Hauberg 2, 70771 Leinfelden-Echterdingen

DM Vorderlader Hannover & Wiesbaden: WM-Generalprobe für die Besten

Am kommenden Wochenende (17. bis 19. Juli) wird es in Hannover und Wiesbaden laut und rauchig: Dann ermitteln die besten Vorderladerschützen Deutschlands mit Gewehr und Pistole in Hannover bzw. Flinte in Wiesbaden ihre nationalen Titelträger.

DM Vorderlader Hannover & Wiesbaden: EM-Generalprobe für die Besten

Am kommenden Wochenende (17. bis 19. Juli) wird es in Hannover und Wiesbaden laut und rauchig: Dann ermitteln die besten Vorderladerschützen Deutschlands mit Gewehr und Pistole in Hannover bzw. Flinte in Wiesbaden ihre nationalen Titelträger.

Faszination Bogen: In ganz Europa verstreut…

…waren die Bogenschützen in den letzten Wochen. Während in Warendorf, quasi vor der Haustüre, die CISM-Weltmeisterschaft Bogen für Militärangehörige stattfand, durften Teile des Nationalkaders in Antalya den Weltcup absolvieren, und der Bogen-Nachwuchs wiederum fand sich im bulgarischen Ruse am Start beim European Youth Cup.

DM Lichtschießen Frankfurt/Main: Zweite nationalen Titelkämpfe für die Jüngsten

In diesem Jahr findet am 1./2. August in Frankfurt die zweite Deutsche Meisterschaft im Lichtschießen statt. Die Freude der Deutschen SchützenJugend (DSJ) ist groß, die Teilnehmenden, Betreuenden, Vereine und Gäste zur diesjährigen DM Lichtschießen begrüßen zu dürfen.

DM Sommerbiathlon Ruhpolding: Spannende KK-Titelkämpfe in der Chiemgau-Arena

Die Elite des deutschen Sommerbiathlons versammelte sich am vergangenen Wochenende zu einem sportlichen Highlight im bayerischen Chiemgau. In der weltbekannten Chiemgau-Arena in Ruhpolding, sonst als feste Kulisse für den winterlichen Biathlon-Weltcup dient, wurden die diesjährigen Deutschen Meisterschaften im Sommerbiathlon mit dem Kleinkalibergewehr (KK) ausgetragen. Die Traditionsstätte bot den Teilnehmern hervorragende Bedingungen und eine weltmeisterliche Atmosphäre vor einer eindrucksvollen Kulisse.

„Ein sportliches Großereignis, das die Stadt nachhaltig geprägt hat“

Fast scheint es, als habe Harry Bodmer auf dieses Gespräch 37 Jahre lang gewartet. Kaum ist die Begrüßung beendet, sprudeln die Erinnerungen aus ihm nur so heraus. Und sofort wird deutlich, welche Bedeutung ein Sportgroßereignis in der eigenen Heimat für das Leben eines Leistungssportlers haben kann. „Es war eine mega Veranstaltung und in meiner Karriere das Größte, was ich erleben durfte. Einen solchen Spirit, der rund um dieses Ereignis herrschte, habe ich bei keinem anderen Wettkampf gespürt“, sagt der 60-Jährige, der sich an viele Einzelheiten noch so deutlich erinnert, als wären sie gestern passiert. Die World Games 1989 in Karlsruhe haben, so muss man es sagen, Harry Bodmers Leben geprägt wie kaum etwas anderes.

An diesem Sonntag sind es noch genau drei Jahre, bis die 13. Ausgabe der Weltspiele der nicht-olympischen Sportarten eröffnet wird. Diese soll vom 19. bis zum 29. Juli 2029 stattfinden, und erneut ist Karlsruhe Austragungsort. Erstmals kommt eine Stadt zum zweiten Mal als Gastgeber zum Zuge, und die „3 Years to go“-Schwelle nimmt der DOSB, der das Team Deutschland entsenden wird, zum Anlass, einmal auf die erste Ausgabe in der drittgrößten Stadt Baden-Württembergs (aktuell knapp 310.000 Einwohner) zurückzuschauen. Dass Harry Bodmer diese Spiele in bester Erinnerung hat, ist kaum verwunderlich. Im Einzelwettbewerb des Kunstradfahrens konnte er mit dem Titelgewinn einen wichtigen Beitrag zum starken Abschneiden des Teams der damaligen BRD leisten, das mit 18 Gold-, 13 Silber-, und 27 Bronzemedaillen hinter Italien auf Rang zwei der Gesamtwertung landete und dabei die meisten Medaillen holen konnte.

Harry Bodmer bekam ein Glückwunsch-Telegramm von Kanzler Kohl

Von seinem Wettkampf ist Bodmer, der heute in Rottweil lebt, insbesondere die Atmosphäre in der Europahalle, die 1983 eingeweiht worden war und sechs Jahre später das Herz der Spiele darstellte, in bester Erinnerung geblieben. „Unsere Wettkämpfe im Einer und Zweier der Männer und Frauen und im Radball fanden am letzten Wochenende der Spiele statt und waren an allen drei Tagen ausverkauft. Die Stimmung war unglaublich, wir wurden total gefeiert und haben bis auf den Zweier der Frauen auch alle Wettbewerbe gewonnen“, sagt er. Der Hallenradsport war schon damals eine deutsche Domäne. 1988 hatte Harry Bodmer bei den Weltmeisterschaften in Ludwigshafen die Goldmedaille gewonnen und sich damit die Qualifikation für die World Games in Karlsruhe gesichert, bei denen seine Sportart erstmals ins Programm aufgenommen werden sollte. „Ich habe nach dem WM-Titel ein Glückwunsch-Telegramm von Bundeskanzler Helmut Kohl bekommen. Auch in Ludwigshafen war die Halle immer ausverkauft. Kunstradfahren hatte durchaus einen hohen Stellenwert im deutschen Sport“, erinnert er sich.

Während Harry Bodmer 1989 als 23-Jähriger bereits Aktivensprecher seiner Sportart war und sich mit den 1981 ins Leben gerufenen World Games durchaus intensiv befasst hatte, war die Nominierung für Antje Grundheber eine komplette Überraschung. Die Rettungsschwimmerin, die damals noch unter ihrem Geburtsnamen Antje Hole antrat, war 1988 bei den Europameisterschaften als 17-Jährige erstmals für einen internationalen Wettkampf nominiert worden. „Als ich dann die Qualifikation für die World Games geschafft habe, war das gigantisch. Ich stamme aus Sinzig, für mich waren diese Spiele wie eine andere Welt. Von den meisten Sportarten, die dort ausgetragen wurden, hatte ich vorher noch nie gehört“, sagt sie im Gespräch mit dem DOSB.

Auch die heute 55-Jährige, die in Ingolstadt eine Praxis für Kieferorthopädie führt, konnte sich mit einer Goldmedaille in der Siegerliste verewigen. Im kombinierten Schwimmen über 100 Meter (50 Meter Freistil, 15 Meter Tauchen, 35 Meter Puppenretten) siegte sie in Weltrekordzeit. „Ich war nie auf Titel fixiert, ich weiß nicht, wie viele Medaillen ich in meiner Karriere gewonnen habe“, sagt sie, „aber dieser World-Games-Titel war für mich natürlich etwas ganz Besonderes.“ Was Antje Grundheber rückblickend bedauert: Dass sie die besondere Atmosphäre der Spiele nicht intensiver ausgekostet hat. „Meine Schwester Birgit, die auch im Nationalteam war, hat das anders gemacht. Sie hat am Jugendlager teilgenommen, darauf habe ich verzichtet, weil unsere Wettkämpfe erst in der zweiten Woche der Spiele stattfanden und ich mich darauf konzentrieren wollte. Wenn ich heute noch einmal die Chance hätte, an World Games teilzunehmen, würde ich viel mehr links und rechts schauen. Als 18-Jährige habe ich daran aber gar nicht gedacht, ich war nur in der Halle oder im Hotel“, sagt sie.

Olympische Spiele Los Angeles 2028 - das solltest Du wissen

In genau zwei Jahren treffen sich über 10.000 Athlet*innen und Millionen von Fans bereits zum dritten Mal in Los Angeles zu den Olympischen Spielen. Nach 1932 und 1984 ist die Millionenmetropole im US-Bundesstaat Kalifornien zum dritten Mal Gastgeber des größten Multisport-Events der Welt.

Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten für euch zusammengetragen, damit ihr bereits heute bestens informiert seid.

„Zverev geht jetzt auf den Court in der tiefen Überzeugung, das Match zu gewinnen“

DOSB: Michael, wie bewertest du mit dem Blick des Bundestrainers auf den Grand-Slam-Titel in Paris und die Finalteilnahme am gestrigen Sonntag in Wimbledon die Entwicklung, die Alexander Zverev in den vergangenen Wochen genommen hat?

Michael Kohlmann: Ich möchte diese Entwicklungsphase nicht auf die vergangenen zwei Monate beschränken, sondern etwas weiter fassen. Meines Erachtens hat Sascha Ende 2025 damit begonnen, ein paar sehr wichtige Anpassungen vorzunehmen und dadurch noch besser zu spielen. In diesem Jahr hat er bislang elf Turniere gespielt und stand nur beim Masters in Rom und beim 500er in Acapulco nicht im Halbfinale. In Paris hat er sich dann für diese konstant guten Leistungen mit seinem ersten Grand-Slam-Titel gekrönt, und diesen Schwung konnte er nach Wimbledon mitnehmen. Man darf nicht vergessen, dass er dort bis zu diesem Jahr noch nie über das Achtelfinale hinausgekommen war. Nun stand er im Finale. Das ist herausragend.

Und er wurde dort nur von Jannik Sinner gestoppt, der Nummer eins der Weltrangliste, der in den entscheidenden Phasen des Finales der etwas bessere Mann war. Wie hast du dieses Endspiel erlebt?

Genauso. Sinner war vor allem im dritten und vierten Satz in den entscheidenden Phasen der etwas energischere Spieler. Insbesondere die langen Rallies hat er mehrheitlich für sich entschieden, was auf dem Niveau den Ausgang eines Matches prägt. Dennoch fand ich es schön zu sehen, dass Sascha nach der Niederlage nicht komplett frustriert war, sondern auch positiv wirkte. Mir hat insbesondere seine Aussage im Interview auf dem Court gefallen, dass er erst mit 29 Jahren wirklich daran glaube, auch in Wimbledon den Titel gewinnen zu können. Ich bin sicher, dass er das ernst meint. Wimbledon war bislang das Grand-Slam-Turnier, wo er sich am meisten von der Weltspitze entfernt wähnte, weil Rasen nicht sein liebster Belag ist und er sich in London bislang immer recht schwer getan hatte. Nun hat er die Überzeugung, dass er auch dort nach ganz oben gehört. Das finde ich schön.

Liegt das darin begründet, dass ihm in Paris endlich der so lange ersehnte Grand-Slam-Titelgewinn gelungen ist? Was löst ein solcher Triumph vielleicht auch an mentalen Fesseln, die er sich selbst angelegt hatte?

Mentale Fesseln finde ich ein wenig zu drastisch formuliert. Er hat sich sicherlich in einigen Phasen seiner Karriere ein wenig zu sehr unter Druck gesetzt, weil er diesen Grand-Slam-Titel unbedingt wollte. Schon als Teenager hat er ja davon gesprochen, alle vier Grand-Slam-Turniere gewinnen und Nummer eins der Welt werden zu wollen. Dass man sich dann zehn Jahre später auch mal infrage stellt, weil man die Ziele noch nicht erreicht hat, ist nachvollziehbar. Dennoch sehe auch ich in dem Triumph von Paris eine Art Brustlöser. Sascha wird immer extrem ehrgeizig sein und seine Ziele mit vollem Eifer verfolgen. Aber ich denke, er hat nun etwas mehr Leichtigkeit in seinem Spiel, und vor allem vertraut er noch mehr in seine Stärke. Man hat das in Wimbledon zum Beispiel in seinem dominanten Viertelfinale gegen seinen Angstgegner Taylor Fritz gesehen oder im souveränen Halbfinalsieg gegen den britischen Publikumsliebling Arthur Fery. Er geht jetzt auf den Court in der tiefen Überzeugung, das Match zu gewinnen. Das hat ihm bis Paris in manchen Phasen ein wenig gefehlt. Da wirkte es bisweilen so, als wolle er möglichst nichts falsch machen. Das, was ihm manche als Passivität ausgelegt haben, hat er nun in eine dominantere, selbstbewusstere Spielweise umgesetzt.

Ist das die wichtigste Umstellung, die du beobachtet hast, oder was genau hat sich seit Ende 2025 noch verändert?

Er spielt einfach etwas offensiver, geht häufiger ans Netz und wirkt in seinen Aktionen grundsätzlich ein wenig zwingender und überzeugter. So eine Umstellung braucht Zeit, das ist kein Prozess von Monaten, eher von Jahren. Genauso lange wird in der Szene ja schon darüber diskutiert, ob es diese Umstellung brauchte, damit Sascha maximalen Erfolg haben kann. Ich bin überzeugt davon, dass er im vergangenen halben Jahr einen sehr wichtigen Schritt gegangen ist.

Wird das reichen, um Jannik Sinner irgendwann in einem großen Finale zu besiegen? Zverevs letzter Sieg gegen den Italiener ist fast drei Jahre her, die vergangenen zehn Duelle hat er verloren.

Das ist so, aber es waren schon ein paar enge Matches dabei. Ich denke an das Finale von Wien im vergangenen Jahr, das stand auf Messers Schneide. Und auch gestern war Sascha vor allem deshalb enttäuscht, weil er gespürt hat, dass mehr drin gewesen wäre. Aber klar ist: Er muss sein Toplevel erreichen, um Leute wie Sinner und auch Carlos Alcaraz, wenn der irgendwann von seiner schweren Handgelenksverletzung zurückkommt, im Halbfinale oder Finale zu schlagen. In solchen Matches musst du die wenigen Chancen nutzen, die dir solche Gegner geben, da gibt es nicht sieben oder acht Möglichkeiten, sondern nur zwei oder drei, um das Match in seine Richtung zu ziehen. Das ist Sascha gestern nicht gelungen. Dennoch zählt er zu den ganz wenigen Spielern auf der Tour, die die Klasse haben, Sinner und Alcaraz wirklich gefährlich zu werden.

Triumph statt Abschied: Die wunderbare Wandlung des Marvin Dogue

Dieser Sommer hätte ganz anders aussehen können. „Ich hätte mir Zeit genommen, um mein BWL-Studium zu beenden, und nebenbei in irgendwelchen Studentenjobs Geld zu verdienen versucht“, sagt Marvin Dogue. Doch anstelle von Aushilfsjobs in Potsdam sieht das Programm des 30-Jährigen für die kommenden Monate Reisen in die Türkei und nach China vor, wo er bei den Saisonhöhepunkten seiner Sportart als frischgebackener Gesamtweltcupsieger um Medaillen mitkämpfen möchte. Und wenn Marvin die Monate, die hinter ihm liegen, in einem Satz zusammenfasst, dann klingt das so: „Im Nachhinein kann ich schon sagen, dass ich Glück gehabt habe!“

Glück hat bekanntlich der Tüchtige, und dass er seit vielen Jahren alles dafür gibt, im Modernen Fünfkampf zur Weltspitze zu zählen, würde niemand dem deutschen Vorzeigeathleten absprechen. Dennoch stand Marvin Dogue im vergangenen Jahr vor der Entscheidung, seine Karriere vorzeitig zu beenden. Zum einen waren es die ständigen Querelen auf nationaler Ebene, auf der sich zwei Dachverbände parallel um ihre Verantwortungsbereiche stritten und den Athletinnen und Athleten die Ausübung ihres Berufs erschwerten, die ihn zermürbten. Zum anderen stellte sich die Frage, ob er im fortgeschrittenen Leistungssportleralter noch in der Lage wäre, die Neuerungen in seiner Sportart in einer Form umzusetzen, die ihn konkurrenzfähig würde bleiben lassen.

Im Zuge der Olympischen Spiele von Tokio 2021 hatte der Weltverband entschieden, das Springreiten als Disziplin zu streichen und durch einen Hindernislauf zu ersetzen. Nachdem im Jahr 2009 Schießen und Laufen bereits zum sogenannten Laser Run zusammengefasst worden waren, markierte die Abkehr vom Pferdesport einen echten Paradigmenwechsel. „Das Erlernen einer komplett neuen Disziplin hatte einen deutlichen Einfluss auf unsere Sportart, und auch ich war mir nicht sicher, ob ich den Anschluss an den Nachwuchs würde halten können. Der Fünfkampf hat sich seit den Olympischen Spielen in Paris um 50 Prozent verändert“, sagt Marvin angesichts der Tatsache, dass die Olympiastarter von Paris 2024 noch im Reiten antreten mussten, die nachfolgende Generation aber seit der im November 2021 getroffenen Entscheidung, den Hindernislauf einzuführen, nur noch die neue Disziplin trainierte und deshalb gut zwei Jahre Vorsprung hatte. Deshalb schien das Karriereende eine realistische Option zu werden, „auch wenn ich eigentlich nicht mit etwas aufhören wollte, worin ich richtig gut war und was mir sehr viel Spaß machte. Aber wenn du dich jeden Tag im Training fragst, wofür du die ganzen Mühen überhaupt auf dich nimmst, ist das auch nicht gerade leistungsfördernd“, sagt er rückblickend.

Hindernislauf passt gut zu Marvins körperlichen Voraussetzungen

Nachdem ihm jedoch von Verbandsseite und der Bundeswehr, die ihn als Sportsoldat fördert, im Herbst 2025 eröffnet wurde, dass man ihn gern weiterhin im Bundeskader sähe, entschied sich der gebürtige Ludwigshafener, der in Bayern aufwuchs und als 13-Jähriger ans Internat des Bundesstützpunkts Potsdam wechselte, für die Fortsetzung der Karriere. Auch deshalb, weil er im Training gemerkt hatte, dass die neue Disziplin gut zu seinen körperlichen Voraussetzungen passen könnte. „Ich bin koordinativ durchaus begabt und kann im Obstacle Run meine Körpergröße von 1,90 Metern gewinnbringend einsetzen, zum Beispiel, indem ich sehr weit springe.“ Das Reiten, „das bei mir immer eine Hopp-oder-Topp-Disziplin war“, vermisse er nicht. Seine Paradedisziplin Fechten ist von den Veränderungen nicht berührt, dazu kam die glückliche Fügung, dass die Distanz im Schwimmen, das Marvin als seine schwächste Disziplin einordnet, von 200 auf 100 Meter verkürzt war. „Dadurch bin ich auch dort anschlussfähiger geworden.“

Marvin Dogue, der bei seiner Olympiapremiere für das Team Deutschland in Paris Rang acht belegt hatte, kann nachvollziehen, dass Traditionalisten mit den Veränderungen im Fünfkampf hadern. Er selbst ist jedoch der Meinung, dass die Attraktivität seines Sports nicht gelitten, sondern im Gegenteil eher zugenommen habe. „Beim Reiten passierten doch häufiger Fehler, auch die Ästhetik hat manchmal gelitten. Der Hindernislauf sorgt für eine ganz andere Dynamik, die Zuschauer werden die ganze Zeit über gut unterhalten“, sagt er. Dass sich die Szene verändert habe, weil andere Arrivierte sich für ein Karriereende entschieden oder mit der jüngeren Konkurrenz in ihren Nationalteams nicht mehr mithalten konnten, wolle er nicht verhehlen. „Aber es muss ja nicht schlecht sein, dass es jetzt eine Menge neuer Gesichter gibt“, sagt er.

Weltcup Kairo: Die 300m-Gewehrschützen mit „Ersatz-WM“

Zunächst war die Enttäuschung groß, dass die 300m-Gewehrschützen nicht an der WM in Doha/KAT teilnehmen, nun ist der Enttäuschung Freude gewichen: Denn auch die Großkaliberschützen über die lange Distanz küren in diesem Jahr ihre Weltmeister, zwar nicht in Doha, sondern in Kairo/EGY.

Bundesliga Luftpistole: Der SV Waldkirch zieht seine Mannschaft zurück

Wenn am 10. Oktober 2026 der erste Wettkampf der neuen Bundesligasaison Luftpistole startet, fehlt ein bekannter Name: der des SV Waldkirch. Der Verein meldete seine erste Mannschaft ab, „aufgrund unerwarteter, sehr kurzfristiger personeller Ausfälle und Änderungen bei einigen Schützen“, wie es in der offiziellen Mitteilung heißt.

Weltcup Madrid: Leon Zemella hervorragender Vierter

Leon Zemella (Tecklenburg) hat bei seinem dritten Weltcup mit Platz vier sein mit Abstand bestes Ergebnis erzielt: Der 20-Jährige musste sich in Madrid/ESP im Halbfinale und im Bronzematch lediglich Olympiasiegern geschlagen geben und zeigte sich hochzufrieden.

Weltcup Lonato: Kathrin Murche wird starke Fünfte

Beim Flinten-Weltcup in Lonato/ITA war wieder einmal Verlass auf Deutschlands beste Trap-Schützin: Kathrin Murche, Europameisterin 2025, belegte in einem starken und großen Teilnehmerfeld den guten fünften Platz: „Alles in allem bin ich zufrieden“, so ihr Fazit.

„Die Faszination des Radsports beginnt schon in der Kindheit“

DOSB: Bernd, aktuell läuft die Tour de France, das bekannteste Radrennen der Welt. Welche Strahlkraft hat dieses Event auch für den deutschen Radsport?

Die Tour de France begeistert seit ihrer ersten Austragung Millionen Menschen weltweit – im Fernsehen, aber vor allem direkt an der Strecke. Ein Radrennen hautnah zu erleben, ist etwas Besonderes und entfaltet eine enorme Strahlkraft. Das gilt umso mehr, wenn deutsche Fahrer erfolgreich sind. Für uns als Verband ist die Tour deshalb enorm wichtig. Sie macht Lust aufs Radfahren, schafft Identifikationsfiguren und motiviert viele Menschen, selbst aktiv zu werden – sei es im Verein, bei einer Jedermann-Veranstaltung oder einfach in der Freizeit. Von dieser Aufmerksamkeit profitiert der gesamte Radsport in Deutschland.

Welche Auswirkungen haben Erfolge deutscher Sportler wie der von Florian Lipowitz im vergangenen Jahr oder auch von Jan Ullrich oder Erik Zabel auf die Mitgliederzahlen in deutschen Vereinen? Treten mehr Menschen in Radsportvereine ein, wenn die Topprofis erfolgreich sind?

Erfolge deutscher Fahrerinnen und Fahrer – aktuell etwa von Florian Lipowitz und Franziska Koch – schaffen Aufmerksamkeit und Begeisterung. Wie in vielen anderen Sportarten sind erfolgreiche Athletinnen und Athleten wichtige Identifikationsfiguren. Sie wecken Begeisterung für den Radsport und geben vielen Menschen den Anstoß, selbst aktiv zu werden. Einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen einzelnen sportlichen Erfolgen und steigenden Mitgliederzahlen können wir allerdings nicht belastbar belegen. Dafür spielen zu viele Faktoren eine Rolle. Unabhängig davon entwickeln sich unsere Mitgliederzahlen erfreulich. Im vergangenen Jahr konnten wir die Zahl unserer Mitgliedschaften um gut zwei Prozent auf rund 153.500 steigern. Entscheidend ist, dass die Begeisterung vor Ort durch attraktive Vereinsangebote aufgegriffen wird.

Welche internationalen Veranstaltungen sind weitere Leuchttürme, und welchen Stellenwert haben die größten deutschen Rennen wie Lidl Deutschland Tour, ADAC Cyclassics oder Eschborn-Frankfurt für German Cycling?

Neben der Tour de France gehören der Giro d’Italia und die Vuelta zu den großen internationalen Leuchttürmen unseres Sports. National haben wir mit Eschborn-Frankfurt, Rund um Köln, den ADAC Cyclassics, dem Sparkassen Münsterland Giro und der Lidl Deutschland Tour herausragende Veranstaltungen. Diese sind für German Cycling von großer Bedeutung. Sie machen die Faszination des Radsports erlebbar, bringen die Menschen mit ihren Idolen zusammen und motivieren viele, selbst aufs Rad zu steigen. Besonders wertvoll ist dabei die Verbindung von Spitzen- und Breitensport: Viele Veranstaltungen bieten neben den Profirennen auch Jedermann- und Nachwuchswettbewerbe und schaffen so einen direkten Zugang zum organisierten Radsport.

In der Pandemie war auch Radsport eine der Sportarten, die eher zu den Gewinnern zählte, weil es im Freien und mit Abstand möglich ist. Wie haben sich eure Mitgliederzahlen über die vergangenen zehn Jahre entwickelt, und was waren die wichtigsten Treiber dieser Entwicklung?

Unsere Mitgliederzahlen haben sich in den vergangenen zehn Jahren insgesamt positiv entwickelt. Aktuell zählt German Cycling, wie schon erwähnt, rund 153.500 Mitgliedschaften – ein Plus von gut zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig ist die Begeisterung für den Radsport in dieser Zeit noch stärker gewachsen. Ein Grund dafür ist, dass gerade das Rennradfahren heute vielfach auch außerhalb klassischer Vereinsstrukturen stattfindet. Zu den wichtigsten Treibern dieser Entwicklung zählen das gestiegene Gesundheitsbewusstsein, die Freude an Bewegung und die große Vielfalt unseres Sports. Radfahren lässt sich in jedem Alter, auf ganz unterschiedliche Weise und mit individueller Intensität ausüben. Unsere Aufgabe ist es, möglichst viele dieser Menschen langfristig für den organisierten Radsport und unsere Vereine zu gewinnen.

Im Laufen gibt es die Entwicklung, dass sich abseits von Vereinen private Running Clubs bilden. Wie ist die Lage dahingehend im Radsport, und wie geht ihr mit solch zusätzlicher Konkurrenz um?

Die Entwicklung im Radsport ist durchaus vergleichbar mit der im Laufsport. Immer mehr Communities organisieren sich außerhalb klassischer Vereinsstrukturen. Das sehen wir nicht als Konkurrenz, sondern freuen uns darüber, dass sich immer mehr Menschen für den Radsport begeistern. Natürlich wünschen wir uns, dass möglichst viele von ihnen den Weg in unsere Vereine finden. Denn Vereine bieten weit mehr als gemeinsame Ausfahrten. Sie stehen für Gemeinschaft, qualifizierte Trainerinnen und Trainer, Nachwuchsförderung, Wettkampfmöglichkeiten und ehrenamtliches Engagement. Genau darin liegt ihre besondere Stärke.

Weltcup Madrid: Bronze mit 17 Jahren

Compound-Schütze Simon Moritz (Oberschneiding) geht bei seinem ersten Weltcup bei den Erwachsenen mit zwei Bronzemedaillen nach Hause: Nach Platz drei im Team mit Paolo Kunsch und Noah Nuber gewann das 17-jährige Talent am Samstag Bronze im Einzel.

„Bewegung beginnt mit Begeisterung“

DOSB: Lysann, wenn man heute auf die MINI BIKER und inzwischen auch auf die MIDI BIKER blickt, wirkt alles wie ein durchdachtes Gesamt-Nachwuchskonzept. Wie hat alles angefangen?

Lysann Schmeiser: Tatsächlich begann alles mit einer einfachen, aber wichtigen Beobachtung: Kinder bewegen sich immer weniger. Gleichzeitig fehlen vielen Kindern grundlegende motorische Erfahrungen, die früher selbstverständlich waren. Für uns war klar: Als Radsport-Dachverband möchten wir einen Beitrag leisten, um Kinder wieder stärker für Bewegung zu begeistern. Auf der Strukturtagung des Bundes Deutscher Radfahrer hatten der damalige Präsident Rudolf Scharping und Marco Rossmann, heute Jugendsekretär von German Cycling und stellvertretender Generalsekretär, die Idee, dass wir – vergleichbar mit Bambini-Fußball oder Kleinkindturnen – ein bundesweites Bewegungsangebot auf Rädern schaffen müssen. Der Ansatz sollte bewusst niedrigschwellig sein: ohne Leistungsdruck, aber mit ganz viel Freude an Bewegung. So entstand Anfang 2023 – inspiriert von den Mini Bikern des RSV Seeheim und den Rad-Raketen des RSV Mainz-Ebersheim – die Idee der MINI BIKER. Unser Ziel war es, Kindern zwischen zwei und sechs Jahren spielerisch Bewegungserfahrungen auf zwei, drei oder vier Rädern zu ermöglichen. Dabei ging es von Anfang an um weit mehr als das Fahrradfahren. Es ging um Rollen, Gleichgewicht, Koordination, Selbstvertrauen, soziale Teilhabe und vor allem darum, allen Kindern positive Bewegungserlebnisse zu ermöglichen – unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Wohnort oder sozialem Hintergrund. Deshalb entwickelten wir eine Materialbox mit Hütchen, Seilen, Markierungshauben, Stangen und einer altersgerechten Rampe. Vereine, Kitas und weitere Einrichtungen konnten sie kostenlos anfordern. Ergänzt wurde sie durch Parcoursmaterialien, Anleitungen und pädagogische Hilfestellungen, die eine altersgerechte und spielerische Förderung der Bewegungskompetenz ermöglichten und eine unmittelbare Umsetzung der Angebote unterstützten.

Wie wurde das Angebot angenommen?

Die Resonanz hat selbst uns überrascht. Die Nachfrage war enorm. Bereits im ersten Projektjahr wurden 290 MINI-BIKER-Boxen deutschlandweit in alle 16 Bundesländer verschickt. Besonders erfreulich war, dass die Angebote sowohl von Vereinen als auch von Kitas aufgegriffen wurden. Unsere Evaluation zeigte außerdem, dass wir knapp 6.000 Kinder erreicht haben, von denen 2.628 regelmäßig an den Bewegungsangeboten teilnahmen. Besonders wichtig war für uns, dass wir viele Kinder erreicht haben, die bislang wenig Berührung mit Sport und Vereinen hatten.

Was habt ihr aus der Evaluation gelernt?

Die Ergebnisse haben uns bestätigt, dass dies der richtige Ansatz ist. Die Einrichtungen berichteten insbesondere von Verbesserungen bei Gleichgewicht und Koordination, motorischen Fähigkeiten, Fahrsicherheit, Selbstvertrauen, Freude an Bewegung und sozialem Miteinander. Außerdem wurde deutlich, dass Kinder besonders dann profitieren, wenn die Angebote regelmäßig stattfinden und pädagogisch begleitet werden. Diese Erkenntnisse waren zugleich der Ausgangspunkt für den nächsten Entwicklungsschritt.

Damit sind wir bereits im zweiten Projektjahr. Was hat sich dort verändert?

Im zweiten Jahr lag unser Fokus auf Qualität und Nachhaltigkeit. Material allein reicht nicht aus – Menschen machen Projekte erfolgreich. Deshalb erweiterten wir das Konzept um Handbücher, Schulungsunterlagen, Kartenmaterialien sowie Fortbildungs- und Zertifikatsangebote für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren. Gleichzeitig wurden Themen wie Kinderschutz, pädagogische Grundlagen sowie mentale Gesundheit integriert. Dadurch konnten Ehrenamtliche, Trainerinnen und Trainer sowie pädagogische Fachkräfte die Angebote fachlich fundiert umsetzen und langfristig in ihren Einrichtungen verankern.

Wann entstand dann die Idee der MIDI BIKER?

Eigentlich aus einer spannenden Erkenntnis heraus. Unsere Evaluation zeigte, dass fast ein Drittel der erreichten Kinder bereits älter als die ursprüngliche Zielgruppe waren. Parallel wurde die bundesweite Förderkampagne „MOVE“ der Deutschen Sportjugend unter dem Motto „MOVE FOR ALL“ fortgeführt. Genau daraus entstanden die MIDI BIKER. Wir wollten die Entwicklungsreise konsequent weiterdenken und Kindern wie Jugendlichen zwischen sieben und 14 Jahren passende Anschlussangebote bieten. Während bei den MINI BIKERN das spielerische Rollen und die Entwicklung grundlegender Bewegungsmuster im Vordergrund stehen, geht es bei den MIDI BIKERN stärker um Fahrtechnik, Selbstständigkeit, Mobilität, Verantwortung und Gemeinschaft.

Expertisen gemeinsam ergründen und Potenziale voll ausschöpfen

Würde man in Deutschland Menschen auf der Straße fragen, welche Themenfelder die Mitglieder einer Athlet*innenkommission bearbeiten, wäre die Antwort – neben einer gewissen Portion Ratlosigkeit – wahrscheinlich in vielen Fällen identisch. Athlet*innenvertretungen kümmern sich um die Belange ihresgleichen, sie setzen sich für bessere Trainingsmöglichkeiten, höhere Vergütung und mehr Wertschätzung ein. Sie sind Bindeglieder zwischen Verbandsfunktionären und Aktiven. Sie sprechen für die jeweilige Gruppe, die sie vertreten, und unterstreichen mit ihrem Engagement, dass im Sport Gemeinschaft wichtiger ist als Eigennutz, wenn man Ziele erreichen möchte.

Alles richtig, aber manchmal eben auch zu kurz gedacht. Deshalb möchte ich euch mit Marc Schuh bekannt machen. Marc war viele Jahre als Para-Leichtathlet im Rollstuhlsprint aktiv, er war Weltmeister über 400 Meter, nahm an den Paralympischen Spielen 2008 in Peking, 2012 in London und 2016 in Rio de Janeiro teil. Und er war als Athletensprecher extrem engagiert. Das ist allerdings längst nicht alles, denn der heute 36 Jahre alte Bergisch-Gladbacher hat auch Physik studiert. Und da beginnt der Teil der Geschichte, der mich zu meinem heutigen Kolumnenthema führt.

Marc Schuh entwickelte für den DBS ein Bewertungssystem

Rund um die Paralympics in Rio stand der Deutsche Behindertensportverband (DBS) vor der Aufgabe, dem Bundesministerium des Innern (BMI) eine kriteriengeleitete Budgetierung zu präsentieren, nach der künftig die Förderung der verschiedenen Sportabteilungen ausgerichtet sein sollte. Das, was der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) mit dem Analyse-Tool PotAS umzusetzen versuchte, war nun auch im Behindertensport gewünscht. Also ging der DBS an die Umsetzung und entwickelte ein System, in dem eine Bepunktung der Sportarten deren Förderfähigkeit einordnen sollte.

Das Problem: Es war eine Punktobergrenze vorgesehen, oberhalb derer Sportarten nicht mehr in höhere Förderkategorien klettern konnten. Für Schwimmen und Leichtathletik, die diese Obergrenze bei ihrer Einführung schon erreicht hatten, fehlte also zum Beispiel der Anreiz, sich verbessern zu können. Aus ökonomischer Sicht gab es keine Incentivierung für weitere Anstrengungen. Und da kam Marc ins Spiel, der damals am Max-Planck-Institut für Kernphysik promovierte. Er bot dem DBS an, eine mathematische Modellierung zu entwerfen, bei der die Punkte nicht linear gewertet werden. Die ersten Punkte fallen stärker ins Gewicht, damit kleine Sportarten eine ausreichende Förderung erhalten. Sportarten mit vielen Punkten erhalten für jeden weiteren Punkt weiterhin mehr Budget, ohne die kleinen Sportarten zu verdrängen. Ein entsprechend parametrisierter Logarithmus kann eine solche Gewichtung transparent darstellen.

Weltcup Madrid: Die Jugend geht voran

Sensation durch zwei deutsche Junioren beim Bogen-Weltcup in Madrid/ESP: Recurver Leon Zemella (Tecklenburg) und Compounder Simon Moritz (Oberschneiding) stehen jeweils im Halbfinale und greifen nach ihrer ersten Einzel-Medaille im Weltcup-Circuit der Erwachsenen.

Breitensportlehrgang Wiesbaden: Das Mentale entscheidet über Wohl und Wehe

Schießen können alle! Hört man immer wieder, wenn von den Teilnehmern bei Deutschen Meisterschaften oder internationalen Wettkämpfen gesprochen wird. Entscheidend ist, diese Leistung unter Druck abzurufen. Und deshalb könnte für ambitionierte Auflageschützen der Lehrgang vom 28. bis 30. August im Bundesstützpunkt Wiesbaden genau das Richtige sein.

Lotterie Wurfscheibe: Noch sind Lose verfügbar

Bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Suhl konnte man es zuletzt gut beobachten: Der deutsche Flinten-Nachwuchs ist sehr talentiert. Und jeder kann dazu beitragen, dass die Talente „oben“ ankommen, indem er die Nachwuchsarbeit durch den Kauf eines (oder auch mehrerer) Loses bei der Lotterie Wurfscheibe unterstützt.

Para WM-Qualifikation Wiesbaden: Kurs auf Changwon mit starken Leistungen

Die nationalen Ausscheidungen am Bundesstützpunkt des Deutschen Schützenbundes (DSB) in Wiesbaden sind beendet. Mit beeindruckenden Ergebnissen und reihenweise erfüllten Normen haben sich Deutschlands beste Para-Sportschützen eine hervorragende Ausgangsposition für die Weltmeisterschaft im südkoreanischen Changwon erarbeitet.

Wie der Sport die deutsch-französische Freundschaft fördert

Die Entwicklungen bei der Tour de France verfolgt sie nicht täglich. Aber dass die wichtigste Radrundfahrt der Welt einen gewissen Einfluss auf ihr berufliches Wirken hat, kann und möchte Isabelle Dibao-Dina nicht verhehlen. „Die Tour trägt dazu bei, dass Frankreich stärker ins Blickfeld der deutschen Sportfans rückt, und das kann auch für unsere Arbeit einen positiven Effekt haben“, sagt die 42-Jährige. Im Ressort Internationale Jugendarbeit der Deutschen Sportjugend (dsj) ist Isabelle gemeinsam mit ihrer Kollegin Carina Weber-Bougherfa für das Thema „Deutsch-französische Beziehungen“ zuständig. Die Vollzeitstelle, die sich die beiden teilen, ist die innerhalb des Ressorts am längsten existierende. Mit der Gründung des Deutsch-Französischen Jugendwerks (DFJW) im Rahmen des von Bundeskanzler Konrad Adenauer und Staatspräsident Charles de Gaulle unterzeichneten Elysée-Vertrags von 1963 wurden auch die sportlichen Beziehungen der beiden Nachbarländer auf eine vertragliche Grundlage gestellt, von der sie bis heute profitieren.

18 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs sollte der Elysée-Vertrag die Aussöhnung der beiden Völker unterstützen und über das Jugendwerk den jungen Menschen das Kennenlernen und Schließen von Freundschaften erleichtern. „Heute ist das Ziel zum Glück ein anderes, es geht nicht mehr um Versöhnung, sondern um das Vertiefen der Freund- und Partnerschaft“, sagt Isabelle, die im wahrsten Wortsinn ein Kind ihrer Institution ist. Ihre Eltern – Vater Franzose, Mutter Deutsche – lernten sich über ein Freundschaftsprogramm kennen. Sie wuchs im Elsass auf, lebt aber seit mehr als 15 Jahren in Frankfurt am Main, wo sie zunächst für das Ressort Internationales im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) arbeitete und vor zwölf Jahren in dessen Jugendorganisation wechselte.

Jedes Sportorgan kann einen Antrag auf Förderung stellen

„Unser Ziel ist eine stetige Weiterentwicklung der Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich auf sportlicher Ebene“, sagt sie. Angesichts der politischen Lage mit starken rechtsnationalen Strömungen in beiden Ländern sei diese Aufgabe „vielleicht wichtiger denn je, weil wir spüren, wie notwendig es ist, gemeinsame Werte zu vermitteln und zu stärken.“ Zwar sei der Austausch in den Grenzregionen angesichts der räumlichen Nähe intensiver, „aber wir erreichen sowohl bundesweit als auch in ganz Frankreich viele Träger, die den Austausch fördern. Das schließt auch die Übersee-Regionen wie Guadeloupe, Martinique oder La Réunion ein, in denen Frankreich bis heute Einfluss hat.“

Jedes Sportorgan, vom kleinsten Verein bis zum größten Verband, kann bei der dsj einen Antrag auf Förderung eines Freundschaftsprojekts oder Partnerschaftsprogramms stellen. In Frankreich wird die Förderung vom Nationalen Olympischen Komitee finanziert. Vom DFJW erhalten beide Seiten aktuell eine gemeinsame Fördersumme von insgesamt 950.000 Euro pro Jahr. „Davon können wir auf deutscher Seite rund 80 Anträge fördern“, sagt Isabelle. Inhaltlich geht es in diesen Anträgen immer um den gegenseitigen Austausch. Man trainiert gemeinsam oder bestreitet Lehrgänge. „Oft ist man gegenseitig in Gastfamilien untergebracht, lernt dadurch den Alltag der anderen kennen und erhält neue Perspektiven.“ Ebenso wichtig sind kulturelle Inhalte, „es sollte aber nicht nur um Sightseeing gehen. Außerdem sind ausschließliche Turnier- oder Wettkampfteilnahmen nicht förderfähig, es braucht Inhalte, die über den reinen sportlichen Wettkampf hinausgehen.“

DM Feldbogen: Limitzahlen für die DM Feldbogen Kellinghusen veröffentlicht

Die DSB-Sportleitung hat die Limitzahlen für die Deutsche Meisterschaft Feldbogen, die in der Zeit vom 08. - 09. August 2026 in Kellinghusen stattfinden wird, veröffentlicht.

DM Sommerbiathlon Ruhpolding: Heißes Wochenende erwartet

Es dürfte heiß werden am Wochenende! Heiß, aufgrund der zu erwartenden Temperaturen und heiß, aufgrund der mit Spannung erwarteten Wettkämpfe bei den Deutschen Meisterschaften im Sommerbiathlon mit dem Kleinkaliber-Gewehr in Ruhpolding.

Die Finals Hannover: 17 Titel zu vergeben

Seit 2019 gibt es Die Finals, ein Multisport-Event mit verschiedenen Sportarten und Deutschen Meisterschaften, vom 23. bis 26. Juli steigt die sechste Auflage in Hannover. Nach Berlin, Düsseldorf und Dresden ist die niedersächsische Landeshauptstadt der vierte Gastgeber, und der DSB ist mit seinen Bogensportlern abermals dabei.