Hauberg 2, 70771 Leinfelden-Echterdingen

Breitensportlehrgänge Wiesbaden: Ganze Serie „Pistole Auflage

Das Auflageschießen mit der Pistole erfreut sich wachsender Beliebtheit – und das aus gutem Grund. Es verbindet höchste Präzision mit technischer Raffinesse und ermöglicht Schützinnen und Schützen ab 50 Jahren einen anspruchsvollen, fairen und zugleich gesundheitsbewussten Einstieg oder Wiedereinstieg in den Pistolensport. Dem trägt auch der DSB Rechnung und bietet eine kleine Auflageserie an – Anmeldungen sind ab sofort möglich.

DSB: Japanische Delegation zu Gast im Bundesstützpunkt

Aktuell wird im Bundesstützpunkt in Wiesbaden viel englisch gesprochen und mit Händen gestikuliert. Das ist kein Zufall, denn 14 japanische Schützinnen und Schützen sowie vier Betreuer sind für eine Woche (8.-15. Februar) an der Lahnstraße zu Gast.

Olympische Spiele Italien: Nala Krause erlebt tolles Abenteuer

40 Jugendliche im Alter von 16 bis 19 Jahren leben gerade ihren Traum und nehmen im Rahmen des Deutsch-olympischen Jugendlagers an den Olympischen Spielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo teil. Mit Nala Krause ist auch eine junge Schützin dabei.

„Ich halte nichts davon, als Funktionärs-Groupie aufzutreten“

Als Otto Fricke aus dem Auto steigt, das ihn aus Bormio über den Foscagno-Pass nach Livigno gebracht hat, wird schnell klar, dass dies der Ort ist, an dem er die gesamten Olympischen Winterspiele verbringen könnte. Und das liegt nicht daran, dass der niederländische Skiverband hier ein zweites „Casa Olandia“ betreibt, das auf Fricke, der fließend Niederländisch spricht und unseren westlichen Nachbarn als sein zweites Lieblingsland bezeichnet, eine gewisse Anziehungskraft ausüben könnte. Das auf 1816 Metern über dem Meeresspiegel liegende Winterwunderland in den lombardischen Alpen bietet vielmehr genau jenes Gefühl, das Menschen, die wie Fricke zum ersten Mal Winterspiele besuchen, in ihrer Vorstellung mit dem größten Wintersport-Event der Welt verbinden. Livigno, das ist Wintersport der alten Schule, auch wenn hier die jüngsten olympischen Disziplinen Snowboard und Ski Freestyle ausgetragen werden, und Otto Fricke spürt diesen Vibe sofort.

Der 60-Jährige ist seit 1. September vergangenen Jahres Vorstandsvorsitzender des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Er ist passionierter Skifahrer, fühlt sich auf der Buckelpiste am wohlsten, auch deshalb wollte er unbedingt nach Livigno, obwohl er schweren Herzens darauf verzichtet hat, die eigene Ausrüstung mitzunehmen. „Es ist nicht mein Job, hier Ski zu fahren“, sagt er, „auch wenn es mir schon leid tut, wenn ich die tollen Pisten und die Schneeverhältnisse hier sehe.“ Sein Job ist es, den DOSB in Norditalien dort zu vertreten, „wo ich gebraucht werde.“ Und deshalb hat er sich vorgenommen, bis zum Ende der 25. Olympischen Winterspiele alle Austragungsorte abzuklappern. Begonnen hat seine Reise mit der Eröffnungsfeier in Mailand am 6. Februar, er war schon in Bormio, von Livigno sollte es nach Cortina gehen, von wo aus es nicht allzu weit ist nach Antholz und nach Val di Fiemme.

Was genau die Aufgaben des höchstrangigen Hauptamtlers im Dachverband des organisierten deutschen Sports sind, haben Otto Fricke in den vergangenen Wochen viele gefragt. Nach der ersten Woche kann der Haushaltspolitiker, der für die FDP insgesamt 17 Jahre im Bundestag saß, darauf dezidierte Antworten geben. „Ich gehe natürlich auch zu Sportveranstaltungen. Aber in erster Linie bin ich hier, um mit möglichst vielen verschiedenen Menschen ins Gespräch zu kommen, Erfahrungen rund um das Team D zu sammeln und manche für unsere Bewerbung um Olympische und Paralympische Sommerspiele relevante Dinge zu erfahren", sagt er.

Bundesliga Bogen: Die Aufsteiger stehen fest

Der BSSC Olympia Berlin und der Itzehoer Hockey-Club (Norden) sowie der SV Moosbach und der 1. BSC Karlsruhe (Süden) werden in der Saison 2026/27 in der 1. Bundesliga Bogen starten. Das Quartett setzte sich in den 2. Ligen durch.

DM Berlin: Limitzahlen für die DM Bogen Halle veröffentlicht

Die Sportleitung des Deutschen Schützenbundes hat die Limitzahlen für die Deutsche Meisterschaft Bogen Halle veröffentlicht. Die Veranstaltung findet in der Zeit vom 06. bis 08. März 2026 im Horst-Korber-Sportzentrum in Berlin statt.

Junioren-EM Burgas: Gold und Silber für Luftgewehr-Junioren

Glänzender Auftritt der deutschen U21 Luftgewehr-Junioren bei der U21 Druckluft-Europameisterschaft in Burgas/BUL (11. bis 15. Februar): Das Trio Benedikt Ascher, Luis Eichenseer und Luca Preisinger gewann in der Teamwertung den EM-Titel, kurze Zeit später sicherte sich Ascher mit einer hervorragenden Leistung die Silbermedaille im Finale.

Bundesligafinale Wiesbaden: Alle in die Zehn

Beim Bundesligafinale Bogen in Wiesbaden (28. Februar) dreht sich naturgemäß alles um die 10: Schließlich streben alle Schützinnen und Schützen bei jedem Schuss nach dem Maximum. Und doch hat die 10 in diesem Jahr eine besondere Bedeutung, denn zum 10. Mal findet das große Finale in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit statt.

Junioren-EM Burgas: Bronze für Luftpistolen-Juniorinnen

Mit einer Team-Bronzemedaille für das weibliche Luftpistolenteam startete die U21 Druckluft-Europameisterschaft in Burgas/BUL (11. bis 15. Februar). Lea Hadeler, Charlotte Laube und Aileen Pitschke durften sich über Edelmetall freuen. Die Luftpistolen-Junioren sowie die Luftgewehr Mixed-Teams verfehlten dagegen die Medaillenränge deutlicher als erhofft.

75 Jahre Wiedergründung DSB: Die lange Geschichte der Bürgergarde der SG Speyer e.V. gegr. 1529

Die Schützentradition und das Brauchtum ist neben dem Sport ein fester und wichtiger Bestandteil der Schützenkultur im Deutschen Schützenbund, in den Landesschützenverbänden und ihren Untergliederungen. Schützentraditionen und Bräuche können dabei sehr unterschiedlich sein, wie die verschiedenen Beiträge der Landesverbände zeigen, die das gesamte Jahr über zum 75-jährigen Jubiläum der DSB-Wiedergründung veröffentlicht werden. Dieses Mal ist der Pfälzische Sportschützenbund an der Reihe, der über die lange Geschichte der SG Speyer erzählt.

Olympische Spiele Los Angeles: World Archery gibt Qualifikationsweg bekannt

Die Weltmeisterschaft 2027 in Medellin/COL (16. bis 22. August) ist der offizielle Startschuss der Olympia-Qualifikation im Bogensport. Dies gab der internationale Bogensport-Weltverband World Archery (WA) bekannt, nachdem der Qualifikationsweg vom Internationalen Olympischen Komitee veröffentlicht wurde.

DSJ: Teilnehmer gesucht für kommende Bildungsveranstaltungen der Jugend

Die Deutsche SchützenJugend bietet in den kommenden Monaten mehrere spannende Bildungsveranstaltungen an und sucht noch Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Ein Präsenz-Tagesseminar im März und zwei Online-Workshops im März und April beispielsweise.

DSB: Holger Hertkorn wird Bundestrainer Compoundbogen

Zehn Jahre lang fungierte Holger Hertkorn als Disziplinverantwortlicher für den Bereich Compoundbogen. Mit der Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), den Compoundbogen in das olympische Programm für Los Angeles 2028 aufzunehmen, geht nun eine Professionalisierung auf nationaler Ebene einher: Hertkorn wurde zum 1.1.2026 zum Bundestrainer Compound ernannt.

Wo Sport verbindet, entsteht Integration

Seit über drei Jahrzehnten zeigt das Bundesprogramm „Integration durch Sport“, was Sport leisten kann: Zugehörigkeit schaffen, Teilhabe ermöglichen, Demokratie erlebbar machen. Zum 20-jährigen Bestehen des DOSB lohnt ein Blick auf ein Programm, das Integration nicht verspricht, sondern lebt - jeden Tag, in tausenden Vereinen bundesweit. 

Ein Trainingsabend in einer Sporthalle irgendwo in Deutschland: unterschiedliche Sprachen, verschiedene Lebensgeschichten - und eine gemeinsame Regel: Fair Play. Was hier passiert, nennen wir oft „Integration“. Tatsächlich ist es das, was Sport seit jeher ausmacht: Menschen zusammenzubringen. Denn Integration geschieht im Sport, im Verein vor Ort oft „nebenbei“ und zeigt uns, dass Integration kein erklärtes Ziel sein muss, sondern das Ergebnis gemeinsamen Handelns ist. Genau darin liegt die Kraft des gemeinsamen Sporttreibens.  

Integration als Chance 

Der DOSB versteht Sportvereine deshalb nicht nur als Orte der Bewegung, sondern als soziale Infrastruktur. In einer Zeit gesellschaftlicher Polarisierung, wachsender Vielfalt und zunehmender Herausforderungen für den Zusammenhalt ist diese Rolle wichtiger denn je.  

Mit dem Bundesprogramm „Integration durch Sport“ wurde diese Haltung früh institutionell verankert. Das Programm wird vom DOSB gesteuert, durch das Bundesministerium des Innern und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gefördert und über die 16 Landessportbünde bundesweit umgesetzt. So entsteht ein starkes Netzwerk, das nah an den Menschen arbeitet und zugleich bundesweit wirkt. 

Ein System, das trägt - vom Verein bis zur Bundesebene 

Herzstück von IdS sind die ca. 1.400 geförderten Vereine in ganz Deutschland. Sie bieten Sportangebote für Menschen mit Migrations- oder Fluchtgeschichte und schaffen niedrigschwellige Zugänge in das Vereinsleben. Begleitet werden sie von den IdS-Teams in den Landessportbünden, die beraten, qualifizieren und vernetzen. Der DOSB sorgt für die bundesweite Koordination, während die Förderung durch den Bund verlässliche Rahmenbedingungen schafft. Dieses Zusammenspiel aus Ehrenamt und Hauptamt ist ein zentraler Erfolgsfaktor. Jahr für Jahr setzen IdS-Vereine über 4.000 integrative Maßnahmen um - von Trainingsangeboten über Bildungsformate bis hin zu Begegnungsprojekten in den Kommunen. 

Mehr als Sport: Wirkung für Gesellschaft und Demokratie 

Studien und die langjährige wissenschaftliche Begleitung des Programms zeigen: Sportvereine leisten weit mehr als sportliche Betätigung - sie sind soziale Infrastruktur. Sie fördern Sprachpraxis, bauen Berührungsängste ab und vermitteln demokratische Werte durch gemeinsame Regeln und zivilgesellschaftliches Engagement. Fast 40 Prozent der IdS-Vereine unterstützen ihre Mitglieder auch über den Sport hinaus - etwa bei Hausaufgaben, Behördengängen und der Sprachförderung. 

Diese Arbeit wirkt präventiv gegen Ausgrenzung und stärkt die Zugehörigkeit auf allen Seiten. In der überwiegenden Mehrheit der IdS-Vereine konnten Vorurteile und Ängste abgebaut werden. Gleichzeitig profitieren auch die Vereine selbst: Vielfalt macht sie attraktiver und zukunftsfähiger. Allein im Jahr 2024 gewannen IdS-Vereine über 35.000 neue Mitglieder, fast die Hälfte davon mit Migrationsgeschichte. 

Doch Gesellschaftlicher Wandel ist nicht konfliktfrei. Debatten um Geschlechtergerechtigkeit, Vielfalt und Teilhabe verlaufen zunehmend polarisierend. Mit Qualifizierungsmaßnahmen wie „Fit für die Vielfalt“ stärkt IdS Vereine und Engagierte darin, Haltung zu zeigen und zugleich handlungsfähig zu bleiben. Denn Vielfalt braucht nicht nur Offenheit, sondern auch Kompetenzen im Umgang mit unterschiedlichen Lebensrealitäten. 

Warum eine gesicherte Förderung den Unterschied macht 

Integration braucht Zeit, Vertrauen und verlässliche Strukturen, gerade in gesellschaftlich herausfordernden Zeiten. Kurzfristige Förderlogiken oder finanzielle Kürzungen gefährden das, was über Jahre aufgebaut wurde. Sie schwächen Engagement, brechen Netzwerke auf und erschweren langfristige Planungen, gerade dort, wo Stabilität besonders wichtig ist. 

Die Förderung von „Integration durch Sport“ ist deshalb mehr als eine Haushaltsentscheidung des Bundes. Sie ist ein politisches Signal und trägt zur Gestaltung einer offenen Gesellschaft bei. Jeder in das Programm investierte Euro stärkt nicht nur Vereine, sondern die soziale Infrastruktur in Städten und Gemeinden.  

Eine nachhaltige Förderung sichert diese Wirkung langfristig - und macht Integration im und durch den Sport verlässlich möglich. 

Junioren-EM Burgas: Knüpfen die U21-Junioren an die U16/U18 an?

Die Nachwuchs-Europameisterschaften in Burgas/BUL (3. bis 15. Februar) begannen für die deutschen Schützen in der Alterskategorie U16/U18 mit zweimal Gold und einmal Silber glänzend, nun folgen die Wettkämpfe der U21-Juniorinnen und -Junioren (11.-14.2.). Und für den DSB gehen sechs hoffnungsvolle Luftgewehr- und sieben Luftpistolenschützen an den Start.

Bundesliga Bogen: Finalisten und Absteiger stehen fest

Am Samstag, 7. Februar, fanden im Norden und Süden die letzten Vorrundenmatches der Bundesliga Bogen statt – und in beiden Ligen gab es Dramen: So eliminierte der BC Villingen-Schwenningen in letzter Sekunde Vierfach-Champion BSG Ebersberg aus dem Bundesligafinale in Wiesbaden, so muss der Blankenfelder BS 08 - um einen Punkt geschlagen – den Gang in die Zweitklassigkeit antreten.

Bundesligafinale Rotenburg: Von Sekunden, Königen und Präzision

Natürlich stehen die Wettkämpfe an den zwei Tagen des Bundesligafinals im Fokus, doch am Rande dieser gibt es einige Aspekte und Geschichten, die es auch lohnt zu erzählen. Manche sind zum Schmunzeln, bei einer anderen ist Wehmut dabei.

Bundesligafinale Rotenburg: Kevelaer und Kelheim-Gmünd sind die neuen Titelträger

Das Luftpistolenteam des SV Kelheim-Gmünd zum sechsten Mal und die Luftgewehrmannschaft der SSG Kevelaer zum fünften Mal: So endete das spektakuläre Bundesligafinale Sportschießen in der Göbel Hotels Arena in Rotenburg an der Fulda. In zwei packenden Matches setzten sich die neuen Champions mit 3:2 gegen den SV 1935 Kriftel bzw. 3:0 den SSV Kronau durch. Bronze ging an den ESV Weil am Rhein und an den Bund München.

Bundesligafinale Rotenburg: Die Goldfinalisten stehen fest

Der SV Kelheim-Gmünd vs. SV 1935 Kriftel (Luftpistole, 12.00 Uhr) sowie SSV Kronau vs. SSG Kevelaer (Luftgewehr, 13.30 Uhr) heißen die Finalpaarungen beim Bundesligafinale in Rotenburg an der Fulda. Diese vier Teams setzten sich in zum Teil dramatischen Begegnungen durch und greifen beim 28. Bundesligafinale nach dem Meisterspiegel. Alle vier Medaillenmatches - Bronze- und Goldfinale - werden am Sonntag, 8. Februar, ab 9.00 Uhr live und kostenlos bei Sporteurope.TV übertragen, Tickets für die Göbels Hotel Arena gibt es noch an der Tageskasse.

Der olympische Winter beginnt: Spiele von Mailand Cortina 2026 eröffnet

Gastgeber Italien feierte den Start der Spiele mit einer Premiere: Erstmals fand die Zeremonie zeitgleich an mehreren Standorten statt. Hauptbühne war das Stadion San Siro in Mailand, parallel wurden in Cortina d’Ampezzo, Predazzo und Livigno weitere Eröffnungsfeiern umgesetzt. Um 23.27 Uhr wurde die olympische Flamme zeitgleich in Mailand und Cortina entzündet. Olympiasieger und Skirennläufer Alberto Tomba sowie Olympiasiegerin und Skirennläuferin Deborah Compagnoni entzündeten die olympische Flamme in Mailand. In Cortina d’Ampezzo übernahm diese Aufgabe Olympiasiegerin und Skirennläuferin Sofia Goggia.

Angeführt vom Fahnenträger-Duo Leon Draisaitl (30/Edmonton Oilers) in Mailand und Katharina Schmid (29/SC Oberstdorf) in Predazzo zog Team Deutschland ein. Insgesamt nahmen 130 Athlet*innen von Team D an den verschiedenen Zeremonien teil. Team Deutschland lief gemäß olympischer Tradition, angeführt von den griechischen Athlet*innen, in alphabetischer Reihenfolge des Gastgeberlandes als 32. Nation hinter Georgien und vor Jamaika ein.

Junioren-EM Burgas: Einzel-Gold für Lina Karsch

Nach Gold und Silber in den Solo-Wettbewerben legten die jungen deutschen Luftpistolen-Schützen bei der Druckluft-Europameisterschaft in Burgas/BUL (3. bis 15. Februar) auch im Einzel-Wettkampf in beeindruckender Manier nach: Lina Karsch (Regensburg) gewann nach einer tollen Vorstellung Gold in der U16.

Der Startschuss für Mailand Cortina 2026

Der Countdown geht in den Endspurt! An diesem Freitagabend um 20 Uhr starten mit der Eröffnungsfeier die 25. Olympischen Winterspiele. Gastgeber ist Italien, das die Wettkämpfe über fünf Cluster (Mailand, Cortina d’Ampezzo, Predazzo/Tesero, Livigno/Bormio und Antholz) verteilt. 

Rund 2900 Athlet*innen gehen in Norditalien an den Start, deutlich mehr als 2018 in Pyeongchang (Südkorea), das mit 2922 Teilnehmenden bis dato die Bestmarke hält. Nach der Aufnahme von Skibergsteigen sind erstmals acht Sportarten Teil des Olympiaprogramms. In 16 Disziplinen stehen 116 Entscheidungen an. Das Team Deutschland ist mit 185 Athlet*innen vor Ort.

Sportdeutschland hat gewählt: Schmid und Draisaitl tragen die deutsche Fahne

Wie es sich anfühlt, wenn olympische Träume schon vor dem Start der Spiele in Erfüllung gehen, davon können Katharina Schmid und Leon Draisaitl seit diesem Mittwoch berichten. Olaf Tabor, Vorstand Leistungssport im DOSB und Chef de Mission des Team D bei den Winterspielen in Norditalien, informierte die Skispringerin vom SC Oberstdorf und den Eishockey-Topstar von den Edmonton Oilers aus Nordamerikas Profiliga NHL telefonisch darüber, dass sie bei der Eröffnungsfeier am Freitagabend die deutsche Fahne tragen werden. Allerdings - und das ist ein Novum in der olympischen Geschichte - wegen der großen Entfernungen zwischen den Austragungsstätten getrennt. Draisaitl, der am Freitagmorgen aus Kanada einfliegt, wird die deutsche Delegation ins Mailänder Stadion San Siro führen. Schmid trägt die Fahne bei der zeitgleich stattfindenden Eröffnungsfeier in Predazzo.

Die 29-Jährige, die ihre vierten Winterspiele erlebt, war von der Nachricht noch so aufgewühlt, dass sie sich zum Gespräch mit dem DOSB am Telefon mit ihrem Geburtsnamen Althaus meldete. „Ich bin so aufgeregt! Das ist eine riesige Ehre für mich. Wir haben so viele tolle Sportlerinnen und Sportler, und dass ich ausgewählt wurde, ist unglaublich“, sagte sie nach der Ankunft im Olympischen Dorf. Leon Draisaitl erhielt die frohe Kunde am Morgen des „Battle of Alberta“, zu dem er mit seinen Oilers bei den Calgary Flames antrat. „Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Dass mich nicht nur die Fans, sondern auch die Athleten gewählt haben, ist eine riesige Ehre, die mich unfassbar stolz macht“, sagte er.

Die Entscheidung für das Duo fiel in einer gemeinsamen Wahl in der Öffentlichkeit und unter den 185 Athlet*innen des Team D, die vom 26. Januar bis einschließlich 3. Februar lief. An der öffentlichen Wahl beteiligten sich mehr als 135.000 deutsche Fans. Zu den Winterspielen in Peking 2022 waren 120.000 Stimmen aus der Öffentlichkeit abgegeben worden. Die Stimmen aus beiden Gruppen wurden zu je 50 Prozent gewichtet für das Gesamtergebnis gezählt. Die weiteren Kandidat*innen, die zur Abstimmung standen, waren Ramona Hofmeister (29/Snowboard), Laura Nolte (27/Bob), Johannes Rydzek (34/Nordische Kombination) und Tobias Wendl (38/Rennrodeln).

Mailand Cortina 2026: So wohnt Team Deutschland bei Olympia

Die ersten Athlet*innen beziehen aktuell ihre Unterkünfte bei den Olympischen Winterspielen Mailand Cortina 2026. Aufgrund der großen Entfernungen zwischen den Wettkampfstätten setzt das Organisationskomitee auf mehrere Olympische Dörfer und Hotelkomplexe.

„Die Bedingungen im Olympischen Dorf in Cortina sind sehr gut und bieten den Team D Athlet*innen gute Voraussetzungen für die Vorbereitung auf ihre Wettkämpfe. Die Container sind zwar nicht besonders groß, dafür aber gut beheizt und funktional eingerichtet. Die Schneelandschaft und das gemeinsame Leben im Dorf sorgen darüber hinaus für eine besondere olympische Atmosphäre und ermöglichen den Austausch mit Athlet*innen aus anderen Nationen“, berichtet Thomas Arnold, DOSB-Vorstand Finanzen, der im Olympischen Dorf in Cortina untergebracht ist und das Team D Office vor Ort unterstützt.

Wie viele Olympische Dörfer gibt es bei Mailand Cortina 2026?

Bei den Winterspielen 2026 gibt es insgesamt drei offizielle Olympische Dörfer. Ein großes Hauptdorf in Mailand und zwei weitere Dörfer in Cortina d’Ampezzo und Predazzo. In den Wettkampforten Bormio, Livigno sowie Antholz/Anterselva werden zusätzlich mehrere Hotels zu funktionalen Olympischen Dörfern zusammengefasst.

Warum sind die Olympischen Dörfer auf mehrere Standorte verteilt?

Die Wettkämpfe finden über weite Teile in Norditalien statt. Mehrere Dörfer ermöglichen kurze Wege zu den Wettkampfstätten und eine bessere Anpassung an die unterschiedlichen Sportarten. Von Eishockey und Eisschnelllauf bis zu alpinen und nordischen Disziplinen.

Wie viele Athlet*innen wohnen insgesamt in den Olympischen Dörfern?

Rund 1.700 Betten gibt es allein im Olympischen Dorf in Mailand, etwa 950 Athlet*innen aus 41 Nationen wohnen dort, zudem mehrere hundert Betreuer*innen. Das Dorf hat eine Größe von 38.000 m2 - das entspricht rund 21 Eishockeyfeldern.

Im Dorf in Cortina stehen 1.400 Betten in rund 350 Containern zur Verfügung. Hinzu kommen Athlet*innen, die in den Hoteldörfern in Predazzo, Livigno, Bormio und Antholz/Anterselva untergebracht sind.

Junioren-EM Burgas: Gold und Silber für DSB-Nachwuchs

Grandioser Auftakt für die junge deutsche Luftpistolen-Mannschaft bei der Druckluft-Europameisterschaft in Burgas/BUL (3. bis 15. Februar): Anakin Sarrach (Booßen) gewann nach einer konstant starken Vorstellung Gold im U18 Solo-Wettbewerb, Eva Greimel (Hofgiebing) holte kurz danach Silber im gleichen Wettbewerb bei der U16.