Hauberg 2, 70771 Leinfelden-Echterdingen

DSJ: Das sind die „Juniorsportler des Jahres 2025“

Die Gewinner der Wahl zum „Juniorsportler des Jahres 2025“ stehen fest! Theresa Schnell (Thalmässing) in der Einzelwertung sowie das Gewehr-Trio Xenia Mund (München), Alyssa Ott (Burgbernheim) und Theresa Schnell in der Mannschaftswertung siegten. Mit zahlreichen online abgegebenen Stimmen hat die Deutsche SchützenJugend einmal mehr die beeindruckenden Leistungen ihrer Nachwuchsathletinnen und -athleten gewürdigt.

Weltcup Shanghai: Recurve-Mixed Team schießt um Bronze

Das junge deutsche Bogenteam hat beim Weltcup im chinesischen Shanghai mit durchaus guten Leistungen zu überzeugen gewusst. Vor den finalen Entscheidungen sind noch drei DSB-Schützen im Einzel vertreten, zudem schießt das Recurve-Duo Michelle Kroppen & Leon Zemella (Berlin & Tecklenburg) gegen Japan um Bronze im Mixed-Wettbewerb.

Bundes(jugend)königsschießen Frankfurt/Main: Wer sichert sich die Königswürde?

Am Samstag, 9. Mai, ist es wieder so weit: Dann treten die Landesmajestäten zum Bundes(jugend)königsschießen an und ermitteln den Bundeskönig der Erwachsenen und der Jugend, dieses Mal in Frankfurt/Main. Am Abend wird dann auf dem Bundeskönigsball im Saalbau Griesheim das Ergebnis bekanntgegeben.

Weltcup München: Der beliebteste Weltcup im Schießsport

731 Athletinnen und Athleten aus 84 Nationen! Das sind die stolzen Zahlen für den Schießsport-Weltcup auf der Olympia-Schießanlage in Garching-Hochbrück (24. bis 31. Mai), der u.a. erneut live im Bayerischen Fernsehen gestreamt wird.

DSJ: Jetzt noch anmelden für „Faszination Lichtschießen“

Wer noch an der Veranstaltung „Faszination Lichtschießen“ der Deutschen SchützenJugend am 20. Juni im Rahmen der Junioren-Weltmeisterschaften in Suhl teilnehmen möchte, sollte sich beeilen: Der Anmeldezeitraum endet am 18. Mai 2026. Die Nachfrage ist groß – aktuell sind bereits über 130 von 140 Startplätzen vergeben.

Weltcup Almaty: Sven Korte bärenstark zu Silber

Skeet-Schütze Sven Korte (Ibbenbüren) hat beim Flinten-Weltcup in Almaty/KAZ nach hervorragender Leistung die Silbermedaille gewonnen. Im Finale musste er sich mit 34:35-Treffern nur dem Italiener Gabriele Rossetti geschlagen geben, der in dem neuen Final-Format einen neuen Weltrekord aufstellte. Es war Kortes bisher größter Erfolg im Weltcup-Einzel.

Auftakt zur Sportmilliarde: So werden die Gelder verteilt

Am 22. April hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages die geförderten Projekte des ersten Teils des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten“ (SKS I) bekanntgegeben. 314 Sportstätten, Schwimmbäder und Vereinsheime in zahlreichen Kommunen Deutschlands dürfen sich über eine Förderung des Bundes freuen, mit der die Sanierung oder Modernisierung ihrer Projekte mit bis zu 45 Prozent der Gesamtkosten bezuschusst werden.

Der DOSB hat die Liste der geförderten Projekte analysiert. Hier erfahrt ihr, was genau gefördert wurde, wie hoch die durchschnittliche Fördersumme ist und welches Bundesland besonders oft berücksichtigt wurde.

KK-EM Osijek: Doppel-Interview mit Florian Peter & Nele Stark

Florian Peter (Schnellfeuerpistole, Obertshausen) und Nele Stark (KK-Gewehr, Güglingen) reisen als Titelverteidiger zur Kleinkaliber-Europameisterschaft nach Osijek/CRO (7. bis 17. Mai). Wie sie die Konkurrenz erwarten, wie die eigenen Erwartungen sind, verrät das Duo im Interview.

„Sport ist quasi ein Allheilmittel”

DOSB: Herr Professor Reuter, wie geläufig ist Ihnen das Format Trikottag? 

Ulrich Reuter: Ich habe schon vom Trikottag gehört, aber intensiv damit beschäftigt habe ich mich bisher nicht. 

Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband ist im Sport sehr involviert, nicht zuletzt auch in der Wirtschaftsinitiative für die Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele. Warum ist dieses Engagement für den Sport Ihrem Unternehmen so wichtig? 

Sport ist Emotion, Sport ist Leidenschaft, Sport ist identitätsstiftend. Sport hat eine Kraft, die eine einzigartige Wirkung auf Menschen ausübt. Insofern ist Sport ein starker gesellschaftlicher Kitt. Er bringt ganz unterschiedliche Menschen zusammen und vereint sie. Zentrale Werte des Sports sind Fairness, Toleranz und Respekt. Nicht nur geopolitisch betrachtet sind diese Werte heute wichtiger denn je. Auch für die Sparkassen, die ja dem Gemeinwohl verpflichtet sind, haben sie einen sehr hohen Stellenwert. Denn Sparkassen sind für alle Kundengruppen ein verlässlicher Partner. Sie sind dort, wo sie gebraucht werden, bei ihren Kundinnen und Kunden vor Ort. 

Warum bringen Sie sich gleichermaßen im Leistungs- wie auch im Breitensport ein? 

Ganz einfach, weil der Breitensport die Menschen ebenso verbindet wie der Leistungssport. Athletinnen und Athleten beispielsweise vom Team Deutschland sind starke Vorbilder. Sie stehen für die genannten Prinzipien und vermitteln gesellschaftliche Werte. Wer sich einmal intensiv mit einer paralympischen Athletin ausgetauscht hat, weiß, was es heißt, Herausforderungen anzunehmen und in positive Energie zu wandeln. Und im Breitensport kommen Menschen vor Ort mit unterschiedlichen Begabungen und ganz unterschiedlichen Alters zusammen und verfolgen ihre Ziele. Gestützt durchs Ehrenamt im Verein. Beides ist für unsere Gesellschaft wichtig. 

Sport und Wirtschaft haben einiges gemeinsam, können aber auch einiges voneinander lernen. Worin sehen Sie diese gegenseitigen Lerneffekte? 

Wir reden heutzutage viel über Work-Life-Balance und wie wir uns individuell am besten entfalten können. Der Leistungssport zeigt aber noch mal ganz andere Möglichkeiten auf. Nämlich, wie es auch Spaß machen kann, sich durchzubeißen, um gemeinsam als Team großartiges zu erreichen. Ein anderes Beispiel ist der Umgang mit einzelnen Athletinnen und Athleten. Trainerinnen und Trainer müssen oftmals mit sehr unterschiedlichen Sportlertypen arbeiten und jeweils eine individuelle Ansprache finden, um diese zu Höchstleistungen zu motivieren. Diese Erfahrungen und Kenntnisse können auch für Führungskräfte in der Wirtschaft sinnvoll sein. Leistungsbereitschaft, Motivation und die richtige Ansprache sind auch in Wirtschaftsunternehmen wichtig. Auch hier geht es um gemeinschaftlichen Erfolg; um Ziele, die erreicht werden müssen. Daneben sind Wirtschaftsunternehmen wichtige Unterstützer des Sports. Sportstätten, Ausrüstung, Organisation: Alles muss auch im Sport immer wieder angepasst oder erneuert werden. Schon deswegen ist der gegenseitige Austausch wichtig. 

Worin sehen Sie die wichtigsten Aspekte, die Sport zum Funktionieren unserer Gesellschaft beitragen kann? 

Es ist vor allem das Gemeinschaftsgefühl, unabhängig von Alter, Herkunft oder sozialem Status. Zudem leistet der Sport auch Gesundheitsarbeit, sowohl im Sinne von Prävention und Fitness als auch in der Rehabilitation, körperlich wie psychisch. Er ist also quasi ein Allheilmittel.

World Tour Szeged: Drei Siege und acht weitere Medaillen für DSB-Team

Das zum internationalen Saisonauftakt völlig neuformierte deutsche Target Sprint-Team hat sich in Szeged/HUN (1. bis 3. Mai) prächtig geschlagen: Routinier Kerstin Schmidt (Edelweiß Siegritz) und Juniorin Lisa Enderle (SG Schützenlisl II Englschalking) siegten in den Einzelrennen, Schmidt & Luca Göhmann holten den Sieg im Mixed der Erwachsenen. Zudem gab es acht weitere deutsche Medaillen.

Norddeutscher Schützenbund: Landesschützentag stellt Weichen für die Zukunft

Lars Rothfuß führt den Norddeutschen Schützenbund (NDSB) weiterhin als Präsident an. Die Delegierten wählten Rothfuß auf dem Landesschützentag in Travemünde mit überwältigender Mehrheit, wie auch den Landessportleiter Bernd Sinner, der bisher kommissarisch aktiv war.

„Wartet nicht, bis ihr glaubt, alles perfekt zu können“

Am 20. Mai feiert der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) sein 20-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass blicken wir seit Jahresbeginn in einer wöchentlichen Serie auf Themen aus dem DOSB-Kosmos, die seit der Fusion von Nationalem Olympischem Komitee und Deutschem Sportbund zum gemeinsamen Dachverband des deutschen Sports von besonderer Bedeutung waren. Eines davon ist der Bereich „Frauen in Führungspositionen im Sport“. Veronika Rücker, heute als Sportdirektorin des Deutschen Tennis-Bundes aktiv, war zwischen Januar 2018 und November 2021 die bislang einzige weibliche Vorstandsvorsitzende des DOSB. Im Präsidium, das laut Satzung zu mindestens 30 Prozent weiblich besetzt sein muss, herrscht Geschlechterparität. Im aktuellen, fünf Personen umfassenden Vorstand ist Michaela Röhrbein, zuständig für den Geschäftsbereich Sportentwicklung, die einzige Frau.

Die 51-Jährige, die seit April 2022 DOSB-Vorständin Sportentwicklung ist, spricht im Interview für diese Serie mit Laura Ludwig über Erfahrungen aus der Führungsarbeit, stereotype Verhaltensweisen, den weiblichen Einfluss auf gemischte Führungsgruppen und Ansätze dafür, noch mehr Frauen für Spitzenpositionen im Sport zu begeistern. Ludwig, 2016 in Rio de Janeiro gemeinsam mit Kira Walkenhorst Olympiasiegerin im Beachvolleyball, ist seit einem Jahr Vizepräsidentin im Multisportverein HSV e.V. in ihrer Heimat Hamburg. Die 40-Jährige ist außerdem Mutter zweier Söhne – und bringt dadurch eine weitere spannende Perspektive ein.

DOSB: Laura, du warst bereits als Sportlerin viel für dich selbst verantwortlich. Was hast du aus deiner aktiven Karriere für das Berufsleben danach mitnehmen können?

Laura Ludwig: Ich glaube, der wichtigste Lerneffekt war, dass ich es gewohnt bin, ins kalte Wasser zu springen und neue Herausforderungen schnell anzunehmen. Besonders der Wechsel vom Hallenvolleyball, wo einem im Team vieles abgenommen wird, in den Beachvolleyball, wo man für sehr vieles selbst verantwortlich ist, hat mir geholfen zu akzeptieren, dass es keine Schwäche ist, wenn man einiges nicht sofort kann. Nicht in Panik zu verfallen, sondern zu verstehen, dass ein neu eingeschlagener Weg Zeit braucht, um zum Ziel zu führen, war ein wichtiger Schritt für mein gesamtes Leben. Diese Eigenverantwortung zu übernehmen und zu tragen, ist etwas, das mir nun in meiner Rolle beim HSV e.V. sehr weiterhilft.

Du hast deine aktive Karriere sehr intensiv ausgekostet, bist erst 2024 mit 38 Jahren zurückgetreten. Wann hast du dir erstmals Gedanken darüber gemacht, was nach dem Beachvolleyball kommen soll?

Laura: So richtig intensiv eigentlich erst nach dem Karriereende. Ich wusste zwar schon sehr früh, dass ich im Sport bleiben und viel mit Menschen arbeiten wollte. Aber wegen meiner zwei Söhne und der sportlichen Verpflichtungen fehlte es mir schlicht an Kapazitäten, mich darum zu kümmern, was danach kommen sollte. Ich habe ein Studium des Medien- und Kommunikationsmanagements angefangen, mich auch auf dem Gebiet der Ernährungswissenschaft weiterzubilden versucht, aber es nicht geschafft, etwas abzuschließen. Als es dann vorbei war mit dem aktiven Sport, wusste ich zwar, dass ich eine tolle Familie habe, auf die ich mich verlassen kann. Aber in der großen, weiten Welt anzukommen, das hat mich in den ersten Monaten erschlagen und emotional ziemlich mitgenommen.

Michaela, was hat dich dazu bewogen, eine Führungsposition im organisierten Sport zu übernehmen?

Michaela: Es war nicht so, dass ich einen fertigen Karriereplan im Sport hatte. Ich bin damals angesprochen worden und dann nach und nach in diesen Bereich hineingewachsen. In meiner ersten Führungsaufgabe am Zentrum für Hochschulsport an der Universität Hannover war ich die Jüngste. Mein damaliger Chef lag im Sterben, es war eine durchaus dramatische Situation. Er hat mir damals dazu geraten, mich auf seine Position zu bewerben. Ich wusste nicht, was auf mich zukommen würde, habe Pro und Contra abgewogen, die Chance dann aber bewusst ergriffen, weil ich gespürt habe, dass ich Spaß daran hatte, Dinge mitgestalten zu können. Ich habe mich auch ehrenamtlich engagiert, und ich merkte, auch durch die Unterstützung meines damaligen Chefs, dass als Frau im Sport viel möglich ist – wenn Leistung, Unterstützung und passende Strukturen zusammenkommen. Es ging mir darum, Gestaltungskraft zu entfalten und gute Ideen gemeinsam mit einem Team wirksam umzusetzen. Genau das treibt mich bis heute an. Und so bin ich nach und nach in dieses Berufsfeld hineingewachsen.

Laura: Ich bin tatsächlich auch angesprochen worden, ob ich mir vorstellen könnte, die Position der Vizepräsidentin zu übernehmen. Ehrlich gesagt habe ich es anfangs nicht für möglich gehalten, dass ich eine solche Rolle ausfüllen könnte, ohne Erfahrung oder entsprechende Vorbildung. Ich kam aus einem Sport mit einem relativ klar umrissenen Vierjahreszyklus, in dem ich mich sicher fühlte. Deshalb habe ich mich gefragt: Wo soll ich denn bitte beim HSV anfangen? Aber in den Gesprächen mit dem Verein und meinem Team habe ich gespürt, dass es darum gehen sollte, Veränderung mitzugestalten und strategischen Weitblick einzubringen.

Warum war es eine Position im Präsidium eines großen Mehrspartenvereins, die dich besonders gereizt hat?

Laura: Weil mir nach den Gesprächen schnell klar war, dass meine Ideen und Erfahrungen für den Verein von Nutzen sein können. Das gesamte Team hat es mir sehr leicht gemacht, mich einzufinden. Ich gebe gern zu, dass ich anfangs total überfordert war von der Größe des Vereins und der Fülle der Aufgaben. Alles war Neuland für mich, auch die Geschwindigkeit, in der Entscheidungen notwendig sind, war gewöhnungsbedürftig. Aber mittlerweile fühle ich mich extrem wohl und habe das deutliche Gefühl, dass wir als Team sehr gut harmonieren und viel voneinander lernen. Jede Perspektive ist wichtig, alle werden ernst genommen und wertgeschätzt. Das gefällt mir!

Welche Schwierigkeiten hattet ihr beide für euren Einstieg als Frau in eine Führungsposition im Sport erwartet, und welche davon sind tatsächlich eingetreten?

Laura: Ich habe mir viele Gedanken gemacht, ob ich allen Herausforderungen gewachsen wäre, die auf mich warteten. Aber die großartige Zusammenarbeit im Team hat mir alle Sorgen schnell genommen. Ich habe gespürt: Es ist vollkommen okay und darf so sein, dass es Zeit braucht, in seine neuen Aufgaben hineinzuwachsen. Dazu bedarf es sicherlich einer Unternehmenskultur, die das toleriert, und die ist beim HSV zum Glück gegeben.

Michaela: Bei mir war der wichtigste Faktor, dass sich schnell herausgestellt hat, dass die anderen auch nur mit Wasser kochen. Zu erleben, dass man nicht überall zu 100 Prozent im Thema sein kann, dass man nicht überall Fachfrau sein muss, hat mir beim Ankommen sehr geholfen. Führung heißt ja nicht, alles selbst zu wissen. Führung heißt, gute Fragen zu stellen, Verantwortung zu übernehmen und die richtigen Menschen zusammenzubringen. Mein damaliger Chef und ich waren total unterschiedlich. Er war extrem strukturiert und diszipliniert, ich hatte großen Respekt vor dieser Aufgabe. Er aber hat mich bestärkt, indem er mir versichert hat, dass meine Stärken mich tragen würden.

DSJ: Medaillenregen für die deutsche Delegation beim Alpencup 2026

Den diesjährigen Tag der Arbeit haben ein Teil des Gewehr- bzw. Pistolennachwuchskaders im französischen Chambéry verbracht. Vom 28. April bis 02. Mai traten neun deutsche Sportler beim so genannten Alpencup gegen den Nachwuchs aus Frankreich, Italien, Österreich und der Schweiz an.

Das Ziel für die Heim-EM: Taekwondo in Deutschland ins beste Licht rücken

Ob es die erfolgreichste Europameisterschaft der bisherigen Taekwondo-Geschichte werden wird, bleibt abzuwarten. Dass es die bislang größten kontinentalen Titelkämpfe in der aus Korea stammenden Kampfsportart werden, steht indes bereits fest. Teilnehmende aus 47 Nationen haben ihre Zusage gegeben, vom 11. bis 14. Mai im Münchner BMW-Park auf die Matte zu gehen. „Unser Sport wächst immer weiter, das ist sehr positiv. Und natürlich ist es für uns als Deutsche Taekwondo Union eine große Ehre, wieder ein solches Turnier in der Heimat ausrichten zu dürfen. Das wollen wir nutzen, um uns auf dieser Bühne zu präsentieren“, sagt Aziz Acharki. Die bislang letzte Heim-EM gab es vor 20 Jahren in Bonn, in München wurde zuletzt 1978 um Europas Krone gekämpft. 2003 war Garmisch-Partenkirchen letzter deutscher Ausrichter einer WM.

Aziz Acharki ist im deutschen Taekwondo eine Legende. Der Deutsch-Marokkaner, der in Bonn aufwuchs, holte sowohl als Sportler (1995) als auch als Trainer (2013) WM-Titel und vertrat die DTU ebenfalls in beiden Funktionen bei Olympischen Spielen; 2000 bei der Olympiapremiere seines Sports in Sydney (Australien), 2016 in Rio de Janeiro als Bundestrainer. Anschließend wechselte der 54-Jährige nach Dänemark, um dort die Taekwondo-Strukturen weiterzuentwickeln, ehe er im Oktober 2024 als Sportlicher Leiter Zweikampf zum deutschen Verband zurückkehrte. „Die DTU wollte ihre Strukturen erneuern und sich modern aufstellen, diese Herausforderung hat mich sehr gereizt“, sagt er.

Nachdem sich für die Olympischen Spiele 2024 in Paris lediglich Schwergewichtlerin Lorena Brandl (28) vom Verein Tiger and Dragon Altmannstein/Mindelstetten qualifizieren konnte, die letztlich im Kampf um Bronze der Koreanerin Lee Dabin unterlag, sah sich die DTU gezwungen, neue Wege zu gehen. „Wir haben neue Qualifikationskriterien aufgestellt und im Trainerbereich einige Änderungen vollzogen“, sagt Aziz Acharki, „besonders im Nachwuchs müssen wir die Förderung verbessern und individualisieren, um es unseren Athletinnen und Athleten leichter zu machen, sich voll auf ihren Sport konzentrieren zu können. Wir haben starken Nachwuchs, von dem wir einiges erwarten, aber es braucht auch Zeit und die dafür notwendige Geduld.“

Franziska Koch ist „Sportlerin des Monats“ April

Mit ihrem Triumph beim Radsport-Klassiker Paris-Roubaix hat Franziska Koch ein Stück Sportgeschichte geschrieben: In einem packenden Herzschlagfinale setzte sie sich gegen die internationale Konkurrenz durch und kürte sich als erste deutsche Frau zur Siegerin des Rennens. Für diese herausragende Leistung wählten die Sporthilfe-geförderten Athletinnen und Athleten die Radsportlerin mit 53,3 Prozent zur „Sportlerin des Monats“ April.

Hinter Franziska Koch sichert sich bei der Sporthilfe-Wahl zur Sportlerin bzw. Sportler des Monats Gewichtheberin Lisa Marie Schweizer (35,3%) Rang zwei. Die 28-Jährige überzeugte bei den Europameisterschaften in Georgien mit starken Leistungen: Mit persönlicher Bestleistung im Reißen sicherte sie sich den Titel und gewann zudem im Zweikampf die Bronzemedaille. Den dritten Platz bei der Wahl belegen die Trampolinturner Fabian Vogel und Matthias Schuldt (11,4%). Die beiden deutschen Synchron-Spezialisten feierten bei den Europameisterschaften im portugiesischen Portimão einen gelungenen Einstand als Duo und gewannen auf Anhieb die Silbermedaille.

Anders als bei Medien- oder Publikumswahlen entscheiden bei der Wahl zur Sportlerin bzw. zum Sportler des Monats ausschließlich Deutschlands beste Nachwuchs- und Spitzenathletinnen und -athleten. Dadurch erhält die Auszeichnung ihre besondere sportliche Wertigkeit. Zu Beginn eines jeden Monats stellt die Sporthilfe den rund 4.000 geförderten Athletinnen und Athleten Kandidatinnen oder Kandidaten zur Wahl, die sich im Vormonat durch herausragende Leistungen empfohlen haben. Die Stimmabgabe erfolgt per Online-Voting. 

Für ihre herausragenden Leistungen waren die Athletinnen und Athleten von der Athletenkommission im DOSB, von SPORT1 und von der Sporthilfe für die Wahl nominiert worden.

Deutsche Sporthilfe

Weltcup Shanghai: Junges DSB-Team im Einsatz

Die Bogensport-Europameisterschaft in Antalya/TUR (18. bis 24. Mai) wirft bereits ihre Schatten voraus und hat auch Einfluss auf die Besetzung des Weltcups in Shanghai/CHN (5. bis 10. Mai): Denn mit Julia Böhnke (Sigmaringen) nimmt nur eine deutsche EM-Teilnehmerin am Weltcup in China teil.

Grand Prix Pilsen: Erfolgreiche EM-Generalprobe

Erfolgreiche EM-Generalprobe für die meisten der deutschen Starter beim Grand Prix in Pilsen/CZE: Zahlreiche Finaleingänge, Siege und Medaillen konnten die DSB-Schützen verzeichnen und damit Selbstbewusstsein für die folgende Kleinkaliber-Europameisterschaft in Osijek/CRO (7. bis 17. Mai) tanken.

Breitensportlehrgänge Wiesbaden: Noch Plätze bei Auflage-Lehrgängen frei

Die Breitensportlehrgänge des Deutschen Schützenbundes am Bundesstützpunkt in Wiesbaden erfreuen sich weiterhin großer Beliebtheit. Zahlreiche der Angebote sind bereits ausgebucht bzw. gibt es nur noch Restplätze, bei einigen anderen ist die Aussicht noch groß, sich einen Platz zu sichern, beispielsweise bei den folgenden fünf Lehrgängen für Auflageschützen.

Weltcup Almaty: Elf DSB-Flintenschützen am Start

Fünf Skeet- und sechs Trap-Schützen nehmen am Flinten-Weltcup im kasachischen Almaty (4. bis 10. Mai) teil. Es ist der zweite Weltcup einer langen Saison, aber quasi der internationale Saisonauftakt für die DSB-Wurfscheibenfraktion.

World Games Karlsruhe: Bogensport beim Heimspiel 2029 dabei

Erfreuliche Nachrichten für den Bogensport: Bogenschießen wurde als Sportart für die nächste Ausgabe der World Games 2029 bestätigt, die vom 19. bis 29. Juli 2029 in Karlsruhe stattfinden werden.

Kleinkaliber-EM Osijek: Über Pilsen nach Osijek

Nach der Druckluft-Europameisterschaft in Eriwan/ARM im März folgt mit der Kleinkaliber-Europameisterschaft in Osijek/CRO (7. bis 17. Mai) das nächste kontinentale Highlight für die DSB-Gewehr- und Pistolenschützen. Insgesamt nehmen 27 Frauen, Männer, Juniorinnen und Junioren für den Deutschen Schützenbund in den Disziplinen Gewehr-Dreistellungskampf, Gewehr liegend, Sportpistole und Schnellfeuerpistole teil.

Schützenverband Saar: 75-jähriges Jubiläum, Ehrungen und starke Signale für die Jugendförderung

Beim 73. Landesdelegiertentag des Schützenverband Saar standen richtungsweisende Entscheidungen, verdiente Ehrungen und starke Impulse für die Zukunft des Sports im Mittelpunkt. Zugleich bot die Veranstaltung den feierlichen Rahmen für ein besonderes Jubiläum: Der Verband beging sein 75-jähriges Bestehen.

75 Jahre Wiedergründung DSB: Von der Kuh zur Kette – Das Bundeskönigsschießen

Die Schützentradition und das Brauchtum ist neben dem Sport ein fester und wichtiger Bestandteil der Schützenkultur im Deutschen Schützenbund, in den Landesschützenverbänden und ihren Untergliederungen. Schützentraditionen und Bräuche können dabei sehr unterschiedlich sein, wie die verschiedenen Beiträge des DSB und der Landesverbände zeigen, die das gesamte Jahr über zum 75-jährigen Jubiläum der DSB-Wiedergründung veröffentlicht werden. Dieses Mal dreht sich alles um das Bundeskönigsschießen.

Weltcup München: Die Schießsport-Elite zu Gast in Deutschland

Seit Jahren und Jahrzehnten ist der Schießsport-Weltcup in München einer der Höhepunkte im internationalen Circuit: Die Starter- und Meldezahlen sind bei keinem Weltcup höher, die Weltklasse-Schützen genießen das Flair der Olympia-Schießanlage von 1972 und die Nähe der Großstadt. Und so wird es auch vom 24. bis 31. Mai 2026 sein, wenn der Deutsche Schützenbund abermals die Weltelite im Gewehr- und Pistolenschießen begrüßt.

World Tour Szeged: Acht DSB Target Sprinter beim Auftakt dabei

Zum Saisonauftakt der internationalen Target Sprint Rennen ist das deutsche Team mit acht Athleten am Start: Angeführt von Alena Weinmann (SC Gosheim), der letztjährigen Dreifach-Weltmeisterin der Juniorinnen, geht es bei der ISSF World Tour Target Sprint nach Szeged/HUN (1. bis 3. Mai).