niroomand, dass nicht die am Dienstag veröffentlichte Bepunktung in der Bewertungsmatrix, in der Berlin mit 74,64 Punkten hinter den Konkurrenten aus München (87,03) und KölnRheinRuhr (85,02) eingestuft worden war, den Ausschlag gegeben hat. „Wir haben nicht die politische Stabilität nachweisen können, die die Verbände sich von uns erwartet haben“, sagte er und kritisierte, dass Elif Eralp, stellv. Vorsitzende der Partei “Die Linke” in Berlin, die am vergangenen Sonntag die Wahl zum Abgeordnetenhaus als Spitzenkandidatin ihrer Partei gewonnen hatte, die Bewerbung „vom Tisch gewischt hat, ohne das Gespräch zu suchen, und ohne Respekt vor all denjenigen, die sich seit mehr als einem Jahr für unser Konzept engagiert haben.“

Nach Berlins Rückzug stehen den wahlberechtigten Delegierten auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung des DOSB an diesem Samstag im Kurhaus Baden-Baden noch die Konzepte Münchens und von KölnRheinRuhr zur Auswahl. Die 42 olympischen Fachverbände mit jeweils drei Stimmen, die zehn Mitglieder des DOSB-Präsidiums und acht Persönliche Mitglieder des DOSB stimmen über den deutschen Kandidaten für die Bewerbung um die Ausrichtung der Spiele im Zeitraum 2036 bis 2044 ab. Die Verkündung des Kandidaten wird von der ARD am Samstag von 13.45 Uhr an live übertragen. Das IOC plant die Vergabe der Spiele 2036 im Sommer 2029.

DM Ordonnanzgewehr & Unterhebelrepetierer Hannover: Spannende Titelkämpfe erwartet

Am Wochenende ist es wieder so weit, die Deutschen Meisterschaften im Sportschießen mit dem Ordonnanzgewehr und Unterhebelrepetierer finden in Niedersachsen statt. Am 25./26. September gastiert die nationale Elite erneut in Hannover.

Flinten-EM Malakasa: Mutter und Sohn gemeinsam am Start

Wenn am 26. September der Flieger gen Griechenland zur Flinten-Europameisterschaft in Malakasa (29. September bis 10. Oktober) abhebt, dann sind auch zwei ganz besondere Sportler an Bord: Christine Wenzel (45 Jahre) und Tobias Wenzel (15 Jahre), Mutter und Sohn, beides Skeetschützen. Das Duo nimmt erstmals gemeinsam an einer EM teil - bei den Frauen bzw. Junioren - Grund genug, nachzufragen, wie besonders diese Konstellation ist.

DM Armbrust nat. trad. München: 30m weit und 29m hoch

Es ist wieder Oktoberfest und das bedeutet, dass auch die Deutsche Meisterschaft Armbrust National/Traditionell in München (24. bis 26. September) ausgetragen wird. Wie immer gibt es die Entscheidungen auf die Scheibe, auf den Stern sowie die Kombinationswertung.

DM FITASC Universaltrap Schale: Oliver Schulz verteidigt eindrucksvoll seinen Titel

Am vergangenen Wochenende fand im westfälischen Schale die Deutsche Meisterschaft im FITASC Universaltrap statt. Bei der achten Auflage dieser Disziplin, wurden zum ersten Mal 200 Scheiben geschossen. Damit fand eine Angleichung an die beiden anderen FITASC-Disziplinen Parcours und Compak-Sporting statt. Oliver Schulz vom WTC Niedersachsen, der im letzten Jahr mit seinem DM-Titel noch mit einer Scheibe am Deutschen Rekord scheiterte, stellt in diesem Jahr mit 191 Scheiben über die neue Distanz den neuen Deutschen Rekord auf.