DM Lichtschießen: Erfolgreiche zweite Deutsche Meisterschaft im Lichtschießen in Frankfurt
„Das ist für uns manchmal schon fast zu schön, um wahr zu sein“
DOSB: Isabell, vor der Heim-WM in Frankfurt sind, so scheint es, wieder einmal alle Augen auf Darja gerichtet. Wie gelingt es ihr und euch, mit diesem Interesse bestmöglich umzugehen und es in Leistung zu kanalisieren?
Isabell Sawade: Indem wir ihr die notwendigen Freiräume schaffen und auch Dinge von ihr fernhalten. Natürlich freuen wir uns über das große Interesse, aber gerade vor so einem herausragenden Ereignis wie einer Heim-WM müssen wir darauf achten, dass sie sich aufs Training fokussieren kann. Das bedeutet, dass wir Termine reduzieren, wo es möglich ist. Sie hat trotzdem noch sehr viele zusätzliche Dinge auf dem Zettel. Aber bislang gelingt es ihr sehr gut, eine Balance zu finden. Viele Menschen erwarten von Darja mittlerweile Siege und denken, das sei ganz normal. Aber das ist weit gefehlt. Ich bin für jeden Wettkampf, den sie gewinnt, sehr dankbar, weil ich weiß, wie schwierig das ist. Es gibt so viele Kleinigkeiten, die passen müssen. Fehlerfreies Turnen ist harte Arbeit, und ich setze niemals voraus, dass sie immer gewinnt. Aber sie hat einfach dieses Talent, bei den Saisonhöhepunkten zu performen. Seit sie 2022 in den Erwachsenenbereich gekommen ist, hat sie bei allen Höhepunkten ihre persönliche Bestleistung gebracht. Das ist für uns manchmal schon fast zu schön, um wahr zu sein. Man muss auch damit rechnen, dass es nicht immer so funktionieren wird.
Darja hat jüngst beim Weltcupfinale in vier Kategorien abgeräumt, sie ist Olympiasiegerin, WM-Titelverteidigerin. Woraus zieht sie die größte Motivation, immer weiter erfolgreich sein zu wollen?
Die Erwartungshaltung an sie ist zu Recht hoch. Aber das Wichtigste ist, dass es ihre eigenen Ziele sind, ihre eigene Motivation, und nichts, was von außen kommt. Sie hat schon in jungen Jahren sehr viel erreicht, hat sich als 17-Jährige einen Platz im deutschen Olympiateam gesichert und in Paris die Goldmedaille geholt. Ich bin aber überzeugt davon, dass sie noch einige Jahre auf diesem Niveau weitermachen kann. Sie wird nicht müde, und wir versuchen, ihr Freiräume zu schaffen, damit sie nach großen Wettkämpfen wie Olympia oder WM Zeit findet, um sich um andere Dinge zu kümmern. Wenn sie aufhört, soll sie nicht sagen müssen, dass es in ihrem Leben nichts anderes als den Sport gab. Außerdem setzen wir Anreize, indem wir sie zum Beispiel zu einem Wettkampf schicken, bei dem ihr das Umfeld nicht liegt, um ihr das Leben auch mal etwas schwieriger zu machen und dadurch ihre Motivation neu anzufachen. Es wird immer wieder neue Herausforderungen geben, und Darja ist bereit, diese anzunehmen.
Siehst du in den kommenden Jahren ein Problem für sie, diese Motivation zu bewahren? Was macht es mit ihr, schon als Teenager einen solchen Stellenwert zu haben?
Sie geht sehr gut damit um. Sie ist absolut nicht abgehoben, sondern sehr bodenständig. Sie macht das alles nicht nur für sich, sondern auch für alle anderen im Team. Sie freut sich riesig, dass sie sich, ihrer Familie, aber auch Deutschland so etwas geben kann. Deshalb glaube ich auch nicht, dass sie Probleme bekommen wird, sich die Motivation zu bewahren. Viele hören nach Olympiagold auf, weil sie das Gefühl haben, nichts mehr erreichen zu können. Darja war nach Paris auch müde, aber sie steckt sich immer wieder neue Ziele. Olympische Spiele in Los Angeles sind sehr reizvoll für sie.
Wohin kann Darjas Reise noch führen? Welche Ziele bleiben, welche könnte sie sich neu setzen?
Sportlich gesehen ist das tatsächlich nicht einfach, sie hat alles gewonnen bis auf die European Games, die im kommenden Jahr in Istanbul stattfinden und deshalb auch sehr interessant für sie sind. Aber sie hat auch noch nie eine Heim-WM erlebt, entsprechend groß ist die Vorfreude auf Frankfurt. Auch Los Angeles reizt sie sehr. Die Bestätigung, dass sie zeigen kann, was sie kann, spielt immer eine gewisse Rolle, obwohl sie ja längst bewiesen hat, dass sie keine Eintagsfliege war. Es wird künftig aber eher um neue Emotionen und Erfahrungen gehen als um Titel. Neue Herausforderungen entstehen dadurch, dass sich das Umfeld verändert. Darja bleibt die, die sie ist, aber das Team um sie herum verändert sich, und auch die Wertungsvorschriften wechseln alle vier Jahre, so dass es interessant ist, sich auf dem neuen Level zurechtzufinden. In Paris hat sie davon profitiert, dass die Körperschwierigkeiten im Fokus standen, die sie großartig beherrscht. Jetzt ist es deutlich komplexer, du musst auch in der Artistik und Ausführung vorne sein, und das könnte für Darja einen Reiz darstellen, obwohl sie auch schon gezeigt hat, dass sie das kann.
In der Rhythmischen Sportgymnastik ist es wie im Gerätturnen üblich, in jungem Alter auf Weltspitzenniveau zu performen. Wie verändert das den Mindset dieser jungen Menschen, sind sie alle früher erwachsen als in anderen Sportarten?
Nicht unbedingt erwachsener, aber disziplinierter und in einem jungen Alter schon sehr verantwortungsbewusst. In der Rhythmischen Sportgymnastik beginnt das Seniorenalter schon mit 16, das bedeutet, dass das Erwachsenwerden im Hochleistungsbetrieb stattfindet. Allerdings verläuft diese Phase bei jedem Menschen anders. Für uns im Trainerteam ist es deshalb eine Herausforderung, für jede den richtigen Weg zu finden und sie darauf angemessen zu begleiten. Wir hatten früher viele Gymnastinnen, die früh aufgehört haben. Damals sind wir am Erwachsenwerden manchmal gescheitert, und ich glaube, das machen wir heute besser.
Man kennt es aus anderen Sportarten auch: Wenn es eine national derart dominante Persönlichkeit wie Darja gibt, ist es für die anderen im Team naturgemäß schwieriger, angemessene Aufmerksamkeit zu erhalten, selbst wenn sie auch Spitzenleistung erbringen. Wie geht ihr im Team damit um?
Natürlich liegt der Fokus auf Darja, aber sie selbst macht daraus keine große Sache. Wer gesehen hat, wie sie sich in Paris nach ihrem Olympiasieg um Margarita Kolosov gekümmert hat, die Vierte war und die verpasste Medaille betrauerte, konnte sich ein Bild davon machen, wie das Team zusammenhält. Das Interesse an Margarita war damals im Übrigen auch groß, genauso wie im vergangenen Jahr an Anastasia Simakova, die bei der WM in Rio Bronze mit dem Reifen gewonnen hat. Wir versuchen auch, die Aufmerksamkeit bewusst auf andere zu lenken und zu zeigen, dass das ganze Team gut ist. Wir hatten in den vergangenen Jahren das Glück, fünf richtig starke Turnerinnen zu haben. Zuletzt gab es zwar viel Verletzungspech, aber grundsätzlich haben wir die stärkste Trainingsgruppe der Welt. Und da ist es spannend zu sehen, wie diese Gruppe gemeinsam mit Rückschlägen umgeht. Margarita zum Beispiel hatte nach Paris hart zu kämpfen, sie hatte ein schwaches Jahr 2025, jetzt war sie wieder verletzt. Jeder Mensch hat mal eine Krise. Aber wir lernen gemeinsam, wie wir es schaffen, aus solchen Phasen gestärkt als Team herauszukommen.
Wie ordnest du grundsätzlich die Entwicklung der Rhythmischen Sportgymnastik in Deutschland ein? Erzeugen die Erfolge eine Sogwirkung, wollen mehr Mädchen und junge Frauen dem nacheifern?
Die Entwicklung ist grandios. Wir hatten 1984 die olympische Bronzemedaille für Regina Weber, aber die Goldmedaille, die Darja 2022 bei ihrer ersten WM-Teilnahme gewonnen hat, war die erste WM-Medaille für Deutschland überhaupt. Und seitdem hat sie zehn weitere WM-Goldmedaillen und Olympiagold gewonnen. Das ist eine unglaubliche Bilanz. Unsere Herausforderung ist: Wie schaffen wir es, diese Erfolge zu verstetigen? Nach oben zu kommen ist einfacher, als dort zu bleiben. Es geht darum, Bodenhaftung zu bewahren und harte Arbeit in den Vordergrund zu stellen. Nichts kommt automatisch, dessen müssen wir uns bewusst sein. Wir sind sicherlich ein wenig erfolgsverwöhnt. Die Ansprüche wachsen, manche von außerhalb denken, alles käme von allein. Darja hat bei der WM 2025 in Rio de Janeiro fünf Goldmedaillen geholt, aber im Fokus stand, dass sie mit dem Reifen ohne Medaille geblieben ist. Das finde ich schade und unfair, aber so ist es leider. Wir versuchen also, Erfolge zu würdigen und zu feiern und Rückschläge auszuhalten und zu verarbeiten. Um auf die Frage nach der Sogwirkung zu antworten: Wir haben mehr Zuspruch, mehr Anfragen, aber dadurch entstehen neue Herausforderungen, denn wir bräuchten mehr Trainerinnen und Trainer und mehr Hallenzeiten, einfach mehr Kapazitäten, um die Wartelisten abzuarbeiten. Quantität in Qualität umzuwandeln, das wird die Aufgabe der kommenden Jahre sein.
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6 Tipps für Sport bei Hitze: So bleibst du fit und gesund im Sommer
Wer bei hohen Temperaturen aktiv ist, setzt dem Körper zusätzlichem Stress aus. Geht dies mit einer hohen Luftfeuchtigkeit einher, wird die Schweißabgabe und Hitzebalance besonders gefährdet. Das Risiko für Hitzeschäden wie Sonnenstich, Kreislaufprobleme oder Hitzschlag steigt deutlich. Symptome hierfür sind u.a. heiße und trockene Haut, Kopfschmerz, Schwindel und Übelkeit.
Sportler*innen zählen daher laut WHO zu den Risikogruppen für klimabedingte Gesundheitsrisiken. Besonders belastend sind schlecht belüftete Sporthallen oder intensive Belastungen in praller Sonne. Deshalb gilt: Achtsam bleiben - und rechtzeitig gegensteuern.
6 Tipps für gesundes Training bei Hitze
1. Die richtigen Tageszeiten wählen
Trainiere möglichst in den frühen Morgenstunden oder am späten Abend, wenn es kühler ist. Meide die Mittagssonne.
2. Viel und regelmäßig trinken
Trinke vor, während und nach dem Sport ausreichend Wasser oder isotonische Getränke. Warte nicht erst auf das Durstgefühl - der Körper braucht frühzeitig Flüssigkeit.
3. Pausen im Schatten einlegen
Gönn dir während der Trainingseinheiten bewusste Erholungsphasen - idealerweise an einem schattigen Ort. Das entlastet Kreislauf und reguliert die Hitzebalance.
4. Leichte und atmungsaktive Kleidung tragen und UV-Schutz nicht vergessen
Funktionskleidung unterstützt die Verdunstung von Schweiß und hält dich länger kühl. Denke auch an eine Kopfbedeckung, Sonnencreme und Sonnenbrille. Vermeide dunkle Farben - sie speichern Wärme stärker.
5. Für Abkühlung sorgen
Nutze feuchte Tücher, Sprühflaschen oder Kühlpads für zwischendurch - das hilft dem Körper, sich besser zu regulieren und schützt vor Überhitzung.
6. Kein Sport bei Krankheit
Wenn du dich krank fühlst, etwa bei Fieber, Magen-Darm-Problemen oder einer Erkältung: Lass das Training aus! Der Kreislauf ist bereits geschwächt - Hitze kann das gefährlich verstärken.
Hitze muss kein Sportverderber sein - wenn du achtsam bist und auf deinen Körper hörst. Mit diesen Tipps bleibst du auch bei Sommerwetter aktiv und gesund. Zudem leisten DOSB und die Verbände Hilfestellungen und haben mit Expert*innen wie Prof. Dr. phil. Sven Schneider vom Universitätsklinikum Heidelberg unter anderem einen Musterhitzeschutzplan und weitere allgemeine Verhaltenstipps aufgestellt.
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Wiedersehenstreffen 50 Jahre nach Olympia
Bob, Fechten, Reiten, Rodeln, Rudern, Schwimmen, Ski, Turnen – die Liste der von den eingeladenen Athlet*innen ausgeübten Sportarten könnte noch lange weitergehen. Doch für die über 100 Gäste und ihre Begleitungen zählten am Freitag, dem 24. Juli, vor allem die Geschichten, die sich nach ihrer sportlichen Karriere und nach dem Moment, wo sich ihre Wege voneinander trennten, ereigneten. „Die Lebenswege könnten unterschiedlicher kaum sein“, berichtete Norbert Hahn, ehemaliger Rennrodler, Olympiasieger von 1976 und 1980 sowie von 1990 bis 2018 deutscher Bundestrainer, im Gespräch. „Während einige von uns, wie auch ich, das Glück hatten, als Trainer im Sport bleiben zu dürfen, mussten andere beruflich ganz von vorne anfangen.“ Die Lebenswege haben sich dabei auch nicht nur sinnbildlich, sondern auch geographisch voneinander getrennt. Die weiteste Anreise hatten wohl die Gäste aus Philadelphia. Umso größer war die Freude über das Wiedersehen nach 50 Jahren. Auch Norbert Hahn freute sich, „all die alten Gesichter wiederzusehen.“
Der Rahmen der Finals, die dieses Jahr auch als Mini-Olympia bezeichnet wurden, könnte dabei kaum passender gewesen sein. Die erfolgreichsten Athlet*innen einer ganzen Generation kamen bei einer der größten und prestigeträchtigsten deutschen Sportveranstaltung des Jahres nach langer Zeit wieder zusammen und bejubelten dabei eine neue Generation deutscher Top-Athlet*innen. Die Finals brachten genau jene Emotionen zurück, die auch die geladenen Gäste vor 50 Jahren angetrieben hatten, Höchstleistungen zu erbringen.
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Ab jetzt heißt es voller Fokus auf LA28
Drei Tage mit Touren durch die Venues, Präsentationen und One-on-One-Meetings boten auch uns die Möglichkeit, uns intensiv mit LA28 auseinanderzusetzen und in unsere Planungen des Projekts so richtig einzusteigen und Los Angeles kennenzulernen.
Beeindruckende Sportstätten
Ein klassisches Element eines jeden World Press Briefings ist die sogenannte Venue Tour, bei der ausgewählte Sportstätten besichtigt werden können. Los Angeles hat davon besonders beeindruckende Exemplare zu bieten: das historische Los Angeles Memorial Coliseum, in dem man die Geschichte der Olympischen Spiele von 1932 und 1984 förmlich einatmen kann. Das 2028 Stadium (aka Sofi Stadium), in dem aktuell die NFL-Teams der LA Rams und LA Chargers spielen und 2028 die Eröffnungsfeier sowie die Schwimmwettbewerbe stattfinden werden. Oder der 2024 eröffnete hypermoderne Intuit Dome, Heimat der LA Clippers und 2028 Austragungsort der Basketballwettbewerbe.
In Venice Beach, Santa Monica und Long Beach werden in zwei Jahren insbesondere temporäre Sportstätten vor unvergleichlichen Backdrops entstehen. Die Triathlet*innen werden gleich neben dem Muscle Beach in Venice um die Medaillen kämpfen, die Beachvolleyballer*innen werden am Alamo Beach in Long Beach aufschlagen. Vor allem an diesen Orten ist das LA-Feeling zu spüren, das man erwartet.
Unterkünfte und Verkehr
Aus Mediensicht stehen bei solchen Planungs-Meetings vor allem zwei Fragen im Mittelpunkt: wo können wir unsere Teams unterbringen und wie kommen sie von dort zu den Sportstätten? In LA28 wird es seit längerer Zeit wieder ein Mediendorf geben: auf dem Campus der University of Southern California (USC) stehen knapp 600 Betten zur Verfügung. Daneben werden seitens des OCOG weitere Zimmer in Hotels zu festgelegten Preisen angeboten, um die insgesamt 6.000 Presse-Vertreter*innen (TV-Rechteinhaber nicht eingerechnet) unterbringen zu können. Der Vorteil der Buchung eines vom OCOG angebotenen Hotels ist der Anschluss an das Transport-Netzwerk für die Medien. Dieses verbindet die offiziellen Unterkünfte mit Transport-Hubs von denen man dann an die Venues kommt.
In LA, wie auch schon in Paris, werden Journalist*innen neben dem offiziellen Medien-Transport auch die Metro nutzen können. Ein Selbsttest in der vergangenen Woche hat gezeigt, dass die Metro für bestimmte Strecken durchaus eine Alternative darstellen kann. Von Downtown LA nach Santa Monica benötigt man etwa eine Stunde, ebenso von Downtown nach Long Beach. Bis 2028 soll die Linie D in den Westen der Stadt noch ausgebaut werden, so dass auch die University of California LA (UCLA) und somit das Olympische Dorf angebunden sein wird.
Die Entfernungen und Reisezeiten zwischen den einzelnen Clustern sind nicht zu unterschätzen. Wenn man mehrere Sportarten an einem Tag besuchen möchte, sollte man sich solche aussuchen, die in einem Cluster liegen. Dass der Verkehr in LA herausfordernd ist, ist kein Geheimnis. Jedoch war er das auch im Vorfeld der Spiele in Paris, London oder Rio. Am Ende ist man dann meist besser durchgekommen, als vorher befürchtet.
Fazit
Nach sechs Tagen in Los Angeles bin ich mehr denn je überzeugt: die Spiele von LA28 werden für die Athlet*innen die größt- und bestmögliche Bühne bieten, die sie sich wünschen können. Die kommenden zwei Jahre wird das Organisationskomitee dafür nutzen, genau das zu verwirklichen und allen, die an den Spielen teilnehmen werden, unvergessliche Momente zu bescheren, die für immer bleiben werden.
DOSB dankt Dr. Christiane Schenderlein für die Zusammenarbeit
Die Abberufung von Dr. Christiane Schenderlein als Staatsministerin für Sport und Ehrenamt zum gegenwärtigen Zeitpunkt kommt für den Deutschen Olympische Sportbund (DOSB) unerwartet.
Der DOSB dankt Frau Dr. Schenderlein für die gute und angenehme Zusammenarbeit trotz teils unterschiedlicher Interessen in den vergangenen 14 Monaten. Sie hat entscheidende Maßnahmen für den Sport in Deutschland auf den Weg gebracht und umgesetzt. Bei zentralen, sportpolitischen Vorhaben wie dem Sportfördergesetz, dem Zentrum für Safe Sport, der Sportmilliarde und der Olympiabewerbung sind wichtige Meilensteine für den Sport erreicht worden. Dabei war die Staatsministerin stets für den konstruktiven Austausch mit dem organisierten Sport offen.
Für ihre weiteren Aufgaben als Staatssekretärin im Gesundheitsministerium wünscht der DOSB Frau Dr. Schenderlein alles Gute und viel Erfolg. Durch die enge Verknüpfung der Themen Sport und Gesundheit baut der DOSB darauf, auch in Zukunft mit Frau Dr. Schenderlein, im Sinne einer gesünderen Bevölkerung, eng zusammenarbeiten zu können.
Angesichts weiterer richtungsweisender Entscheidungen für den Sport, insbesondere bei der Olympiabewerbung, muss so schnell wie möglich die Neubesetzung dieser für den Sport zentralen Position in der Bundesregierung erfolgen.
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Die „Mutter der Kompanie“ setzt auf Teamgeist und positive Energie
Ist es schmeichelhaft oder vermessen, als „Mutter der Kompanie“ bezeichnet zu werden, wenn man gerade erst seinen 25. Geburtstag gefeiert hat? Lena Hentschel lacht fröhlich, als sie diese Frage gestellt bekommt, überhaupt lacht sie sehr oft fröhlich während des Gesprächs. Und dann gibt die Wasserspringerin vom Berliner TSC eine Antwort, die wunderbar zu ihrem Charakter passt, weil sie Teamgeist, Verantwortungsbewusstsein und Einschätzungsvermögen zusammenführt. „Ich nehme diese Rolle sehr gerne an, teile sie mir aber mit Elena Wassen. Wir bringen gern unsere Erfahrung ein, um unserem Team zu helfen, aber wir sehen uns deshalb nicht in hervorgehobener Position“, sagt die Berlinerin, die in dieser Woche mit dem Team des Deutschen Schwimm-Verbands (DSV) zur Europameisterschaft nach Paris (31. Juli bis 16. August) reist (Zeitplan und Ergebnisse hier).
Nach den Olympischen Spielen 2021 in Tokio, wo Lena Hentschel mit ihrer mittlerweile zurückgetretenen Synchronpartnerin Tina Punzel (30/Dresden) die Bronzemedaille vom Dreimeterbrett gewann und damit den größten Erfolg ihrer Karriere feierte, hatte es im deutschen Wasserspringen einen umfassenden Generationswechsel gegeben. Seitdem zählt Lena zu den Führungsfiguren in einem von der Altersstruktur sehr homogenen Team, was sie insbesondere am Olympiastützpunkt in ihrer Heimatstadt spürt. „Da kommen immer wieder junge Sportlerinnen und Sportler zu mir und fragen mich nach meinen Erfahrungen. Ich teile diese sehr gern, das macht mir großen Spaß“, sagt sie. Ihre wichtigste Rolle sehe sie darin, gute Laune zu verbreiten. „Ich komme auch morgens um 6 Uhr vor einem harten Trainingstag mit einem Lächeln im Gesicht zum Frühstück. Das lasse ich mir nicht nehmen!“
Als Fünfjährige begann sie mit ihrem Sport
Der Hang zu positiven Emotionen liegt darin begründet, dass die 155 Zentimeter große Spitzenathletin sehr viel Dankbarkeit dafür empfindet, ihr größtes Hobby zum Beruf gemacht zu haben. Als Fünfjährige war sie, „weil ich eine Wasserratte war und bei meiner Oma im Garten nie aus dem Schwimmbecken gekommen bin, bis ich blau vor Kälte war“, in der Schwimm- und Sprunghalle im Europapark (SSE) in Berlin angemeldet worden. Ihr Vater, der Gewichtheber war, trainierte in einer benachbarten Halle, die Tochter, die einer Familientradition folgend den ungewöhnlichen und in der Pandemie zu entsprechenden Nachfragen animierenden zweiten Vornamen Corona trägt, fand sofort Gefallen an ihrem Sport. „Ich hatte das Glück, am Olympiastützpunkt in Berlin direkt großartige Vorbilder wie Patrick Hausding und Nora Subschinski vor der Nase zu haben, von denen ich sehr viel lernen durfte“, sagt sie.
Lange sprang Lena von Brett und Turm gleichermaßen, bis im Alter von 13 Jahren festgestellt wurde, dass sie angeboren lockere Schultergelenke hat. „Daraufhin wurde entschieden, dass Turm nicht das Richtige für mich ist.“ Seitdem spezialisiert sie sich auf die Ein- und Dreimeterwettkämpfe, für die Maximalkraft wichtiger ist als Schnellkraft, um beim Absprung die notwendige Höhe zu erreichen. Das jedoch ist nur ein Teilelement eines jeden Sprunges, der sich aus vielen Einzelteilen zusammensetzt. „Für mich liegt die Faszination des Wasserspringens darin, dass man sehr viele Elemente innerhalb weniger Sekunden zu einem möglichst reibungslosen Ablauf komprimiert“, sagt sie. Dazu gelte es, im Training jeden Sprung wie einen Baukasten zu betrachten, ihn in seine Einzelteile zu zerlegen und diese zielgerichtet und unabhängig voneinander einzustudieren. Insbesondere die Eintauchphase steht dabei im Fokus. „Beim Fußball haben die Fans meist nicht die Spielzüge vor Augen, die zu einem Tor geführt haben, sondern das Tor selbst. Bei uns entspricht das der Eintauchphase, mit der man auch bei den Wertungsrichtern entscheidende Prozente gutmachen kann.“
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Team D Awards gehen an fünf Athlet*innen
Mit den Team D Awards würdigen der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und der Deutsche Behindertensportverband (DBS) Athlet*innen, die bei den Olympischen und Paralympischen Winterspielen Mailand Cortina 2026 nicht nur sportlich überzeugt, sondern die Menschen auch mit ihren Geschichten, ihrem Auftreten und ihrer Persönlichkeit begeistert haben.
Gewürdigt werden dabei insbesondere Momente, die über Medaillenerfolge hinaus bewegt, emotional berührt oder beeindruckt haben. In den Kategorien „Olympics“, „Paralympics“, „Rookie“ und „Legende“ hatten Fans die Wahl zwischen zuvor von DOSB und DBS nominierten Athlet*innen. Über die Gewinner*innen entschieden sie im öffentlichen Voting vom 6. bis 15. Juli auf der Website von Team D mit Tausenden abgegebenen Stimmen.


