Hauberg 2, 70771 Leinfelden-Echterdingen

DOSB begrüßt Einigung zum Sportfördergesetz

Der Spitzensport bekommt in Deutschland damit erstmals eine explizite gesetzliche Grundlage auf Bundesebene und mit der Spitzensportagentur einen neuen Motor für mehr Erfolg und mehr Medaillen. 

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) ist mit den Änderungen auf den letzten Metern im Großen und Ganzen zufrieden. Jetzt müssen alle die neuen Grundlagen nutzen, die Agentur arbeitsfähig machen und unseren Athlet*innen damit beste Rahmenbedingungen bieten. Der DOSB begrüßt ausdrücklich die Einigung der Regierungskoalition und dankt insbesondere den Berichterstattern Stephan Mayer (CDU/CSU) und Bettina Lugk (SPD) für ihren Einsatz. Die Zustimmung der Grünen beweist die breite Unterstützung, die das Reformvorhaben in der Politik hat.

DOSB-Präsident Thomas Weikert: „Wir wollen Deutschland zurück in die Weltspitze des Sports führen. Wir wollen ein System gestalten, das nachhaltige Spitzenleistungen hervorbringt. Wir wollen unseren Athlet*innen beste Bedingungen für internationalen Erfolg bieten. Mit der Einigung zum Sportfördergesetz rücken wir diesen Zielen ein deutliches Stück näher. Gerade vor dem Hintergrund einer deutschen Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele ist klar: Wir wollen vorne mitspielen – erst recht bei Spielen zuhause. Das Gesetz bietet eine gute Grundlage, auf der wir Erfolge aufbauen können.“

Weltcup Madrid: Compounder mit tollem Start

Die deutschen Compound-Schützen haben beim Weltcup in Madrid/ESP ihren Aufwärtstrend bestätigt und mit einer Bronzemedaille im Teamwettbewerb der Männer untermauert: Paolo Kunsch, Simon Moritz und Noah Nuber gewannen nach einem 233:232 gegen Indien Edelmetall.

BSSB: Betriebssportgruppe mit drei Medaillen bei den World Company Sport Games

Noch vor wenigen Jahren hätte wohl niemand gedacht, dass aus einer kleinen Betriebssportgruppe einmal Weltmeister hervorgehen würden. Doch genau das ist bei der BSSB Betriebssportgruppe Olympia Realität geworden. Erst vor acht Jahren gegründet, entwickelte sich die Gruppe der Geschäftsstelle des Bayerischen Sportschützenbundes innerhalb kürzester Zeit zu einer echten Erfolgsgeschichte – sportlich ebenso wie menschlich.

IOC hebt Suspendierung des NOK Russland vorläufig auf

In einer Welt voller Konflikte, kriegerischer Auseinandersetzungen und wirtschaftlicher Verwerfungen ist der Weltsport mehr als je zuvor herausgefordert, in seiner Funktion als Brückenbauer zwischen den Menschen wirken zu können.

Auf dieser Basis versteht der DOSB die heutige Entscheidung des Exekutivkomitees des IOC einer Wahlfreiheit für die Weltfachverbände, ob russische Athletinnen und Athleten wieder mit Fahne und Hymne an internationalen Wettkämpfen teilnehmen oder nicht. Die Suspendierung des russischen NOK wurde aufgehoben. Für die Erwachsenen-Wettbewerbe des IOC bleibt es allerdings vorerst bei neutralem Status ohne Fahne und Hymne und ohne Einladungen an Regierungsvertreter. Das IOC wird zudem keine Wettkämpfe auf russischem Territorium organisieren.

Dies geschieht im Angesicht des nun seit mehr als viereinhalb Jahren anhaltenden Angriffskriegs der russischen Föderation gegen die Ukraine. Die Entscheidung steht aber auch im Kontext der aktuellen geopolitischen Lage mit zahlreichen Krisen und Kriegen und basiert auf der Überzeugung im Weltsport, dass Sportlerinnen und Sportler auf Dauer nicht zur Verantwortung für die Handlungen ihrer Regierungen gezogen werden dürfen.

Einen Weg zurück hatte der DOSB bereits in seiner ersten Stellungnahme nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine am 18. März 2022 skizziert. Damals hieß es: „Sicher aber ist, dass man irgendwann wieder zueinander finden und der Sport dabei eine verbindende Rolle (spielen) sollte.“ Für den DOSB ist dabei entscheidend, dass der Weg zurück weiter klug gestaltet wird, um die Integrität des Wettbewerbs und dessen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu schützen und dem Regime in Moskau keine Bühne zu bieten, um sportliche Erfolge von Athletinnen und Athleten aus Russland propagandistisch auszuschlachten.     

Zudem begrüßt der DOSB die Empfehlung des IOC, dass russische Athletinnen und Athleten erst nach einer Übergangsphase mit einem glaubwürdigen und unabhängigen Doping-Testregime wieder an internationalen Wettkämpfen teilnehmen dürfen. Dies gilt insbesondere für Wettkämpfe in Deutschland, wo mehr als eine Million Ukrainerinnen und Ukrainer Zuflucht vor dem Krieg gefunden haben.

Darüber hinaus empfiehlt der DOSB aktuell seinen Mitgliedsverbänden, bei der Durchführung von internationalen Wettkämpfen russische Athletinnen und Athleten, wenn möglich, unter neutralem Status teilnehmen zu lassen und die Entsendung von Athletinnen und Athleten zu internationalen Wettbewerben in Russland sorgfältig zu prüfen.

U18-/U21-EM Rom: Der deutsche Kader steht

20 junge Bogenschützen werden den Deutschen Schützenbund bei den Nachwuchs-Europameisterschaften in Rom/ITA (21. bis 25. Juli) vertreten, deren Nominierung wurde nun vom Bundesausschuss Spitzensport bestätigt. Darunter sind einige Sportler, die bereits trotz ihrer jungen Jahre für Aufsehen gesorgt haben.

Ehrenmitglied Peter Ringer verstorben

Am 12. Juni 2026 verstarb Peter Ringer, Ehrenmitglied des Deutschen Schützenbundes, im Alter von 86 Jahren. Die Nachricht hat tiefe Trauer in uns allen ausgelöst.

Weltcup Lonato: DSB-Duo fehlt eine Scheibe zum Finale

Große Hitze, großes Teilnehmerfeld mit hoher Qualität und Dichte! Das waren die Bedingungen beim Flinten-Weltcup in Lonato/ITA (4. bis 12. Juli) für die deutschen Skeetschützen. Die schlugen sich zum Teil sehr gut, und ein Duo verfehlte das Shootoff zum Finale nur knapp.

DOSB begrüßt Regierungsentwurf des Bundeshaushalts 2027

Der DOSB begrüßt den Regierungsentwurf für den Sporthaushalt 2027. Demnach soll der Sportetat mit 361,7 Millionen Euro auf ein neues Rekordniveau steigen. Das ist ein starkes Signal der Bundesregierung in haushälterisch schwierigen Zeiten für die gesellschaftliche und sportpolitische Bedeutung des Sports in Deutschland.

DOSB-Vorstandsvorsitzender Otto Fricke: „Der Dank des Sports in Breite wie in Spitze gilt der Bundesregierung und insbesondere Staatsministerin Christiane Schenderlein, der es mit ihrem Team gelungen ist, trotz der angespannten Haushaltslage Verbesserungen für den Sport zu erreichen. Die zusätzlichen Mittel für die Olympiavorbereitung, für das Leistungssportpersonal sowie für die zentralen Maßnahmen der Verbände schaffen bessere Rahmenbedingungen für Athletinnen und Athleten, Trainerinnen und Trainer und die Verbände und stellen den Sport damit auf ein gutes Fundament. Investitionen in den Sport sind Investitionen in die gesamte Gesellschaft und in unsere gemeinschaftliche Zukunft.“

IOC streicht Nordische Kombination aus dem Olympiaprogramm für 2030

Die Entscheidung war keine Überraschung mehr, aber sehr wohl eine Enttäuschung: Das Executive Board des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) hat am Dienstagnachmittag im Anschluss an seine Sitzung den schon länger befürchteten Ausschluss der Nordischen Kombination aus dem Programm für die Olympischen Winterspiele 2030 in den französischen Alpen bestätigt. „Natürlich hätten wir uns ein anderes Ergebnis gewünscht“, sagte Andreas Schlütter, Vorstand Sport im Deutschen Skiverband (DSV). „Wir respektieren die Entscheidung des IOC, auch wenn sie aus unserer Sicht nur schwer nachvollziehbar ist. Die Nordische Kombination ist eine unserer Kerndisziplinen und hat den nordischen Skisport über viele Jahrzehnte entscheidend mitgeprägt. Gleichzeitig kommt diese Entwicklung nicht völlig überraschend. Jetzt gilt es, die Entscheidung in Ruhe zu analysieren und gemeinsam mit unseren Partnern die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen. Dabei werden wir auch bewerten müssen, welche Auswirkungen sie mittel- und langfristig auf unsere Förderstrukturen haben kann.“

Das IOC erklärte die Entscheidung am Dienstag damit, dass es während jeder Ausgabe der Olympischen Spiele eine weltweite Studie in allen Schlüsselmärkten auf allen fünf Kontinenten durchführe. Die Untersuchung zu den Winterspielen 2026 umfasste 14 Popularitätsindikatoren, darunter die TV-Abdeckung, die Zugriffszahlen in digitalen Medien und das generelle öffentliche Interesse. Bei elf der 14 Indikatoren belegte die Nordische Kombination den letzten Rang unter allen Disziplinen. Dazu kommt laut IOC die Herausforderung, dass die Universalität der Disziplin nicht ausreiche. Über die vergangenen vier Ausgaben der Winterspiele gesehen konnten Athleten aus lediglich fünf Nationen Medaillen gewinnen. Die Frauen, die erst seit 2020 Weltcup-Wettbewerbe bestreiten und zu den Spielen in Norditalien vergeblich auf ihre Aufnahme gehofft hatten, müssen damit auch weiterhin auf ihre Olympiapremiere warten.

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) bedauert die Entscheidung des IOC, die Nordische Kombination aus dem olympischen Programm zu nehmen. Die Disziplin begeisterte durch ihre Vielseitigkeit seit den ersten Olympischen Winterspielen 1924 und ist nicht nur in Deutschland, sondern auch international eine bedeutende Basis- und Ausbildungsdisziplin für Kinder und Jugendliche. In vielen Ländern ist sie ein Fundament der Nachwuchsentwicklung für andere nordische Sportarten wie das Skispringen und Langlaufen. Die Nordische Kombination genießt insbesondere in Norwegen, Mutterland des nordischen Skisports, und in Deutschland wegen zahlreicher erfolgreicher Athletengenerationen (u. a. mit den Einzel-Olympiasiegern Georg Thoma 1960, Franz Keller 1968, Ulrich Wehling 1972, 1976, 1980, Georg Hettich 2006, Eric Frenzel 2014, 2018 und Vinzenz Geiger 2022) besondere Bedeutung.

75 Jahre Wiedergründung DSB: Das größte Schützenfest der Welt steigt in Hannover

Die Schützentradition und das Brauchtum sind neben dem Sport ein fester und wichtiger Bestandteil der Schützenkultur im Deutschen Schützenbund, in den Landesschützenverbänden und ihren Untergliederungen. Schützentraditionen und Bräuche können dabei sehr unterschiedlich sein, wie die verschiedenen Beiträge der Landesverbände zeigen, die das gesamte Jahr über zum 75-jährigen Jubiläum der DSB-Wiedergründung veröffentlicht werden. Dieses Mal ist der Niedersächsische Sportschützenverband an der Reihe.

Para Bogen World Series Nove Mesto: Bronze und Platz vier für Kliem & Co

Bei der Para World Series im tschechischen Nove Mesto (30. Juni bis 4. Juli) konnten die deutschen Bogenschützinnen mit starken Leistungen und Platzierungen überzeugen: Flora Kliem & Jule Lammers gewannen im Teamwettbewerb die Bronzemedaille, Kliem wurde im Einzel starke Vierte.

„Deutschland kann auf seinen Nachwuchs bauen, wenn man ihn fördert“

Am vergangenen Sonntag hatte der Deutsche Handballbund (DHB) wieder einmal Grund zu großer Freude. 351 Tage nach dem Gold-Coup von Podgorica haben Deutschlands Handball-Juniorinnen ein historisches Double geschafft. Die U-19-Europameisterinnen von 2025 gewannen in Jinzhong (China) das Finale der U-20-WM mit 33:26 (15:14) gegen Dänemark. Erst zum dritten Mal ist einer Mannschaft in dieser weiblichen Altersklasse der Doppelerfolg gelungen, für Deutschland ist es sogar ein Novum. „Wir haben diesen WM-Titel als Team gewonnen, aus dem alle 16 Spielerinnen wichtig sein können. Jede hat einen überragenden Anteil an dieser Goldmedaille“, analysierte Trainer Christopher Nordmeyer.

In der Heimat freuten sich viele mit dem Team, aus dem die zur neuen Saison von der HSB Blomberg-Lippe zum Bundesligakonkurrenten Buxtehuder SV wechselnde Ruslana Litvinov zur wertvollsten Spielerin der WM gekürt wurde. „Dieses Doppel-Gold ist historisch, dazu gratuliere ich der ganzen Mannschaft mit dem Trainerteam um Christopher Nordmeyer herzlich. Es beeindruckt mich, wie diese Mannschaft mit dem Start der Europameisterschaft 2025 ihren Weg konsequent gegangen ist und mit ihrem Auftreten auf und abseits der Platte begeistert hat“, gratulierte Ingo Meckes, Vorstand Sport des DHB. Frauen-Bundestrainer Markus Gaugisch zeigte sich genauso begeistert: „Herzlichen Glückwunsch an die Mannschaft und das Trainerteam. Diese Mannschaft ist vollkommen verdient Weltmeister geworden mit einer überragenden Leistung während des gesamten Turniers. Sie haben eine unfassbar gute und bewegliche Deckung gespielt. Gegen jedes System haben sie eine Antwort gefunden. Und vorne haben sie auch total cool gespielt. Herausragend!“

Auch Erik Wudtke freute sich riesig über die Erfolge der vergangenen Wochen. „Nachdem unsere Beachhandball-Männer am vorvergangenen Wochenende den WM-Titel gewonnen hatten, haben nun die U-20-Juniorinnen und auch die weibliche U16, die die European Open in Göteborg gewonnen haben, nachgezogen. Dazu gratuliere ich den Teams und insbesondere meinen Trainerkollegen ganz herzlich. Wenn jetzt der männliche Nachwuchs nachziehen kann, könnte das ein heißer Handballsommer für den DHB werden“, sagte der 53-Jährige, der als U18/U19-Bundestrainer und Co-Trainer der A-Nationalmannschaft der Männer seinen sommerlichen Saisonhöhepunkt noch vor sich hat. Mit dem DOSB sprach der in Aachen geborene Wahl-Hamburger über die Ausbildung von Talenten und die Bedeutung der Nachwuchsarbeit für den DHB. 

Startschuss für die Team D Awards Mailand Cortina 2026

Mit den Team D Awards werden Athlet*innen ausgezeichnet, die die Menschen mit einzigartigen Momenten und persönlichen Geschichten bei den Olympischen und Paralympischen Winterspielen Mailand Cortina 2026 bewegt, emotional berührt oder beeindruckt haben. Dabei werden sowohl sportliche Leistungen berücksichtigt als auch das Auftreten der Athlet*innen abseits des Wettkampfes.

Ab sofort können Fans und Mitglieder von Team D und Team D Paralympics noch bis zum 15. Juli in einer öffentlichen Wahl auf den Websites der Teams abstimmen. Die Auszeichnung der Preisträger*innen erfolgt am 24. Juli im Rahmen eines Team D Abends in Hannover.

Die zur Wahl stehenden Athlet*innen zeichnen sich durch mehr aus als reine sportliche Erfolge: Sie haben Momente geschaffen, die für immer bleiben, die Werte von Team D auf vorbildliche Weise vertreten und die Menschen mit ihrer Haltung inspiriert.

DOSB-Vorstand Leistungssport und Chef de Mission des Team D, Olaf Tabor: „Der Team D Award ist eine besondere Auszeichnung für besondere Menschen. Unsere Athletinnen und Athleten haben in Mailand Cortina nicht nur mit ihren Leistungen begeistert, sondern mit ihrer Persönlichkeit, ihrem Teamgeist und ihrer Haltung Millionen Menschen berührt. Genau diese Geschichten wollen wir mit dem Award sichtbar machen. Umso schöner ist es, dass die Fans selbst mitentscheiden können, welche Momente sie am meisten bewegt haben, denn ihre Unterstützung macht den Sport und das Team D so besonders.“

WM-Qualifikation Suhl: Die einen Favoriten sind vorne, die anderen straucheln

Teil eins der zwei Termine umfassenden WM-Qualifikation der Pistolenschützen für die Quotenplatz-Weltmeisterschaft in Doha/KAT (1. bis 14. November) ist beendet und brachte zweierlei: Die Favoriten in den Kleinkaliber-Disziplinen Sport- und Schnellfeuerpistole liegen vorne, im Luftpistolen-Bereich müssen die zwei Olympia-Teilnehmer von Paris eine Aufholjagd starten.

Alexander Zverev ist „Sportler des Monats“ Juni 

Mit seinem Triumph bei den French Open hat Alexander Zverev einen der größten Erfolge seiner Karriere gefeiert. Im packenden Fünf-Satz-Finale in Paris gewann der Olympiasieger von Tokio seinen ersten Grand-Slam-Titel und krönte damit seine herausragende Sandplatz-Saison. Für diese außergewöhnliche Leistung wählten die Sporthilfe-geförderten Athletinnen und Athleten den gebürtigen Hamburger mit 50,8 Prozent zum „Sportler des Monats“ Juni. 

Anders als bei Medien- oder Publikumswahlen entscheiden bei der Wahl zur Sportlerin bzw. zum Sportler des Monats ausschließlich Deutschlands beste Nachwuchs- und Spitzenathletinnen und -athleten. Dadurch erhält die Auszeichnung ihre besondere sportliche Wertigkeit. Zu Beginn eines jeden Monats stellt die Sporthilfe den rund 4.000 geförderten Athletinnen und Athleten Kandidatinnen oder Kandidaten zur Wahl, die sich im Vormonat durch herausragende Leistungen empfohlen haben. Die Stimmabgabe erfolgt per Online-Voting. 

Hinter Alexander Zverev sichert sich Triathletin Lisa Tertsch Rang zwei (38,9 %). Die amtierende Weltmeisterin gewann bei den Europameisterschaften im spanischen Tarragona den EM-Titel auf der olympischen Distanz. Im Schlussspurt setzte sie sich gegen die Titelverteidigerin durch und komplettierte mit EM-Gold ihre beeindruckende Titelsammlung. Den dritten Platz bei der Wahl belegt das deutsche 3x3-Basketball-Nationalteam der Männer (10,3 %). Denzel Agyeman, Fabian Giessmann, Kevin Bryant und Niklas Kropp feierten bei der Weltmeisterschaft in Warschau mit dem Gewinn der Silbermedaille den größten Erfolg in der Geschichte des deutschen 3x3-Basketballs der Männer. Nach einer makellosen Vorrunde erreichte das Quartett das Finale, in dem es sich erst dem Favoriten Lettland geschlagen geben musste. 

Für ihre herausragenden Leistungen waren die Athletinnen und Athleten von der Athletenkommission im DOSB, von SPORT1 und von der Sporthilfe für die Wahl nominiert worden. 

Deutsche Sporthilfe

Weltcup Madrid: An die starken Leistungen anknüpfen

Teil vier der Weltcup-Serie 2026 des Bogensport-Weltverbandes World Archery steht an, und 16 DSB-Athleten machen sich auf den Weg nach Madrid/ESP (7. bis 12. Juli). Die zuletzt starken Leistungen bei der EM und dem Weltcup in Antalya/TUR sollen in Spanien bestätigt werden.

Aus der zweiten Reihe ins Zentrum des deutschen Triathlons

Mit dem Schwimmen hat alles angefangen. Deshalb klingt es ein wenig nach Understatement, wenn Tanja Neubert behauptet, dass Schwimmen ihre größte Schwäche ist. Die Erklärung dafür schickt die 25 Jahre alte Triathletin allerdings direkt nach. „Ich habe, wie es in Deutschland üblich ist, mit Brustschwimmen begonnen. Darin war ich auch gut, aber beim Umstieg auf den Triathlon musste ich auf Kraul umsatteln, und das ist mir nicht so leicht gefallen.“ Zumindest nicht leicht genug, um sich für eine leistungssportliche Karriere im Becken zu entscheiden. Was im Rückblick ein Segen war, denn seit sie als 15-Jährige über „Jugend trainiert für Olympia“ den Weg in den Dreikampf fand, hat sich die gebürtige Erlangerin Stück für Stück aus der zweiten Reihe in die Weltklasse vorgearbeitet. Sie gilt, wenn an diesem Wochenende die Triathlon-Elite zum Weltserienrennen in der Hamburger Innenstadt zusammenkommt, als eine Athletin, mit der auf dem Podium gerechnet werden darf.

Als einer der kommenden deutschen Stars der Szene eingeordnet zu werden, ist Tanja noch immer hörbar unangenehm. Zumindest dringt ein Seufzer der Überraschung durchs Mobiltelefon, als sie die Frage danach beantwortet. „Es ist ein tolles Kompliment und eine große Anerkennung, dass es mir zumindest einige Leute zutrauen“, sagt sie, „aber aktuell haben wir schon noch andere Athletinnen, die mir voraus sind: Laura Lindemann mit ihrer Erfahrung, Lisa Tertsch mit ihren Erfolgen. Aber ich versuche, mich immer weiter heranzuarbeiten und die Entwicklung der vergangenen Jahre weiterzuführen.“

Durchbruch bei der 70,3-WM im vergangenen November

Ihren Durchbruch, der sie auch international auf die Karte brachte, erlebte die Studentin, die ein Fernstudium des International Managements absolviert, im November vergangenen Jahres, als sie bei der 70.3-WM in Marbella (Spanien) Bronze gewann. Und das auf der Mitteldistanz über 1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren und einen Halbmarathon, der sie in der Regel die Kurz- und Sprintstrecke vorzieht. „Ich wollte eigentlich nur mal ausprobieren, ob mir das Spaß bringt, doch dann war es ein perfekter Tag und ich durfte das Podium mit Spitzenathletinnen wie Lucy Charles-Barclay und Taylor Knibb teilen. Das war eine megacoole Erfahrung, die mir eine Aufmerksamkeit gebracht hat, die ich von der Kurzdistanz nicht kannte“, sagt sie.

Ihr Fokus liegt allerdings weiterhin klar auf der Teilnahme an den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles. Die Qualifikationsphase für das Ticket nach Kalifornien hat Ende Mai mit dem Weltserienrennen in Alghero (Italien) begonnen, wo sie mit Rang neun überzeugte. „Man merkt, dass seitdem alle wieder deutlich motivierter am Start stehen. Nachdem in der vergangenen Saison einige Topathletinnen pausiert hatten, ist die Konkurrenz in diesem Jahr wieder sehr groß. Aber Los Angeles ist definitiv ein Ziel für mich“, sagt Tanja, die seit 2019 am Bundesstützpunkt in Saarbrücken trainiert und mit ihrem Freund Chris Ziehmer, ebenfalls professioneller Triathlet, auch in der Hauptstadt des Saarlandes lebt.

FAQs: Zentrum für Safe Sport

Mit dem Zentrum für Safe Sport (ZfSS) entsteht erstmals eine unabhängige Einrichtung in Deutschland, die Sportorganisationen bei der Durchführung von Untersuchungs- und Disziplinarverfahren unterstützt. Die folgenden FAQs geben einen Überblick über die geplanten Aufgaben des Zentrums, seine Zuständigkeiten und den Ablauf der Verfahren.

Los Angeles 2028: ISSF-Qualifikationsweg und -Formate stehen fest

Knapp zwei Jahre vor den Olympischen Spielen in Los Angeles 2028 hat der Schießsport-Weltverband ISSF den Qualifikationsweg und die finalen Wettkampfformate bekanntgegeben. Bei der WM in Doha/KAT (1.-14. November 2026) beginnt die Quotenplatzvergabe für die insgesamt 15 olympischen Wettkämpfe mit Flinte, Gewehr und Pistole in LA, die vom 15. bis 23. Juli 2028 ausgetragen werden sollen.

Das DSB-Ehrenamtskonzept: Schritt 1 - Engagement freundliche Organisationskultur

Was wäre das Schützenwesen ohne seine ehrenamtlichen, engagierten Mitglieder, die sich mit Leib und Seele ihrem Verein und dem Schießsport verschrieben haben? Ohne sie würde ein Grundpfeiler des Schützenwesens wegbrechen. Immer mehr Schützen- und Bogensportvereinen fällt es jedoch schwer, genügend Ehrenamtliche zu finden und zu halten. In zehn Schritten wird das DSB-Ehrenamtskonzept vorgestellt, „Engagement freundliche Organisationskultur“ lautet Schritt 1.

„Du bist nicht nur Sportler, sondern auch ein Stück weit Pionier“

Noch ist Footmesa in Deutschland ein wahrer Geheimtipp. Andreas Peter und Philipp Halbow von der Germania Enkheim arbeiten jedoch seit Jahren daran, das zu ändern. Gemeinsam mit Gleichgesinnten treiben sie die Entwicklung der Sportart voran und gehören mit der deutschen Nationalmannschaft zu den erfolgreichsten Teams Europas. Andreas Peter krönte diese Entwicklung zuletzt bei der Europameisterschaft in San Marino. Dort holte er gemeinsam mit seinem Bruder Michael Bernd den Europameistertitel im Herren-Doppel. Im Oktober folgt mit der Weltmeisterschaft in Rom der nächste Höhepunkt.

DOSB: Euer Sport wird häufig mit Footvolley oder Teqball verwechselt. Was unterscheidet Footmesa von anderen Fußball-Trendsportarten?

Andreas: Eine Verwechslung passiert tatsächlich oft. Footmesa ist aber eine ganz eigene Sportart. Gespielt wird auf einem Tisch, nicht über ein Netz. Rund um den Tisch gibt es keine festen Spielrichtungen. Angriffe und Verteidigung sind aus jeder Richtung möglich. Ähnlich wie beim Spikeball entsteht ein 360-Grad-Spiel. Durch diese Dynamik kommen schnell spektakuläre Ballwechsel zustande und damit auch eine Menge Spielspaß.

In Südamerika ist Footmesa bereits sehr verbreitet, in Europa hingegen nicht. Wie seid ihr zu Footmesa gekommen?

Philipp: Kennengelernt haben wir Footmesa 2017 auf einer Brasilien-Reise. Damals haben wir den Sport an der Copacabana gesehen und waren sofort begeistert. Wir haben ihn gleich selbst ausprobiert, doch gegen die eingespielten Brasilianerinnen und Brasilianer waren wir chancenlos. 

Andreas: Wir haben uns gefühlt wie absolute Idioten. (lacht)

Philipp: Stimmt, aber von da an ließ uns die Sportart nicht mehr los. 

Das Ehrenamtskonzept im Deutschen Schützenbund in zehn Schritten

Was wäre das Schützenwesen ohne seine ehrenamtlichen, engagierten Mitglieder, die sich mit Leib und Seele ihrem Verein und dem Schießsport verschrieben haben? Ohne sie würde ein Grundpfeiler des Schützenwesens wegbrechen. Das Ehrenamtskonzept des Deutschen Schützenbundes ist ein Leitfaden, der Vereinen hilft, Ehrenamtliche zu finden, gut einzuarbeiten und langfristig zu halten. Es sorgt für klare Aufgaben, Unterstützung und Wertschätzung für alle, die freiwillig mitarbeiten. In einer zehnteiligen Serie wird das Konzept Schritt für Schritt vorgestellt.

Bildung: DSB qualifiziert 14 neue Trainer-Ausbilder für die Landesverbände

In der Gluthitze am Wochenende vom 26. bis zum 28. Juni fand der 18. Lehrgang zur Qualifizierung von C-Trainerausbilderinnen und -ausbilder im Bundesstützpunkt in Wiesbaden statt. Für die 14 Teilnehmer lohnte sich die schweißtreibende Angelenheit, die bestanden allesamt.

Weltcup Lonato: DSB-Aufgebot mit 20 Flintenschützen

Ein Großaufgebot von 20 deutschen Flintenschützen nimmt am Weltcup in Lonato/ITA (4. bis 12. Juli) teil. Jeweils zehn Skeet- und Trapschützen werden versuchen, so viele Scheiben wie möglich vom Himmel zu holen.

Das sind die Top 5 der Trendsportarten für den Sommer 2026

Der Sommer 2026 zeigt einmal mehr: Sport findet längst nicht mehr nur in klassischen Hallen oder auf standardisierten Spielfeldern statt. Gefragt sind flexible, gemeinschaftliche und niedrigschwellige Bewegungsangebote, idealerweise draußen und für unterschiedliche Zielgruppen geeignet. Sportvereine reagieren darauf mit innovativen Formaten und öffnen sich gezielt für neue Trends. Wir stellen fünf Sportarten vor, die diesen Sommer besonders an Bedeutung gewinnen.

1. Fußballtennis 2.0 – Ballgefühl trifft Kreativität

Fußball und Rückschlagsport verschmelzen immer häufiger zu neuen, kreativen Spielformen. Ob Footmesa/Foottable, ein 360-Grad Spiel rund um einen Tisch, Teqball an der gebogenen Spielplatte, oder Footvolley auf dem Beachvolleyballfeld. Gefragt sind Technik und Koordination und es entstehen schnell spektakuläre Ballwechsel.

Die Sportarten lassen sich schnell ausprobieren, fördern Ballgefühl und Reaktionsvermögen und sprechen sowohl Fußballbegeisterte als auch Freizeitsportler*innen an. Drei eigenständige Trendsportarten, die niedrigschwellig sind und sogar auch als Zuschauersport begeistern.

2. Hobby Horsing – Bewegung trifft Ausdruck

Hobby Horsing hat sich in den vergangenen Jahren dynamisch entwickelt und ist längst mehr als ein Internetphänomen. Der Sport verbindet Athletik, Koordination und kreative Elemente zu einer eigenständigen Bewegungsform.

Besonders bei Kindern und Jugendlichen erfreut sich Hobby Horsing großer Beliebtheit. Durch internationale Wettbewerbe und zunehmende Vereinsangebote gewinnt die Sportart weiter an Sichtbarkeit und Struktur im organisierten Sport. Neben deutschen Erfolgen bei der Europameisterschaft in Prag verbuchte auch die Deutsche Meisterschaft in Frankfurt am Main Rekordzahlen.

DtHHV - Offizieller Deutscher Hobby Horsing Verband e. V.

3. Acro Yoga – Vertrauen, Balance und Teamwork

AcroYoga verbindet Yoga, Akrobatik und Partnerarbeit zu einem außergewöhnlichen Bewegungserlebnis. Im Mittelpunkt stehen Balance, Körperspannung und gegenseitiges Vertrauen. Gemeinsam werden Figuren und fließende Bewegungsabläufe erarbeitet, die Kraft, Beweglichkeit und Koordination gleichermaßen fördern.

Gerade im Sommer verlagern sich viele Kurse und offene Trainings in Parks und auf Grünflächen. AcroYoga eignet sich für Menschen mit unterschiedlichen Fitnesslevels und zeigt, wie gemeinsames Lernen und Bewegung auf spielerische Weise zusammenfinden können. Auch Sportvereine entdecken die Disziplin zunehmend als ergänzendes Angebot im Gesundheits- und Freizeitsport.

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